Freiercafes beste Fickberichte: Juni 2010

Die Sieger des Monats Juni stehen fest:

Platz 3 06-2010:

Tanja_Regensburg: Laufhaus – Eindrücke aus dem Bahnhofsviertel in Frankfurt/Main

Bokkerijder: Das doppelte Rumsauchen

Platz 2 06-2010:

Jogi9 und Rivera: Clubeinführung Yin Yang, Roermond (Niederlande) +Teil 2 Clubeinführung Yin Yang

sowie ein Beitrag aus der Rubrik Vollmast von

George Clooney: Ich war bei Putri! Ich habe ihr gegeben! Ich bin der Beste!

Gewinner 06-2010: Der Infogott und Profiscout Pathinder mit seinem Kleinen Reiseführer durch das Frankfurter Bahnhofsviertel (BHV)

Und das hatte uns der Pathfinder zu berichten:

Gutgemeinte Tipps, subjektive Anmerkungen, kleine Anekdoten
(Aufgrund der Beschränkung auf 12 Bilder je Beitrag ein Vierteiler)

Ich nehme den Wahlspruch des Forums von Freier für Freier nach wie vor ernst. Die nachfolgenden Ausführungen basieren auf im Laufe von rd. 25 Jahren gesammelten ureigenen Erfahrungen und eigenen subjektiven Einschätzungen. Ich habe jedes der Häuser nicht nur mindestens ein Dutzendmal betreten, sondern auch die Dienste der Damen und “Herren” insgesamt mehrere Dutzendmal in Anspruch genommen. Fragwürdige Informationen aus Dritter Hand, insbesondere von den Laufhausbetreibern nahestehende Personen, sind nicht relevant. Irrtümer sind aber nicht völlig ausgeschlossen.

Kurze Rückblick zum Sexgeschäft im Viertel
In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, sollten nach dem Willen der Stadtoberen die Bordelle im Bahnhofsviertelverschwinden. Das Bahnhofsviertel sollte dem naheliegenden Bankenviertel angeglichen werden.

Die im Viertel groß investierten Bordellkönige Beker, schlossen mit der Stadt Frankfurt, respektive einer Stiftung der Stadt Frankfurt einen fragwürdigen Deal. Verschiedene Liegenschaften im Bahnhofsviertel mit Bordellbetrieben wurden an die Stadt veräußert. Bedingung hierfür war die geplante Verlagerung der Prostitution in großem Stil in die Breite Gasse, wo das größte Bordell Europas zwar quasi öffentlich gebaut, aber niemals seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt wurde. Die Immobilie war danach Herzzentrum und ist jetzt das Amt für Gesundheit der Stadt Frankfurt.

Einige Bordelle im Bahnhofsviertel wurden zwar geschlossen oder in Hotelbetriebe umgewandelt, die Prostitution in den Laufhäusern blieb aber fest im Bahnhofsviertel verwurzelt. In der Kaiserstrasse 54 residieren die Bekers & Co jetzt, zur Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen für Dritte….welche auch immer….

Die Rolle der CDU Hessen sowie der Oberbürgermeister Walter Wallmann und Wolfram Brück, beide CDU, möchte ich in diesem Zusammenhang nicht weiter kommentieren. Nur ein kleiner Nachbrenner.

Das größte Bordell Crazy-Sexy in der Elbestrasse 53 wird von den Nachfahren des Baulöwen und Bordelliers Willi Schütz betrieben(Zeitungsartikel verlinken). Dieser hatte sich seinerzeit wohl dem Ansinnen der Stadtoberen widersetzt. Die Betreiber des zweitgrößten Bordells, des Roten Hauses in der Taunusstraße 34 stehen einem Charter eines berühmt berüchtigten Motorradclub nahe. Taunusstraße 26, Moselstrasse 42 und 44 werden von türkischstämmigen Besitzern geführt.

Ein buntes Viertel
Neben zahlreichen ausländischen Restaurants, orientalische Teehäuser, asiatische Imbissbuden, Kebabhäuser, internationale Lebensmittelläden, türkische Obst- und Gemüsehändler, afrikanische Supermärkte, Pfandleihen und “Ein-Euro-Läden” mit teils obskurem Warenangebot findet sich auch ein islamisches Kulturzentrum mit Moschee.

Heroin- und/oder Crackjunkies



Die Drogenszene ist zwar stark geschrumpft bzw. verteilt sich über die ganze Stadt (Parkanlagen, U-Bahnhöfe). Im BHV aber nach wie vor schwerpunktmäßig in der Niddastrasse Ecke Elbestrasse, mal im Kaisersack, mal auf dem Bahnhofsvorplatz je nach Vertreibungssituation. Die Darstellung in Wikipedia, dass im BHV kaum noch Süchtige auf den Strassen zu sehen seien, entspricht dem Wunschdenken der Stadtoberen, aber nicht der Realität. Ordnungsdezernent Stein war zwar mit der Maßgabe angetreten, aufzuräumen. Davon sieht man aber eigentlich nichts. In allen Straßen kauern ausgemergelte und von jahrelanger Drogensucht gezeichnete Gestalten neben Coladosen und hantieren mit Löffeln, Feuerzeugen und Spritzen. Verwahrloste Gestalten irren umher und suchen und kratzen in Mauerritzen und Blumenkübeln nach vergessenen Drogenpäckchen.

Hütchenspieler
Im Kaisersack befindet sich noch der ziemlich verschlissene Aufkleber auf dem Pflaster, mit dem vor dem Betrug beim Hütchenspiel gewarnt wird. Eine ganze Weile haben sich diese Balkanratten mit den Ordnungskräften ein Hase- und Igel-Rennen geliefert. Vor den “richtigen Hauseingängen” und mit strategisch postierten Alarmposten war es lange Zeit schwer, den Kameraden das Handwerk zu legen. Habe mal erlebt dass einer der Kerle in die E43 gestürmt und einer Hure im Parterre die Kügelchen (Beweismittel) ins Zimmer geworfen hat. Auch wenn der inszeniert ins Hütchenspiel eingebundener Kleinganove gewinnt, da gibt es nichts zu gewinnen, sondern nur Geld zu verlieren. Glückspiel mit Gewinnchancen in den ungezählten Spielhallen und -höllen im Viertel.

Uhren- und Schmuckverkäufer, Bettler
Gelegentlich stehen in den Eingängen zum Roten Haus oder anderen Laufhäusern Uhren- und Schmuckverkäufer, die spannerähnlich ihren auf der Innenseite behängten Mantel lüften. Finger weg von dem Plunder, Hehlerware nicht ausgeschlossen. Ach ja nicht auf das sogenannte Laufhausgold, auch mit dem Autobahngold verwandt, hereinfallen. Vermehrt treten auch Crack-Junkies und organisierte Gruppen vom Balkan als Bettler und Bittsteller auf. Wer was geben will, auf die Geldbörse und Sicherheitsabstand achten.

Sicherheit
Die Zeiten als bei Machtkämpfen im Bahnhofsviertel unbeteiligte Passanten verwechselt und durch Schüsse aus einer Schrotflinte vom fahrenden Motorrad tödlich getroffen wurden, oder rivalisierende Albaner mit automatischen Waffen wild um sich und in Menschenmengen schossen, sind wohl vorerst vorbei (90er-Jahre). Nicht wenige Überfälle ereignen sich zudem in Zusammenhang mit “Unregelmäßigkeiten” bei Drogengeschäften.

Razzien und Personenkontrollen
Unerwartete Kontrollen (Verlinkungen) können dazu führen, dass man bestimmte Laufhäuser oder auch ganze Laufhausbereiche für eine gewisse Zeit nicht betreten kann. Wer unversehens in eine Razzia gerät, muss mit einer Überprüfung seiner Personalien und ggf. Durchsuchung bzw. Taschenkontrolle rechnen.

Unabhängig davon zeichnet sich das Bahnhofsviertel durch eine hohe Kontrolldichte aus. Neben uniformierten Kräften sind permanent Zivilstreifen im Einsatz, welche fallbezogen Personenkontrollen durchführen. Erfahrene BHV-Gänger erkennen ihre Pappenheimer. Wer keine Drogen mit sich führt und/oder nicht gerade in flagranti beim Anbandeln mit einer Bordsteinschwalbe gestellt wurde, hat eigentlich nichts zu befürchten.

Ludenschlitten

Insbesondere in der Elbestrasse stehen mitunter markante Ludenschlitten. Angefangen von der schnöden Corvette, über das aufgemotzte Coupe vom Rammler Stenz, den Bentley im Tarnfarbenlock bis zum Rolls Royce Rechtslenker.

Originale

Gisela Paul, die singende Wirtin. Hausgemachte Suppen und Eintöpfe und gekochte Eier mit Grüner Soße. Es-Junkie Walter Graf. Sein Markenzeichen: ein Helm mit Teufelshörnern, sein Job: mobiler Autowäscher, Hundeausführer und, und…Wurstwilli vor der Elbestrasse 45.

Kulinarisches
Zahlreiche Türkische Restaurants insbesondere in der Münchner Strasse, der Taunusstrasse und Kaiserstrasse. Empfehlung: Kaisergrill, Kaiserstraße 50, Marmaris Grill, Taunusstraße 44. Pizzeria: Milano Taunusstraße 15, ansonsten eher Skepsis

Indische Restaurants und Spezialitätengeschäfte in der Münchner Straße, Kaiserstraße und Weserstraße, Ostasiaten in der Weserstraße zwischen Kaiserstraße und Münchner Straße. neuer großer Asia-Supermarkt in der Kaiserstrasse 60.

Übernachtung
Zahlreiche Hotels in verschiedenen Preislagen in der Mosel- und Elbestrasse.

Getränke
Gekühlte Dose Cola 0,33 l. kostet zwischen 75 Eurocent im Asialaden in der Kaiserstrasse 60 und Euro 2,– im Automaten im Parterre des Laufhauses “Crazy-Sexy” in der Elbestrasse 53. Bierkneipen in der Münchner Strasse.

Toiletten
Öffentliche Toiletten im Hauptbahnhof, Untergeschoss. In der Eingangshalle des Crazy-Sexy linke Hand neben der zentralen Überwachungskabine.

Straßenstrich

Nach der Sperrgebietsverordnung der Stadt Frankfurt ist Straßenprostitution im Bahnhofsviertel verboten. Dennoch bieten einige Damen und auch Herren der Schöpfung hier ihre Dienste an. Zum Strichermilieu kann ich nichts weiter sagen. In der Weserstrasse und in der Elbestrasse jeweils zwischen Taunusstrasse und Kaiserstrasse bieten zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten Frauen ihre Dienste an. Hoher Anteil an Drogenabhängigen und Balkannelken mit Romabackground.

Verrichtungsstätten: Stundenhotels im Viertel, Videokabinen in den einschlägigen Sexshops und im Sommer auch die nahegelegene Taunusanlage (früher zentraler Treffpunkt aller Heroinjunkies). Vorsicht: im Viertel sind mobile Zivilkommandos unterwegs, die Freier auf frischer Tat hoch nehmen. Auch das Karussellfahren im Viertel kann unangenehme, wenn auch harmlosere Folgen haben. An einem Abend wurde ein älterer Herr nach Bordsteinschwalbenlandung in seinem Rammler Stenz Kombi in der Elbestrasse hochgenommen. Also hohes Abzock-, Ansteckungs- SAnktions-und Beischlafdiebstahlrisiko.

Ein von der Stadt geduldeter Straßenstrich befindet sich parallel zum Autobahnzubringer in der Theodor-Heuß-Anlage stadteinwärts, insbesondere in Höhe eines LKW-Parkplatzes vor dem Messegelände in der Nähe einer Fußgängerbrücke.

Pornokinos/Videokabinen

WOS Kaiserstrasse 74
OG zahlreiche auch geräumige Kabinen
OG Pornokino mit großen Kabinen zum dezenten Rückzugsmöglichkeiten (wird auch von Paaren angenommen) Eintritt: Euro 11,–

Dolly Buster Center Kaiserstrasse 54
Videokabinen werden auch von den Bordsteinschwalben als Verrichtungsstätte genutzt.

Dr. Müllers Blue Movie, Kaiserstr. 66
EG: Sexshop und zwei Videokabinenbereiche.
1. OG vorne: Gay-Sexshop und mehrere Kinosäle mit Hetero- und in einem Kinobereich mit Schwulenfilmen.
1. OG hinten: 6 Filmsäle, fünfmal Hetero und einmal Homo.
jeden Samstag Pärchentag, aber mit Kino in Kinosystem, für Soloherren also eher zwecklos.
Seit dem das Gaykino in den Heterobereich integriert wurde, nicht mehr empfehlenswert, da auch Stricher und Schwule in den Heterosälen herumlungern und Belästigungen nicht auszuschließen sind. Eintritt Euro 13,– incl. zwei Getränken.

Jerome Elbestraße 17
Sexshop mit angegliedertem Kino für die Herren vom anderen Ufer.

Weitere Sexshops mit Videokabinen in der Münchner Straße nähe T26, an der Ecke Elbestrasse und Ecke Moselstrasse sowie in der Moselstrasse.

Ende Teil I

Hiier geht es weiter…

Start Slide Show with PicLens Lite PicLens
Trackbacks Kommentare