Caprificker

Nach den ganzen Schlagzeilen der vergangenen Tage um Hollywoodstar Charly Sheen, bei uns auch als einer der Men aus der Serie Two and a half Men bekannt, zum Beispiel hier und hier, wollte ich mal schauen, was seine Auserwählte Capri Anderson so kann, außer sich im Kleiderschrank verstecken.

Hier ist sie solo in Action:

Mehr von der Dame, im Duett mit einer Dame und einem Herrn:
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Belle de Jour aus Poppenbüttel

Was den Briten ihre Belle de Jour ist uns unsere Cleo van Eden: Eine Dame aus Norddeutschland, Pseudonym Cleo van Eden, hat ein Buch über ihre Karriere als so genanntes Luxus Callgirl geschrieben. Diese superoriginelle Idee hatte zuletzt eine britische Physikerin, die unter dem Namen Belle de Jour seit 2004 ihre Erlebnisse als Escortlady per Blog verarbeitet hat. Sie veröfffentlichte 2005 das inzwischen sogar verfilmte Buch dazu.

In der Hamburger Morgenpost gab Cleo van Eden ein Interview. Auszüge:

MOPO: Erinnern Sie sich an das erste Mal?

Cleo: Das war sehr, sehr merkwürdig. Für den Freier war es auch das erste Mal und wir waren beide sehr aufgeregt. Danach habe ich mich fast ein bisschen schmutzig gefühlt. Aber nur, weil ich dachte, was jetzt wohl andere von mir denken.

MOPO: Was macht denn eine Hure zur Edel-Hure?

Cleo: Ich verkaufe mich nicht billig, ich habe Niveau. Zum Beispiel zeige ich auf meiner Internetseite keine Oben-ohne-Fotos. Meine Texte in den Anzeigen sind auch nicht so versaut. Und ich arbeite nur in gepflegten Etablissements.

Wem das noch nicht reicht und wer noch mal nachlesen will, dass die Dame ihr Abitur in Poppenbüttel gemacht hat, jetzt mit ihrem Freund Pornos dreht und wo man das Buch kaufen kann: Hier der ganze Artikel, aber sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Und über das Original aus dem UK haben wir schon vor Monaten im Freiercafe berichtet: Hier geht es zum Thread

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Gesundheitstests

Eine gute Idee hatte mal wieder Forenkollege Gershman: Seit einiger Zeit sammelt er Informationen, in welchen Clubs sich die Damen Gesundheitstests unterziehen müssen (wenn ja, ob nur bei Arbeitsaufnahme oder regelmäßig) und in welchen Clubs das eben nicht der Fall ist.
Hier geht es zum Forenthema

Die Dame meines blöden Vertrauens

Geschichten wie diese sind geeignet, liebeskasperambitionierte Freier auf den dreckigen Boden der Tatsachen zurückzuholen:
Ottfried Fischer, in Sachen Beziehungen zu Frauen aus dem Milieu ohnehin gebranntes Kind (vor drei Jahren gab es da schon einmal ein Skandälchen) wurde nun mit einem Sex Video von zwei Prostituierten und ihren Hinterleuten, darunter – und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – ein damaliger Journalist der Bild Zeitung – erpresst.

Die Welt berichtet vom Prozess:

Wegen Nötigung und Verletzung der Privatsphäre des Schauspielers müssen sich mehrere Personen vor dem Amtsgericht München verantworten.

Wie der 56-Jährige vor einem Jahr zuerst der “Bild“-Zeitung und später auch im Fernsehen, bei “Beckmann“, vor einem Millionenpublikum erzählte, war er im Sommer 2009 zwei Prostituierten auf den Leim gegangen.

Die eine von beiden, die er heute „die Dame meines blöden Vertrauens nennt“, hatte man ihm in einer Kneipe vorgestellt. Die andere kam eines Tages einfach mit, als sich ihre Kollegin wieder einmal mit ihm in seiner Wohnung verabredete.

Der nach eigenen Worten „verlassene und geschundene Mann“ fühlte sich geschmeichelt, weil sich gleich zwei Frauen für ihn interessierten. Tatsächlich ging es den Damen aber scheinbar nur ums Geld …

Die Berlinerin Bianca F. und ihre aus Omsk in Russland stammende „Kollegin“ Maria K. machten offenbar gemeinsame Sache mit dem Schweizer Mike P. und dem Münchner Klaus-Peter H.

Gegen alle vier wird wegen Betrugs ermittelt: Sie sollen Fischers Unterschrift gefälscht haben, um Geld von seiner Kreditkarte abzubuchen, insgesamt 74.000 Euro.

Demnach schickten die Hintermänner P. und H. die Liebesdamen F. und K. mit dem Auftrag zu Fischer, ihn beim Geschlechtsverkehr zu filmen …. Doch der Plan ging nicht auf.

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Am Ende wurden, so berichtet unter anderem “der Spiegel”, der Journalist zu einer gesalzenen Geldstrafe verurteilt, die Liebesdamen kamen preiswerter davon:

Er habe zuerst überlegt, dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu folgen und eine Freiheitsstrafe gegen den ehemaligen “Bild”-Journalisten zu verhängen, sich dann aber doch zu einer Geldstrafe entschieden, so Richter Buch. 14.400 Euro muss der 29-Jährige, der inzwischen bei einem anderen Verlag arbeitet, zahlen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, wäre er damit vorbestraft.

Die anderen Angeklagten, die umfassende Geständnisse abgelegt und sich in aller Form bei Fischer entschuldigten, erhielten ebenfalls Geldstrafen zwischen 600 und 12.000 Euro.

Bericht im Spiegel

Der Skandal an der Geschichte ist nicht, dass ein kranker Mann in die LKS Falle tappt. Der Skandal ist, das Verhalten der beteiligten Presse- und PR-Leute. Immerhin berichtet die Bild selber von der Geschichte (was kann sie zu Internetzeiten auch anderes tun) und spart auch nicht das Detail aus, dass ein Herr aus dem eigenen Hause beteiligt war. Bemerkenswert ist allerdings dabei die Bild-eigene Interpretation von der Freiheit journalistischer Recherche.
Im zitierten Spiegel Artikel wird darauf hingewiesen, dass nach Einschätzung des Gerichts eine Nötigung Fischers und seiner Agentin Brigitte M. durch den damaligen Bild-Journalisten vorlag:

Warum sonst hätte der “Bild”-Journalist die PR-Agentin mit dem Film konfrontieren sollen? Eine explizite Drohung habe man gar nicht ausformulieren müssen. Brigitte M. sei erfahren genug, kenne die Spielregeln in der Branche und habe gewusst, dass eine Gegenleistung erforderlich sei. “Wenn allen Beteiligten klar ist, was passiert, dann muss man das auch nicht extra ausformulieren”, so Buch.

Chapeau übrigens Otti Fischer, der den ganzen Schmutz mit Rückgrat durchgestanden hat. Da dürfte es andere geben, die sich weggeduckt und bezahlt hätten.
EDIT: Einen Tag später hat er seine PR Agentin entlassen.

Beim Onkel Doktor

Nachdem ich gestern Abend zur besten Sendezeit vor dem Fernseher abgehangen habe, war mir danach irgendwie nach Porno, und zwar nach genau diesem:

Lust und Frust an der B225

Noch ist unklar, wie es mit dem Straßenstrich an der B225 weitergeht. Zwar hat die örtliche Polzei die Damen schon einmal eingesammelt und Platzverweise erteilt, es bleibt die Frage offen, ob das so rechtens war, zumal es sich bei den SW wohl um EU Bürgerinnen (Rumäninnen) mit gültigen Arbeitspapieren handelt.
Bereits vor einigen Tage berichtete das Sonntagsblatt in Marl:

Es gibt aber auch eine Behörde, die hängt sich in das Geschäft rein und kassiert mit: Das Finanzamt. Die Damen betreiben nämlich ein ganz legales Gewerbe, das sie dem Finanzamt anzeigen müssen, wenn sie ihre Arbeit aufnehmen. Dann gibt es ein Steuerkonto, möglichweise Vorauszahlungen und einen Steuerbescheid, der natürlich an den Wohnsitz geht – also nach Osteuropa (Rumänien, Bulgarien), woher die Frauen kommen.

So weit die Theorie. In der Praxis gibt es Zweifel, ob die Frauen ihre Einnahmen auch korrekt angeben. Steuerfahnder kontrollieren, wer wo arbeitet. Außerdem müssen Einnahmen-Ausgaben-Bücher geführt werden (Schutzgelder für Zuhälter gehören nicht zu den absetzungsfähigen Ausgaben).

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Und hier:

Vest . Die Ordnungsämter der Städte Marl, Recklinghausen und Herten haben heute (14.10.) gemeinsam mit der Kreispolizei eine Kontrolle am Straßenstrich auf der B225 durchgeführt. Dabei haben die Ordnungsbehörden allen Prostituierten Platzverweise erteilt. Des Weiteren sind die Prostituierten veranlasst worden, die hinterlassenen Verunreinigungen wie gebrauchte Taschentücher und Kondome im Umfeld zu entfernen. Darüber hinaus wurden Kontrollen in den Seitenwegen der Bundesstraße 225 durchgeführt. Auch hier haben die Kontrolleure vereinzelt Prostituierte und Freier angetroffen und ein Ordnungsgeld erhoben. Die zuständigen Behörden werden auch in Zukunft weitere gezielte Kontrollen vornehmen und in der Angelegenheit eng zusammenarbeiten.

Link

Die Städte sind hin- und hergerissen: Einerseits wollen sie den Wünschen der heimischen Bürger nachkommen, die vor der eigenen Haustür keinen Strich haben wollen, andererseits wissen sie, dass ihre Handlungsweise des Räumens und Aussprechens von Platzverweisen rechtlich nicht ganz sauber ist. Und die örtlichen Finanzämter geifern nebenher auch schon nach dem erfickten Geld der Damen und haben vielleicht gar kein ernsthaftes Interesse, den Strich konsequent zu vertreiben. Warten wir’s ab.

Bericht des Monats September im Freiercafe

Es ist entschieden … Die Hall of Fame Sept. 2010 … die verdienten Berichterstatter und Preisträger:

1. Bokkerijder …. der mit den Freiern

2. George Clooney …. der mit dem Traum

und den dritten Platz teilen sich

3. Bärchen …. der mit der Eiseneichel

- Albundy69 …. der mit den Bonzen

ALLEN einen Herzlichen Glückwunsch !

Wir posten an dieser Stelle ausnahmsweise nicht den Gewinner, sondern den zweitplatzierten Bericht des George Clooney:

Ansprache vor den Toren des Dolce Vitas am Tag des Freiercafe Sommerfestes

(ich war ein bischen heiser und glaube nicht von allen gehört worden zu sein, deshalb hier noch mal im Text)

September 4, 2010 Düsseldorf, NRW

Ich freue mich, dass ich mich diesem heutigen Ereignis anschliessen kann, das in der Geschichte als der bisher größte Vollmast-Auflauf unserer noch jungen Gemeide vermerkt werden wird!

Vor 3000 Jahren erschufen Babyloner und Phoenizer ein Gewerbe, dessen sich noch heute Millionen von Freier in aller Welt bedienen…Die Prostitution! Diese bedeutsame Dienstleistung kam als “Funken der Hoffnung” zu allen Freiern, deren Sättigung quälender Triebe und dem Verlangen nach grenzenlosem Gerammel bis dato unerfüllt blieb! Sie kam als freudiger Tagesanbruch am Ende einer langen Nacht ihrer harten Dauerlatte!

Aber 3000 Jahre später kann der Freier sich in seinem Dasein noch immer nicht voll ausleben! 3000 Jahre später ist das Hobby der Freier noch immer der Diskriminierung der Gesellschaft, und der Verbannung von Kommunen und Städten in Sperrbezirke ausgesetzt! 3000 Jahre später ist das Glück des Freiers weiterhin an dem seines finanziellen Wohlstandes geknüpft! 3000 Jahre später vegetieren Freier noch vor Pornofilmen und Sexmagazinen, anstatt sich mit ihren “Schwertern der Lust” durch die Hurenwelt zu pflügen!

Wir sind daher heute hierher gekommen, um diesem beschämenden Zustand ein Ende zu setzen und um auf die Existenz unserer Bruderschaft aufmerksam zu machen. In diesem Sinn sind wir in unsere Landeshauptstadt gekommen, um dem Grundbedürfnis eines jeden Freiers Rechenschaft zu zollen! Als die Architekten das Gewerbe der “käuflichen Liebe” erschufen, setzten sie einen Wegweiser, dem Millionen von Freiern noch in späterer Zeit folgen sollten! Dieses Gewerbe war ein Verspechen, dass allen Freiern- ja, schwarzen wie auch weißen Freiern- den unbändigen Durst nach Lippen, Titten, Mumus und Ärschen stillen sollte!
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Emmerich will mitverdienen

Die Stadt Emmerich möchte ihren Haushalt mit der schönsten Sache der Welt sanieren. Es berichtet derwesten.de:

Einführung der Sexsteuer für Bordelle, Bars, Swingerclubs usw. von drei Euro je zehn qm pro Veranstaltungstag. Keine Besteuerungen sexueller Angebote außerhalb von Etablissements, also z.B. in Wohnwagen und Hotels. Dieser Bereich wird in Emmerich als „nicht so relevant und nur schwer ermittelbar angesehen“. Mehreinnahmen: 66.000 Euro.

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Annas Geschichte

In der gestrigen TAZ berichtete eine Berliner Prostituierte aus ihrem Leben.

Die Liebe zu einem Zuhälter brachte Anna W. zur Prostitution. Als ein weiteres Kind kam, wollte sie weg aus der Schampus- und Kokshalbwelt. Drei Jahre arbeitete sie für eine CDU-Bundestagsabgeordnete. Und bis heute wird sie von ihrem Ex-Mann und -Zuhälter verfolgt, der keinen Unterhalt zahlt.

Zum Interview

Unter dem Pseudonym Anna berichtet die Frau in nüchternen Worten aus ihrem Leben, auch, aber nicht nur über die Prostitution als Beruf, einen Weg auszusteigen und wohin sie das Leben so verschlug.

Erectionman

Sehenswerte Doku aus dem Hause Arte, in der es um Impotenz und die magische blaue Pille geht. Bermerkenswerter Titel: Erectionman.

Link zum Stream bei Arte:

http://videos.arte.tv/de/videos/erectionman-3454238.html

Filmtipp: Die Wanderhure im TV

Zwar ein bisschen kurzfristig hier in der Meldung, aber immerhin:
Heute, am 05.09.2010 “Die Wanderhure” auf Sat1.
Der Spiegel nennt es ein “Historiendrama” und weiß ansonsten zu berichten:

Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Bürgerstochter im Konstanz des frühen 15. Jahrhunderts, die in einen verträumten Handwerker-Schluffi namens Michel Adler (nuschelnd: Bert Tischendorf) verknallt ist. Ihr Vater verspricht sie aber einem ehrgeizigen jungen Mann namens Ruppertus Splendidus (verschlagen: Julian Weigend). Der leidet schon sein ganzes Leben darunter, dass sein Vater ihn nicht liebt, weil er nämlich ein unehelicher Sohn ist – ein “Bastard”, wie es hier heißt. Auch Marie weist ihn ab, was Rupert in kalten Hass versetzt. Er lässt sie vergewaltigen, halbtot schlagen und entehrt aus der Stadt vertreiben. Eine Gruppe fahrender Huren nimmt die geschundene Frau auf, und die ehemalige Unschuld von Konstanz verwandelt sich in eine geschickte Verführerin namens Hannah, deren Motto nunmehr lautet: “Ich will nur eins: Rache!”

Filme oder Bücher, die in der Vergangenheit spielen, nennt der Volksmund Historienschinken. Bei der “Wanderhure” muss man aber schon fast von Geschichtspressfleisch sprechen, auch wenn der Film sehr aufwendig produziert ist. Die Vorlage und ihre Fortsetzungen “Die Kastellanin”, “Das Vermächtnis der Wanderhure” und natürlich “Die Tochter der Wanderhure” standen monatelang auf den Bestsellerlisten. Das Autorenpaar, das die Bücher unter dem Pseudonym Iny Lorentz schreibt, hat es in seinen historischen Überlegungen zum Thema offenbar bei dem Konsenswissen über das Mittelalter belassen: dass es auf jeden Fall irgendwie düster war und es den Frauen wesentlich schlechter ging als heute. Man weiß ja auch, dass viel gemordet wurde und die Menschen im Gegensatz zu heute eher verdreckt waren. Auch die Sexualität des Mittelalters darf man sich extrem und ungezügelt vorstellen: Der König vögelt sie alle, das Volk gibt sich seinen Bedürfnissen schamlos und überall hin, und irgendwo drückt sich immer ein lüsterner Mönch herum. Mittelalterlich eben.

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Kinotipp: Tag und Nacht

Peter Angerer von tt.com hat den neuen Film von Sabine Derflinger rezensiert. Klingt interessant, messerscharf analysiert und nah an der Realität:

Innsbruck – Es ist wohl kein Zufall, dass die wenigen gelungenen Filme, in denen Prostitution thematisiert wird, aus Italien oder Frankreich kommen. Das hat einerseits mit der dargestellten Doppelmoral in den jeweiligen Ländern und andererseits mit der Leichtigkeit zu tun, mit der Regisseure wie Luis Buñuel, Jean-Luc Godard oder Federico Fellini inszenieren konnten. Die Zensur hat außerdem eine eingehendere Illustrierung des Gewerbes untersagt. Inzwischen ist im Kino fast alles erlaubt und Prostitution wie Mädchenhandel sind zu den lukrativsten und zugleich – für die Hintermänner – ungefährlichsten Branchen geworden. Also birgt eine Geschichte über diese moderne Form der Sklaverei politischen und sozialen Sprengstoff, vor allem, wenn sich eine Frau des Themas annimmt.

Sabine Derflinger hat ihren Recherchebericht für ihren Film „Tag und Nacht“ in einer Tageszeitung veröffentlicht: „Das Büro befindet sich in einem Gemeindebau. Die Empfangsdamen sind mittleren Alters und tragen Rossschwänze oder schlampig hochgebundene Frisuren. Ihre korpulenten Körper haben sie unter gemütlichen T-Shirts versteckt. Die Stimmung ist herzlich und leger.”

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Tanjas Escort Date

Tanja berichtet:

You got email…………..
Als ich meinen PC hochfuhr wurde ich schon von meinem Incredimail begrüßt mit diesen Worten…..

Weia, wieder ein Viagra-Angebot oder soll ich mich mit irgendwelchen Frauen treffen, die heiß sind auf MICH … schoss es mir durch den Kopf…

Leicht genervt öffnete ich die Email und Gott sei Dank kein Spam…
der Filter scheint endlich zu filtern ,-)

Betreff: Date morgen 18h möglich????

Ich würde Dich gerne kennenlernen, wäre ein Termin am Mittwoch um 18h möglich?
Habe mir vorgestellt, den ganzen Abend mit Dir zu verbringen und möchte anschließend, sollte es zwischen uns harmonieren, auch morgens mit Dir in meinem Hotelbett erwachen.
Wäre bereit dafür XXX zu investieren

Wäre dies für dich in Ordnung und ein Treffen möglich?

Mit freundlichen Grüßen

Robert XXXXXXXXX

Na das klang ja gut, so kann der Tag doch beginnen.

Hab ihm mitgeteilt, dass Mittwoch für mich ok wäre und auch die Höhe des Honorares…
Da ich mich sowieso gerade in der Stadt befinde, würden auch keine Anfahrtskosten entstehen und sollte er noch auf der Suche sein nach einem Hotelzimmer für eine Nacht… auch kein Problem, da ich selbst immer Doppelzimmer buche, könnte er gerne bei mir übernachten.

Ein netter Mailaustausch begann, der mir den Tag mit viel Lächeln und Schmunzeln versüßte und ich freute mich schon auf das Date…
Leider gelang es uns nicht zu telefonieren…. mal passte es bei ihm nicht, mal bei mir…
In meinem Kopf versuchte ich mir ein Bild zu machen…
Wie er wohl aussieht? Ich wusste aus den Emails, dass er Ende 30 ist, 1,90m groß, dunkelhaarig und braune Augen…

Und er schien sehr phantasievoll zu sein, wenn ich mir die Texte unserer schriftlichen Unterhaltung so durchlas….
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Da bleibt mir die Spucke weg

Die CDU in Berlin-Tempelhof prüft die Rechtmäßigkeit eines Internet-Prangers für Freier. Haben wir den 1. April? Mitnichten.
Es berichten Heise und ZDnet:

In Berlin schlägt der Ärger über Auswüchse der Prostitution rund um den U-Bahnhof Kurfürstenstraße unweit der Potsdamer Straße im Zentrum der Hauptstadt hohe Wellen. So hat die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg nun das zuständige Bezirksamt beauftragt, die Legalität eines Online-Prangers für dort aktive Freier zu prüfen. Geplant ist, Autokennzeichnen beziehungsweise Bilder der Freier auf einer Internetplattform zu veröffentlichen. Der Beschluss wurde mit den Stimmen von CDU und SPD am Mittwochabend angenommen.

Meldung bei Heise

Wenn das Bezirksamt seine Sache einigermaßen gut macht, wird dabei herauskommen, dass ein “Online-Pranger für Freier” gegen das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen verstößt, beispielsweise das Recht am eigenen Bild nach §22 KunstUrhG. Eine der Ausnahmen nach §23 ist in diesem Fall nicht gegeben. Auch die Zulässigkeit von Fahndungsfotos nach §24 greift nicht.

Natürlich geht es auch um die moralische Verwerflichkeit von Prostitution und nicht nur um Paragrafen. Aber in diesem Fall frage ich mich, wer hier eigentlich moralisch verwerflich handelt. Die fotografierten Freier oder die Abgeordneten der Bezirksversammlung, die einen Online-Pranger ernsthaft prüfen lassen.

Kommentar bei ZDnet

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Außer: Bei google street view wird über mangelnden Datenschutz gejammert, was das Zeug hält. Bei ELENA sieht das schon ganz anders aus. Und wenn es um den eigenen Bezirk geht, wird auch vor Stasimethoden nicht zurückgeschreckt. Interessant auch, dass CDU und SPD sich hier gemeinsam im Dreck suhlen. Ich habe nur noch Hoffnung, dass sich das doch noch als Hoax entpuppt.
Ich habe vor Jahren übrigens mal mit einem Abgeordneten in einem Puff herrlich gefeiert. Muss ich den jetzt auch namentlich outen? Ist es das, was die die wollen?

Erstmal oute ich eine der Politikerinnen, die auf die Idee des Internet-Prangers gekommen sind: Bitteschön
So siehts aus.

Naked Nylons

Nicht vergessen: Am Samstag, 02.10.2010 steigt die Mottoparty “Naked Nylons” im Club Dolce Vita in Düsseldorf. Anmeldeformalitäten gibt es diesmal keine, wer kommt, der kommt!

Dolce Vita Erotic Lounge
Briedestrasse 44
D-40599 Düsseldorf-Reisholz
Telefon: 0211 748 90 46