Polizei: Adenauerallee stellt kein Problem dar

Eine Woche nach der Stunksitzung der FDP zum Thema Adenauerallee – wir berichteten- schätzt Kriminalhauptkommissar Klaus Janik im Gespräch mit der WAZ die Situation um Prostitution in Gelsenkirchen ganz anders ein.

Aus dem Interview bei derwesten.de:

Klaus Janik: Die Prostitution ist keine Brutstätte des Verbrechens. Im Gegenteil: Ich bin froh, dass Leute, die ihren Sexualtrieb nicht woanders ausleben können, zu Prostituierten gehen können. Ohne Prostitution gäbe es mehr Vergewaltigungen, Nötigungen und ähnliche Delikte.

Welche Delikte treten denn im Umfeld der Prostitution auf?

Janik: Hier ist vor allem Menschenhandel zu nennen. Insbesondere bei Frauen, die aus Osteuropa unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angelockt worden sind – zum Beispiel durch das Versprechen, in der Gastronomie zu arbeiten.

Geschieht so etwas häufiger?

Janik: Vor 10 bis 12 Jahren ist das wesentlicher häufiger passiert. Heute sind die Frauen in den Herkunftsländern besser informiert. Es gibt aber immer noch Frauen aus kleinen Dörfern in Osteuropa, die nicht ahnen, dass sie hier in die Prostitution abzugleiten drohen.

Die FDP beklagt Auswüchse rund um die Adenauerallee und fordert, dass der Straßenstrich an einen anderen Standort verlegt werden soll. Was sagt die Polizei?

Janik: Ich kann nicht behaupten, dass die Situation auf der Adenauerallee für die Polizei ein Problem darstellt. Die Prostituierten werden einen Teufel tun, Passanten anzupöbeln. Sie wollen ja ihren Arbeitsplatz behalten. Die Frauen stehen da, werden von Freiern angesprochen und fahren dann irgendwohin, wo es keinen stört. Wir haben auch noch nicht feststellen können, dass Präservative oder Taschentücher in der Gegend herumfliegen. Klar: Wenn ich dort wohnen oder dort häufiger mit meinen Kindern spazieren gehen würde, fände ich den Strich auch nicht toll. Aber man kann nicht sagen, dass der Straßenstrich jugendgefährdend ist.

Ganzer Artikel

Positives Fazit zur Verlegung des Essener Straßenstrichs

Nicht nur die Polizei ist mit der Entwicklung des Essener Straßenstrichs nach dem Umzug von der Pferdebahn zum neuen Standort Kirmesplatz zufrieden. Derwesten.de:

Zwei Jahre nach der Umsiedlung des Straßenstrichs auf den Kirmesplatz sind Erfolgsmeldungen zu hören. Gut für die Frauen: Es gibt kaum noch Gewalt. Gut für Stadt und Bürger: Die Prostitution ist fast aus dem Stadtbild verschwunden. Gut für die Polizei: Rund um den Kirmesplatz ist die Kriminalität gesunken. Und Städte mit vergleichbaren Problemen staunen…

Mit Kontrollen in Uniform und in Zivil hat die Polizei auf dem Gelände und in der Nachbarschaft Flagge gezeigt. Ergebnis: Von Drogen- oder Beschaffungskriminalität sind die Anwohner und Anlieger anders als befürchtet weitgehend verschont Nebeneffekt: Auch in den benachbarten Wohnviertel und Gewerbegebieten ist die Zahl der Einbrüche deutlich gesunken – wegen der hohen Polizeipräsenz.

Sozialdezernent Peter Renzel ist besonders stolz darauf, dass durch die Umgestaltung des Kirmesplatzes der Stra0enstrich fast aus dem Stadtbild verschwunden ist. Renzel: „Der Außenstehende nimmt ihn nicht mehr wahr. Das stärkt das Gefühl für Sicherheit der Bürger.“

Ganzer Artikel

Dazu muss man noch ergänzend sagen, dass es früher an der Pferdebahn eher unkontrollierte Verhältnisse gab, dazu gelegentliche illegale Prostitution im Sperrbezirk Innenstadt. Entsprechend waren die negativen Begleiterscheinungen ausgeprägt.
…weiterlesen…

Adenauerallee unter Beschuss empörter Bürger

Die FDP in Gelsenkirchen veranstaltete am Dienstag Abend eine öffentliche Meckersitzung zum Straßenstrich an der Adenauerallee. Erstaunlich, zumal der Strich seit gefühlten Jahrzehnten besteht. Früher gab es sogar noch einen Swingertreff am benachbarten Ruhrzoo. Aber unter dem Motto “besser spät als nie” waren 20 anwesende Bürger empört, so berichtet derwesten.de:

Ihrem Unmut über den Straßenstrich Adenauerallee haben bei einer FDP-Veranstaltung einige Anwohner Luft gemacht: Von öffentlichem Oralsex am hellichten Tag, von Dreck auf Parkplätzen, von obszönen Gesten war die Rede. Die FDP will am Ball bleiben.

Die Frage der FDP-Stadt- und Bezirksverordneten Anne Schürmann, welche Erfahrungen die Anwesenden mit den „Auswüchsen“ des Straßenstrichs gemacht haben, bleibt nicht lange unbeantwortet. „Was hier abgeht, ist unterste Schublade“, sagt eine Erlerin, die täglich mit Hund in den Berger Anlagen spazieren geht. Sie habe erlebt, wie eine Mutter mit Kind von einem Freier gefragt worden sei: „Ist das Mädchen inklusive?“

Ganzer Artikel

Und hier ist der Strich:


Größere Kartenansicht

Beitrag des Monats Januar 2011

Wieder einmal wurde in unserem Forum über einen Beitrag des Monats abgestimmt.

DANKE an die, die an der Spaßabstimmung teilgenommen haben, um mühevoll erstellte, gute Beiträge zu honorieren.

Platz 1:

Bokkerijder nimmt auf seine unnachahmliche Art die Wortwahl in Fickforen auf die Schippe und gewinnt die Wahl mit einem exzellenten Offtopic-Beitrag:

Gute Worte, doofe Worte: Wenn Verrichtungsplatz Schwarzmeerflotte clubehelicht

Unseren Respekt und Gatulation für den Gewinn der HoF Januar.

Dass unser Board nicht nur durch Jubelarien lebt, sondern auch Blicke auf düstere Facetten des Paysex honoriert werden, zeigt der Beitrag auf

Platz 2:

Albundy69: Wenn man sich wie ein Schwein fühlt

Platz 3:

Bronze geht an Phallygulas vollkommen abgedrehte Beschreibung eines Erlebnisses aus einer mal ganz anderen Sicht:

Tagebuch einer Spermie

Danke noch einmal an alle.

Und das ist der Siegerbeitrag:
…weiterlesen…

Bewegung in der Schweiz

Im Lande der Eidgenossen ist Prostitution von Minderjährigen nicht per se strafbar. Das soll sich jetzt endlich ändern, so meldet es jedenfalls die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe:

Was den Umgang mit der Prostitution betrifft, sind sich alle in einem Punkt einig: Minderjährige sollen sich in diesem Gewerbe nicht betätigen dürfen. Wie ein solches neues Verbot ausgestaltet werden kann, darüber herrscht jedoch Unklarheit.

Neue Bewilligungspflicht

Diese Situation, die einhellig als unbefriedigend taxiert wird, dürfte sich jedoch rasch ändern. Einerseits sind entsprechende Gesetzesarbeiten auf Bundesebene im Gange, und andererseits bemühen sich jene Städte und Kantone, die nicht auf den Bund warten wollen, um eigene Lösungen. Ein Beispiel dafür ist die Stadt Zürich, die mit ihrem Entwurf für eine Prostitutionsgewerbeverordnung neue Wege geht; die Vernehmlassung zur vorgeschlagenen Gesetzesnovelle dauert noch bis Ende März.

Ganzer Artikel

Da bei 16jährigen Mädchen eher nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie den Job freiwillig und selbstbestimmt ausüben, ist das ein guter Anfang. Viele Freier plädieren in den einschlägigen Foren sogar für ein Mindestalter von 21 Jahren. Gott sei Dank ist in der Schweiz, laut NZZ, die Anzahl betroffener minderjähriger Mädchen nicht sehr groß:

Wenige Einzelfälle

Das Stadtzürcher Polizeidepartement geht davon aus, dass es sich bei der Prostitution Minderjähriger «um wenige Einzelfälle handelt»; eine Einschätzung, die von Milieukennern wie dem Rechtsanwalt Valentin Landmann geteilt wird, der im Übrigen jedem Bordellbetreiber dringend davon abrät, Minderjährige zuzulassen. Bekannt ist allerdings das Phänomen, dass sich junge Mädchen prostituieren, um sich Drogen finanzieren zu können – oder aber sündhaft teure Designerkleider und -accessoires.

Egal wie viele es sind, gut, dass jetzt gehandelt wird!

Mal wieder: Ende des Dortmunder Straßenstrichs?

derwesten.de berichtet:

Der Straßenstrich Ravensberger Straße in Dortmund soll aufgelöst werden. Das fordern die Fraktionen von CDU und SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Der Strich ziehe einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser, Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.

„Ich finde wir haben lange genug zugesehen“, empörte sich Brigitte Jülich (SPD) und verteidigte den Antrag. Den Straßenstrich als geschützten Raum anzulegen, sei ein Experiment, worauf man sich eingelassen hätte und das gescheitert sei. Stattdessen ziehe der Strich nun einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser, Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.

Ganzer Artikel bei derwesten.de und ähnlicher Artikel der Hertener Allgemeinen Zeitung

Interessant sind auch die Leserkommentare bei derwesten:

Einfach Fotos von den Autos dort machen und dann ins Netz stellen, wird das in Tschechien nicht auch so gemacht?
#1 von Basisdemokrat

… Hier hat man rund 2 Jahrzehnte die Alkohol-und Drogenszene in die Nordstadt abgedrängt und zur Entschärfung der Beschaffungskriminalität den Strich mehr als nur geduldet. Real betrachtet hat man im Rahmen des sog. Dortmunder Modells die herrschenden Zustände gezielt herbei geführt – in der irrigen Annahme hier steuernd einwirken zu können. Durch das Dortmunder Modell hat man so nicht nur Junkies dazu motiviert an die Quelle zu ziehen, sondern auch die Schwarzmeerflotte (ungewollt ? angelockt), die in der Nordstadt mehr rechtsfreie Räume vorfindet, als in jedem anderen Stadtbezirk. Und auch mehr, als jede andere Stadt bereit wäre zu akzeptieren. Faktisch wurde auf diese Weise die organisierte Kriminalität in allen Facetten in Dortmund gezielt angesiedelt. Das ist der mittlerweile fast unbeherrschbar gewordene Nebeneffekt in der Nordstadt.

Legalisierung der Prostitution bedeutet nicht automatisch ein Grundrecht auf Straßenstrich. Allenfalls in der verqueren Freierfantasie.

Zahlenmaterial zum tatsächlichen Umfang der Prostitution in Dortmund läßt sich unter dem Suchbegriff “Dortmunder Modell” ergurgeln.
#10 von movienrz

Man beachte die Verwendung des Wortes “Schwarzmeerflotte”. Der Verfasser des zweiten Kommentars scheint zu wissen, wovon er spricht.

Der kontroverste Strich hat natürlich auch ein Thema im Freiercafe.

Und hier ist er:


Größere Kartenansicht

Facebookladies

Der US-Soziologe Sudhir Venkatesh stellte fest, dass softwaremäßig Facebook und hardwaremäßig Blackberries sich bei New Yorker Gunstgewerblerinnen großer Beliebtheit erfreuen. Der Hintergrund ist das Werkeln der Ladies in der US-Amerikanischen Illegalität.
Futurezone.at weiß zu berichten:

83 Prozent der Prostituierten haben eine Facebook-Seite – zu diesem Ergebnis kommt Sudhir Venkatesh von der US-Universität Columbia. Der Soziologieprofessor hat für seine Studie ein Jahr lang die Arbeitswelt von 270 Sexarbeiterinnen in New York untersucht. Neben vielen anderen Ergebnissen überraschen vor allem die technologischen Aspekte: Venkatesh schätzt, dass bis Ende 2011 Facebook zum “führenden Anwerbungsraum” von Freiern werden würde. Bereits 2008 hätten 25 Prozent der Prostituierten ihre Kunden über Facebook gefunden.

Ein Grund für die stark gewachsene Nutzung im US-Sexgewerbe sind die geänderten Geschäftsbedingungen der populären Kleinanzeigen-Plattform Craigslist, die seit vergangenem Jahr gelten: Damals wurde auf Druck der Staatsanwaltschaft die “Adult Section” zuerst zensiert und dann ganz entfernt. Der Grund: man wollte die Prostitution, die sich weg von der Straße hin in für die Behörden nur schwer einsehbare Hinterzimmer verlagert, so unter Kontrolle bringen.

Interessant ist auch, welche Handys bei den New Yorker Prostituierten beliebt sind: Überragende 70 Prozent besitzen einen BlackBerry, 11 Prozent ein iPhone, 19 Prozent haben andere Mobiltelefone. Der Grund für die Popularität der kanadischen Smartphones sei die Symbolwirkung. “Für die Kunden suggerieren sie als Symbol des professionellen Berufsleben, dass die Prostituierten frei von Drogen und Krankheiten sind”, so Venkatesh.

Ganzer Artikel

Auch der Herbst hat schöne Tage

Gibt es eigentlich Freier in Seniorenheimen?
Gibt es.
Derwesten.de berichtet:

Schätzungen zufolge tun in jedem zweiten Senioren- oder Pflegeheim Prostituierte ihren Dienst. Allein in Berlin haben sich bereits mehrere Dutzend Frauen auf alte und behinderte Menschen als Freier eingestellt.

Pflegeexperten wissen heute, wie ernst man sexuelle Interessen auch im hohen Alter nehmen muss, schon, um Übergriffe zu verhindern und das Pflegepersonal vor heiklen Wünschen zu schützen.

„Der Bedarf wird wachsen“, glaubt auch Marion Detlefs von Hydra. Es gebe immer mehr alte Menschen, die „nicht mehr diese 08/15-Stellungen abarbeiten wollen“. Und auch das Angebot dürfte größer werden: „Die Sexarbeiterinnen werden älter und können auf diese Weise lange in ihrem Beruf bleiben.“

Ganzer Artikel

Das Thema wird auch in unserem Forum diskutiert.

Was sagt eigentlich Frau Ackermann dazu?

Veronica Sanchez bei den Termingirls24

Es handelt sich bei ihr nicht um die Schauspielerin gleichen Namens, sondern um ein brandheißes, ungarisches Pornomodell, das aus verschiedenen Produktionen bekannt ist. Zum Beispiel spuckt der Blog von drunksexorgys.com einige Ergebnisse zu ihr aus. Laut HP der Termingirls24 ist sie vom 07.02.2011 – 13.02.2011 in Ratingen besuchbar. Bei den whoisbabes gibt es eine gute Übersicht über ihre Produktionen.

Der Bunker liefert einen FFM Dreier zu ihrem Namen:

Wegen eventueller kurzfristiger Terminänderungen empfiehlt das Freierjournal vor der Terminvereinbarung auf der Seite der Termingirls nachzuschauen, ob die Dame tatsächlich für Termine zur Verfügung steht.

Übrigens: Weil sie es im Film AO tun, heißt das natürlich nicht, dass sie es beim Treffen auch AO tun!

Start Slide Show with PicLens Lite PicLens

Alle Kerle lebenslang wegsperren

Das fordert Lea Ackermann in der heutigen Ausgabe der Welt Online zwar noch nicht, aber stattdessen, das Freiertum unter Strafe zu stellen. Schließlich gäbe es keine selbstbestimmten Prostituierten und der böse Freier sei per se pervers:

Bei den vermeintlich abenteuerlichen Wohnungsbesuchen lauert häufig die Gefahr, Opfer qualvoller Sexpraktiken zu werden, von denen die Vergewaltigung nicht mal die schlimmste ist. Immer wieder werden auch Fälle von perversen Freiern bekannt, die die Prostituierten so scheußlich behandeln, dass diese anschließend Selbstmord begehen wollen und zum Beispiel nackt auf die Straße vor ein Auto springen. In populären Bordellen in NRW sehen Prostituierte oft über ein halbes Jahr lang nicht ein Mal das Tageslicht…

Welt Online: … und zu großem Wohlstand bringt es dann vermutlich auch nicht jede …
Lea Ackermann: … nicht jede? Ich kenne keine! Mit der vermeintlichen Freiwilligkeit ist es übrigens auch nicht weit her.
Welt Online: Eine Minderheit der Prostituierten gilt aber als freiwillig tätig.
Lea Ackermann: Diese Einschätzung ist zweifelhaft, wenn man auf die Lebensläufe dieser Frauen blickt.

Welt Online: Was schlagen Sie stattdessen vor?
Lea Ackermann: Ich empfehle das Vorbild Schweden. Dort ist nicht die Prostitution, sondern das Freiertum unter Strafe gestellt. Wird ein Freier erwischt, muss er Strafgeld zahlen. Da wurde ein Blickwechsel vollzogen: Wer einen Menschen kaufen will, handelt strafbar. Das hat einen Gesinnungswandel bewirkt. In Schweden halten rund 80 Prozent Prostitution für ein Übel, in Deutschland eher 20 Prozent.

Wer es sich komplett antun will:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article12447273/Prostitution-wird-zum-normalen-Beruf-verklaert.html

Das Schlimme ist, dass es Menschen, männliche wie weibliche gibt, die sowas befürworten. Unter dem Deckmäntelchen altruistischer Menschenliebe machen sie sich zu Bestimmern der Lebensentwürfe Anderer und sprechen sich dafür gegenseitig heilig. Nach den letzten 20 liberalen Jahren steht die Gegenbewegung in den Startlöchern und ich befürchte, früher oder später werden wir das schwedische Modell auch hier am Arsch haben. Dann werden wir alle gute Menschen und die Mädchen ficken wieder zuhause für einen Euro die Stunde AO. Oder sie vertrauen sich einer Mafia an, die sie illegal woanders hinbringt. Zum Beispiel nach Schweden, in irgendwelche Hinterhofpuffs.

Die Dienstagsnutte

Wieder mal hat eine Aussteigerin aus der Prostitution (Elke Päsler: Photo) ein Buch geschrieben.
kurier.at widmet sich Dame und Buch in einem Artikel mit Interview, Leseproben und Videoclip:

Verträumt löffelt sie den Schlagobers von ihrer Melange. “Damit hab ich mich immer belohnt, wenn ich einen besonders anstrengenden Tag hatte”, lächelt Elke Päsler. Sie spricht von Sex. Trägt einen schwarzen Tulpenrock und ein Mieder, das ihr Halt gibt. Die Fingernägel lang und rot lackiert; der Lidstrich über den fragenden, eisblauen Augen großzügig aufgemalt.

Melange mit Schlagobers, das war ihr Ritual, bevor sie nach käuflicher Liebe den Weg auf die Autobahn nach Niederösterreich nahm, heim zu ihren beiden Kindern – heute 12 und 13 Jahre alt.

Über ihr zwei Jahre dauerndes Doppelleben hat die Ternitzer Schneiderin jetzt ein Buch geschrieben: “Sally – die wahre Geschichte einer Mutter” erscheint an diesem Donnerstag.

Vermitteln Sie mit Ihrem Buch nicht ein völlig falsches Bild von der Prostitution? Viele Frauen werden als Sexsklavinnen gehalten, misshandelt und sogar umgebracht.
Das ist korrekt. Aber seit der Wirtschaftskrise gibt es auch immer mehr ganz normale Frauen, die keinen andern Ausweg sehen, als auf diese Art und Weise ihre Familien zu erhalten. Die Dunkelziffer von Müttern und Hausfrauen in der Branche ist unheimlich hoch. Man glaubt nicht, wie viele Gartenzäune mit Geld aus der illegalen Prostitution gestrichen sind. Wenn in den Annoncen steht: “Privat” oder “Ungelernt”, dann sind das Hausfrauen, auch sehr viele Studentinnen in Notlagen. Neuerdings auch Männer, die auf diese Weise ihren Lebensunterhalt verdienen.

Hören Sie heute noch auf den Namen Sally?
Sally haben sie zu mir im Englischunterricht gesagt. Deshalb ist es leicht für mich, auf beides zu hören: Auf Elke und auf die Sally aus der Volksschule.

Auch auf die Sally aus dem Rotlichtmilieu?
Diese Sally hat viel ertragen… Zuhause musste ich eine Mutti und Hausfrau und Schneiderin sein. In Wien hab’ ich als Sally meinen Körper verkauft. Immer Dienstag war ich die Nutte.

Ganzer Artikel

Westfalenland außer Rand und Band

Rund um den Wohnwagenstrich in Horn-Bad-Meinberg will die Polizei jetzt nach einem Brandanschlag auf Wohnwagen die Notbremse ziehen und den Parklatz sperren, so berichtet nw-news.de:

Die Angst geht um im horizontalen Gewerbe. Nachdem am vergangenen Wochenende auf einem Parkplatz nahe der Bundesstraße 1 im lippischen Horn-Bad Meinberg ein Brandanschlag auf vier Wohnwagen von Prostituierten verübt worden ist, laufen die Ermittlungen der Detmolder Polizei auf Hochtouren. Derweil zieht die Kommune die Reißleine.

“Es ist ein unhaltbarer Zustand eingetreten. Deshalb werden wir den Parkplatz in der Nähe des Waldschlösschens in den nächsten sechs Wochen schließen”, sagt Gerhard Bein, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Horn-Bad Meinberg.

“Wir haben nun Angst um unsere Existenz”, sagt die Prostituierte Heike (41) aus Höxter. “Sollte auch der Parkplatz am Waldschlösschen geschlossen werden, “müssten viele von uns Hartz IV beantragen”, sagt sie. “Ich habe einen festen Wohnsitz, eine Krankenversicherung und ich zahle Steuern”, sagt Isabella. “Wir tun doch nichts Illegales” sagt sie. Außerdem müsse sie ihre Kinder durchbringen

Ganzer Artikel

Ein paar Kilometer westlich, in Dortmund, so kann man in unserem Forum zeit- und nautnah mitlesen, nehmen nach rudelbildenden Wanderbewegungen diverser Damen zwischen zwei Clubs und eine Neueröffnungsparty die Ereignisse inzwischen skurrile Züge an, was sich sogar auf die Berichte niederschlägt. Wie das Theater um Mausis und Genausies, um Puffs für deutsche und südländische Gäste und die Frage, wer denn nun auf Dauer nach Aplerbeck gehört, ausgehen wird, wird vermutlich die Zeit zeigen. Vielleicht kühlen sich die Gemüter mit dem Wintereinbruch auch wieder ab.