Westfalenland außer Rand und Band
Rund um den Wohnwagenstrich in Horn-Bad-Meinberg will die Polizei jetzt nach einem Brandanschlag auf Wohnwagen die Notbremse ziehen und den Parklatz sperren, so berichtet nw-news.de:
Die Angst geht um im horizontalen Gewerbe. Nachdem am vergangenen Wochenende auf einem Parkplatz nahe der Bundesstraße 1 im lippischen Horn-Bad Meinberg ein Brandanschlag auf vier Wohnwagen von Prostituierten verübt worden ist, laufen die Ermittlungen der Detmolder Polizei auf Hochtouren. Derweil zieht die Kommune die Reißleine.
“Es ist ein unhaltbarer Zustand eingetreten. Deshalb werden wir den Parkplatz in der Nähe des Waldschlösschens in den nächsten sechs Wochen schließen”, sagt Gerhard Bein, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Horn-Bad Meinberg.
“Wir haben nun Angst um unsere Existenz”, sagt die Prostituierte Heike (41) aus Höxter. “Sollte auch der Parkplatz am Waldschlösschen geschlossen werden, “müssten viele von uns Hartz IV beantragen”, sagt sie. “Ich habe einen festen Wohnsitz, eine Krankenversicherung und ich zahle Steuern”, sagt Isabella. “Wir tun doch nichts Illegales” sagt sie. Außerdem müsse sie ihre Kinder durchbringen
Ein paar Kilometer westlich, in Dortmund, so kann man in unserem Forum zeit- und nautnah mitlesen, nehmen nach rudelbildenden Wanderbewegungen diverser Damen zwischen zwei Clubs und eine Neueröffnungsparty die Ereignisse inzwischen skurrile Züge an, was sich sogar auf die Berichte niederschlägt. Wie das Theater um Mausis und Genausies, um Puffs für deutsche und südländische Gäste und die Frage, wer denn nun auf Dauer nach Aplerbeck gehört, ausgehen wird, wird vermutlich die Zeit zeigen. Vielleicht kühlen sich die Gemüter mit dem Wintereinbruch auch wieder ab.

