Mal wieder: Ende des Dortmunder Straßenstrichs?

derwesten.de berichtet:

Der Straßenstrich Ravensberger Straße in Dortmund soll aufgelöst werden. Das fordern die Fraktionen von CDU und SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Der Strich ziehe einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser, Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.

„Ich finde wir haben lange genug zugesehen“, empörte sich Brigitte Jülich (SPD) und verteidigte den Antrag. Den Straßenstrich als geschützten Raum anzulegen, sei ein Experiment, worauf man sich eingelassen hätte und das gescheitert sei. Stattdessen ziehe der Strich nun einen Anstieg der Kriminalität nach sich: zahlreiche Straftaten, verwahrloste Häuser, Drogen- und Menschenhandel seien die Folge.

Ganzer Artikel bei derwesten.de und ähnlicher Artikel der Hertener Allgemeinen Zeitung

Interessant sind auch die Leserkommentare bei derwesten:

Einfach Fotos von den Autos dort machen und dann ins Netz stellen, wird das in Tschechien nicht auch so gemacht?
#1 von Basisdemokrat

… Hier hat man rund 2 Jahrzehnte die Alkohol-und Drogenszene in die Nordstadt abgedrängt und zur Entschärfung der Beschaffungskriminalität den Strich mehr als nur geduldet. Real betrachtet hat man im Rahmen des sog. Dortmunder Modells die herrschenden Zustände gezielt herbei geführt – in der irrigen Annahme hier steuernd einwirken zu können. Durch das Dortmunder Modell hat man so nicht nur Junkies dazu motiviert an die Quelle zu ziehen, sondern auch die Schwarzmeerflotte (ungewollt ? angelockt), die in der Nordstadt mehr rechtsfreie Räume vorfindet, als in jedem anderen Stadtbezirk. Und auch mehr, als jede andere Stadt bereit wäre zu akzeptieren. Faktisch wurde auf diese Weise die organisierte Kriminalität in allen Facetten in Dortmund gezielt angesiedelt. Das ist der mittlerweile fast unbeherrschbar gewordene Nebeneffekt in der Nordstadt.

Legalisierung der Prostitution bedeutet nicht automatisch ein Grundrecht auf Straßenstrich. Allenfalls in der verqueren Freierfantasie.

Zahlenmaterial zum tatsächlichen Umfang der Prostitution in Dortmund läßt sich unter dem Suchbegriff “Dortmunder Modell” ergurgeln.
#10 von movienrz

Man beachte die Verwendung des Wortes “Schwarzmeerflotte”. Der Verfasser des zweiten Kommentars scheint zu wissen, wovon er spricht.

Der kontroverste Strich hat natürlich auch ein Thema im Freiercafe.

Und hier ist er:


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