Die Straße hat mich zu einem harten Menschen gemacht”

Filmtipp:

Regie: Rosa Baches (Dokumentarfilm)
Drehbuch: Rosa Baches, Dirk Manthey, Oliver Eckert
Kamera: Oliver Eckert

mit Amalou Carolina Nova, Chiquinquira Lorenz, Eva Rodriguez, Kelly Largo
BRD 2010, 75 Min.

Sondervorstellungen

mit den Regisseuren Rosa Baches und Dirk Manthey am 13. und 27. Juni, jeweils 19 Uhr

Abaton Kino
Allendeplatz 3
Ecke Grindelhof
20146 Hamburg

Nikolas Müller interviewt Eva Rodruiguez

Sie geben alles, um die schönsten Frauen Hamburgs zu sein. Da ist kein Brustimplantat zu füllig und keine Hormonpille zu teuer. Die Grenze zwischen Mann und Frau verwischt. Der Dokumentarfilm “Schmuck der Straße” zeigt ein Haus auf St. Pauli, in dem transsexuelle Prostituierte aus Südamerika leben. Webreporter Nikolas Müller hat eine der Darstellerinnen in der Schmuckstraße getroffen. Eva ist eine transsexuelle Prostituierte, die seit 15 Jahren im Rotlichtmilieu arbeitet.

Nikolas Müller: Fühlst Du Dich mehr als Frau oder als Mann?

Eva Rodriguez: Es wäre eine Lüge, wenn ich sagen würde, ich fühle mich als Frau. Ein Teil von mir ja. Ich würde eher sagen, ich bin ein besonderes Wesen – ein mythologisches Wesen. Jeder Transsexuelle sagt: ´Ich bin wie eine Frau und fühle auch so´. Das kann keiner behaupten. Das ist die Lüge der ganzen Transsexuellen.

Warum hast Du Dich entschieden, transsexuell zu werden?

Ich war bereits mit 13 mit meiner Identität als Mann nicht zufrieden und meine Mutter hat mich in eine Therapie geschickt. Zum Glück hatte ich bereits als Mann einen Körper mit sehr weiblichen Formen. Außerdem: Als Frau habe ich es auch leichter. Du wirst abends eingeladen und wenn Dein Auto kaputt ist, dann zeigst Du einfach ein bisschen Dein Dekolleté und schon halten gleich drei Männer an, um Dir zu helfen.

Was hast Du chirurgisch an Dir machen lassen?

Ich habe das gemacht, was nötig war. Du musst Dir das so vorstellen: Ich war wie ein Stein und ich habe an dem Stein gefeilt und am Ende kam eine wunderschöne Figur heraus. Ich komme aus einer dunkelhäutigen Familie. Und daher habe ich dicke Lippen. Aber meine breite Nase habe ich machen lassen. Damit sehe ich asiatischer aus. Meine Brüste habe ich mit 16 verändert und bei den Augen habe ich auch nachgeholfen.

Du kommst aus Venezuela. Wie werden dort Transsexuelle behandelt?

Ich konnte in Venezuela nicht zur Schule gehen. Das war damals vor über zehn Jahren ein echtes gesellschaftliches Problem. Als Junge, der wie eine Frau herum läuft – das wird in meiner Heimat nicht akzeptiert. Deswegen konnte ich nicht weiter studieren. Und daher habe ich Venezuela 1996 verlassen und bin nach Deutschland gekommen.

Was hast Du Dir von Hamburg versprochen?

Ich habe in Hamburg mit der Prostitution angefangen. Eine Freundin von mir war bereits hier und hat das gemacht. Es gab damals nur drei oder vier transsexuelle Prostituierte in Hamburg. Und ich habe 2000 bis 3000 DM an einem Tag verdient. Das ist schnell verdientes Geld. Aber leicht ist es nicht immer……

Ganzes Interview mit Dokumenten –> n-joy.de

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Internationaler Hurentag: 30.5.2011

Der Westen berichtet:

Die Vertreibung vom Straßenstrich

Bochum. Eigentlich sollte der Gottesdienst am Sonntag in der Pauluskirche aus Anlass des Internationalen Hurentages 2011 an 100 Prostituierte erinnern, die 1975 eine Kirche in Lyon besetzt hatten. Doch die Ereignisse in der Dortmunder Nordstadt in diesen Tagen ließ die Geschichte in den Hintergrund rücken. Dabei sind es gerade die Parallelen, die beides verknüpfen: Damals in Lyon waren die Huren von Ordnungskräften vertrieben worden, um den Straßenstrich zu schließen – genau wie jetzt im Mai auf der Dortmunder Ravensberger Straße.

Das evangelische Frauenreferat und die Bochumer Prostituierten-Beratungsstelle Madonna hatten den Gottesdienst vorbereitet, zu dem mehrere Dutzend Besucher kamen. In einer Lesung stellten sie deshalb Schilderungen aus Lyon von damals und aus Dortmund von heute gegeneinander. Die Französinnen hatten sich in ihrer Not irgendwann in eine Kirche geflüchtet, bis sie auch von dort vertrieben wurden. Begleitet wurde der Gottesdienst von Fotos, die Maren Wandersleben vom Dortmunder Straßenstrich gemacht hatte.
Heimliche Arbeit in Wohngebieten

Elke Rehpöhler von der Dortmunder Beratungsstelle Koba: „Wie in Frankreich ist es auch bei uns passiert, dass Frauen mit Einkaufstaschen von den Ordnungskräften angehalten wurden.“ In Dortmund hatten die Frauen – überwiegend aus Bulgarien – in Holzverschlägen ihre Dienste anbieten können.

„Unsere Beobachtung ist: Die meisten Frauen sind in Dortmund geblieben; viele arbeiten jetzt heimlich in Wohngebieten in der Hoffnung, nicht erwischt zu werden.“ Und gerade das stößt den Nordstädter inzwischen sauer auf.

Konkurrenz

Viele Nachbarstädte hatten im Vorfeld der „Säuberungsaktion“ befürchtet, der Straßenstrich würde sich über die Stadtgrenzen verlagern, so auch Bochum. Von einer „Schwemme“ könne indes nicht die Rede sein. Mechthild Eickel von Madonna: „Wir wissen von 70 bis 100 Prostituierten pro Tag. Die kann eine Stadt verkraften.“

Mit der Solidarität Bochumer Huren mit den Frauen in Dortmund sei es übrigens nicht weit her. Straßenstrich werde anders angesehen als Bordelle, überdies würden diese Frauen als Konkurrentinnen angesehen. „In Bochum haben wir keinen Straßenstrich. Ein paar Dortmunderinnen haben sich bei uns im Bordell eingemietet. Doch die meisten können sich das gar nicht leisten; ein Zimmer kostet rund 140 Euro pro Tag.“

Ganzer Artikel –> derwesten.de

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Roland Girtler: Der Erforscher der Strizzis wird 70

Neues aus Österreich:

Wilderer, Landstreicher und Prostituierte – sie und viele andere Randgruppen zogen das Interesse des Wiener Soziologen Roland Girtler auf sich. Seine anschaulichen Studien trafen auf großes Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Heute wird der Feldforscher, der nach wie vor das Fahrrad zu seinem liebsten Fortbewegungsmittel zählt und Autor zahlreicher Bücher ist, 70 Jahre alt.

Als „Poet“ bezeichnete einst Publizist Günther Nenning den Feldforscher, denn seine Themen seien „hochpoetisch“. Sein Metier, die Soziologie, bezeichnet Girtler selbst gerne als Abenteuer, für das er auch immer wieder auf die Straße wie auf Reisen ging. So kam er per Autostopp bis Istanbul, durchquerte Griechenland zu Fuß und fuhr mit dem Rad bis Paris und über die Pyrenäen.

Obwohl Girtler 1941 in Wien geboren wurde, liegen seine Wurzeln im oberösterreichischen Spital am Pyhrn: Er besuchte das humanistische Gymnasium im Kloster Kremsmünster. Diese Schulzeit stand auch im Mittelpunkt einer seiner Bücher. Girtler begann auf Wunsch des Vaters ein Jus-Studium, das er aber nach zwei Staatsprüfungen an den Nagel hängte: Nach einem schweren Unfall lernte er auf seinem Zimmer im Krankenhaus einen Zuhälter kennen. Girtler war von den Gesprächen mit dem Strizzi derart fasziniert, dass er die Studienrichtung wechselte, über Völkerkunde und Urgeschichte verschlug es ihn zur Soziologie.

Girtler ist seit 1964 verheiratet, hat zwei Kinder und acht Enkelkinder. 1972 wurde er Assistent am Institut für Soziologie der Uni Wien, wo er sich 1979 habilitierte. Noch heute lehrt und forscht er dort.

Ganzer Artikel –> nachrichten.at

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Ausstiegshilfen – Projekt Plan “P”

Die Stuttgarter Zeitung meldet:

Prostituierte schwer zu vermitteln

Seit dem vergangenen Sommer versucht ein Projekt, Frauen den beruflichen Weg aus der Prostitution zu weisen – mit nur begrenztem Erfolg. Das liegt nach Ansicht der Verantwortlichen von “Plan P” in erster Linie am Zuschnitt des Projekts, das die Frauen in Arbeit vermitteln soll. Bis jetzt können nur Frauen eine längerfristige Beratung bekommen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben. Daniela Steinhoff, die Geschäftsführerin des Frauenunternehmens Zora, machte aber klar, dass der Bedarf weit darüber hinausgehe. “Wir haben viele osteuropäische Prostituierte, die keinen Anspruch auf Hartz IV haben, aber trotzdem eine berufliche Alternative brauchen.” Sie setzt sich deshalb dafür ein, dass sich die Stadt künftig an der Finanzierung beteiligen solle. “Dann könnten auch Nichtleistungsberechtigte bei ihrem Ausstieg begleitet werden.” Bis jetzt trägt das Jobcenter die Kosten.

Um die Vermittlung kümmert sich Rosemarie Roller, die derzeit 13 Frauen betreut, die Anspruch auf Alg II haben. Die Zahl der Prostituierten in Stuttgart liegt bei etwa 3400. Roller hilft den Frauen bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, beim Erstellen von Unterlagen, bei der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche und bei der Suche nach passenden Stellen. “Für viele Frauen ist das Geld der Grund, warum sie in die Prostitution gegangen sind. Inzwischen aber ist für sie gerade ihre finanzielle Lage die Motivation dafür, wieder auszusteigen”, erklärte Roller den Mitgliedern des Sozial- und Gesundheitsausschusses.

Die Frauen zahlten für die Mieten in den Laufhäusern und Bordellen hundert Euro am Tag, zusätzlich würden täglich 25 Euro an Steuern fällig. Verdienen aber würden die Prostituierten nur mehr zwischen 15 und 50 Euro pro Freier. “Das sind Dumpingpreise, die auf dem Markt üblich sind”, so Roller. Für die ausstiegswilligen Prostituierten sieht die Jobvermittlerin Chancen vor allem in der Gastronomie, im Einzelhandel und in der Altenpflege. Tatsächlich vermitteln konnte Roller bisher drei Frauen in Minijobs, eine beginnt bald einen Altenpflegekurs, eine weitere hatte immerhin ein Vorstellungsgespräch. Was die Vermittlung schwierig macht, sind der hohe Altersschnitt der Frauen, der bei 40 Jahren liegt, sowie sprachliche Probleme. Viele der Frauen sind Einwanderinnen.

Die Gemeinderatsfraktionen bewerten das Projekt unterschiedlich

Zusätzlich geholfen hat Rosemarie Roller 14 Frauen, die keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung haben – mit Einverständnis des Jobcenters sind ausführliche Erstberatungen möglich, mehr allerdings nicht. Roller freilich sieht gerade bei diesen Nichtleistungsberechtigten ein hohes Vermittlungspotenzial. “Die Frauen sind deutlich jünger und sprechen meist sehr gut Deutsch”, sagt die Jobvermittlerin. Die meisten von ihnen stammen aus Osteuropa, sind allerdings keine fünf Jahre durchgehend in Deutschland und haben damit weder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht noch einen Anspruch auf Hartz IV. “Das Gesundheitsamt würde uns gerne weitere 20 Prostituierte für eine Beratung vorbeischicken, wir müssen bisher aber abwinken”, berichtete Steinhoff.

Bei den Fraktionen des Gemeinderats wurde das Projekt “Plan P” unterschiedlich beurteilt. Während Jochen Stopper von den Grünen eine niederschwelligere Herangehensweise forderte und auf die schwache Vermittlungsquote hinwies, lobte Dorit Loos das Projekt, wünschte sich aber ein grundsätzliches Verbot der Prostitution. Ariane Zürn von der SPD plädierte dafür, stärker bei den Freiern anzusetzen.

Hanzer Artikel: stuttgarter Zeitung.de

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Kontrolle des Essener Straßenstrichs

Die Polizei Essen meldet:

Kontrolle des Essener Straßenstrichs

Am heutigen Dienstag, 31. Mai 2011 gegen 18 Uhr kontrollierten Mitarbeiter der Polizei und der Stadt Essen Prostituierte und Freier auf dem Straßenstrich an der Gladbecker Straße, ehemaliger Kirmesplatz. Seit dem Umzug des Essener Straßenstrichs von der Pferdebahnstraße zum Kirmesplatz im Jahr 2009 hat sich die Szene dort etabliert. Regelmäßige Kontrollen seitens der Polizei und der Ordnungsbehörden haben für Sicherheit im Umfeld des Kirmesplatzes und bei den Prostituierten gesorgt. Diese zufrieden stellende Situation gilt es zu erhalten. Die wohl bundesweit einmalige Ausweitung des Sperrbezirks in Dortmund auf das gesamte Stadtgebiet einer Großstadt hat seit dem 15. Mai 2011 zu einer Verdrängung der Prostituierten geführt. Vereinzelt wurden Prostituierte aus Dortmund auch in Essen angetroffen. Polizei und Stadtverwaltung sind sich einig, konsequent und frühzeitig zu handeln, um dauerhafte problematische Entwicklungen in Essen zu verhindern. An der Kontrolle heute waren beteiligt: die Polizei, das Ordnungsamt mit dem Streifendienst und der Verkehrsüberwachung, die Ausländerbehörde, das Amt für Verkehrsmanagement, der Fachbereich Straßenbau und die Feuerwehr. Insgesamt wurden 27 Prostituierte und 15 Freier überprüft. Folgende Gegenstände wurden sichergestellt: 1 Teleskopschlagstock.

Quelle —> na Presseportal

Donnerstag, den 02.06.2011 – “Vatertags-Party”

Das Samya in Köln Rodenkirchen vermeldet:

Liebe Freunde des Samya Clubs,

“Vatertags-Party”

Am Donnerstag, den 02.06.2011

Zu diesem Anlass möchten wir, gemeinsam mit Euch,
den Sommer begrüßen.

Neben vielen Strand-Schönheiten gibt es
KÖLSCH von Fass und ein tolles Vatertags-Buffet.

Außerdem verwandelt sich das Samya wie immer passend
zum Motto der Party.
Und die neue Samya-Band sorgt für gute Stimmung.

Das sollte man sich besser nicht entgehen lassen………….

Es grüßt Euer Samya & Team

Kontakt:

http://www.samya.de/

Kirschbaumweg 26 a
50996 Köln-Rodenkirchen
Info: 02236 96 96 36

Berichte über das Samya –> Samyaforum im Freiercafe

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Gefesselt am Eierberg

Wer beim Bund gut aufgepasst hat kennt sicherlich den Rangersitz.

Will man ohne Hilfsmittel wie ein Seil oder Kabelbinder eine Person an einem Baum oder Pfahl befestigen, um diese an der Flucht zu hindern gibt es einen Trick:

Man umarmt einen Laternenpfahl (Baumstamm oder sonstigen Pfosten). Das nur, um nicht hinzufallen. Führt das rechte Bein vor dem Pfahl herum und klemmt den rechten Fuss unter das linke Knie. Anschliessend klemmt man den linken Fuss hinter den Pfahl. Danach setz Dich hin und versuch aufzustehen- unmöglich.

So einen Trick gibt es auch wenn Du die Hände zusammenfaltest und an einen Ast hängst. Du bleibt hängen.

Viel Spass beim ausprobieren aber schau, dass jemand in der Nähe ist, der Dir wieder aufhilft :-)

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Internet-Flirt führt zu Prostitution

Die Passauer neue Presse berichtet:

Internet-Flirt führt zu Prostitution

Es war eine unselige Bekanntschaft, die ein 24-jähriger Mann aus Laufen (Oberbayern) und eine 20-Jährige aus Passau eingingen. Sie endete damit, dass der Mann seine Bekannte an Freier vermittelte. Wegen Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Zuhälterei ist der Mann nun vom Amtsgericht Laufen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden; zudem verhängte Richter Christian Liegl eine Geldauflage von 1500 Euro.

Ein dummer Spaß sei es gewesen, erklärte der Angeklagte. Ja, der Vorschlag war von ihm gekommen, räumte der 24-jährige Laufener ein, seine junge Bekannte aber habe sich “ziemlich offen” gezeigt für die Idee, sie könnte sich mit Liebesdiensten ein Zubrot verdienen. Er vermittelte die Freier, sie sollte ihm dafür die Hälfte der Einnahmen abgeben.

Über eine Internetplattform hatten sich der Laufener und die aus Niederbayern stammende 20-Jährige kennengelernt. Schnell waren beide bei Treffen in Passau und Rotthalmünster zur Sache gekommen, wie der Angeklagte schilderte. “Sie hat gejammert, weil sie kein Geld hatte”, berichtete er, “und ich habe ihr dann den Vorschlag gemacht, Sexdienste anzubieten.” Das tat sie dann auch; neun- oder zehnmal empfing sie Männer in ihrer Wohnung.

Bis sie nicht mehr mochte. Eine Schwangerschaft spielte sie dem Angeklagten als Grund vor. Weil ihr der aber weitere Kunden vermitteln wollte, erzählte sie ihm von einer angeblichen Fehlgeburt – und erklärte ihm, sie wolle nicht mehr der Prostitution nachgehen. “Sie hat mich angelogen”, sagte er vor Gericht, “deshalb war ich sauer, und nur das war der Grund für die SMS-Nachrichten.”

Per Handy teilte er ihr mit, dass sie nicht so einfach aufhören könne. “Entweder du machst noch fünf Typen für mich oder du besorgst das Geld anderweitig”, schrieb der 24-Jährige. Dessen Anwalt Falko Hübner räumte für seinen Mandanten zwar alles ein, den Vorwurf des Menschenhandels allerdings wollte er nicht gelten lassen. “Die Frau ist Deutsche, spricht deutsch. Hier wurde keine Zwangslage ausgenutzt.” Im Übrigen habe auch die Frau, die nicht in der Verhandlung anwesend war, ein Bußgeldverfahren zu erwarten. “Ich möchte die Sache nicht beschönigen”, erklärte der Verteidiger, “aber man sollte die gesellschaftliche Realität schon ins Blickfeld holen”. Dass nämlich der Bereich der “Hobby-Prostitution” insbesondere durch das Internet ständig zunehme.

Richter Liegl siedelte die “mehrmaligen Vermittlungen unterhalb der Schwelle der Gewerbsmäßigkeit” an. Für den Vorwurf des “Menschenhandels zum Zwecke sexueller Ausbeutung” müsse kein Zwang ausgeübt werden, so der Richter, es reiche die Tatsache, dass die Frau unter 21 Jahre alt war.

Ganzer Artikel auf pnp.de

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Protest gegen Konzessionspflicht

Die Taz berichtet:

Die Prostituierten protestieren

Geht es nach Familienministerin Kristina Schröder, brauchen Prostitutionsstätten bald behördliche Anmeldungen. Betroffene sprechen von “Kriminalisierung”. VON SIMONE SCHMOLLACK

Wenn Carmen zur Arbeit geht, zieht sie sich schick und teuer an, schminkt sich, steckt sich die Haare hoch und richtet sich auf viele Stunden in Restaurants, im Theater und in Hotelzimmern ein. Carmen, 29, ist Edelprostituierte, ihren Escort-Service kann man im Internet buchen. Dann begleitet Carmen Männer ins Konzert, geht mit ihnen essen und anschließend ins Bett.

In Deutschland soll es Schätzungen zufolge rund 400.000 SexarbeiterInnen geben, über 80 Prozent von ihnen sind Frauen. 1,2 Millionen Männer sollen täglich ihre Dienste in Anspruch nehmen. Carmen heißt in Wirklichkeit anders, sie will anonym bleiben, denn die Berlinerin hat einen Mann und ein Kind. Seit vier Jahren verdient die Geisteswissenschaftlerin ihr Geld mit Prostitution, ganz legal und ohne ihr Gewerbe irgendwo angemeldet zu haben.

Das könnte sich aber bald ändern. Denn Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will dafür sorgen, dass Prostitutionsstätten, wie Wohnungen und angemietete Zimmer im Sexgewerbe heißen, künftig eine Konzession haben müssen. So wie Kneipen, Cafés und Dönerbuden.

Erlaubnispflicht mit Kontrollmöglichkeiten

Bislang brauchen Prostitutionsstätten aller Art, also auch Bordelle, Sex- und Swingerklubs, diese Behördenzulassung nicht. Ende des Monats will das Familienministerium Eckpunkte für eine Gesetzesinitiative vorlegen, mit der für den “Betrieb aller Arten von Prostitutionsstätten eine Erlaubnispflicht mit entsprechenden Kontrollmöglichkeiten eingeführt wird”.

Kristina Schröder, die seit einer Woche im Mutterschutz ist, will damit Menschenhandel und Zwangsprostitution “nachhaltig bekämpfen”. Trotz intensiver Bemühungen von Bund und Ländern sei das bisher nicht gelungen, heißt es aus dem Ministerium. Im Jahr 2009 hat das Bundeskriminalamt (BKA) 710 Opfer des “Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung” gefunden, fast 90 Prozent von ihnen waren Frauen. Tampep zufolge, einer Organisation, die sich international um Prostitution kümmert, sind 47 Prozent der Prostituierten MigrantInnen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in Europa jedes Jahr 40.000 Frauen Opfer von Menschenhandel werden.

Sexarbeiterinnen wie Carmen und Juanita Rosita Henning vom Prostituiertenverein Dona Carmen in Frankfurt am Main sehen hinter dem Vorstoß allerdings eher eine “repressive Wende in der Prostitutionspolitik”. “Es geht weniger um die Bekämpfung von Zwangsprostitution als vielmehr um eine umfassende polizeiliche Reglementierung der Prostitution”, sagt Juanita Rosita Henning: “Wir sollen entrechtet und wieder kriminalisiert werden.”

Seit 2002 ist Prostitution in Deutschland nicht mehr strafbar, damals trat das aus drei Paragrafen bestehende Prostitutionsgesetz in Kraft. Seitdem können sich Prostituierte regulär kranken- und rentenversichern. Ähnlich liberale Regelungen gibt es in der Schweiz, den Niederlanden und in Australien.

Polizei und BKA können jederzeit stürmen

Wenn Prostitutionsstätten künftig eine Konzession brauchen, hat das direkte Auswirkungen für Frauen und Männer im Sexgeschäft, warnt Juanita Rosita Henning: “Die Polizei und das BKA können jederzeit und ohne Ankündigung Prostitutionsstätten stürmen.” Viele Prostituierte betreiben ihr Gewerbe in ihrer Wohnung. Juanita Rosita Henning: “Wenn die Beamten kommen, dringen sie in die Privatsphäre der Prostituierten ein.”

Der Bundesrat hat bereits im Februar und auf Grundlage eines Papiers der Innenministerkonferenz vom vergangenen November eine “stärkere Reglementierung des Betriebs von Prostitutionsstätten” gefordert. Der Beschluss sieht unter anderem eine Kondompflicht vor und regt an, Konzessionen wieder zu entziehen, wenn bestimmte “hygienische und sicherheitsrelevante Aspekte” nicht gegeben sind. Darüber hinaus sollen Personen, die Zimmer an Prostituierte vermieten, dies den zuständigen Behörden melden.

Carmen will auch in den nächsten Jahren als “Begleiterin” arbeiten. Für das Finanzamt gibt sie sich als Event-Managerin aus. Diesen Status wird sie in absehbarer Zeit wohl nicht ändern.

Ganzer Artikel auf taz.de

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Viermal heißer Spaß zu Pfingsten für sagenhafte 100 Euro

Planet Happy Garden meldet:

Willkommen im Saunaclub Planet Happy Garden: Hier heizen Ihnen sexy Girls am Pfingst-Wochenende mal so richtig ein und bei dem geilen Vergnügen sparen Sie auch noch ordentlich Geld. Mit der supergünstigen 4er Eintrittskarte zahlen Sie für vier Besuche im Planet Happy Garden nur 100 Euro statt 200 Euro. Wer da nicht zugreift, dem ist nicht mehr zu helfen.

Machen Sie also Ihren Terminkalender vom 10 Juni – 13 Juni 2011 frei und gönnen Sie sich den erotischen Allroundservice für Kenner. Genießen Sie das gepflegte Ambiente im Saunaclub. Eisgekühlte Drinks, ein Frühstücks- und Abendbuffet und natürlich die sexy Girls erwarten Sie.

Kontakt:

Planet Happy Garden
Butzenstr. 41
47918 Tönisvorst
Tel.: 02152 51 91 03

Homepage: http://www.planet-happygarden.com/

Berichte von Gästen: PHG Forum im Freiercafe

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Schließung des Strassenstrichs Segen oder Fluch?

Die Dortmunter Lokalpresse befasst sich heute mit den Auswirkungen der Schließung des Dortunder Straßenstrichs. Während eine Interessensvertretung eine abrupte Verbesserung sehen will weisen andere auf eine Verlagerung der Problematik hin.

So liest man heute in der Internetausgabe der WAZ-Gruppe:

Für die SPD lebt die Nordstadt von Dortmund nach Straßenstrich-Aus auf

Dortmund. „Die Schließung des Straßenstrichs zeigt Wirkung!“ Diese erste Bilanz zieht die Nordstadt-SPD in Dortmund. Eine Woche nach Inkrafttreten des Sperrbezirks lebe der Problembezirk auf. Das Aus für den Straßenstrichs habe Menschenhändler und Geiz-ist-geil-Freier vertrieben, wie etwa in einem einschlägigen Online-Forum zu erkennen sei.

Eine erste positive Zwischenbilanz zieht die Vorsitzende des Dortmunder SPD-Stadtbezirks Innenstadt-Nord. „Die Nordstadt lebt auf!“, sagte Dr. Marita Hetmeier nachdem vor knapp einer Woche die vom Rat beschlossene Erweiterung der Sperrbezirksverordnung in Kraft getreten ist.

„Die Menschen in der Nordstadt atmen auf. Die Präsenz von Polizei und Task-Force führt dazu, dass bulgarische Zuhälter, Prostituierte und Drogendealer nicht länger den öffentlichen Raum auf der Mallinckrodtstraße beherrschen“, so Hetmeier. „Und es gibt erste Anzeichen, dass organisierte Menschenhändler und Geiz-ist-geil-Freier den Standort Dortmund räumen.“

Die SPD-Politikerin aus der Nordstadt bezieht sich für ihre Einschätzung vor allem auf die Diskussionsbeiträge von Freiern in einem Internet-Straßenstrich-Forum. „Die Freier haben verstanden, dass Polizei und Ordnungsamt Ernst machen und die illegale Prostitution im Sperrbezirk nicht laufen wird“, meint Marita Hetmeier. Aufschlussreich sei für sie etwa der Beitrag des Forumsteilnehmers „knaller“ vom 19.5.2011: „…DORTMUND IST TOT!…Die Stadt zieht das volle Pulle durch. Jederzeit in allen Straße Grüne und Ordnungsamt… Wer gehofft hat, in den bekannten Seitenstraßen noch zum Zuge zu kommen, kann sich das abschminken… in 3 Std. keine einzige Gelegenheit … KEINE!!! … MAN BIN ICH GENERVT!!!!“ Auch „Schneckenliebhaber“ postet unter dem 21.5.2011: „Ich werde die Nordstadt meiden…“

Bei den Clan-Fürsten und Menschenhändlern aus dem bulgarischen Plowdiw sei die Botschaft ebenfalls angekommen. So berichte Forums-Teilnehmer „Ringo“ unter dem 21.5.2011: „… Die Maßnahmen der Task-Force zeigen allerdings auch schon erste Wirkungen. Heute Umzug/Wegzug miterlebt. Ein bulg(arischer) Benz … hat in der Missundestraße 4 das Handtuch geworfen und ist mit Sack und Pack abgerückt!!!“. Ein anderer Forums-Teilnehmer schließt sich dieser Einschätzung an: „…ich denke auch, dass die Roma abrücken werden, da die schnelle Mark nicht mehr zu machen ist…“, postet er unter dem 21.5.2011. „Ringo“ berichtet in einem weiteren Beitrag: „Heute wurde der CLS 55 von AMG eines Clan-Mitgliedes stillgelegt… Scheinbar geht die Task-Force … nunmehr verstärkt gegen die Dealer und gegen Mitglieder der Clans vor. Gut so.“

Es gebe sogar Freier, die aus Verantwortung gegenüber der Wohnbevölkerung die Polizei bei ihrem Einsatz gegen illegale Prostitution unterstützen. Hetmeier zitiert einen Diskussionsbeitrag des Forumsteilnehmers „SoulBrother“ vom 18.5.2011: „…(Offensichtlich) bulgarische Dame auf Kundenfang. Ecke Schüchtermannstraße / Mallinckrodtstraße. An dieser Stelle fehl am Platze. Der Anruf bei der bekannt gegebenen Nummer, ein paar Minuten gewartet. Ein (offensichtlicher) Freier nimmt sie ins Auto, zwei Zivilbeamte steigen aus einem silbernen Golf. Festnahme der Dame, Personalien des Freiers aufgenommen…“

Nach Auffassung der Nordstadt-SPD entscheidet sich in der Auseinandersetzung um den Straßenstrich und die illegale Prostitution die Zukunft der Stadt. „Keine andere Stadt hat so viele Zuwanderer aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn wie Dortmund. Inzwischen reden wir über 5000 – 6000 Menschen, die aus prekärsten Verhältnissen nach Dortmund zugewandert sind. In Berlin, der deutschen Hauptstadt, die sechsmal so groß ist wie Dortmund und weiter östlich liegt, sind es gerade einmal die Hälfte“, meint Hetmeier: „Dortmund hat mit dem Straßenstrich einen Anreiz geschaffen, der sich verheerend zum Nachteil der Stadt ausgewirkt hat. Wir hoffen, dass die Schließung des Straßenstrichs noch rechtzeitig kommt, um die bedrohliche Entwicklung aufzuhalten.“

Kompletter Artikel auf: der westen.de

Die Ruhrnachrichten berichtet zeitgleich:

Ist Prostitution zurück im Wohngebiet?

DORTMUND Der Oberbürgermeister sagt, die Schließung des Straßenstrichs sei ein Erfolg, die Prostituierten hätten die Stadt verlassen. Nordstadt-Anwohner haben einen anderen Eindruck – auch Videos vermitteln ein anderes Bild.Von Tobias Großekemper

Während die SPD die Schließung des Straßenstrichs bereits als Erfolg feiert und Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag angab, dass sich die dort vertriebenen Prostituierten nicht mehr in der Stadt aufhielten, sehen Nordstadtbewohner die Situation anders.

Prostitution trotz Task-Force

In ihren Wohngebieten zwischen Nordstraße, Heroldstraße, Schleswiger Straße und einem Kaufhaus-Parkplatz werde seit der Strich-Schließung vor zehn Tagen wieder Straßenprostitution betrieben – trotz der Arbeit der eingerichteten Task-Force.

Seit es die Debatte um eine mögliche Schließung des Straßenstrichs gegeben hätte, seien die ersten Frauen wieder dort anschaffen gegangen, sagt Matthias Meyer, der seit Ende der 90er Jahre in der Nordstadt lebt. Nach der Schließung des Strichs sei der Zulauf in sein Wohngebiet stetig gestiegen. Tagsüber seien permanent drei bis vier Frauen unterwegs, bei ihnen handele es sich um Drogenabhängige und Frauen aus Bulgarien.

Anruf beim Ordnungsamt bleibt folgenlos

Zwei Mal habe er die zuständige Nummer des Ordnungsamtes (0231/50-2 88 88) angerufen, zwei Mal sei nichts geschehen. In seiner Nachbarschaft kenne er kaum jemanden, der sage, dass sich der Zustand durch die Schließung verbessert habe.

„Mit der Schließung wurde es sich zu einfach gemacht“, sagt Meyer und zeigt aus dem Fenster seines Büros, vor dem gerade ein Mann von einer Frau angesprochen wird. Der Mann schüttelt den Kopf, die Frau läuft weiter. Um seine Vorwürfe dokumentieren zu können, hat Meyer in den letzten Tagen einige Anbahnungsgespräche dokumentiert.

Schließung zeigt Wirkung

Bereits am Dienstag hatte die Nordstadt-SPD in einer Pressemitteilung verkündet, dass jetzt die „Nordstadt auflebe“. Laut „SPD-Frontfrau Dr. Marita Hetmeier“ führe die Schließung des Straßenstrichs dazu, dass „Prostituierte und Drogendealer nicht länger den öffentlichen Raum auf der Mallinckrodtstraße beherrschen“.
Die Nordstraße, in der Meyer lebt, grenzt an die Mallinckrodtstraße.

Kritik äußerte gestern das Paritätische Suchthilfe Netzwerk Dortmund in einem offenen Brief an OB Sierau: Mit den ordnungspolitischen Maßnahmen gerate die langjährig erfolgreich praktizierte Kombination aus repressiven und helfenden Maßnahmen in Schieflage. Darunter hätten drogensüchtige Prostituierte zu leiden. Ihr Zwang zur Geldbeschaffung bestehe weiter – es sei eine Ausweitung in die Vororte zu befürchten.

Die Stadt verweist auf eine Pressekonferenz in der zweiten Juni-Woche, bei der sie versuchen möchte, gesicherte Erkenntnisse zu präsentieren.

ganzer Artkel auf ruhrnachrichten.de

Diskussion aus Freiersicht auf Freiercafe.com

Des Hofes News Flash Mai 2011

NewsFlash Mai 2011

+++ 30 Jahre Schieferhof! +++ 2011 ist unser Jubiläumsjahr!!, wir lassen es krachen! +++

+++ NEU: Ciara +++ 23 Jahre junges deutsches Girl +++
+++ ein süßes schlankes Mädel mit blauen Augen und schwarzem Haar +++

+++ 18. Mai +++ kulinarische Köstlichkeiten aus 1001 Nacht +++
+++ diesen Mittwoch servieren wir türkische Spezialitäten +++

+++ 20. Mai +++ Striptease-Rabatt-Tag, Eintritt nur 50€ +++
+++ und Cocktails von unserem Meister-Mixer +++

+++ 3. Juni +++ Vatertag Rabatt, Eintritt nur 50€ +++
+++ der Wellness -Tag für Väter… und alle die noch üben wollen +++

+++ 10. Juni +++ Krankenschwester-Tag +++
+++ unsere sexy Schwestern machen alles damit du dich wohlfühlst +++

behalte unsere News-Seite im Auge oder folge uns auf www.twitter.com/schieferhof

Ein Kuss von euerem Hof-Team, hof-fentlich bis bald…….

Kontakt

Bernds Saunaclub (Schieferhof)
Schieferhof 28
53773 Hennef
Tel: 02248 1529

Erlebnisberichte und Infos: –> Schieferhof Forum im Freiercafe

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Regierung plant Genehmigungspflicht für Bordelle

CDU und FDP bereiten ein umfangreiches Gesetz gegen Zwangsprostitution vor. Ein Konflikt droht, weil die Liberalen ein Bleiberecht für Opfer fordern.

Als der Einsatz beendet ist, haben 120 Einsatzkommandos der Polizei in Köln, Nürnberg und anderen Städten fast 1000 Bordelle durchsucht. Die Ermittler suchen nach Frauen, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gebracht und als Sex-Sklavinnen gehalten werden.

Rotlichtviertel, Paris, Frankreich – red lights, Paris, France
Foto: picture alliance / Bildagentur-o/www.bildagentur-online.com Selten werden Menschenhändler gefasst – zu groß ist die Angst der Opfer

Und nach Hintermännern, einem Netz von westafrikanischen Zuhältern, Geldwäschern, Dokumentenfälschern und Schleusern. Dreizehn Landeskriminalämter sind beteiligt, ein Team der Europol hilft.

Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Die Ergebnisse dieser Großrazzia vor zehn Tagen sind noch nicht ausgewertet, doch das Problem des Frauenhandels beschäftigt inzwischen auch Politiker der Koalitionsfraktionen in Berlin.

Nach „Welt Online“-Informationen wollen sich heute Vertreter des Familienministeriums und Abgeordnete aus den Fraktionen von CDU/CSU und FDP zusammensetzen, um ein Gesetzespaket vorzubereiten, das den Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution erleichtern soll. „Die Razzia hat nur noch einmal gezeigt, was eigentlich bekannt sein sollte: wie dringlich das Problem ist“, heißt es aus dem Ministerium.

Fachleute der Koalitionsparteien haben bereits einen Antrag vorbereitet. Der Entwurf, der „Welt Online“ vorliegt, sieht erstmals eine Erlaubnispflicht für Bordelle vor. Bisher können sie, anders als Gaststätten, ohne Genehmigung betrieben werden.

Flatrate-Bordelle, also Klubs mit einem Pauschalangebot für Freier, sollen ganz verboten werden. Außerdem wollen die Fraktionen prüfen, ob die bisherigen Strafrechtsvorschriften ausreichen oder ob spezielle Regelungen nötig sind, um Jugendliche und Heranwachsende besonders zu schützen.

“Kein Dissens” mit Unionsfraktion

Viele der insgesamt elf Punkte decken sich mit den Plänen, die Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ohnehin seit Wochen in ihrem Haus ausarbeiten lässt. Bis Monatsende soll ein entsprechendes Eckpunktepapier vorliegen.

Von der Ministerin heißt es auf Anfrage, man sei „natürlich mit den Fraktionen in engem und vertrauensvollem Austausch über das weitere Vorgehen“. Insbesondere mit der Unionsfraktion gebe es keinen Dissens. Diese Formulierung deutet allerdings auf Konfliktpotenzial hin.

Tatsächlich sind in der bisherigen Fassung des Antrags noch wichtige Fragen ausgespart, die für Ärger sorgen können. Fragen des Opferschutzes und – damit verbunden – des Bleiberechts vor allem, die der FDP am Herzen liegen.

Ihre Fachpolitiker wollen erreichen, dass Frauen, die Opfer von Menschenhändlern wurden, künftig nicht mehr einfach abgeschoben werden dürfen, erst recht nicht während eines laufenden Gerichtsverfahrens. Dies geht aus einem internen Eckpunktepapier der FDP hervor.

Arbeitserlaubnis für Opfer

Demnach sollen Opfer von Menschenhändlern, die sich bereit erklären, bei der Polizei auszusagen, eine Arbeitserlaubnis bekommen. Unter Umständen könnte dies auch ein unbefristetes Aufenthaltsrecht bedeuten.

Das raten Polizei und Ermittlungsbehörden seit Jahren. Sie glauben, dass das Problem noch unterschätzt wird. So gehen die Vereinten Nationen von jährlich etwa 40.000 Opfern in Europa aus. Und Deutschland ist für die Menschenhändler eines der lukrativsten Länder.

Opfer fürchten Rache

Aber genau weiß das niemand. Denn die Täter werden selten gefasst und noch seltener bestraft, weil ihre Opfer nicht gerne aussagen. Sie fürchten Rache und haben Angst, abgeschoben zu werden und schließlich in ihren Heimatländern wieder in die Hände der Menschenhändlerringe zu geraten.

An der Haltung der Politik hat das lange nichts geändert. Die FDP will es nun versuchen. „Die bisherigen Regelungen im Aufenthaltsgesetz reichen da aus meiner Sicht noch nicht aus“, sagt der Vorsitzende des FDP-Arbeitskreises Innen & Recht, Hartfrid Wolff. „Ein befristeter Aufenthaltstitel hingegen würde wichtige Opferzeuginnen stabilisieren und helfen, erhebliche Straftaten besser aufzuklären.“ Das hoffen auch Ermittler.

Bei der jüngsten Großrazzia haben sie rund 170 Westafrikanerinnen vorgefunden, von denen sie glauben, sie könnten zur Prostitution gezwungen worden sein. Die schwierigste Arbeit aber fängt gerade erst an: Zeugen vernehmen, Beweise sammeln. Die Opfer sind oft die einzigen Zeugen. Sagen sie aus, können die Täter leichter ausfindig gemacht und vor Gericht gestellt werden. Nur dann.

Ganzer Artikel auf welt.de

Freiermeinungen zu diesem Thema auf –> freiercafe.com

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5 Jahre Finca Erotica in Dierdorf

Am 16. April feierte die Finca Erotica in Dierdorf eine Party der Superlative. Zur Erinnerung ein paar visuelle Impresionen dieses denkwürdigen Events.

Berichte zur Finca findet man im –>Freiercafe Finca Forum.

Kontakt:

Finca Erotica
Poststr. 20
56269 Dierdorf
Tel.: 02689 97 29 450

http://finca-erotica.com/

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Kann es Liebe sein? – Sextourismus in Rio

Kerstin Tiefenbacher forscht über “Globale intime Beziehungen”, in denen Geld und Liebe koexistieren – aber auch geschlechtsspezifische und rassistische Machtverhältnisse fortgeschrieben werden

die Standard berichtet

Sextourismus ist in Rio de Janeiro sehr präsent – und ausdifferenziert: Heutzutage geht es nicht nur mehr um kurzfristigen billigen Sex. Wo Prostitution informell und nicht organisiert abläuft, spielt Intimität eine Rolle. “Damit einhergehend veränderten sich auch die Beziehungsformen und es kommt zu Verhältnissen, in denen Geld und Liebe koexistieren”, sagt Kerstin Tiefenbacher. Die Forscherin hat sich für ihre Dissertation nach Rio begeben, um einen genaueren Blick auf “Globale Intime Beziehungen”, so der Titel ihrer Arbeit, zu werfen.

Diese Veränderungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Sextourismus nach wie vor geschlechts-, klassenspezifische und rassistische Machtverhältnisse, die in der Kolonialzeit wurzeln, gibt. Im Interview mit Birgit Tombor erzählt Tiefenbacher über die Ausprägungen der Sexarbeit und darüber, dass sie keine einzige Frau getroffen hat, die sich selbst als “Sexarbeiterin” bezeichnet. Sie spricht über die Dominanz des männlichen Sextourismus’, über Erwartungshaltungen und den daraus resultierenden Zusammenhang von Geschlechterhierarchie und Macht.

dieStandard.at: Südamerika liegt in der mainstream-Wahrnehmung und im medialen Fokus eher abseits, wenn es um Sextourismus geht. Da kommen eher Länder wie Thailand oder Tunesien vor. Was hat Sie nach Brasilien verschlagen?

Kerstin Tiefenbacher: Ich denke in der sozialwissenschaftlichen Forschung gibt es – insofern es sich nicht um Auftragsforschung handelt – einerseits immer den persönlichen Zugang zum ausgewählten Forschungsbereich und andererseits die wissenschaftliche Relevanz. Ich finde es sehr wichtig und keineswegs unwissenschaftlich, den persönlichen Zugang zu reflektieren und auch zu kommunizieren. Vor allem in der Kultur- und Sozialanthropologie sollten wir uns im Sinne einer post-kolonialen Kritik die Frage stellen: warum und mit welcher Legitimation beforsche ich das Leben anderer Menschen?

In meinem Fall spielt dabei meine Lebensgemeinschaft mit einem carioca (EinwohnerIn Rio de Janeiros, Anm.) bestimmt eine zentrale Rolle. Einige Einblicke, wenn auch nur sehr oberflächliche, in die brasilianische community in Wien haben außerdem mein Interesse geweckt, sodass ich mich inzwischen seit sieben Jahren wissenschaftlich mit Rio de Janeiro beschäftige.

Andererseits gibt es die wissenschaftliche Begründung, warum nicht Pattaya sondern Rio de Janeiro: Mit der Entwicklung des internationalen Tourismus zum Massenphänomen und der Erschließung neuer Destinationen in Lateinamerika, der Karibik und Afrika seit den 1990er Jahren fand nicht einfach eine globale Verbreitung des Phänomens des klassischen Sextourismus statt, sondern Sexualität und Intimität nahmen im Kontext des Ferntourismus neue Formen an. Die Intimkontakte finden an diesen neuen Destinationen primär in informellen Settings statt, es handelt sich nicht um organisierte Prostitutionsszenen. Damit einhergehend veränderten sich auch die Beziehungsformen und es kommt zu Verhältnissen, in denen Geld und Liebe koexistieren.

dieStandard.at: Wie sah die Feldforschung konkret aus: Wie haben Sie ihre Teilnehmer/innen gefunden und zum Mitmachen gebracht? Schließlich haftet dem Sextourismus ein Makel an.

Tiefenbacher: Ich lege sehr viel Wert auf einen explorativen und offenen Zugang. Das bedeutet einen Balanceakt, sich auf die Vorkommnisse und Gegebenheiten, die man im Feld vorfindet, einzulassen, und gleichzeitig – überspitzt gesagt – auch die eigene Forschungsfrage nicht aus den Augen zu verlieren.

Mein Ziel war es, vertiefte, persönliche Beziehungen zu den Frauen aufzubauen und das ist mir gelungen. Nicht zuletzt deswegen, weil es Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte gab, die sich sehr essentialistisch anhören, im Feld jedoch tatsächlich funktioniert haben: das Mutter sein ist zum Beispiel so eine Gemeinsamkeit, die mich den Frauen näher gebracht hat. Auch das gegenseitige Verstehen wollen hat meine Forschung sehr bereichert und aufgelockert. Zum Beispiel war es den Frauen ganz und gar unverständlich, wieso mein Lebensgefährte es zulässt, dass ich mich nachts mit ihnen in der Bar rumtreibe und er zu Hause auf das Kind aufpasst.

Meine Beobachtung war also teilnehmend, aber natürlich nur bis zu einem gewissen Grad. Bei den Anbahnungsgesprächen war ich noch dabei, im Hotelzimmer dann aber nicht mehr! Ich nahm also so gut es ging am Alltag der Frauen teil, in dem oft die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit verschwimmen. Wir gingen gemeinsam an den Strand, ins Kino, und verabredeten uns für die Nacht.

Ich will aber nicht verschweigen, dass ich regelmäßig versetzt worden bin, vor allem bei Interviewterminen. Das Aufzeichnen von Interviews stieß bei den meisten auf Ablehnung. Somit habe ich während der Feldforschung meine methodische Strategie geändert und hauptsächlich mit Gedächtnisprotokollen von informellen biografischen und narrativen Gesprächen gearbeitet und intensiv Feldforschungstagebuch geschrieben.

dieStandard.at: Sie sind mit einer Annahme angereist: Sex- und Liebestouristinnen können als Pendant zu männlichen Sextouristen gesehen werden. Davon sind Sie mittlerweile abgerückt – warum?

Tiefenbacher: Ich hatte nicht diese Annahme, sondern stellte mir dir Frage, inwiefern das Phänomen des weiblichen Sextourismus eine Neuverhandlung von Geschlechterrollen ermöglicht und somit zu neuen Formen von Geschlechterbeziehungen führen kann. Diese Frage bleibt weiterhin offen, denn ich habe während meines Feldforschungsaufenthaltes festgestellt, dass der weibliche Sextourismus in Rio de Janeiro nicht wirklich existent ist.

Westliche Touristinnen, die auf der Suche nach einer sexuellen, intimen Begegnung sind, zieht es innerhalb Brasiliens in die nordöstlichen Bundesstaaten, vor allem nach Bahia, Ceará und Pernambuco. Außerhalb Brasiliens sind die Karibik und auch einzelne afrikanische Länder wie z.B. Kenia beliebte Reiseziele. Das mag damit unter anderem zusammenhängen, dass an diesen Orten der Topos des “schwarzen Mannes” als “hypersexueller Kraftprotz” sehr dominant ist, während Rio de Janeiro eine mit weiblichen Attributen und Imaginationen besetzte Stadt ist – Stichwort girl from Ipanema und Sambatänzerinnen. Zwar gibt es in Rio diverse Formen intimer und sexueller Begegnungen und Beziehungen, die sich vor dem Hintergrund des globalen Massentourismus abspielen, jedoch dominieren der hetero- und homosexuelle männliche Sextourismus.

dieStandard.at: Und welche Formen hat der?….

–> Ganzer Artikel auf dieStandard.at

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