Frechen: Vorerst kein Sperrbezirk
Die Kölnische Rundschau berichtet am 12.5.2011:
Die Hoffnung der Stadt Frechen, die Wohnwagen mit Prostituierten, die sich neuerdings auf einem Privatparkplatz eingemietet haben, mit Hilfe einer Sperrbezirksverordnung von diesem Platz verbannen zu können, haben sich vorerst zerschlagen.
FRECHEN – Die Hoffnung der Stadt Frechen, die Wohnwagen mit Prostituierten, die sich neuerdings auf einem Privatparkplatz eingemietet haben, mit Hilfe einer Sperrbezirksverordnung von diesem Platz verbannen zu können, haben sich vorerst zerschlagen.
In der Ratssitzung berichtete Fachdienstleiterin Katja Gille auf Anfrage der SPD-Fraktion von einem Gespräch mit der Bezirksregierung, bei dem den Verantwortlichen der Stadt klargemacht wurde, dass die Voraussetzungen für einen Sperrbezirk derzeit nicht vorliegen.
Privatparkplatz nicht einsehbarDie Sprecherin der Bezirksregierung, Anja Johannsen, bestätigte gegenüber der Rundschau, dass ein Sperrbezirk nur eingerichtet werden könne, wenn Belange des Jugendschutzes oder öffentlichen Anstandes gefährdet sind. „Offensichtlich findet das Ganze zurzeit aber auf einem nicht einsehbaren Privatgelände statt“, stellt Johannsen fest. Auch die Frechener Fachdienstleiterin bestätigte im Rat, dass es bisher keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass sich die Prostitution in den öffentlichen Raum verlagere. „Unsere Ermittlungen haben zudem ergeben, dass der Platz, wo die Wohnwagen stehen, weder vom Schnellrestaurant noch vom Hotel aus einsehbar ist“, erklärte Gille.
Der Pächter des Parkplatzes habe der Stadt gegenüber eine Absichtserklärung abgegeben, dass er keine weiteren Stellplätze an Wohnwagen vermieten will, berichtete die Fachdienstleiterin. Darüber hinaus stehe die Stadt in engem Kontakt mit dem Eigentümer des Geländes. „Er hat uns glaubhaft versichert, davon nichts gewusst zu haben“, erzählte Gille.

