Feministinnen laufen Sturm : Abschied von der Ehe

Interessant für Freier, die ihrer Ehefrau so richtig überdrüssig sind:

Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf entschieden:

Ein Ehemann hatte vier Jahre vor seinem Tod seine Frau verlassen, um mit einer Prostituierten zusammenzuziehen, mit der er bereits seit Jahren ein “Verhältnis” hatte. In seinem Testament setzte er die Geliebte als Alleinerbin ein. In der Folge gehörte das Wohnhaus nunmehr einer “Miteigentümergemeinschaft” von Witwe und Geliebter, was zu einer Teilversteigerung führte. Ehefrau und Tochter des Erblassers klagten wegen “Sittenwidrigkeit des Geliebtentestaments” (§ 138) und beantragten je hälftig den Erbschein als gesetzliche Erben. Ihre Klage wiesen die Richter ab, da ein Erblasser weder durch moralische Pflichten gegenüber Personen, die ihm nahe standen und für ihn sorgten, noch durch das der gesetzlichen Erbfolge zugrunde liegende sittliche Prinzip beschränkt sei – der Wille des Erblassers gehe grundsätzlich vor. In der Quintessenz heißt das: “Privatautonomie” hat Vorrang vor ehelicher Solidarität.

Diese Geschichte hat jedoch durchaus einen ernsten Hintergrund, mit dem sich Stefan Fuchs im Blog freiewelt beschäftigt… ;)

Ganz Artikel –> die freie welt

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Filmtipp: Shopping Girls

Teenager sind grausam: Wer dazugehören will, muss die richtigen Klamotten tragen und das neueste Handy besitzen, sonst ist man ein Loser. Auch Ala (Anna Karczmarczyk) will einfach nur wie alle anderen sein. Doch sie kommt aus einer ärmlichen Familie, trägt uncoole Kleidung und hat ein uraltes Telefon. Durch Zufall gerät sie in die stylische Clique der selbstbewussten Milena (Dagmara Krasowska). Die abgebrühten Mädchen kennen einen einfachen Weg, um sich ihr “High Life” zu finanzieren: Sex mit älteren Männern. “Shopping Girls” (2009) ist das Kinodebüt der polnischen Regisseurin Katarzyna Roslaniec. In ihrem verstörenden Drama greift sie auf eindringliche Weise die Prostitution Minderjähriger auf, die in den Ostblockstaaten kein Einzelfall ist.

Milena weiß, was sie will, und sie weiß, wie sie es bekommt: Eine Frau muss ihre Reize einsetzen, dann geht der Rest von selbst. Ein Blowjob für eine neue Jeans, 300 Zloty (umgerechnet rund 71 Euro) für Sex – alles kein Problem. Doch ein paar Risse in der Mauer aus Coolness, die das Mädchen um sich baute, lassen erahnen, dass sie mit ihrem selbst gewählten Lebenswandel nicht wunschlos glücklich ist. Zu verbittert wirkt die junge Frau hinter ihrem grellen Make-up.

Die unsichere Ala weiß indes nicht recht, was sie von ihrer neuen Freundin halten soll. Sie will ihr nacheifern, doch die Hemmschwelle und der Ekel vor den schmierigen Herren sind – noch – zu groß. Und dann ist da noch der süße Mihal (Franciszek Przybylski), der ihr nicht aus dem Kopf geht. Die Wandlung vom schüchternen Mädchen zum scheinbar kühlen Vamp vermittelt Anna Karczmarczyk sehr subtil über ihre Mimik.

Auch ihre Co-Hauptdarstellerin Dagmara Krasowska transportiert die Ambivalenz ihrer Figur mit einer beeindruckenden Intensität, die über die gelegentlich schwer nachvollziehbaren Handlugssprünge hinwegsehen lässt. Der Zuschauer muss einige bittere Pillen schlucken: Zum einen wird er mit einer erschreckenden Realität konfrontiert, die in Ländern wie Polen oder Tschechien – besonders im Grenzgebiet – fast schon normal ist. Zum anderen ist er gezwungen, dabei zuzusehen, wie der Wunsch nach einem billigen Haarband ein minderjähriges Mädchen zerstören kann.

Shopping Girls (Original: Galerianki)
Drama – Peripher – PL 2009
Regie: Katarzyna Roslaniec – Starttermin: 18.08.2011
Schauspieler: Anna Karczmarczyk, Dagmara Krasowska, Franciszek Przybylski

Ganzer Artikel –> Weser-Kurier

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Facebook – Zuhälter Kontaktbörse Nummer 1

Die Bild berichtet:

Mona* (15) wuchs in einer heilen Welt auf. Mit ihrer Mutter lebte sie in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein auf einem Reiterhof.
Doch Anfang des Jahres beginnt Mona sich daraus zu entfernen. Sie verbringt immer mehr Zeit im Internet. Chaträume und soziale Netzwerke fesseln sie stundenlang vor dem Laptop. „Sie war vollkommen auf das Internet fixiert“, sagt ihre Mutter.
Im Frühjahr lernt sie auf der Online-Plattform Facebook einen 25-jährigen Pakistani kennen. Der junge Mann stellt sich als Charmeur vor, Mona verliebt sich.
Was sie nicht weiß: Ihre Internetliebe ist ein polizeibekannter Verbrecher aus dem Rotlichtmilieu. Ein sogenannter Loverboy, der weiblichen Teenagern die große Liebe vorspielt, um sie zur Prostitution zu zwingen.
Es ist der 17. Mai dieses Jahres. Ihrer Mutter erzählt Mona, dass sie eine Freundin besuchen wolle. Weil das Mädchen nicht nach Hause kommt, wirft die Mutter aus Sorge einen Blick in Monas Unterlagen – und macht eine grausige Entdeckung: Auf einem Zettel stehen Preise für Sexdienste.
Monas Mutter meldet ihre Tochter bei der Polizei als vermisst und wendet sich an die Organisation „Stop Loverboys“, die sich für Opfer von Loverboys einsetzt. Eine Mitarbeiterin beginnt, im Internet nach der Vermissten zu recherchieren.
Auf einer Prostituierten-Plattform bietet ein Mädchen in aufreizender Pose sexuelle Dienste an – Mona!
Ein Beamter des Landeskriminalamtes gibt sich als Freier aus, arrangiert ein Treffen in Hannover. Dort verkauft Mona in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ihren Körper. Der Besitzer der Wohnung, ein 46-jähriger Deutscher, ist mehrfach vorbestraft.
Zusammen mit ihrer Mutter bringt die Polizei Mona nach Hause. In einer Kinder- und Jugendpsychiatrie soll das Mädchen therapiert werden. Doch Mona flüchtet aus der Klinik.
Das ist jetzt neun Tage her, seitdem fehlt jede Spur von Mona. Ob sie zurück zu ihrem Loverboy ging, ist unklar. Stefan Muhltz (47), Sprecher der Polizei Lübeck: „Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir dazu nichts sagen.“
Für Monas Mutter ist das Ganze „ein riesiger Schock“, wie sie gestern zu BILD am Telefon sagt.

Tina Kulow, Pressesprecherin von Facebook-Deutschland: „Dies ist ein sehr trauriger Fall, den wir zutiefst bedauern. Im Einklang mit den Behörden warnen wir davor, sich mit Fremden zu treffen, die online Kontakt aufgenommen haben.
Dies sollte erst dann geschehen, wenn man sich wirklich sicher ist, wer diese Person ist.“

Ganzer Artikel –> Bild.de

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„Frankfurter Bahnhofsviertel – Milieu der Kontraste“

Frankfurt/Main. Am heutigen Abend um 19 Uhr stellt der Fotograf Ulrich Mattner im Rotlichtquartier sein neuestes Projekt vor: Das Buch „Frankfurter Bahnhofsviertel – Milieu der Kontraste“ (Henrich Editionen, Frankfurt am Main) zeigt Bilder und erzählt Geschichten aus dem Alltag zwischen Drogen und Prostitution, Basar und Moschee, Kneipe und Bankenturm.

Ulrich Mattner recherchierte und fotografierte sechs Jahre im Stadtteil der Banker, Bettler und Bordelle. Sein neuer Fotokunst-Bildband stellt das spannende Quartier in all seinen Facetten vor. Ohne die harten Seiten des Viertels zu vernachlässigen, zeichnet er ein überraschend sympathisches Bild des Stadtteils, in dem Hell und Dunkel so eng wie kaum irgendwo beieinander liegen.

Einfühlsam und respektvoll porträtiert der im Bahnhofsviertel wohnende Wirtschaftsjournalist und leidenschaftliche Fotograf Menschen, die dieses Viertel prägen. Etwa Harry, den früheren Kneipenkönig und heutigen Inhaber der letzten echten Milieukneipe „Moseleck“. Oder die Bauchtänzerin Anastasia, die hinter dem Tresen des Kronprinzenecks stets ein offenes Ohr für jedes Problem hat. Mattner zeigt Rotlicht- Originale wie „Woscht Willi“, Karlheinz, den ältesten Animateur des Quartiers und Gary, den von Kopf bis Fuß tätowierten Sicherheitsmann des „Crazy Sexy“. Oder die 63 Jahre alte bulgarische Bettlerin Snegana, die kürzlich um ein Haar von einer herabstürzenden Betonplatte erschlagen wurde.

Mattner wurde vor drei Jahren mit dem International Media Award des Frankfurter Presseclubs ausgezeichnet. Er veröffentlichte sieben Bücher und zeigte seine Bilder bei zahlreichen Ausstellungen wie auch in „stern“, GEO und vielen anderen Magazinen.

Ganzer Artikel –> rhein-main.business-on

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Sekt oder Sex, das ist hier die Frage

Ein Gastwirt in der Nähe von Heidenheim muss seine FKK-Kneipe umgehend schließen. Das Verwaltungsgericht Stuttgart wies bereits am 21. Juli einen Eilantrag des Betreibers mit der Begründung zurück, er habe in seinen Räumen Prostitution ermöglicht, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Damit wurde die Entscheidung des Landratsamts Heidenheim bestätigt, das dem Wirt im Juni die Konzession entzogen hatte.

Sekt oder Sex, das ist hier die Frage

Der Kneipenbetreiber hatte sich auf ein Missverständnis berufen: Bei einer verdeckten Polizeikontrolle habe eine Angestellte wegen sprachlicher Defizite „Sekt“ statt „Sex“ verstanden und dies bejaht. Die Beschwerde des Wirts liegt nun beim Verwaltungsgerichtshof.

Ganzer Artikel –> focus.de

Kunst statt Prostitution – DIE VISITENKARTE FRANKFURTS

Am 18. August findet wieder die Bahnhofsviertelnacht statt. Doch auch schon vorher lohnt sich der Gang durch den Kiez, der weitaus mehr zu bieten hat als nur Rotlicht und Dönerbuden. Man muss sich nur umschauen.

Der Sommer meint es nicht gut mit uns: Auf dem Weg vom Stadtteilbüro vorbei am neuen Studentenwohnheim Wiesenhüttenplatz zur Obdachlosenhilfe Weser5 regnet es in Strömen. Unter großen schwarzen Schirmen stapft die Journalistentruppe tapfer vorwärts. Vorneweg Nikolaus Münster und Veronika Katic vom städtischen Presseamt sowie Ursula Brünner vom Stadtplanungsamt. Ihnen scheint der Regen nichts anzuhaben: Lächelnd und mit einer großen Portion Enthusiasmus präsentieren sie Visionen und Pläne für die Umgestaltung des Frankfurter Bahnhofsviertels.

Für Reisende und Geschäftsleute, die am Hauptbahnhof aus dem Zug steigen, ist es das Eintrittstor in die Stadt am Main – Frankfurts Visitenkarte. Zeit, dass sich etwas ändert in den vorurteil-behafteten Gassen rund um die berüchtigte Kaiserstraße.

2004 wurde ein Konzept zur Umgestaltung des Viertels im Ideenlabor erarbeitet, um die leerstehenden Gebäude wieder bewohnbar zu machen und Vorurteilen gegenüber dem Rotlichtviertel zu begegnen. Aber was sind schon Konzepte? “Vor allem die Eigeninitiative der Bewohner spielt eine Rolle”, sagt Nikolaus Münster, Leiter des städtischen Presseamtes.

Entgegen der immer noch weitverbreiteten Vorstellung ist das Frankfurter Bahnhofsviertel längst nicht nur der Prostitution und dem Drogenhandel vorbehalten. Vielmehr haben sich hier inzwischen Künstler und Kreative niedergelassen, die einst leerstehenden Gebäuden einen neuen Sinn geben. Die Agentur “Radar – Kreativräume für Frankfurt” hat sich genau das zur Aufgabe gemacht. Sie vermittelt Immobilien an junge Künstler. Und auch der Verein basis bietet Kreativen die Möglichkeit zur Produktion und Präsentation. Ziel ist es, das Viertel rund um den Hauptbahnhof nicht nur für Besucher, sondern vor allem auch für die Bewohner attraktiver zu gestalten. Die Wahrnehmung des Stadtteils soll sich ins Positive wandeln, der Künstlerbetrieb Wohnungssuchende anlocken.

Hierzu sind oftmals Renovierungen oder Sanierungen erforderlich. Gebäude müssen umgestaltet werden, sodass sie erneut genutzt werden können. So wie im Fall des alten Polizeireviers am Wiesenhüttenplatz. Nachdem die Räume lange leerstanden, stehen sie nun Frankfurter Studenten zur Verfügung. 48 Appartements sind seit Juli dieses Jahres im neu eröffneten Studentenwohnheim beziehbar – und bereits allesamt vermietet. Eine Bewohnerin, die gerade ihren Master in Sinologie und Politikwissenschaften macht, erzählt von den Vorzügen des Bahnhofsviertels. Zwischenzeitlich gerät sie sogar ins Schwärmen. Die Anbindungen seien optimal, der Lärm überraschenderweise gering und die Zimmer modern.

Dass das Bahnhofsviertel allerhand zu bieten hat, zeigt auch die Fotocollage, die 2010 im Rahmen der Bahnhofsviertelnacht entstand. Die Veranstalter verteilten 100 Einwegkameras, die Besucher knipsten was das Zeug hielt, rund Zweidrittel der Kameras kam zurück und wurde zu einer imposanten Bildergalerie des bunten Viertels. Nikolaus Münster: “Es ist bewundernswert, wie viele Ecken dieses Viertels es noch zu entdecken gibt.”

Das sei das Besondere im Bahnhofsviertel: Der bunte Mix. Den gibt es wieder am 18. August an der Bahnhofsviertelnacht zu entdecken. Dieses Jahr mit einigen neuen Events: Das Frankfurter Designerlabel Lockstoff wird seine Werkstatt im Hinterhof der Münchener Straße für Besucher öffnen. Zudem werden die Musiker Lars Becker und Peter Pawlicki von Kacheltisch ihr neues Projekt Selv vorstellen. Außerdem zu sehen: Die erfolgreiche Umgestaltung des Bahnhofsviertels. Dann hoffentlich bei besserem Wetter.

Ganzer Artikel –> Journal-Frankfurt

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