
Lilly Lindner, oder auch Felia, Mia oder Ana. Ein Mensch, viele Masken, noch mehr Abgründe.
Missbrauch – Essstörungen – Prostitution
Lilly ist sechs Jahre alt, als sie vom „netten Nachbarn“ vergewaltigt wird. Als Belohnung gab er ihr eine Tafel Schokolade, damit sie schweigt. Ein fairer Tausch, nicht wahr?
Man hört fast, wie die kleine Kinderseele zerbrach, so brutal beschreibt Lilly ihr Schicksal. Dazu noch höchst distanziert, als zeigt sie von aussen mit dem Finger auf sich selbst und schildert nüchtern den chronologischen Ablauf ihres verpfuschten jungen Lebens.
Es fällt mir sehr schwer, ein Buch zu beurteilen, in dem die Autorin ihr eigenes Leben schildert. Wie soll ich einen Lebensbericht bewerten? Steht mir ein Urteil überhaupt zu? Ich denke nicht, daher werde ich in diesem Fall auch keine Bewertung in Sternen vornehmen. Aber ein wenig möchte ich euch zu dem Buch erzählen..
Lillys Eltern interessieren sich nicht für ihr Kind, begegnen ihr mit Ablehnung und Unverständnis. Selbst, wenn Lilly vom Missbrauch erzählt hätte, sie hätten es ihr mit Sicherheit gar nicht geglaubt. Schließlich ist der Nachbar so hilfsbereit und nett, im Grunde das typische Klischee eines Sexualstraftäters – komplett unauffällig, unscheinbar, freundlich, bei allen beliebt und von allen geschätzt.Und doch zerstörte er Lillys Leben, ohne mit der Wimper zu zucken…
Buchrezension komplett –> nieohnebuch
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ZDF-Reportage

Kontakt
http://www.lillylindner.de/
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