Prostituierte griff in Dortmund Kollegin mit Pfefferspray an

Die WAZ berichtet:
Dortmund. Wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht am Freitag eine Prostituierte zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.
Von wegen, Justitias Mühlen mahlen langsam: Nicht einmal vier Wochen nach der Festnahme hat die 35. Große Strafkammer eine Prostituierte gestern wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Erpressung verurteilt.
Ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe mit Bewährung, so lautete das Urteil für die 24-Jährige, die jetzt möglichst schnell in ihre bulgarische Heimat zurückkehren will. „Ich möchte mich entschuldigen, so etwas werde ich nie wieder tun“, hatte die Mutter zweier Kinder zuvor in ihrem letzten Wort gesagt.
Ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe mit Bewährung, so lautete das Urteil für die 24-Jährige, die jetzt möglichst schnell in ihre bulgarische Heimat zurückkehren will. „Ich möchte mich entschuldigen, so etwas werde ich nie wieder tun“, hatte die Mutter zweier Kinder zuvor in ihrem letzten Wort gesagt.
Sie gehörte zu einer vierköpfigen Frauenbande, die auf dem ehemaligen Straßenstrich an der Ravenberger Straße Angst und Schrecken verbreitete. Die Hauptmatadorin des Quartetts ist bereits vor Wochen verurteilt worden, Nummer drei sitzt in Kürze auf der Anklagebank.
Zuhälter ist untergetaucht
Im Auftrag eines inzwischen untergetauchten Zuhälters hat die Bande dafür gesorgt, dass nicht jede Prostituierte auf dem Strich machen konnte, was sie wollte. Wer nicht die geforderten 50 Euro „Standgeld“ am Tag zahlte, machte auch schon mal unangenehme Bekanntschaft mit der zierlichen 24-Jährigen, die gestern auf der Anklagebank saß.
Bald sitzt die dritte Dame auf der Anklagebank
„Ich habe getreten und geschlagen und auch mal jemanden zu Boden geworfen, aber nicht an den Haaren gerissen“, erzählte sie. An einem Wochenende, vom 21. bis zum 23., knöpften sich die Vier gleich drei Kolleginnen vor. Dabei sprühte die Angeklagte einer aufmüpfigen Prostituierten in der Verrichtungsbox auch Pfefferspray ins Gesicht.
Der Vorsitzende Richter Thomas Kelm hielt der Frau zugute, dass sie damals im Auftrag des Zuhälters handelte und unter Druck stand. Denn griff der Chef zum Telefon, schritten seine Damen sofort zur Tat. Dazu Staatsanwalt Marc Sotelsek: „Die Hintermänner wollten sich eben nicht die Hände schmutzig machen.“ Nun hofft man, dass auch der Drahtzieher der Justiz bald ins Netz geht.

