Edelhuren als Marketing-Geschenk

Dominique Strauss-Kahn wird seine Frauengeschichten nicht los: Angeblich soll er einen Call-Girl Service von Unternehmen genutzt haben. Die buchten für prominente Gäste Luxus-Prostituierte direkt ins Hotelzimmer. Gratis, versteht sich.

Dominique Strauss-Kahn soll unter anderem 2009 vor einem Treffen mit Josef Pröll, damals Finanzminister in Österreich, bei einer dieser Prostituierten gewesen sein. Das legt jedenfalls eine SMS von Strauss-Kahn an einen Mann nahe, die als Zuhälter gewirkt haben soll: „Ich nehme eine Kleine mit in die Clubs von Wien am Donnerstag, 14. Mai. Möchtest Du mit einem Fräulein kommen?“ Strauss-Kahn bestreitet diese Auslegung der SMS und fordert, möglichst rasch vernommen zu werden.

Die Zuführung der Edelnutte soll kein Einzelfall gewesen sein, die Polizei in Frankreich ermittelt gegen einen angeblich gut vernetzten Zuhälterring. Die Drahtzieher sollen regelmäßig Kunden von Luxushotels in Lille mit Frauen aus Belgien versorgt haben. Pikanterweise sollen die Kosten dabei Unternehmen übernommen haben. Gegen acht Verdächtige wurden bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter ihnen ist auch die Nummer zwei der Polizei für den Norden Frankreichs. Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn soll an Sex-Partys dieses Zuhälterrings in Paris teilgenommen haben.

Strauss-Kahn nahm Handy von Zuhälter an sich
Außerdem soll er ein Handy von einem der Zuhälter an sich genommen haben, der das Gerät auf einer Party verloren haben soll. Das berichtet jedenfalls das Magazins „Le Point“. Strauss-Kahn habe darauf mehrere Monate lang mit dem Verdächtigen SMS auszugetauscht. Auf diesem Wege soll er auch weitere Prosituierte für seinen Amtssitz in Washington bestellt haben.

Am 13. Mai dieses Jahres habe er dem Geschäftsmann das Handy zurückgegeben, also genau einen Tag, bevor er wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung festgenommen wurde. Später wurde das Verfahren wegen mangelnder Glaubwürdigkeit der Zeugin, eines Zimmermädchens, eingestellt. Der Geschäftsmann soll die mit Strauss-Kahn ausgetauschten SMS gelöscht haben. Nun versuchen die Ermittler, diese durch die SIM-Karte zu rekonstruieren….

Ganzer Artikel –> Focus.de

Schweiz: Staat darf Freierlohn nicht einziehen

Der Verdienst von illegal tätigen Prostituierten darf vom Staat nicht als Deliktsgut eingezogen werden. Das Bundesgericht hat die Beschwerde einer ausländischen Frau gutgeheissen und die Aargauer Justiz verpflichtet, ihr 14′000 Franken Freierlohn zurückzugeben.

(sda) Die Polizei hatte bei der Prostituierten im Rahmen einer Ermittlung insgesamt 24′000 Franken gefunden und beschlagnahmt. Im April 2010 wurde die Frau vom Bezirksgericht Bremgarten wegen illegalem Aufenthalt, unbewilligter Erwerbstätigkeit und mehrerer weiterer Delikte zu einem Jahr Gefängnis bedingt verurteilt.

Legales Rechtsgeschäft

10′000 Franken vom gefundenen Betrag wurden zur Deckung der Verfahrenskosten eingezogen. Die restlichen 14′000 Franken zog die Aargauer Justiz als “durch Straftat erlangten Vermögensvorteil” ein, wie dies Artikel 70 des Strafgesetzbuches vorsieht.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Frau nun gutgeheissen. Die Richter in Lausanne erinnern zunächst an ihren kürzlich gefällten Grundsatzentscheid zur Einziehung des Lohnes aus der Schwarzarbeit von illegal tätigen Ausländern. Das Gericht war darin zum Schluss gekommen, dass die Einziehung nicht zulässig ist.

Der Verdienst stamme in solchen Fällen trotz rechtswidrigem Aufenthalt und fehlender Arbeitsbewilligung aus einem gültigen Arbeitsvertrag und damit einem “objektiv legalen Rechtsgeschäft”. Das Gericht kommt nun zum Schluss, dass dies auch zutrifft, wenn das Einkommen aus illegaler Prostitution stammt.

Einkommen wird besteuert

Die Prostitution gelte zwar weiterhin als sittenwidrig. Indessen sei sie im Sinne des Strafrechts nicht widerrechtlich. Bei der selbstbestimmten Ausübung der Prostitution handle es sich vielmehr um eine zulässige Tätigkeit, die sogar unter dem Schutz der verfassungsmässig garantierten Wirtschaftsfreiheit stehe.

Ganzer Artikel: –> bielertagblatt.ch

Angeklagte hüllen sich in Schweigen

Zwei Männer sollen eine 24-Jährige zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. Die junge Frau befindet sich derzeit in einem Traumazentrum. Im Zuschauerraum des Gerichtssaales saßen muskelbepackte Männer.

TROISDORF / BONN – Einen Monat lang sollen ein 40-Jähriger aus Troisdorf und ein 36-Jähriger aus Euskirchen eine junge Frau geschlagen, zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. Seit Mittwoch müssen sich die in Untersuchungshaft sitzenden Männer unter anderem wegen Freiheitsberaubung, Zuhälterei, Nötigung zu einer sexuellen Handlung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Bonner Landgericht verantworten.
Äußerlich war den beiden Angeklagten ihre Verbindung zu der Motorradgang Hells Angels beim Prozessauftakt nicht anzusehen. Sie waren im weißen beziehungsweise grauen Hemd erschienen. Auch unter den Zuschauern waren keine Zeichen der berüchtigten Motorradgang wie Bikerwesten oder Abzeichen zu erkennen. Allerdings hatten mehrere muskelbepackte Männer in der letzten Zuschauerreihe Platz genommen. Der Grund dafür wurde schnell klar: Der Verteidiger des 40 Jahre alten Gerüstbauers räumte zwar ein, dass sein Mandant Mitglied bei den Hells Angels sei. Allerdings betonte der Anwalt: „Wenn an den Vorwürfen was dran ist, dann ist das eine reine Privatsache meines Mandanten und hat mit dem Motorradclub rein gar nichts zu tun.“ Dazu, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht, wollten die Angeklagten jedoch am ersten Verhandlungstag keine Stellung nehmen. Sie schwiegen genauso, wie die 32 Jahre alte Verlobte des 40-Jährigen, die wegen Beihilfe auf der Anklagebank Platz sitzt. Die Anwältin des 36-Jährigen wies indes darauf hin, dass ihr Mandant kein Mitglied mehr bei den Hells Angels sei. Der nach zwei Bandscheibenvorfällen krankgeschriebene Trockenbauer soll vor einigen Jahren aus dem Club ausgetreten sein.

Mit Benzin übergossen

Laut Anklage hatten die beiden Männer das aus Rheinbach stammende Opfer von März bis April dieses Jahres zur Prostitution gezwungen. Offenbar hatte die 24-Jährige zuvor mit beiden Beschuldigten einmal eine Beziehung. Sie soll mit Gewalt dazu gezwungen worden sein, in Bordellen in Köln, Leverkusen und Hürth anschaffen zu gehen. Die Einnahmen habe sie abgeben müssen. Als sich die Frau offenbar geweigert hatte, weiter der Prostitution nachzugehen, soll sie in der Wohnung des Troisdorfers gefoltert worden sein. Unter anderem wurde sie laut Anklage mit Feuerzeugbenzin übergossen und angezündet. Auch sei sie zur Sodomie gezwungen worden, was von der 32-Jährigen gefilmt worden sein soll.

Bei der richterlichen Vernehmung nach der Festnahme im April hatten die Männer die gegen sie erhobenen Vorwürfe bestritten. Der ältere Beschuldigte hatte behauptet, er sei von der 24-Jährigen gestalkt worden, nachdem er sich von ihr getrennt habe. Der 36-Jährige hatte angegeben: „Die Frau hat sie nicht mehr alle.“ Der Verteidiger des 40-Jährigen drängte am Mittwoch darauf, dass sein Mandant außerhalb der Justizvollzugsanstalt untersucht wird. Es bestehe der Verdacht, dass der Gerüstbauer an Krebs erkrankt sei.

Die als Zeugin gehörte Mutter des mutmaßlichen Opfers berichtete, dass es mit der Tochter erst zu Streitigkeiten gekommen sei, nachdem die 24-Jährige den 40-Jährigen kennengelernt hatte. Über das im Tatzeitraum Erlebte habe die Tochter, die derzeit in einem Traumazentrum behandelt werde, mit ihren Eltern nie gesprochen: „Wir wissen es nur aus der Zeitung“, so die Mutter. Der Prozess wird fortgesetzt. (ksta)

Quelle –> KSTA.de

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Botswana: Forderungen Prostitution zu legalisieren

Bereits seit 15 Jahren steht Thato Serite allabendlich am wichtigsten Verbindungshighway zwischen Botswana und Südafrika und wartet auf Kunden – und das obwohl Prostitution in Botswana illegal ist. Zu den Kunden der 35-jährigen zählen hauptsächlich LKW-Fahrer, die auf der Strecke zahlreich verkehren.

Frau Serite ist eine Expertin darin, den Polizeikontrollen aus dem Weg zu gehen, häufig muss sie sich verstecken. Manches mal wird sie aber auch verhaftet und muss einige Tage im Gefängnis verbringen oder einen Teil ihres hart verdienten Geldes wieder als Strafe abgeben. Einige Male kam es auch schon vor, dass sie zu Sex gezwungen wurde, um ihre Freiheit wiederzuerlangen.

Botswanas ehemaliger Präsident und jetziger Vorstand des nationalen AIDS-Ausschusses, Festus Mogae möchte diesem Katz-und-Maus-Spiel jetzt ein Ende setzen und fordert aus diesem Grund die Legalisierung der Prostitution in dem südafrikanischen Land. Außerdem erhofft er sich von einer Legalisierung eine Senkung der HIV-Infektionsrate. Fast jeder vierte Erwachsene in Botswana ist mit dem HI-Virus infiziert und die Infektionsrate zählt noch immer zu den höchsten weltweit.

Obwohl es keine genauen Statistiken zu dem Thema gibt, wird davon ausgegangen, dass die stark befahrenen Highways zwischen den wichtigen Städten im südlichen Afrika zu den Hauptverbreitungsrouten zählen. Mogae geht davon aus, dass eine Legalisierung der Prostitution den betroffenen Frauen helfen würde, sich effektiver vor der Immunschwächekrankheit zu schützen.

Prostitution ist im konservativen und christlich ausgerichteten Botswana verpönt und sehr umstritten. Die Illegalisierung führt jedoch dazu, dass viele der Prostituierten unter der Gewalt einiger Klienten leiden und keine rechtliche Handhabe gegen Zahlungsverweigerung oder die Erzwingung von ungeschütztem Geschlechtsverkehr haben. Eine Dekriminalisierung könnte dazu Beitragen, dass die Frauen, die meistens aus der Not heraus ihrem Beruf nachgehen, auch einen rechtlichen Schutz erhalten.

Die regierende Botswana Democratic Party, die einst von Mogae geleitet wurde, hat sich bisher noch nicht zu dessen Vorschlägen geäußert. Der Führer der Opposition hingegen, Botsalo Ntuane, hat bereits seine Unterstützung des Vorschlages angekündigt. Auch andere zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen den Plan Mogaes. Im Gegensatz dazu äußerte ein Sprecher der katholischen Kirche in Botswana heftige Kritik an der Idee und verlangte die Beibehaltung des Verbots der Prostitution, wobei er sich auf christliche Werte berief.

Quelle: Botswana: Forderungen Prostitution zu legalisieren | afrika-travel.de