Gemeinsam mit Rumänien gegen die Mafia

Schweiz: Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat während ihres Arbeitsbesuches in Rumänien Opfer des organisierten Verbrechens besucht. Mit dem rumänischen Innenminister Traian Iglas vereinbarte sie am Dienstag in Bukarest die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Frauen- und Kinderhandel.

Bern. – Straftaten von rumänischen Staatsangehörigen haben in den vergangenen Jahren zugenommen, wie das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Dienstag mitteilte. Die Schweiz sei in erster Linie von Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in der Prostitution betroffen; die Opfer stammten mehrheitlich aus Osteuropa, darunter besonders Rumänien und Bulgarien.

Sommaruga bezeichnete die Zusammenarbeit mit den rumänischen Polizei- und Justizbehörden als gut – mit Verweis auf das seit 2008 bestehende Polizeiabkommen zwischen der Schweiz und Rumänien. Bukarest anerkenne zudem den Menschenhandel selber als Problem, sagte die Schweizer Justizministerin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Es handle sich um eine moderne Form von Sklaverei.

Handlungsbedarf besteht laut Sommaruga nicht nur bei der Strafverfolgung, sondern auch bei der Prävention, beim Opferschutz sowie bei der Wiedereingliederung betroffener Frauen und Kinder. Einen gewissen Nachholbedarf sieht die Justizministerin auch in der Schweiz, und zwar auf rechtlicher Ebene.

Anfang nächsten Jahres wird eine schweizerisch-rumänische Arbeitsgruppe eingesetzt, der neben Polizeivertretern auch Migrationsexperten und Vertreter nichtstaatlicher Organisationen (NGO) angehören. Zusätzliche Kosten entstehen für die Schweiz dadurch laut Sommaruga nicht, weil die personellen Ressourcen bereits vorhanden seien und lediglich noch vernetzt werden müssten.

Bundesrätin Sommaruga liess sich in Bukarest ausserdem von ihrem rumänischen Amtskollegen, Justizminister Catalin Predoiu, über den Stand der Justizreform und die Korruptionsbekämpfung informieren. Die Schweiz unterstützt einen zweistufigen Schengen-Beitritt Rumäniens. Erst im September war dem Land zusammen mit Bulgarien die Aufnahme wegen des Einspruchs der Niederlande und Finnlands verwehrt worden. (sda)

Quelle: Suedostschweiz.ch

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Bericht: Kriminelle Schattenwirtschaft läßt Kassen der EU klingeln

Die Europäische Union profitiert offenbar künftig von einer möglichst hohen Kriminalität in ihren Mitgliedsstaaten. Wie der tschechische Rundfunk berichtet, werden bei der Berechnung der Mitgliedsbeiträge neben dem Bruttoinlandsprodukt jetzt auch Erträge der Schattenwirtschaft einbezogen. Darunter zählen dem Sender zu Folge Drogenhandel, Prostitution und Schwarzarbeit.

So steigt der Beitrag Teschechiens bis zum Ende des Jahres aufgrund beider Faktoren um 200 Millionen Euro (5 Milliarden Kronen), wie Finanzminister Jan Gregor erklärte. Das Land ist neben Finnland am stärksten von der Einbeziehung der Schattenwirtschaft betroffen; die Regelung gelte aber grundsätzlich für alle EU-Staaten. Die Mitgliedsbeiträge werden für sieben Jahre festgelegt.

Qualle: berlinerumschau.com

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Taxis statt Männerschöße

2 bis 3 Uhr Die Sexbranche schleppt sich dem Ende eines Werktags entgegen. Von Marc Schieferecke

Es geht mir gut. Danke der Nachfrage. Ja, ich habe eine halbe Stunde Zeit. Aber nein, keine Lust.

Für Andersdenkende: In der Branche für sexuelle Dienstleistungen ist der reale Einkommensverlust unübersehbar. Zu D-Mark-Zeiten galt ein Hunderter als Verhandlungsgrundlage für die Standardleistung, Oral- plus Geschlechtsverkehr. Heute beginnen die Tarife um die 30 Euro. Männer mit Bazarerfahrung können die Hälfte davon wegfeilschen. Wer das für erwägenswert hält, möge eine Denksportaufgabe lösen. Die Damen zahlen für ihr Zimmer 100 Euro pro Schicht. Macht, allein für die Miete, wie viele Freier? Übrigens war der HIV-Test im vergangenen Jahr bei 23 Prostituierten in Stuttgart positiv.

Es ist Donnerstag, genau genommen früher Freitag, der Werktag im Leonhardsviertel schleppt sich seinem Ende entgegen. Die Huren setzen sich in Taxis statt auf Männerschöße. Betrieb herrscht nur beim Brunnenwirt, zweimal Curry spezial, bitte.

Bei den Hells Angels brennt kein Licht mehr. Ihr Haus war früher das Spielzeugmuseum. Vor ein paar Jahren hatte das ehrwürdige Bankhaus Ellwanger und Geiger die Immobilie im Angebot. Allerdings nicht lang, wegen “Verwicklungen zwischen Verkäufer und potenziellen Interessenten”. So sagte es damals der Makler. Jetzt also Hells Angels statt Spielzeug. Unter anderem deswegen klagt jeder vom Bezirksbeirat bis zum Verschönerungsverein, dass sich das Rotlichtviertel ausbreitet. Das ist nicht ganz richtig. Das Rotlichtviertel holt sich zurück, was einst des Rotlichtviertels war.

Chantal ist so schwarz wie Ghana, denn dort ist sie geboren. Vermutlich ist das wahr, und möglicherweise heißt sie tatsächlich Chantal. Hinter ihr laufen auf zwei Bildschirmen des Formats Tiefkühltruhe Pornos. Szenen, die üblicherweise kein Ehebett zu sehen bekommt, in Großaufnahme. Ach das, sagt Chantal. Ihr gefällt das nicht, sie ist ein katholisches Mädchen. Und sauber. Samstags ist das Programm übrigens christlicher. Da läuft Fußball.

Chantal will wissen, wie alt sie aussieht. Sie streckt ihre Oberweite, Körbchengröße knapp unter Mittelgebirge, Körbchengröße Mittelgebirge ist ihre Schwester, die gegenüber sitzt. “Wo guckst Du hin?”, fragt Chantal. Na was denkst Du. 37 Jahre ist sie alt und trotzdem so glatte Haut, fass mal an, das ist so bei Schwarzen. In ihrer Freizeit trifft Mann sie im Hotel Maritim an der Bar und könnte ihr ein Glas spendieren, um mit ihr zu plaudern. An ihrem Arbeitsplatz sollten daran interessierte Herren Höflichkeit gegen Sparsamkeit abwägen. Die Drinks sind teurer als eine halbe Stunde im Hinterzimmer.

Draußen flüchtet ein Mädchen vor der Kamera. Nein, wir haben Dich nicht fotografiert. Gott sei Dank, sagt sie, sie kommt aus einer katholischen Gegend und ist selbst Katholikin. Der Papst sollte erwägen, hier einmal die treusten seiner Schäfchen zu besuchen. Christliche Nächstenliebe hätten sie nötig. Zuhälterei ist seit 2002 praktisch nicht mehr strafbar. Deshalb spricht Wolfgang Hohmann lieber von “Freunden auf der untersten sozialen Schwelle” als von Zuhältern. Er leitet den Ermittlungsdienst Prostitution der Polizei. Wer ihn nach den Arbeitsbedingungen der Prostituierten fragt, hört von Vergewaltigung, Prügel, 20-Stunden-Schichten.

Sandra ist evangelisch, blond und verdächtig, auch schon Michelle gewesen zu sein. Sie ist eins der sechs Mädchen, die heute hier an Stangen strippen. In dieser Nacht lohnt der Aufwand nicht. Vier Gäste sind da, drei Männer, eine Frau. Die Mädchen sind aus Osteuropa und Schönheiten, keine Frage. Während sie auf ihren Auftritt warten, haben sie unwesentlich mehr an als nach dem Strip. Die Bar hat auch nicht mehr zu verbergen als sie. Wer mag, kann sich hier für einen Geburtstag oder einen Junggesellenabschied einbuchen. Näheres gibt”s im Internet, samt Fotos der Mädchen. Und er holt gern den Chef für ein Interview, sagt Peter, der die Tür bewacht.

Danke, Sandra, mir geht”s gut, aber Deine Drinks sind mir zu teuer und nein, ich habe keine Lust auf einen Lapdance. Na dann, sagt sie, zuckt die Schultern und setzt sich einen Tisch weiter. Drei Uhr. Feierabend.

3 bis 4 Uhr Im nächsten Serienteil, der am

Mittwoch, 23. November, erscheint, verbringen wir eine Stunde bei einem Bäcker im Westen.

Gesaamter Artikel: stuttgarter Zeitung.de

Todesursache im Fall Cora ermittelt

311 Tage nach dem tragischen Tod von Sexy Cora berichten Medien heute, dass das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin vorliegt. Ergbnis: Ärztepfusch!

Offenbar hat eine falsche Beatmung bei der letzten Brust-OP des „Big Brother“-Stars durch die Anästhesistin der Hamburger Alster Klinik zum Herzstillstand der erst 23-Jährigen geführt. Das hat der „Bild“-Zeitung zufolge das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin ergeben.

Demnach hat das vom Chirurgen verabreichte Narkosemittel nicht zum Herzstillstand beigetragen. Beim Wiederbelebungsversuch jedoch habe er als auch die Anästhesistin schwere Fehler gemacht.

Offenbar wurde ein Defibrillator, ein Stromstoß-Gerät, eingesetzt. Dabei wäre eine Herzdruckmassage notwendig gewesen, die dem OP-Bericht und den Narkoseprotokollen zufolge aber nicht erfolgt ist.

Quellen:
Bild Zeitung

Welt Online

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