Escort Lady in Düsseldorf vom Kunden getötet?

Jedenfalls berichten die Medien heute etwas in der Art, zum Beispiel die Rheinische Post:

Mord in Düsseldorfer Hotel
Kunde tötete Escort-Dame

Die Polizei hat neue Hinweise zum Fall der ermordeten Frau, die in einem Hotel in Düsseldorf gefunden wurde: Es handelt sich um die 25-jährige Christina B., die bei einem Escort-Service arbeitete. Sie kannte den Mann, der sie vermutlich erstochen hat, seit Monaten.

Christina B. stammt aus Rumänien, ihre Mitbewohnerin hatte das Opfer auf der Wache in Mörsenbroich als vermisst gemeldet, erklärte die Polizei am Samstagmittag bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Die Obduktion am Freitag ergab, dass die 25-Jährige mit mehreren Stichen durch ein Messer oder einen ähnlichen Gegenstand getötet wurde. Die Leiche wurde entkleidet in einer Suite im sechsten Stock aufgefunden, ein Sexualdelikt schließt die Polizei aber aus.

Der mutmaßliche Täter war ein Kunde des Opfers. Es handelt sich dabei um einen Deutschen, der unter seinem richtigen Namen in dem Hotel eingescheckt hat. Er und die Frau wohnten seit dem 18. Januar dort. Laut Polizei kannten sie sich seit Monaten und haben sich regelmäßig getroffen. Zu den Tatmotiven wollten sich die Ermittler nicht äußern. Der Deutsche ist bisher nicht mit Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Gesucht wird der mutmaßliche Täter wegen Totschlag, da sich bisher keine Anhaltspunkte für einen Mord ergeben hätten.

Zum ganzen Artikel

Golden Time: Öffnungszeiten über die Feiertage und Neujahrsbrunch

Das Golden Time in Brüggen meldet:

Öffnungszeiten über Weihnachten und Silvester

24.12.2011
Heiligabend
geschlossen

25.12.2011
1. Weihnachtsfeiertag
von 13:00 bis 1:00 Uhr

26.12.2011
2. Weihnachtsfeiertag
von 13:00 bis 1:00 Uhr

31.12.2011
Silvester
geschlossen

01.01.2012
Neujahr
von 13:00 bis 1:00 Uhr

Neujahrsbrunch am 01.01.2012 im Golden Time

Der perfekte Start ins neue Jahr 2012!

Liebe Freunde,

wir möchten Euch herzlichst am
Sonntag, den 01.01.2012
zu unserem Neujahrsbrunch begrüßen.

Lasst Euch mit zahlreichen Köstlichkeiten verwöhnen.
Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Euer Golden Time

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Ficken auf Rädern

Hans Ulrich Gumbrecht beschäftigt sich in seinem Blog bei der FAZ mit seinem Freund Klaus Birnstiel und dessen Sexualität als Rollifahrer.

Exzerpt:

Auch behinderte Menschen finden sexuelle Erfüllung, doch so manches Mal zahlen sie einen hohen Preis dafür – und finden kurzes, momenthaftes Glück in bezahlten Armen, Augenblicke sexueller Präsenz, körperlichen Seins ‘trotz’ körperlicher Behinderung. Die Debatte um gesellschaftlich sanktionierte (und das heißt: subventionierte) sexuelle Dienstleistungen für behinderte Menschen wird verschiedentlich geführt. Was in Deutschland legal, aber tabuisiert ist, wird zum Beispiel in der biederen Schweiz wesentlich offener gehandhabt. Die Leere aber, die käuflicher Sex hinterläßt, ist mit nichts zu beschreiben – nicht zu beschreiben in den Gesichtern derjenigen, die verkaufen (immer noch, und selbstverständlich: Frauen, überwiegend), und nicht zu beschreiben in den Gesichtern derjenigen, die kaufen (ebenso immer noch, und ebenso selbstverständlich: Männer, überwiegend). Wer einmal in die merkwürdig umflorten Augen tatsächlich recht ordentlich bezahlter Callgirls geschaut, sich mit den eigenen Komplexen, den Schuldgefühlen, dem kaum zu unterdrückenden Impuls, sich irgendwie jetzt sofort zu entschuldigen, konfrontiert gesehen hat, weiß, wovon hier die Rede ist. Dennoch geht es hier nicht um haltloses Moralisieren. Denn solange bestimmte Standards (safe, sane, consensual, wie in anderen sexuellen Parallelwelten auch) eingehalten werden, ist schwer einzusehen, warum Prostitution eigentlich so verdammenswert sein soll. Daß Sex als Ware das überbordende Verlangen nach körperlicher Präsenz kaum zu stillen vermag, das wiederum ist ein ganz anderer Punkt.

Die heile Welt sexueller Sozial-Pädagogik, die uns aktuelle gender-Theorie ausmalt, aber ist pure Fiktion, gezeugt in amerikanischen Seminarräumen und zu voller Blüte gelangt auf dem Boden rotgrün gefärbter europäischer political correctness. Und sie kann auch gar nichts anderes sein: Schließlich kann eine Theorie sexueller Gegenwärtigkeit, welche Körperlichkeit allenfalls als Effekt diskursiver Vermittlungen gelten läßt, kaum der Tatsache Rechnung tragen, daß behinderte Menschen insbesondere in ihrer Sexualität beständig an gläserne Decken stoßen. Eine an Multipler Sklerose im fortgeschrittenen Stadium erkrankte Frau auf dem Dancefloor, ein Querschnittsgelähmter im Club: seltene Bilder, und noch seltener wird aus den Bildern körperliche Realität – und Aktivität. Denn das Begehren nach sexueller Präsenz stößt an die Grenzen einer vollständig diskursivierten Sexualität, die Sex am liebsten ganz ohne Körper haben möchte: Sex der nicht schmutzig ist, Sex der nicht weh tut, Sex der niemals schiefgeht, Sex der keinem zu nahe tritt und Sex der nicht häßlich ist.

Ganzer Artikel

Im Freiercafe haben wir wiederum unsere eigene Rolli Corner, die im Wesentlichen von einem Ficker namens Rolliman gefüttert wird und der – schau an – ist ebenfalls aktiver Blogger und zwar hier.

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Todesursache im Fall Cora ermittelt

311 Tage nach dem tragischen Tod von Sexy Cora berichten Medien heute, dass das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin vorliegt. Ergbnis: Ärztepfusch!

Offenbar hat eine falsche Beatmung bei der letzten Brust-OP des „Big Brother“-Stars durch die Anästhesistin der Hamburger Alster Klinik zum Herzstillstand der erst 23-Jährigen geführt. Das hat der „Bild“-Zeitung zufolge das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin ergeben.

Demnach hat das vom Chirurgen verabreichte Narkosemittel nicht zum Herzstillstand beigetragen. Beim Wiederbelebungsversuch jedoch habe er als auch die Anästhesistin schwere Fehler gemacht.

Offenbar wurde ein Defibrillator, ein Stromstoß-Gerät, eingesetzt. Dabei wäre eine Herzdruckmassage notwendig gewesen, die dem OP-Bericht und den Narkoseprotokollen zufolge aber nicht erfolgt ist.

Quellen:
Bild Zeitung

Welt Online

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Anmeldung zur Freiercafe Herbstparty

Anmeldung zur Freiercafe-Party ist gestartet!

Wir starten ab sofort die offizielle Anmeldeprozedur, damit wir die zu erwartende Userzahl genauer abschätzen können und damit wir die Anmeldecodes versenden können.

Es gibt 3 Möglichkeiten, als Mitglied des Freiercafe dabei zu sein und den vergünstigten Freiercafe Spezialeintritt für nur 30 Euro in Anspruch zu nehmen:

1. Anmeldung als VIP-Karten User
…(bitte trotzdem Anmelden, Code kommt nicht, Vorlage der VIP Karte reicht)

2. Anmeldung, um einen Code zugeschickt zu bekommen
…(Dieser wird per PN verschickt)

3. Diskrete anonyme Anmeldung per PN beim Nick Freiercafe
…(Schick dem Nick Freiercafe eine Nachricht, weiteres folgt)

Wir bitten dringend um zügige Antwort/Abstimmung wenn ihr vor habt, dabei zu sein. Selbst wenn Ihr nicht 100pro sicher seid, ob es wirklich klappt. Wir benötigen Eure Antwort!

Wir freuen uns über jeden Gast, speziell auch über neue Mitglieder, die wir auf dem Wege kennenlernen können und auf diesem Wege das Feeling zu vermitteln, Teil unserer Gemeinschaft zu sein.

Alle sind herzlich eingeladen.

Liebe Grüße

Euer Team Freiercafe

Zum Anmeldethema in Forum

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Fair Pay-Sex

Was ist Fair Paysex?

Fair Paysex findet statt im gegenseitigen Respekt zwischen Anbieterinnen von Paysex und ihren Klienten, als freiwillig erbrachte und in Anspruch genommene Dienstleistung.

Die Initiative Fair Paysex, die sich abgrenzt gegen Zwangsprostitution und Rotlichtkriminalität, getragen von Tätigen aus dem Erotik-Dienstleistungsgewerbe, will anschaulich machen, wie sehr sich die Realität von selbstbestimmten Erotik-DienstleisterInnen, Freiern, Agenturen und Freudenhäusern von diesen hartnäckig verbreiteten Vorstellungen unterscheidet.

Eine ganz interessante Internetseite, die zum Stöbern und Nachdenken einlädt.
Lesebefehl:
http://www.fair-paysex.de

13-jährige in Saunaclub aufgegriffen

Bei einer Razzia in der Gelsenkirchener Cleopatra-Arena wurde ein 13-jähriges Mädchen dort aufgegriffen. Die Polizei ermittelt, so meldet derwesten.de:

Bei einer Razzia in einem bordellartigen Betrieb in Gelsenkirchen-Beckhausen, der laut Polizei von einem 48-jährigen Gladbecker geführt wird, hat die Polizei ein vermisstes Mädchen aus Oberhausen gefunden. Die 13-Jährige wurde dort offenbar zur Prostitution gezwungen.

Ganzer Artikel: derwesten.de

Und weiter:

Donnerstagnacht in der Cleopatra-Arena. Die Polizei war da mit drei Zivilfahrzeugen und hat ein 13-jähriges türkisches Mädchen aus dem Bordell geholt. Eine Ausreißerin aus Oberhausen. Inwieweit sie gezwungen wurde, sich dort zu prostituieren, ist noch unklar. Aber sie ist ein Kind – das ist klar.

Die Eltern hatten sie am 2. September vermisst gemeldet. Zwischenzeitlich, so ist aus Polizeikreisen zu hören, soll die 13-Jährige noch einmal nach Hause zurückgekehrt sein, verschwand dann aber wieder. Die Beamten wühlten im Umfeld des Mädchens, und am Donnerstagmittag kam der Hinweis, sie befinde sich in dem Gelsenkirchener Bordell. Die Hintergründe müssen Spekulation bleiben: Ob körperliche oder psychische Gewalt im Spiel war, ob das türkische Kind ausbrechen wollte und an die falschen Freunde geraten ist, müssen die Ermittlungen zeigen.

Ganzer Artikel: derwesten.de

Themenstränge im Freiercafe: Club Cleopatra und aktuelle Presseberichte

“Whores’ Glory” II

Der Autor Michael Glawogger im Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten:

Welturaufführung für den Grazer Michael Glawogger am Lido: Seine neueste Doku „Whores’ Glory“ (Untertitel: „Ein Hurenfilm“), vergangene Woche bei den Filmfestspielen in Venedig gezeigt, ist am Freitag in der OÖNachrichten-Filmnacht im Moviemento Linz zu sehen, im Beisein des Regisseurs.

OÖN: Haben Sie keinen deutschen Titel gefunden?

Glawogger: Würde es etwas Äquivalentes auf Deutsch geben, hätte ich es genommen. Aber „Hohelied der Huren“ etwa würde zu gespreizt klingen. Der englische Titel, meine ich, sagt alles am besten. Ich habe ihn von William Vollmanns Buch „Whores For Gloria“ geborgt. „Whores’ Glory“ deutet von vornherein eine gewisse Geste der Verbeugung an. Die Prostituierten, denke ich, tun dem Gleichgewicht der Geschlechter einen Riesengefallen. Der Titel ist eigentlich schon eine Aussage: Ich wollte mir das mit aller Achtung und mit Respekt anschauen.

OÖN: Wo lag die Initialzündung für dieses Projekt?

Glawogger: Bei meinem Film „Megacities“. Da war der meistdiskutierte Teil der Auftritt der Tänzerin Cassandra, einer Halbprostituierten. Die zahlreichen Diskussionen von damals gaben mir den Kick, dass im Umfeld von käuflichem Sex und Sexualität, die zur Schau gestellt wird, viel mehr steckt. Bei der Prostitution wird bekanntlich um Sex verhandelt, das ist nicht wie der Einkauf irgendeiner Ware. Ich dachte: So einfach kann das ja nicht sein, denn wenn man etwas derart Intimes wie Sex verkauft, kann es nicht bloß um Brösel gehen.

Rest des Interviews bei nachrichten.at:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,703456

“Whores’ Glory”

Ganz normale junge Frauen auf dem Weg tratschen über ihren ganz normalen Alltag, bevor sie in stundenlanger Arbeit von routinierten Styling-Profis in strahlend schöne Göttinnen der Nacht verwandelt werden. Ein blutjunges, völlig verschüchtertes Mädchen wird von einer Bordell-Mutter, von der sie gerade um viel Geld gekauft wurde, über ihr Jobprofil und ihre Zukunftsaussichten aufgeklärt. Eine zwar nicht in Schönheit, aber in Würde gealterte Hure erzählt, wie man sich in der “guten alten Zeit” am besten davor drücken konnte, ungewaschenen Freiern einen zu blasen.

Michael Glawogger hat mit “The Whores’ Glory” einen Dokumentarfilm über Prostitution gedreht. Und gleichzeitig in einem Bildband seine Entstehung aufgezeichnet.

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Ich habe mich oft gefragt, ob es ein Bild zur Prostitution gibt“, schreibt Regisseur Michael Glawogger als ersten Satz des Vorwortes zu seinem Fotobuch „Whores’ Glory“. Der gebürtige Grazer Glawogger, zweifellos der nach wie vor überraschendste Filmemacher in Österreich, ist in seiner Pendelbewegung zwischen Dokumentarfilmen wie „Megacities“ und Spielfilmen wie zuletzt „Contact High“ und „Das Vaterspiel“ wieder beim Dokumentarischen angekommen: „Whores’ Glory“ zeigt in Form eines Triptychons drei höchst unterschiedliche Schauplätze der Prostitution. Im „Fishtank“ im buddhistischen Thailand sitzen die Frauen hinter einer Glasscheibe wie im Aquarium, die Freier wählen nach Blickkontakt per Nummer aus. Die „Stadt der Freude“ im islamischen Bangladesh ist ein riesiges mehrstöckiges Bordell-Matriarchat mit Hunderten von Prostituierten und ihren Kindern auf engstem Raum, geleitet vom „Rat der Mütter“. Durch die „Zona“ im katholischen Mexiko, nahe der texanischen Grenze, kreisen die Freier mit dem Auto langsam über eine Dreckstraße, während sie Ausschau halten.

Es berichtet diepresse.com

Blog “Gefühlsbilder” von Petra Dirkes

Die Frau schreibt einfach gut und richtig. Es tut wohl zu lesen, dass es auch außerhalb der Freierwelt noch Menschen gibt, die sich differenziert Gedanken machen und gegen den repressiven Schwedenstunk argumentieren und zwar gepflegt, liberal und schwer widerlegbar:

Die Befürworter des Prostitutionsverbots erklären alle Prostituierten zu Opfern, die es zu schützen gilt. Man spricht ihnen jegliche Eigenverantwortung ab, entmündigt sie zu “ihrem eigenen Wohl”. Natürlich wird es Prostituierte geben, die sich als Opfer fühlen (wie jeder andere Mensch auch) und das auch so erleben. Ein Gesetz wird sie von diesem Gefühl jedoch nicht befreien können – dazu ist Bewusstseinsarbeit und Selbstreflektion erforderlich. Wer die nicht aufbringen kann oder will, wird sich zwangsläufig als Opfer fühlen und selbstzerstörerische Lebensumstände geradezu magisch anziehen. Oder wird es demnächst auch Gesetzesentwürfe geben, die autoaggressive Handlungen wie Ritzen, Brennen, Bulimie u.ä. verbieten sollen? Möglichst noch unter Strafandrohung?! Wie lächerlich!! Ein weiteres Beispiel von vielen für sinnentleerte, absurde und kontraproduktive Gesetzgebung.

Hand in Hand mit der Entmündigung der “Opfer-Prostituierten” geht die Entmündigung selbstbestimmter Prostituierter, die ihrer Tätigkeit freiwillig und mit Freude (?) nachgehen. Das kommt einer Vergewaltigung gleich. Jemand wird per Gesetz an der Ausübung seines Broterwerbs gehindert – aus diversen “moralischen” Erwägungen. Warum verbietet man dann nicht auch das Bankwesen? Die “moralische” Fragwürdigkeit steht der der Prostitutionsausübung in nichts nach.

Der Artikel in ihrem Blog ist zwar vom April, aber sie trifft den Nagel auf den Kopf, deswegen an dieser Stelle gerne der verspätete Linktipp:

http://blog.petra-dirkes.de/sichtweisen/prostitutionsverbot-geht-am-kern-vorbei/

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derwesten.de berichtet aus Oberhausen

Derwesten.de berichtet zwischen Love Parade und Rot-Grüner Euphorie heute aus dem Rotlichtbezirk in Oberhausen:

Oberhausen. Nach Behauptungen des Sozialprojektes “Lilja”, das von der Aktion Mensch mitfinanziert wird, gibt es mehr Zwangsprostitution als gemeinhin angenommen. Viele Frauen sagten aus Angst nicht bei der Polizei aus. Ein Besuch in Oberhausens Rotlicht-Bezirk.

Es ist ein düsteres, schreckliches Bild, das die Sozialarbeiterin vom Solwodi-Projekt „Lilja“ von den Schicksalen der Prostituierten an der Flaßhofstraße zeichnet. Zwangsprostituion scheint, so die 33-Jährige, die ihren Namen aus Sicherheitsgründen lieber nicht nennt, eher die Regel denn die Ausnahme zu sein. „Nur weil die Frauen aus Angst nicht aussagen, kann die Polizei sagen, dass es kaum Zwangsprostituierte gibt“, sagt die „Lilja“-Mitarbeiterin.

Die 33-Jährige, selber Rumänin, und eine bulgarische Kollegin kümmern sich seit 2009 um die Frauen, die sich in den Häusern an der Flaßhofstraße prostituieren. „Lilja“ heißt das Projekt der Hilfsorganisation. Die Mitarbeiterinnen von „Lilja“ sind oft der einzige Kontakt zur Welt jenseits des Bordellbetriebes, den die meist sehr jungen Frauen, die dort arbeiten, haben. „Lilja“ jedoch, zu 70 Prozent finanziert von der Aktion Mensch und zu 30 Prozent von Solwodi, läuft im März 2012 aus. „Wenn wir weg sind, sind die Frauen allein“, sagt die Sozialarbeiterin, als sie ihr Projekt Oberhausener Politikern noch einmal vorstellt.

Zum Rest des Artikels

Auch die Leserkommentare lassen mal wieder tief blicken.

schwul, lesbisch, tot, lebendig, alt, jung

Der Spartensender ZDF.Kultur zeigte am Dienstag Abend Rosa von Praunheims sehenswerten Film “Tote Schwule, Lebende Lesben”. Leider ging der TV-Alert des Freierjournals zu spät an, um rechtzeitig darauf hinweisen zu können. Aber bei Youtube gibt es den Film auch in Teilen zu sehen. Er beleuchtet Randbereiche von Sexualität, politisch inkorrekt, aber ohne Dramatik, weil einfach tote Schwule und lebende Lesben vor der Kamera aus ihren Leben erzählen. Also Geschichten nicht aus dem unmittelbaren Umfeld des Paysex, aber fern jeder bürgerlichen Normalität.

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Außerdem ist alleine der Tipp, sich nicht Paraffinöl in die Eier zu spritzen, damit sie fetter aussehen, unbezahlbar, weil niemand so einen deformierten Schwanz haben will, wie der alte Herr, der aus seinem unglaublichen 90jährigen Leben als schwuler SM-ler erzählt.

Nach dem Rosa von Praunheim Film kam übrigens eine ebenfalls sehenswerte Realitydoku (eine richtige Realitydoku, nicht so ein Dreck, wie auf den Privaten) über ein jugendliches lesbisches Pärchen. Den Film
“Mädchen Liebe”
kann jeder in der ZDf-Mediathek in Vollversion als Stream anschauen.

Der Dokumentarfilm “Mädchen Liebe” von Sabine Michel porträtiert dann die 17-jährige Berlinerin Pauline, die versucht, sich auf ihre erste richtige Liebesbeziehung einzulassen und dabei zwischen den Fronten ihrer Familie zurechtzukommen. Bereits mit 14 Jahren wusste Pauline, dass sie lieber Mädchen als Jungen küsst. Eine Erkenntnis, die ihr das Leben nicht grade erleichtert: In der Schule ist sie seither eine Außenseiterin. Halt findet sie bei ihrer Mutter und in ihrem christlichen Glauben.

ZDF Kultur Themenabend, Infos über beide Filme

Wer ein bisschen über den eigenen Tellerrand schauen will:
Zum Stream “Wenn Mädchen Mädchen küssen: Mädchen Liebe”

Es müssen ja nicht immer die gepimpten Ladies von RTL2 sein, oder?

Und zu den lesbischen Mädchen gibt es ja den alten Kalauer über den 10jährigen Bengel, der gesagt hat
“Klar weiß ich, was lesbisch ist. Mein Onkel Jimbo hat Hunderte Filme darüber.”

In diesem Sinne

Gruß von Gollum

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Nafissatou Diallo und das Sperm-Spangled Banner

Kommentar
Dominique Strauss-Kahn steht nicht mehr unter Hausarrest und durfte sich die Fußfessel abnehmen. Die Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens Nafissatou Diallo sei nachhaltig erschüttert, so hallte es über den großen Teich. Eine alleinerziehende Mami, working hard und keusche Muslima mit Kopftuch, das ist eine Sache. Gelegenheitsprostituierte und in Drogengeschäfte verwickelt und vom Tag ihrer Einreise in den USA permanent am lügen und am schmarotzen, das ist eine andere Sache.

Das war also das gefühlte 10.000te Mal, dass ein geiler alter Mann in eine Liebesfalle getappt ist. Und seriös arbeitende Prostituierte in Deutschland werden sich mal wieder ärgern, dass ihr Beruf in Misskredit gebracht wird, weil in einem Land, wo Paysex weitgehend illegal und damit beinahe zwangsläufig in den Händen mafiöser Strukturen ist, so etwas vorkommt und entsprechend in den Medien aufgeblasen wird. Alles eigentlich nicht der Rede wert. Aber in einem Artikel der Welt online zum Thema stutze ich bei einem Absatz:

Die „New York Post“ will erfahren haben, dass das Zimmermädchen von ihrer Gewerkschaft in das vornehme Hotel in Midtown entsandt wurde, weil „eine Menge Leute sie als gute Anschafferin sahen“. Gewöhnlich würden Anfängerinnen in dem von der Gewerkschaft kontrollierten Prostitutions-Nebenerwerb in die Motels um den John-F.-Kenedy-Flughafen geschickt. Die „Post“ stützt sich auf anonyme Quellen.

Eine Gewerkschaft kontrolliert den Prostitutions-Nebenerwerb New Yorker Zimmermädchen? Entsendet Frauen in Motels?
Und weiter:

Es gebe „eine ganze Mannschaft von Leuten, die sie als Einnahmequelle betrachteten.“ Sollte das stimmen, erschienen die Demonstrationen der Gewerkschaft gegen Strauss-Kahn vor dem Gerichtsgebäude Anfang Juni in einem anderen Licht. „Shame on you“ skandierten die Gewerkschaftsmitglieder damals, als Strauss-Kahn aus dem Auto stieg.

Zum Artikel in der Welt Online

Das waren also sozusagen Leute aus dem Rotlichtmilieu und bei der Demo ging es um einen Protest gegen sinkende Einkommen, weil Nafissatou Diallo aus dem Verkehr gezogen werden musste oder der Freier Strauss-Kahn sie für den Blow Job nicht bezahlt hat? Hallo?

…. war die Mitgliedschaft in einer US-Gewerkschaft üblicherweise an hohe Eintrittsgebühren oder Abgabe eines Teils des Lohnes sowie Aufnahmeprüfungen gebunden.

… Das sagt Wikipedia über die Vergangenheit amerikanischer Gewerkschaften. Mal ehrlich Guys: Ist da bei der Zimmermädchen-Gewerkschaft nicht ein bisschen zuviel Tradition im Jahr 2011 übriggeblieben?

Vorschlag zum heutigen Unabhängigkeitstag: Legalisiert die Prostitution in God’s own Country!
So bekommt ihr gratis und franko selbstbestimmt arbeitende Frauen, die ihre eingeblasenen Dollars für sich behalten können, sich selbst irgendwo hin schicken, statt verschickt zu werden und vor allem wirklich hard working people im Sinne des amerikanischen Traumes sind. Und wenn dann ein geiler alter Mann über sie herfällt habt ihr auch das Recht und die Pflicht, ihn zur Verantwortung zu ziehen.

Dass sich das Vortäuschen einer Straftat lohnen könnte, wo die Karrieristen bei Polizei und Staatswaltschaft geifern und der Lynchmob kläfft, ist eine andere Sache. Vielleicht wird sich das irgendwann ändern, wenn durch Druck der Freien Berichter und Kommentierer die Vorverurteiler hinterher am Nasenring durch die virtuelle Arena gezogen werden können. Ein angeblicher Bruder des Zimmermädchens wurde schnell als Fake entlarvt und einer Dame in einem anderen Fall gelang es nicht, sich hinter vermeintlicher Anonymität zu verstecken. Und spätestens jetzt stellt sich die Frage, ob es nicht manchmal für alle besser ist, nicht alles vorschnell zu schreiben, zu lesen, zu sagen, zu photografieren. Erst recherchieren, dann die Zeitungen einladen, das wäre doch mal was Neues. Dann könnten wir uns auf interessantere Sachen konzentrieren, zum Beispiel, inwieweit Gewerkschaften in den USA in die organisierte Kriminalität verwickelt sind.

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Aus die Maus hinter Hornbach

Der Straßenstrich in Dortmund wird verboten und beschlossen. Die Damen haben umsonst demonstriert.
Nach dem Prinzip
St. Florian, oh guter Mann, verschon meine Stadt, zünd andere an
haben sich die großen Parteien in Dortmund für die Schließung und das Verbot via Sperrbezirksverordnung entschieden.

Derwesten.de berichtet:

Der Dortmunder Straßenstrich wird geschlossen. Das entschied gestern der Rat der Stadt. Außerdem soll der Sperrbezirk, in dem Straßenprostitution verboten ist, auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Die Ratsmehrheit von SPD und CDU hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie die Schließung will. Zentrales Argument: Er bilde den zentralen Anziehungspunkt für Kriminelle.

Rest des Artikels

Huren-Marsch

Wir berichten hier regelmäßig über Neues rund um den Dortmunder Straßenstrich. Gestern fand eine Demo zu dessen Erhalt statt.
derwesten.de war dabei:

Leder, Lack, Dekolleté und zehn Zentimeter hohe Absätze – wer das auf einer Demo trägt, bei der es um den Kampf um Arbeitsbedingungen auf dem Straßenstrich geht, der beweist auch Stolz. Das war bei den rund 70 Prostituierten am Donnerstag (24. März 2011) nicht anders.

Als sich der bunte Zug gegen drei Uhr in Bewegung setzt, an den Verrichtungsboxen vorbei den Weg über die Bornstraße und die Wälle zum Rathaus sucht, ist den Frauen die Aufmerksamkeit sicher. Der Verkehr stockt an diesem Nachmittag.

Inzwischen hat der bunte Zug den Friedensplatz erreicht. Sonst rufen „Deutschland“ immer andere, das ist schon einigermaßen skurril. Heide Haustein bezeichnet sich selbst als Gerechtigkeitsfanatikerin. „Für jeden muss es Gerechtigkeit geben und natürlich auch für die Frauen“, fordert sie, „ob es den Mitbürgern passt oder nicht.“

Eine Passantin guckt staunend. Man sieht ihr an, dass sie sich schwer tut mit der Offenheit der Huren, sie tun ihr auch ein bisschen Leid. Aber: „Wie soll man’s lösen, das Problem?“

Ganzer Artikel mit Fotostrecke bei derwesten.de