16.6. Live Porno Party in Aplerbeck mit Ashley Dark & Jean Pallet

Der Saunaclub Aplerbeck meldet:

Live Porno Party am 16.6.

Am Samstag, den 16.6. steigt der nächste Porno-Event in der altehrwürdigen Villa des Saunaclub-Aplerbeck.

Gaststar ist das mit dem Venus Award prämierte Duo Ashley Dark und Jean Pallet, die eine Hardcore Live-Show bieten, die sich gewaschen hat.
Ein Live DJ sorgt wie immer für beste Sound-Untermalung du wird die Puppen tanzen lassen. Für das leibliche Wohl wird in Form von Pizza, leckeren Drinks und mehr gesorgt und als Höhepunkt des Abends steht Ashley Dark ihren Fans zur GangBang bereit.

Wir würden uns freuen, mit Euch pornomäßig abzufeiern.

Kontakt:

Aplerbeck Saunaclub
Aplerbecker Bahnhofstraße 5
44287 Dortmund
Tel. 0231 47547037

http://www.aplerbeck-saunaclub.de/

Zum Unterforum Saunaclub Aplerbeck im Freiercafe

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Hure vom Wanderparkplatz

Weil sie sich auch mal was leisten wollte, fing Dany an, sich zu prostituieren. Doch dann schloss die Stadt Dortmund den Straßenstrich und verdrängte sie und ihre Kolleginnen in Hinterhöfe und Internetcafés. Oder an den Stadtrand, auf einen Wanderparkplatz, wo Vögel zwitschern und Freier rar sind.
Zunächst arbeiten nur etwa 60 Frauen an der Ravensberger Straße, viele Jahre lang geht es dort friedlich zu. Seit der neuerlichen EU-Osterweiterung im Jahr 2007 kommen immer mehr Frauen dazu – zuletzt werden 700 verschiedene Sexarbeiterinnen registriert, darunter immer mehr Bulgarinnen und Rumäninnen. Die Konkurrenz wird größer, der Ton schärfer, die Preise niedriger.

Als Dany im vergangenen Jahr erfährt, dass die Stadt Dortmund den Strich schließen will, kämpft sie um ihre Arbeitsstätte. Sie trifft sich mit Lokalpolitikern, schreibt Briefe und Mails, organisiert eine Prostituierten-Demonstration vor dem Rathaus, schaltet einen Anwalt ein. “Ich bin ein Mensch, der sich grundsätzlich nichts verbieten lässt”, sagt sie mit scharfem Ton. Zuletzt klagt sie beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gegen die Schließung – vergeblich. Am 16. Mai 2011 wird die gesamte Stadt zum Sperrbezirk für Prostitution erklärt.

Polizei und Ordnungsamt fahren seitdem mehrmals täglich die Nordstadt ab,  wer beim “Anbahnungsgespräch” erwischt wird, muss ein Bußgeld zahlen.

Aus den verschnörkelten Jugendstilhäusern wehen zerschlissene BVB-Flaggen, vor den verdreckten Hauseingängen türmt sich der Müll: Fernsehsessel, Wattestäbchen, mittendrin gebrauchte Spritzen. Auf dem Spielplatz sitzt ein Kind auf der quietschenden Wippe. Nebenan, vor der Trinkhalle, spritzen sich Junkies ihren ersten Schuss, morgens um elf. Die Dortmunder Nordstadt ist ein Kiez der Kulturen – hier leben Einwanderer aus vielen Nationen, aber auch Künstler und Aussteiger, Alternative, Sozialhilfeempfänger und Studenten. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage dort verschärft: Häuserblöcke verwahrlosen, Wohnungen vermüllen, es gibt Messerstechereien und Schießereien.

“Diese Zuwanderer und insbesondere die Männer sorgen dafür, dass im Viertel die Kleinkriminalität blüht”, sagt Marita Hetmeier, Nordstadtbewohnerin und SPD-Politikerin im Dortmunder Stadtrat. Auch der Straßenstrich habe sich zunehmend zum Negativen entwickelt. Immer mehr Osteuropäerinnen hätten sich dort prostituiert, außerdem sei es vermehrt zu Schlägereien unter den Frauen gekommen. “Der Straßenstrich war der Anziehungspunkt für viele Kriminelle geworden, die Probleme im Viertel verursachten. Damit das in Zukunft nicht mehr möglich ist, haben wir den Strich geschlossen”, ergänzt Hetmeier.

Blauer “Lidschatten” aus Essen

Nachdem der Dortmunder Strich schließt, versuchen Dany und ihre Kolleginnen es zunächst im 40 Kilometer entfernten Essen, am alten Kirmesplatz. Nach einer halben Stunde Aufenthalt kommt ein Mann, der ihnen einen Wohnwagen aufschwatzen will. Aus Sicherheitsgründen, damit sie nicht von den Essener Prostituierten weggejagt werden. Auf dem Strich gilt das Gesetz der Straße – die Essener Frauen haben hier ihr Revier, Dortmunderinnen werden nicht geduldet. “Ich habe auch von verschiedenen Kolleginnen gehört, dass sie in Essen regelmäßig das Gesicht verschönert bekommen”, sagt Dany, Ironie in der Stimme. “Die brauchen keinen blauen Lidschatten mehr.”

Während Dany und die anderen Prostituierten immer mehr um ihre Existenz bangen, feiern Stadt und Polizei die Schließung des Straßenstrichs als Erfolg. Anfang Juli ziehen Politiker und Polizisten ein positives Zwischenfazit für die Nordstadt. Ein “deutlicher Rückgang der Straßenprostitution” sei inzwischen erkennbar, heißt es auf einer Pressekonferenz. Seit Mai hätte das Ordnungsamt 380 Platzverweise gegen Prostituierte erteilt, 170 Belehrungen ausgesprochen und 27 Frauen in Gewahrsam genommen. Gegen Freier habe es 169 Platzverweise und 71 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gegeben.

Am 16. Mai 2011 hat die StadtDortmund den Straßenstrich an der Ravensberger Straße geschlossen. Seitdem fährt Dany drei Mal pro Woche nach Castrop-Rauxel – immer mit zwei Kolleginnen, alleine ist es zu gefährlich. Es ist stockdunkel dort, in der Zufahrt zu einem einsamen Wanderparkplatz. Die nächste Siedlung ist Kilometer entfernt, es gibt keine Laternen. Autos und Lastwagen rasen die Straße entlang, ihre Scheinwerfer sind die einzigen Lichtquellen. Dany knipst die Taschenlampe an und leuchtet über den holprigen Schotterweg, der sich von der Straße zum Parkplatz schlängelt. Zerfetzte Aldi-Tüten liegen herum, im Gebüsch sind die Überreste eines Kondoms zu erkennen. “Ohne die Taschenlampen hätten wir hier gar kein Licht”, sagt Dany, wirft die Zigarettenkippe auf den Boden und tritt sie aus. “Manchmal ist mir schon mulmig”, sagt sie. “Neulich war ich alleine hier und der ganze Parkplatz war voll mit seltsamen Gestalten, das Gefühl war schon echt übel.”

Dany ist 37 Jahre alt, Single, Mutter von drei Kindern und entspricht nicht gerade dem Klischee der Prostituierten. Sie ist nicht so puppenhaft, nicht so zierlich wie die Frauen in den Erotik-Clips im Fernsehen oder die Dollhouse-Stripperinnen von der Hamburger Reeperbahn. Ihre Statur ist stabil, ihre Art sich auszudrücken derb, sarkastisch, typisch Ruhrpott. Wenn Dany nicht anschafft, kleidet sie sich unauffällig – sportlich, mit schwarzem Kapuzenpulli und flachen Ballerinas. Sie stolziert dann auch nicht, eher marschiert sie, die karottenfarbenen Haare fallen in dichten Locken über die Schultern.

Ihr Privatleben will Dany für sich behalten, nur wenige Eckpunkte verrät sie. “Ich hab sogar ‘nen Realschulabschluss”, sagt sie bissig, lacht dabei laut. “Soll man ja nicht meinen.” Mit 19 wird sie zum ersten Mal schwanger, bringt ihre Tochter zur Welt. Danach kellnert sie drei Jahre lang in einer Disco, wird noch zweimal schwanger, ist arbeitslos. Dany wirkt abgeklärt, als sie von den einzelnen Stationen erzählt, desillusioniert.

“Tust du es? Tust du es nicht?”

Eine Freundin von ihr, erzählt Dany, habe sich auf der Straße prostituiert. Irgendwann sei auch sie an den Punkt gekommen, an dem sie sich etwas leisten wollte, aber nicht konnte. “Dann hab ich lange hin und her überlegt: Tust du es? Tust du es nicht?” 2006 fällt sie ihre Entscheidung – und landet schließlich auch am Dortmunder Straßenstrich. Dort arbeitet sie fünf Jahre lang völlig unabhängig, ohne Zuhälter – sie kann selbst bestimmen, an welchen Tagen sie frei macht und zu wem sie ins Auto steigt. Wie andere Arbeitnehmer auch schickt sie am Ende des Jahres ihre Steuererklärung ans Finanzamt. Ein ganz normaler Job – zumindest für Dany.

Drei bis vier Mal pro Woche steht Dany im April 2011 an der Ravensberger Straße in Dortmund-Nordstadt, sie hat ihre Stammkunden und kann gut leben von dem Geld, das sie dort verdient. Die Nachmittagssonne brennt, die Frauen zeigen, was sie zu bieten haben: lange, nackte Beine, tiefe Dekolletés – viel Sex für wenig Geld. Je besser das Wetter, desto mehr Autos kurven durch die Straße hinter dem Baumarktgelände: Die Fahrer gaffen, halten an, verhandeln, die Bässe wummern.

Als der Dortmunder Straßenstrich um die Jahrtausendwende an der Ravensberger Straße entsteht, gilt er lange Zeit als Vorzeigemodell. Im Blechcontainer der katholischen Beratungsstelle “Kober” können die Prostituierten den Sozialarbeiterinnen ihre Probleme klagen, Snacks und Kondome kaufen und sich kostenlos vom Arzt untersuchen lassen. Mit den Freiern fahren die Frauen in sogenannte Verrichtungsboxen und haben dort Geschlechtsverkehr, meist im Auto, ab und zu auch auf der Motorhaube. Für Notfälle gibt es rote Alarmknöpfe an den Bretterwänden – die Frauen drücken, ein lautes Signal schrillt, die Sozialarbeiterinnen oder die anderen Frauen eilen zur Hilfe.

Ihre Vermutung bestätigt sich: Die Frauen laufen jetzt durch die abgelegenen Seitenstraßen der Nordstadt, stehen abends rauchend in Hauseingängen oder sitzen in einem der vielen Internetcafés – getarnt in Jeans und Turnschuhen, immer auf der Suche nach einem potentiellen Freier. Männer werden umgarnt, direkt gefragt, ob sie mitkommen möchten. Zum Geschlechtsverkehr kommt es dann entweder in der Wohnung der Frau oder der des Freiers, manchmal auch im Hinterzimmer eines Cafés. “Das Problem ist, dass wir die Prostituierten und Freier bei einem Verhandlungsgespräch ertappen müssen”, sagt Polizist Karsten Jung, der für den Bezirk Nordstadt zuständig ist. “Wenn die Frauen einfach nur im Internetcafé sitzen, können wir ihnen nichts nachweisen.”

Ein roter Fiat Panda bremst ab und wird langsamer. Sofort posiert Dany am Seitenstreifen vor dem Wanderparkplatz, doch am Steuer sitzt eine Frau, sie mustert die Prostituierte ausgiebig. Dany ist enttäuscht – wieder kein Freier. “Es ist schon ziemlich unangenehm, an so einer öffentlichen Straße zu stehen, wo auch Familien und Mütter mit ihren Kindern entlangfahren”, sagt sie. Ihr Handy klingelt, “DJ got us fallin’ in love again” von Usher. Ein Mann ist am Apparat. Sie redet nur kurz mit ihm. “Ich sag mal so, ‘ne halbe Stunde wirst du für den Preis nicht kriegen.” Sie legt auf und schimpft noch kurz über all jene Männer, die immer mehr Fantasien für immer weniger Geld ausleben möchten. “Die sollen sich doch bitte selbst einen von der Palme wedeln!”

Nach dem gescheiterten Versuch auf dem Essener Straßenstrich hat sich Dany entschieden, außerhalb der Dortmunder Stadtgrenze zu arbeiten. Der Wanderparkplatz, der direkt an einer Schnellstraße nach Castrop-Rauxel liegt, bietet sich da an. Der Ort sei zwar von der Lage her nicht schlecht, sagt sie, doch sicher sei man hier nicht. Deshalb haben sie und zwei ihrer ehemaligen Straßenstrich-Kolleginnen eine Fahrgemeinschaft gegründet. “Wir drei passen halt aufeinander auf.”

Abrutschen in Hartz IV

Nur ein paar zerknüllte Zeitungen, ein leere Cola-Dose und Zigarettenstummel liegen noch am ehemaligen Straßenstrich herum. Die Verrichtungsboxen sind seit zwölf Monaten abgerissen, der Beratungscontainer steht leer, ein älterer Mann in Trainingsjacke führt seinen Rauhaardackel aus. Ein Jahr nach der Straßenstrichschließung verwaist die Ravensberger Straße. Ein inoffizieller Strich hat sich längst etabliert. Der “harte Kern” – zu dem laut Elke Rehpöhler “die osteuropäischen und drogenabhängigen Frauen” gehören – schleicht mittlerweile am Nordmarkt oder Schleswiger Platz herum. Gegenden, in denen sich triste Internetcafés, Wettbüros und Kioske aneinanderreihen.

Tag für Tag rasen die Autos am Wanderparkplatz an der Schnellstraße vorbei, es riecht nach Benzin und Abgasen, Vögel zwitschern in den Laubbäumen. Dany wartet weiter am Straßenrand, spaziert auf und ab, zündet sich eine Zigarette an. Wenn sie Glück hat, hält jemand an und sie kann zu ihm ins Autos steigen. Finanziell, sagt sie, gehe es ihr deutlich schlechter als an der Ravensberger Straße. Dany zieht, inhaliert den Tabakrauch tief und bläst ihn langsam in die Luft. Sie sei deshalb in eine kleinere Wohnung gezogen, so spare sie 125 Euro Miete und 30 Euro Stromkosten. Doch auch das reicht längst nicht mehr zum Leben. Demnächst, sagt Dany, muss sie wohl Hartz IV beantragen.

Für die Multimedia-Reportage haben die Journalistik-Studenten Caroline Biallas und Alexander Spelsberg die Prostituierte Dany ein Jahr lang begleitet, sie immer wieder zu Filmaufnahmen und Interviews getroffen. Entstanden ist dabei außerdem ein Dokumentarfilm, zu finden unter www.do1.tv.

Ganzer Artikel: Sueddeutsche.de

Die Euro, dein Lustspender

Sexarbeiterinnen waren während EM und Olympischen Spielen stets unerwünscht. Nur die Methoden der Problembekämpfung sind von der Ukraine bis Salzburg unterschiedlich.

Die Euro 2008 war rotlichtmäßig eine Hängepartie. Nach der WM 2006 in Deutschland bereits der zweite Fehlschlag. Da das älteste Gewerbe der Welt nicht so schnell aufgibt, läuft in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, bereits eine Werbekampagne, um Touristen auf den Geschmack der mannigfaltigen Freuden rund um die Euro 2012 zu bringen. Bei der Stadtverwaltung trifft sie jedoch nicht auf Gegenliebe, die Behörde will gegen die Sexarbeiterinnen vorgehen.

Nach dem Politikerboykott gegen die Ukraine will man sich nicht noch einen Imageflop einhandeln und als Zentrum der käuflichen Liebe dastehen. Die Ukraine ist freilich kein Einzelfall, Eindämmungsmaßnahmen gegen käufliche Triebabfuhr ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der großen Sportturniere. Nur die Methoden variieren von Land zu Land. Sie treffen meist den Nerv des freudig erregten Fans.

In Österreich fürchtete sich einer Umfrage der Universität Wien zufolge jeder Zweite vor Prostitution und Drogenhandel während der Euro. Mehr allerdings noch vor den englischen Fans. In Innsbruck wurden Wochen vor dem ersten EM-Spiel frei umherschweifende Liebeshändlerinnen genau beobachtet.

Den Wienern wurde ein Anstieg der legalen und illegalen Prostitution prophezeit, das Magistrat stellte gegen die anrollende Sündenwelle acht „zeitgleich“ am Frauennotruf arbeitende Telefonseelsorger bereit. Im traditionell sinnenfreudigen Salzburg wollten einschlägige Etablissements ihre Belegschaft um durchschnittlich sieben Schöne der Nacht aufstocken. Bürgermeister Heinz Schaden kündigte dagegen quasi ein Pressing an urban-hygienischen Maßnahmen an. 20 Müllmänner standen gleichzeitig in Alarmbereitschaft, die Innenstadt wurde vier Mal täglich geputzt und die Urinals bis ein Uhr früh offen und sauber gehalten. „Das ist wichtig für die Akzeptanz bei der Bevölkerung.“
Nur im freisinnigen Kärnten begegnete man der Lustlawine mit Gelassenheit. Weder Sextourismus noch Sexcontainer seien zu befürchten, wiegelte die Klagenfurter Behörde damals ab. Kärnten erfreute sich lieber am neuen Stadion und dem dort Hof haltenden Landeshauptmann Jörg Haider.

In weniger freien Gesellschaften wird diese spezielle Schattenwirtschaft mit robusteren Maßnahmen aus dem Verkehr gezogen. Während der Olympischen Sommerspiele drangsalierte die Exekutive von Peking die Sexarbeiterinnen, die einschlägigen Bars waren leer, die Geschäfte erfolgten in schummrigen Nebenstraßen und Privatwohnungen. In Vancouver, einer von Armut und Obdachlosigkeit gebeutelten Stadt, erhofften sich 2010 die Prostituierten eine kurzzeitige Hebung der Umsätze. Doch die Nachfrage stagnierte, obwohl die Polizei cool blieb. Das IOC ging, das Elend blieb.

Die Fifa-WM in Südafrika 2010 soll offenbar von erheblicher Kinderprostitution begleitet worden sein. Schwester Melanie Ocondor, die Leiterin des Büros zur Bekämpfung von Menschenhandel der katholischen Bischofskonferenz, schilderte, wie Kriminelle vermehrt Kinder und Jugendliche vor Schulen mit dem Versprechen von Ferialjobs rekrutierten oder einfach entführten, um sie WM-Touristen zugänglich zu machen. Ein Thema der Berichterstattung war das kaum.

Das wird wohl auch für die Euro in Polen und der Ukraine gelten. Wie die Tatsache, dass es zwar viele Fans bis zum ersten Spiel kaum erwarten können, aber offenbar mehr Menschen, als man ahnt, den Tag herbeisehnen, da die glitzernde Karawane der Uefa wieder weiterzieht.

Ganzer Artikel: Die Presse.com

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Binational vereint gegen Menschenhandel

Beschützen, verhindern, verfolgen und binational vereint vorgehen: Das sind die vier Pfeiler, auf denen neue Bemühungen im Kampf gegen Menschenhandel basieren. Das Konzept wird in Kooperation mit Rumänien erprobt.

Menschenhandel wird in der Schweiz mit ganz unterschiedlichen Ansätzen bekämpft – von verwaltungsinternen und externen Fachstellen, die, im besten Fall, ihr Know-how bündeln, Diskrepanzen überwinden und gemeinsam vorgehen. Runde Tische beispielsweise und ähnliche, interdisziplinär zusammengesetzte Gremien gegen Menschenhandel gibt es im Bund und in einigen Kantonen schon seit längerem. Neu hat das Bundesamt für Polizei nun damit begonnen, die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus zu intensivieren. Ein erstes derartiges Projekt erprobt Bundesrätin Simonetta Sommaruga derzeit mit Rumänien: Weil seit 2007 eine enge, gut funktionierende polizeiliche Kooperation mit Rumänien besteht, auf der aufgebaut werden kann, und weil die Schweiz zunehmend zum Ziel- und Transitland für rumänische Menschenhändler wird. «Die Schweiz und Rumänien», konstatiert Sommaruga, «haben ein gemeinsames Problem, das sie nur gemeinsam lösen können.»

Die Arbeit aufgenommen

Um den Menschenhändlern das Handwerk zu legen, deren Opfer zu erkennen und möglichst gut zu betreuen, nicht zuletzt auch in ihrer wichtigen Funktion als Zeugen im Strafverfahren, hat die Justizministerin eine schweizerisch-rumänische Arbeitsgruppe initiiert. Die neue Kooperation war Ende letzten Jahres anlässlich eines Besuchs in Bukarest auf Ministerebene beschlossen worden, und bereits Mitte Februar kam es zum ersten Treffen der rund dreissigköpfigen Fachexperten-Gruppe – wiederum in Bukarest. Die Schweizer Delegation wird von Boris Mesaric geleitet, dem Geschäftsführer der Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM), die dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) angegliedert ist.

Zur Schweizer Gruppe gehören Vertreter von Fedpol und vom Bundesamt für Migration, Vertreter der Kantone und Städte sowie zwei verwaltungsexterne Fachstellen. Die rumänische Delegation hingegen setzt sich ausschliesslich aus Behördenvertretern zusammen; auf den Beizug von Nichtregierungsorganisationen wird bis anhin verzichtet. Und dies, obwohl Bundesrätin Sommaruga bei ihrem Aufenthalt in Bukarest eine international anerkannte und gut vernetzte, private Fachstelle gegen Menschenhandel, Adpare genannt, besucht hatte. Die Justizministerin liess sich in einer Bukarester Schutzwohnung von Adpare ausführlich über die Situation von Opfern informieren – und über die Verfolgung und Bestrafung der Täter. Was sofort ins Auge springt: Im Vergleich zur Schweiz kommt es in Rumänien viel häufiger zu Verfahren gegen Menschenhändler. Rumänische Polizeivertreter sprachen anlässlich des Besuchs von Bundesrätin Sommaruga von 415 Gerichtsverfahren gegen Menschenhändler im Jahr 2010, wovon knapp die Hälfte letztinstanzlich schuldig gesprochen und verurteilt wurden; in der Regel zu mehrjährigen Freiheitsstrafen. In der Schweiz hingegen wurden 2010 nur 52 Straftaten im Zusammenhang mit Menschenhandel polizeilich registriert, letztes Jahr waren es sogar lediglich 45. Die Anzahl der Verurteilungen bewegt sich in der Schweiz in den letzten zehn Jahren zwischen 2 und 12; 2010 kam es schweizweit nur gerade zu 4 Verurteilungen wegen Menschenhandels. Einiges häufiger werden allerdings Schuldsprüche wegen Förderung der Prostitution gefällt.

«Diese Unterschiede waren ein Thema beim ersten Treffen der binationalen Arbeitsgruppe in Bukarest», sagt Boris Mesaric. Der KSMM-Geschäftsführer ist sich bewusst, dass in der Schweiz nur wenige Opfer von Menschenhandel identifiziert werden. Das liege unter anderem an der föderalistischen Struktur, also an der von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Intensität und Professionalität im Kampf gegen Menschenhandel. Im zentralistisch funktionierenden Staat Rumänien ist diese Aufgabe straffer organisiert und damit weniger verzettelt. Neben den polizeilichen Fachkräften gibt es innerhalb der Verwaltung eine nationale Koordinationsstelle, die mit identifizierten Opfern arbeitet und landesweit fünfzehn Auffangzentren unterhält. Menschenhandel findet in Rumänien auch innerhalb der Landesgrenzen statt. Es geht um Handel und Ausbeutung zum Zwecke der Prostitution (die in Rumänien zwar streng verboten, aber durchaus existent und sichtbar ist), um Arbeitseinsätze oder um Betteln und Stehlen. Vor allem Roma-Kinder und alte Leute, so die Einschätzung der rumänischen Fachleute, würden von kriminellen Banden zum Betteln gezwungen.

Synchrone Aktionen

Mesaric erhofft sich von der binationalen Arbeitsgruppe eine effizientere Vorgehensweise zwischen Fachleuten, die sich gegenseitig kennen und vertrauen: «In der Polizeiarbeit sind persönliche Kontakte wichtig.» Idealerweise würden die Täter künftig in synchronen Aktionen verfolgt. Angestrebt wird zudem, dass Opfer von Menschenhandel auch dann unter Einhaltung der strafprozessualen Regeln als Zeugen befragt werden können, wenn sie sich bereits wieder in Rumänien aufhalten. Zur Mitarbeit im Strafverfahren liessen sich die Opfer nur motivieren, so Mesaric, wenn sie sich in ihrem Heimatland sicher fühlten und eine Chance auf Reintegration erhielten. Die Schweizer Delegation hat sich zusichern lassen, dass Opfer von Menschenhandel, die im Ausland zur Prostitution angehalten wurden, in Rumänien nicht bestraft werden. Das Fedpol schätzt, dass in der Schweiz derzeit mehr als tausend rumänische Frauen als Prostituierte tätig sind – rund zwanzig Prozent von ihnen nicht freiwillig.

Die vier Pfeiler

«Unsere Bemühungen stützen sich auf die vier Pfeiler Schutz, Prävention, Verfolgung und gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten, und zwar eben über die Landesgrenzen hinaus», sagt Mesaric. Die Zusammenarbeit mit Rumänien stellt für Justizministerin Sommaruga einen ersten Testlauf dar: Gelingt er, so fasst sie ähnliche Kooperationen mit anderen Ländern ins Auge – im Vordergrund stehen Bulgarien und Ungarn.

Ganzer Artikel: NZZ

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Ecuador: Weibliche Flüchtlinge werden in die Prostitution getrieben

Der Dokumentarfilm Flüchtlinge in Ecuador wenden sich der Sexarbeit zu von VJ Movement untersucht die Situation vieler kolumbianischer Frauen, welche infolge von Gewalttaten über die Grenze nach Ecuador auswandern mussten. In vielen Fällen müssen die Frauen und ihre Töchter als Prostituierte arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, da sie keiner legalen Beschäftigung nachgehen können.

Amy Brown berichtet über diese Situation, indem sie Frauen und Agenturen in der Region interviewt. Die Geschichten werden von Frauen erzählt, die wegen Drohungen der Guerilla aus Kolumbien flüchten mussten. Dabei mussten sie ihre Geschäfte und ihren Haushalt zurücklassen und konnten oftmals nur ihre Kinder und einige wenige Habseligkeiten mitnehmen. Flüchtlinge können nicht legal arbeiten bis sie ein Visum bekommen und dieser Prozess kann bis zu 18 Monaten dauern. Wie im Video erklärt wird, sind „Frauen und Mädchen dadurch besonders gefährdet.“

Wenn sie sich gelegentlich um einen Job, wie Waschen oder Kochen bemühen, um etwas Geld zu verdienen und Essen kaufen zu können, wird ihnen oftmals angeboten, „Kellnerin“ zu werden. Dies ist der lokale Euphemismus für Prostituierte, die in verschiedenen Bars oder Bordellen arbeiten. Einer von ihnen wurde gesagt, sie könne ihre hübsche junge Tochter im Bordell arbeiten lassen… das Mädchen war erst 13 Jahre alt.

Für viele Frauen bleibt jedoch nach drei oder sechs Monaten ohne Arbeit, Ersparnisse und Möglichkeiten nur noch die Option, Sexarbeiterin zu werden. Laut einer befragten Person, die das Phänomen untersucht, gibt es genügend Freier. Die Ankunft der Ölunternehmen brachte die ersten Freier, und auch jetzt sind sie noch die Hauptkunden dieser wachsenden Industrie: in der Provinz gibt es mehr Bars und Bordelle als Fußball- und Basketballfelder.

Der Mangel an Aktivitäten und Möglichkeiten für jungen Menschen gefährdet die Mädchen. 11- und 12-jährige können leicht in illegale Aktivitäten wie Prostitution und Sexhandel verstrickt werden.

YouTube Preview ImageGanzer Artikel: globalvoicesonline

Heaven7, Willich: Cocktail-Night am 19.5.

Der Club Heaven7 meldet:

19.05.2012 Cocktail-Night im Heaven7

Kontakt:

Heaven 7
Siemensring 7
47877 Willich

Tel.: 02154 9545 776
Fax: 02154 8140846

http://heaven7-saunaclub.de/

Berichte über das Heaven7 im Freiercafe

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Brandanschlag auf Saunaclub

Geld aus den USA, eine feindliche Übernahme, ein abgefackeltes Bordell: Im Rotlicht steigt der Konkurrenzdruck.

Ein abgefackeltes Bordell in Wien-Floridsdorf wird zum Kriminalfall – und zeigt, dass derzeit im Rotlicht mit harten Bandagen gekämpft wird. Am Montag gegen zwei Uhr Früh wurde an der Brünner Straße 57 ein Saunaclub ein Raub der Flammen. An einen Zufall glauben die Ermittler nicht, denn der Zündler hat gründliche Arbeit geleistet. Das Gebäude brannte völlig aus, die Scheiben barsten, das Dach stürzte ein. Brandgefährlich war das Inferno auch, weil sich daneben eine Tankstelle befindet. Zwar gibt es offiziell keinen Verdächtigen. Die Vorgeschichte des Clubs wirft jedoch Fragen auf.

Vor dem Inferno tobte ein erbitterter Streit um das Bordell. Albert Z. hielt zwar einen gültigen Mietvertrag in Händen. Dennoch soll sich sein Vormieter, Herr B., mit einer nicht exekutierbaren einstweiligen Verfügung das Etablissement unter den Nagel gerissen haben – mit einem Anwalt, einer Schar breitschultriger Leibwächter und der Rückendeckung einer Rotlicht-Größe. Z. bekämpfte die feindliche Übernahme am Gerichtsweg. Diese Woche, so erzählt er, hätte Herr B. das Lokal räumen müssen. Das hat sich mit dem Brand erübrigt. Mit Verdächtigungen hält sich Z. aber zurück: „Es gehört geklärt, wer dahintersteckt.”

Der Schaden beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Z. will mit dem Vermieter einen zweiten Anlauf starten. Geld dafür wäre in der Rotlicht-Szene reichlich vorhanden, berichtet ein Insider. Derzeit sind Geldgeber aus Graz und Salzburg auf der Suche nach Investments – kolportiert wird eine Gesamtsumme von 14 Millionen Euro. Vor allem Laufhäuser, also die überteuerte Vermietung von Zimmern, gelten als lukratives Geschäftsmodell.

Dass auch aus dem Ausland Geld fließt, zeigte sich auch am Montag vor dem abgebrannten Bordell: Da entstieg ein Mittdreißiger in feinem Zwirn einem Porsche und gab in amerikanischem Englisch an, vor wenigen Tagen ein Vermögen in den Club investiert zu haben. Der Mieter, Albert Z., wusste nichts davon. Wohin sein Geld floss, ließ sich nicht klären. Der betrogene Investor brauste wieder davon – zur nächsten Polizeiinspektion.

Gazer Artikel: kurier.at

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Pfarrer: Gottesdienst mit Sexarbeiterinnen

Köln –  Das wird ein Gottesdienst der pikanteren Art! Im Zuge des Sommerblut-Festivals lädt der evangelische Pfarrer Hans Mörtter Sexarbeiterinnen zum offenen Dialog ein.

Die Hornstraße – eher bekannt für Spielhallen, der Tabledance-Bar, dem Döner-Drive-in und dem Pascha. Ausgerechnet hier wird am 19. Mai eine religiöse Veranstaltung stattfinden. „Ich hoffe, die Gläubigen lassen sich von der Umgebung nicht einschüchtern und kommen zahlreich“, sagt Pfarrer Hans Mörtter, Initiator des kuriosen Gottesdiensts.

Auf einer Kabeltrommel auf dem Veranstaltungsgelände Odonien wird er offen über Prostitution, Sex und Religion reden. „Mir geht’s um Wahrnehmung und die öffentliche Stellung von Prostituierten“, so Mörtter.

Im Dialog mit Sexarbeiterinnen aus Berlin, Bochum und Köln will er das Tabu-Thema transparent machen und unkt über Kritiker: „Ich hoffe, ich überlebe die Prügel der aufgeklärten Südstädtlerinnen…“

Ganzer Artikel: Express.de

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Finca Erotica, Dierdorf: Männertag am 17.5.

Die Finca Erotica meldet:

Vatertag nennt es der Volksmund, in der Finca nennt sich das Ganze “Männertag” und steht stellvertretend für ein kulinarisches Gelage (Spanferkel, Bier vom Fass) gepaart (!) mit heißen Mädels, die nicht minder appetitlich daherkommen. Sollte sich also jeder den 17.05. vormerken, der ungerne nette Veranstaltungen versäumt.

Kontakt:

Finca Erotica
Poststr. 20
56269 Dierdorf
Tel.: 02689 97 29 450

http://www.finca-erotica.com/

Zum Finca Erotica Forum im Freiercafe

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Dolce Vita, Düsseldorf: Eröffnung der Grillsaison mit Freibier am 17.5.

Das Dolce Vita meldet:

Jetzt geht’s los!

Pünktlich zum Vatertag eröffnen wir im Dolce Vita die Grillsaison. Zu diesem feierlichen Anlass gibt es den ganzen Tag Freibier und ein DJ sorgt für die passende Stimmung und heizt Euch und unseren heißen Girls mächtig ein.

Wir hoffen, daß uns der Wettergott gnädig ist, ansonsten könnt Ihr es auch in unserem schönen
Wintergartenbereich so richtig krachen lassen.

Kontakt:

Dolce Vita Erotic Lounge
Briedestr. 44
D-40599 Düsseldorf-Reisholz
Telefon: 0211 748 90 46

http://www.dolce-vita.com/

Berichte über das Dolce Vita:

Dolce Vita Forum im Freiercafe

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Acapulco, Velbert: Vatertags-Special am 17.5.

Das Acapulco meldet:

Vatertags-Special am 17.Mai

Kontakt:

Saunaclub Acapulco
Harkortstr. 3
42551 Velbert

Tel.: 02051/802711

Zum Unterforum Acapulco im Freiercafe

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Puderbacher Puff-Prozess: Einstellung wird immer wahrscheinlicher

Puderbach – Beim Prozess gegen einen FKK-Club in der Verbandsgemeinde Puderbach deutet sich immer mehr eine Einstellung an. Denn auch am dritten Verhandlungstag konnten die Vorwürfe gegen das Betreiberehepaar – sie sollen den Prostituierten aus Rumänien unter anderem die Pässe weggenommen und ihnen verwehrt haben, das Haus zu verlassen – nicht erhärtet werden. Im Gegenteil.

Denn nachdem am vorangegangenen Prozesstag keine der insgesamt zehn geladenen Rumäninnen vor Gericht erschienen war, konnten nun zwei Prostituierte vorgeführt werden. Die Polizei hatte sie offensichtlich am gleichen Tag im Saunaklub ausfindig gemacht und zum Amtsgericht gefahren.
Die beiden Frauen jedoch klagten nicht, sondern verteidigten die Betreiber – in einem Fall so deutlich, dass Richter Manfred Ihrlich drohte, sie wegen einer Falschaussage zu belangen. Die Entlastungstendenzen seien zu eindeutig ersichtlich. „Da müssen wir wohl nachsehen, ob wir noch einen Orden in der Schublade haben“, kommentierte er später ironisch die Schilderungen einer der beiden Prostituierten.
Natascha (Name geändert) sei eine „sehr sehr gute Chefin“, hatte vorher die 22-Jährige berichtet. Sie habe „jederzeit“ das Recht, das Haus zu verlassen, wolle dies aber gar nicht, weil sie sich weder auskenne noch verständigen könne. Außerdem gefalle ihr die Arbeit im Klub und sie müsse nicht einmal die Kondome selbst bezahlen.
Das ist übrigens offensichtlich – so zumindest ergab es sich aus den verlesenen polizeilichen Vernehmungsprotokollen anderer Prostituierter – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit im Saunaklub – genauso wenig wie die Benutzung von Kondomen.
Doch zurück zu dem, was die beiden Zeuginnen vor Gericht sagten. Dabei wurde erneut klar, dass die große wirtschaftliche Not der jungen Frauen der Grund für die Arbeit im FKK-Klub ist. Von Zwang war nie die Rede.
So gab die zweite Prostituierte (24) an, zwei Kinder und einen arbeitslosen, älteren Mann zu haben und in Rumänien von gerade einmal 18 Euro Kindergeld im Monat leben zu müssen.
„Der Klub ist meine einzige Chance, die Kinder groß zu ziehen“, beteuerte sie gleich zweimal während ihrer Aussage. Dort verdiene sie pro Monat über 1000 Euro.
Die andere Prostituierte gab dagegen an, zwischen 2000 und 3000 Euro im Monat nach Abzug der von der Chefion einbehaltenen Miete und Steuern übrig zu haben. Eine Summe, die wohl nur wenige „Mädchen“ im Klub verdienen, wie sich aus den polizeilichen Protokollen ergab.
Doch auch die geringe Bezahlung ist nicht strafbar. Und so ließ Staatsanwalt Moritz Bente wissen, dass er die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung prüfen werde.

Ganzer Artikel: rhein-zeitung

Diskussion: im Freiercafe

Kiew geht vor Fußball-EM gegen Prostitution vor

Vor der Fußball-EM im kommenden Monat geht die ukrainische Hauptstadt gegen Prostitution vor. Die Stadtregierung möchte nicht mit dem Rotlichtmilieu in Verbindung gebracht werden und verweist in einem Flyer stattdessen auf Kirchenbesuche.
Ein Sprecher der Stadtregierung erklärte am Freitag, entsprechende Maßnahmen gegen Prostitution seien in den vergangenen Tagen mit dem Innenministerium und dem Staatssicherheitsdienst SBU erörtert worden. Zugleich distanzierte er sich von den zahlreichen Broschüren mit Rotlicht-Werbung, die in Kiew an Touristen verteilt werden. „Die Regierung der Stadt hat nichts mit Führern zu tun, dieSex-Diensteanbieten“, sagte er bei der Vorstellung einer offiziellen Fan-Broschüre. Darin wird unter anderem aufgerufen, die Kirchen des Landes zu besuchen.

In der Ukraine werden zur Fußball-EM im kommenden Monat mehr als eine Million ausländische Fans erwartet.Das Finale findet am 1. Juli in Kiew statt. Polen ist Mitausrichter des Turniers.

Ganzer Artikel: Focus-Online

Der Freier von der traurigen Gestalt – Prostitutions-Comic

Das soll eine Liebesgeschichte sein? Der Kanadier Chester Brown hat einen autobiografischen Comic über seine Besuche bei Prostituierten gezeichnet. Doch das vermeintliche Plädoyer für käuflichen Sex dokumentiert vor allem die emotionale Verarmung des Autors.

Ein wenig verschroben war Chester Brown schon immer. In seiner grafischen Novelle “Playboy-Stories” schilderte der kanadische Zeichner in epischer Länge die Masturbationstechniken seiner Teenagerjahre. Im deutlich umfangreicheren “I Never Liked You” (deutscher Titel: “Fuck”) geht es um Browns Unfähigkeit, mit Frauen unbefangen umzugehen. Zusammen mit dem jüngsten Buch “Ich bezahle für Sex” bilden sie eine traurige Trilogie des Ungeliebtseins.

Vielleicht sind ja alle kanadischen Comiczeichner etwas seltsam. Browns Landsmann Dave Sim hat nicht nur die sechstausend Seiten lange Lebensgeschichte eines Erdferkels in einer Fantasywelt gezeichnet, sondern auch einen exzessiven Frauenhass und religiösen Fanatismus entwickelt. Und Browns Freund und Zeichnerkollege Joe Matt hat seine Pornosucht ausführlich in einem Comic dargelegt.

Prostitution wird zur Droge

Weil “Ich bezahle für Sex” autobiografisch ist, taucht besagter Joe Matt in diesem Comic als Figur auf. Und zwar – das ist das Irritierende – als Stimme der Vernunft. Die Geschichte geht so: Brown trennt sich von seiner Freundin. Weil er weiter Sex haben will, aber hochgradig verklemmt ist, sieht er als einzig logischen Ausweg den Gang zu Prostituierten.

Chester Brown ist ein sehr ordentlicher Mensch. Der Comic basiert nicht allein auf simplen Erinnerungen. Minutiös hat er Aufzeichnungen gemacht, über Datum, Ort und Preis der Prostituiertenbesuche, auch die Namen der Damen hat er sorgsam notiert. Zusätzliche Quelle des Buches waren sogenannte Rezensionen, die Brown in einem lokalen Freierforum gepostet hat.

Abgesehen von einer Vielzahl extrem unerotischer Sexszenen besteht “Ich bezahle für Sex” vor allem aus der Schilderung von Browns Umfeld nach seinem Outing als Freier. Auftritt Joe Matt. Gerade mit ihm redet Brown immer wieder über die ethischen Aspekte der Prostitution – und über die emotionalen. “Kalt und klinisch” sei es, für Sex zu bezahlen, sagt der Pornoabhängige Matt. Nein, es sei sehr nett und freundlich gewesen, erwidert Brown.

Dokument emotionaler Verarmung

Verstörend? Ja. Ebenso wie die schnell aufkommende Selbstverständlichkeit des Prostituiertenbesuchs. Brown rechnet aus, wie viele Frauen er sich leisten kann, welche wie oft und so weiter. Das monetäre Kalkül des Freiers verdrängt jede Befangenheit. Anfangs ist er noch schüchtern, dann häufen sich die Besuche bei Prostituierten zum Ende hin.

In der zweiten Hälfte des Buches reduziert sich der Inhalt auf eine Parade kaum noch unterscheidbarer Frauen, mit denen Brown Sex gegen Geld hatte. Die Prostitution wird zur Droge, die Prostituierte endgültig zum Objekt. Blond oder dunkelhaarig? Große oder kleine Brüste? Teuer oder billig? Die spezifischen Qualitäten und die Preise der Dienstleistungen sind alles, was für Brown zählt.

Der Zeichner selbst versteht das als freigeistiges Plädoyer für Prostitution. Lässt man aber das moralische Minenfeld außer Acht, das er mit seinen Schilderungen betritt (“Ist Prostitution okay oder nicht?”), ist “Ich bezahle für Sex” vor allem das Dokument einer emotionalen Verarmung.

Angeblich um sie zu schützen, zeichnet Brown die Prostituierten gesichtslos, entweder von hinten oder so, dass Sprechblasen ihre Köpfe verdecken; die Frauen hören am Hals auf. Sich selbst dagegen porträtiert Brown knochig, mit ausdruckslosem, totenschädelhaften Gesicht. Ein Freier von der traurigen Gestalt, von dessen Gesicht kein Gefühl abzulesen ist.

Und wo ist die Liebe in dieser vorgeblichen Liebesgeschichte? Sie kommt bestenfalls verkleidet als Lust vor, oft nicht einmal das. Ist es Absicht, dass Brown in einem Buch, das die Prostitution normalisieren helfen soll, die negativen Folgen des exzessiven Konsums, ja überhaupt der Einstellung zu Sex als Konsumartikel so drastisch sichtbar macht? Oder vollführt er einen Seelenstrip und wagt einen Blick in einen Abgrund, ohne zu wissen, dass es ein Abgrund ist? Das allein bleibt offen. Der Rest ist erschütternd klar zu sehen.

Ganzer Artikel: Spiegel

Mehr über Chester Brown: Wikipedia

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Bewährungsstrafe für gewalttätigen Zuhälter

Kassel. Armut treibt Menschen mitunter zum Äußersten. In jüngster Zeit werden in Kassel immer öfter Fälle von Prostitution bekannt, in die bulgarische Frauen verstrickt sind, hieß es am Donnerstag in einem Prozess vor dem Amtsgericht.

Inzwischen sei ein regelrechter Pendelverkehr zwischen dem südosteuropäischen Land und der Bundesrepublik entstanden. Vor Gericht musste sich nun ein bulgarischer Zuhälter verantworten, der eine Frau verprügelt hatte, die nicht mehr für ihn auf den Strich gehen wollte. Der 35-Jährige kam mit einer Bewährungsstrafe davon, unter anderem, weil er die Vorwürfe ohne Umschweife gestand.

Er sei im Januar gemeinsam mit zwei Frauen nach Kassel gekommen, berichtete der Vater von fünf Kindern. Sie hätten in einer Wohnung in der Leipziger Straße gelebt. Zu Hause, berichtete der gelernte Metallarbeiter, habe er sich mit Gelegenheitsjobs als Maler durchgeschlagen, seine Familie habe von gerade mal 400 Euro im Monat gelebt. In Kassel hätte er versucht, im Schrotthandel Arbeit zu finden, was nicht wirklich geklappt habe.

Bereits im März, so soll der gemeinsame Plan gewesen sein, hätten die drei wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Doch daraus wurde nicht, denn im Februar war bei einer Polizeikontrolle aufgeflogen, dass der 35-Jährige eine der beiden Frauen ins Gesicht geschlagen hatte, als sie ihm offenbarte, dass sie nicht länger für ihn arbeiten wolle. Danach wanderte er in Untersuchungshaft.

Mit den Schlägen brachte er die 23-Jährige dazu, dass sie zunächst weiter für ihn auf den Strich ging und ihre Einnahmen bei ihm ablieferte, hieß es in der Anklage. Weil der 35-Jährige, der zur türkischen Minderheit in Bulgarien gehört, am Donnerstag geständig war, musste die betroffene Frau nicht als Zeugin gehört werden.

„Sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen, doch das rechtfertigt nicht solche Taten“, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Er hielt dem Angeklagten neben seinem Geständnis zugute, dass er nicht vorbestraft ist. „Es wird nicht noch mal passieren“, versprach der 35-Jährige. Das Gericht folgte am Ende eines äußerst kurzen Prozesses dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Angeklagten wegen Menschenhandels und Körperverletzung zu 18 Monaten, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden.

Richterin Schiborr verwies darauf, dass der Angeklagte „Frauen ausgebeutet hat, die aus ähnlichen Verhältnissen wie er kommen“, deshalb könne die Strafe nicht im unteren Bereich liegen. Sie war jedoch überzeugt davon, „dass die Untersuchungshaft so beeindruckend war, dass solche Taten nicht mehr vorkommen werden“. (pas)

Ganzer Artikel: hna.de