Der Sommer geht in seine heiße Endphase und ein Top-Event
folgt dem nächsten. Schließlich soll das Dolce Vita ja seinem Ruf als Summer
& Partylocation No.1 gerecht werden.

Am Samstag, 15.08.

steigt daher

die Hot Summer – White-Party

im Dolce Vita – Saunaclub No.1

In chilliger Poolatmosphäre unter sonniger Bestrahlung an
unserem gigantischen Außenpool erwarten dich Sexy Girls in laszivem Schneeweiß.
Weiße Bikinis, weiße Abendkleider, weiße Strapse und ultraenge weiße Strings –
Weiß und länderspezifisch seidige Haut im erotisierenden Kontrast

Wie gewohnt spielt unser Live-DJ den passenden Mix: Vor Geilheit
strotzende Lesben präsentieren auf weißem Untergrund sinnliche Lesbenshows,
atemberaubende akrobatische Dance-Acts an der Poledance-Stange sorgen für ein
frivoles Prickeln in einer stylishen Lasterhöhle der Superlative.

An diesem Tag zelebriert unser Küchenteam Live-Cooking. Das
heißt: Nicht nur wegen eines traumhaften Lineups sondern bereits während der
Vorbereitung erlesener Gerichte wird dir das Wasser Munde zusammenlaufen.

Wir freuen uns auf dich

Dein Dolce Vita

dolce vita hot summer white party

Kontakt:

Dolce Vita Erotic Lounge
Briedestr. 44
D-40599 Düsseldorf-Reisholz
Telefon: 0211 748 90 46

http://www.dolce-vita.com/

Berichte über das Dolce Vita:

Dolce Vita Forum im Freiercafe

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5.08. Hawaii-Party bei Love Toxic in Enger

Love-Toxic Enger meldet:

Liebe Gäste,

wir feiern die Feste wie sie fallen. Sommerfeeling pur in einer Traumlocation
mit gutgelaunten Nymphomanninen sowie Top-Showprogramm sind bei
Love-Toxic in Enger schon fast sprichwörtlich zu nehmen.

Am 15.08.2015
steigt unsere Hawaii-Party

Es erwarten dich:

Cocktails
Dance Acts
Heiße Shows mit Karolina & Arabella
Warmes Büffet

und unsere entzückenden Top Girls in frivoler Sommerlaune.

Wir freuen uns auf denen Besuch.

Dein Team Love Toxic
Die no.1 in OWL.

Kontakt:

Love-Toxic Erotic Lounge
Meller Str. 199
32130 Enger
TEL. 05224 93 74 57 6
www.love-toxic.de

Love-Toxic im Freiercafe

Love-Toxic-Forum

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Schweden: Prostitution verboten, die Freier bleiben

Interessante Einsichten, Erkenntnisse und Fakten zur Prostitution in Schweden seit dem dortigen Prostitutionsverbot: “Trotz Verbots werde in Stockholm nach wie vor und pro Jahr 250.000 Mal Sex gekauft”

Wer in Schweden zu einer Prostituierten geht, wird bestraft. Die Regierung ist überzeugt von dem Verbot für Freier, doch es gibt viele Schlupflöcher.

von Lisa Caspari

Das liberale Deutschland und das restriktive Schweden – beim Umgang mit Sexarbeitern konnte es lange fast keinen größeren Unterschied geben. Prostitution ist in Deutschland ein offiziell anerkanntes Gewerbe, Sex kann ganz legal gekauft werden. In Schweden hingegen werden Freier bestraft, wenn sie für sexuelle Handlungen bezahlen. Ganz gleich ob sie dies mit Geld tun oder mit teuren Geschenken, Alkohol oder Drogen. Selbst der Versuch  ist strafbar. Bis zu einem Jahr Haft droht einem Freier laut Gesetz, die Prostituierten bleiben unbehelligt.

In Deutschland plant die Große Koalition eine Verschärfung des Prostitutionsrechts – allerdings nur für bestimmte Fälle. Die deutsche Feministin Alice Schwarzer zieht das restriktive schwedische Verbotsmodell daher gerne als Positivbeispiel für den Umgang mit Prostitution heran. Doch hat es wirklich so viel gebracht?

Das moralische Selbstverständnis hinter dem schwedischen Gesetz besagt, dass es einen selbstbestimmten Sexarbeiter nicht geben kann. Es bestehe immer ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Käufer und Dienstleister. Eine soziale Gesellschaft könne es aber nicht akzeptieren, dass Menschen ihren Körper “verkaufen”, um Geld zu verdienen. Seit 1999 ist Prostitution in Schweden verboten. Eine Studie ergab 2010, dass sich seitdem die Straßenprostitution im Land halbiert habe.  Es gebe “keine Anzeichen” dafür, dass käuflicher Sex ins Internet oder in private Wohnungen abgewandert sei. Und im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern sei die Prostitution “immerhin nicht gestiegen”. Die Autoren der Studie verweisen aber auch darauf, dass es schwierig ist, das changierende Gewerbe genau zu erfassen und zu analysieren.

Ins Internet abgewandert

Seit Inkrafttreten des Verbots 1999 bis Ende 2012 registrierte Schwedens Polizei 4.782 Fälle von gekauftem Sex, wie eine Studie der Nationalen Behörde für Kriminalprevention (Bra) ergab. 2012 wurden 551 Vorfälle bekannt. Davon führten 343 zu einer Verurteilung des Freiers – für die Regierung eine hohe Zahl, da der Nachweis, dass für Sex tatsächlich bezahlt wurde, schwierig zu führen ist. Allerdings bekommen Freier nach Polizeiangaben zumeist Geld- oder Bewährungsstrafen oder sie müssen gemeinnützige Arbeit leisten. Strafen beginnen bei umgerechnet rund 250 Euro, können aber auch deutlich teurer ausfallen. Kein Freier wanderte bisher ins Gefängnis, nur weil er für Sex bezahlt hatte.

Ohnehin dürfte die Dunkelziffer hoch sein. Wie viele “Bestellungen” sexueller Dienstleistungen im Internet im Schutze der Anonymität getätigt werden, weiß in Schweden niemand so genau. Auch der Nachweis, dass es sich bei Verabredungen zum Sex tatsächlich um Prostitution handelt, ist natürlich schwer zu führen. In diesem Herbst sorgten Recherchen eines Fernsehsenders für Furore: Trotz Verbots werde in Stockholm nach wie vor und pro Jahr 250.000 Mal Sex gekauft, rechnete man dort vor. “Dass es verboten ist, heißt nicht, dass es nicht passiert”, sagt Olga Persson, Generalsekretärin der Schwedischen Frauenorganisation SKR. “Selbst wenn die Freier erwischt werden: Sie zahlen ihre Strafe und machen weiter.”

Dennoch sehen Sozialarbeiter keine Alternative zu dem Verbot. Sie begrüßen, dass das Gesetz ganz offenbar einen moralischen Effekt hat, sich also die Einstellung der Bürger zur Prostitution verändert zu haben scheint: Umfragen zeigen, dass die Schweden den Kauf sexueller Dienstleistungen deutlich kritischer sehen als noch vor 1999. Darauf verweist Persson ebenso wie Catrin Sandman von der Göteborger Anlaufstelle für Sexarbeiter, Mikamottagningen.

Die Polizei hat nicht genügend Ressourcen

Doch die negativen Folgen der Prostitution existieren in Schweden nach wie vor. Sandman berichtet, dass die Straßenprostitution in Göteborg seit dem offiziellen Verbot des Kaufs sexueller Dienstleistungen hauptsächlich aus dem Ausland organisiert wird. Viele Frauen, vor allem aus Rumänien und Litauen, arbeiteten in der Region Stockholm als Prostituierte. Sexarbeiter selbst werden nicht bestraft, wenn ihr Gewerbe auffliegt.

Am größten jedoch ist der Markt in den anonymen Weiten des Internets. Allein die Göteborger Prostituiertenorganisation zählt 500 bis 600 Frauen, mit denen sie 2012 in Kontakt war und die sexuelle Dienstleistungen online anboten. Vor allem junge Frauen mit Drogenproblemen verkauften dort ihren Körper für Geld. Das eher ernüchternde Fazit: “Es gibt so viele Freier und die Polizei hat nicht die Ressourcen, mehr als ungefähr ein Prozent von ihnen zu verfolgen”, sagt Persson. “Das Verbrechen, Sex zu kaufen, wird leider auch von unserem Justizsystem nicht als Priorität angesehen, weil die Strafen so gering sind.”

Bleiben nur die Perversen zurück?

Mit dem Gesetz sollte es den Prostitutierten eigentlich einfacher gemacht werden, Hilfe von der Polizei und dem Sozialsystem zu bekommen. Doch Sandman bemängelt, dass das Prostitutionsverbotsgesetz nicht konkret von einem Anspruch der Sexarbeiter auf Hilfe spreche. Die schwedische Journalistin und Frauenrechtlerin Petra Ostergren verweist in ihrem Blog außerdem darauf, dass die sozial am schlechtesten gestellten Sexarbeiter – oft solche mit Drogenproblemen – durch das Verbot sogar benachteiligt werden. Ostergrens These: Während bereits zuvor besser gestellte Prostituierte weiterhin im Internet dezent ihrem Job nachgehen können, leiden unter dem Verbot vor allem die Frauen und Männer, die wegen Drogensucht oder anderer Probleme am meisten Hilfe benötigen. Sie prostituieren sich noch immer auf dem Straßenstrich.

Seitdem Freier Bestrafung fürchten müssen, so Ostergren, seien die “Netten” vom Straßenstrich verschwunden, zurück blieben die “Perversen” mit oft gesellschaftlich nicht akzeptierten Wünschen und Gewaltphantasien sowie der Forderung nach sexuellen Handlungen ohne Kondom. Diese wüssten sowieso schon, wie sie es anstellten, nicht von der Polizei entdeckt zu werden. Aus Geldnot könnten schwedische Straßenprostituierte diese Freier nun nicht mehr ablehnen. Sie müssten zudem mehr Kunden bedienen als zuvor, um über die Runden zu kommen.

Das bestätigt im Grundsatz auch die Göteborger Hilfsorganisation Makamottagningen. Straßenprostitutierte seien dort häufig abhängig von ihren Zuhältern, die oft aus dem Ausland kämen und die Kunden für sie aussuchten. Von Wahlfreiheit kann hier keine Rede mehr sein.

Andere Sozialarbeiter sehen das nicht so dramatisch, es gebe weiterhin “nette Freier”, denn es sei nicht schwer, Sex im Internet zu kaufen. “Prostituierte können sich nun sicherer fühlen, weil das Gesetz auf ihrer Seite ist”, sagt Frauenrechtlerin Persson. Sie könnten den Freier verklagen, wenn er sich nicht respektvoll verhalte. Denn eines, so sind sich die Frauenorganisationen sicher, habe das Gesetz gebracht: Während der Freier am Pranger stehe, werde die Position der Sexarbeiter gestärkt; auch während ihrer Arbeit hätten sie eine gewisse Macht gegenüber dem Freier. Das gilt im übrigen auch für die männlichen Prostituierten – deren Probleme und Sorgen, so sagen Sozialarbeiter, fehlten in der ganz auf die Belange der Frauen ausgerichteten öffentlichen Debatte leider nach wie vor.

Quelle:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-12/schweden-prostitution-verbot-freier-strafe

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-12/schweden-prostitution-verbot-freier-strafe/seite-2

Ein Gesetz, das Zuhältern dient

Ein Kommentar aus der Augsburger Allgemeinen zum aktuellen Prostitutionsgesetz und zu aktuell geplanten Änderungen des Gesetzes:

Was gut gemeint war, ist nach hinten losgegangen: Als Rot-Grün vor einem Jahrzehnt ein Prostitutionsgesetz auf den Weg brachte, sollte das den Frauen helfen. Von Jörg Heinzle

Sie sollten Rechte bekommen wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Und ihre soziale Ächtung sollte ein Ende haben. Eingetreten ist davon nichts. Im Gegenteil: Heute arbeiten mehr Frauen unter unwürdigen Bedingungen als damals. Und eine Prostituierte muss es sich noch immer gut überlegen, ob sie zu ihrem Beruf öffentlich steht.

Das Gesetz hatte zahlreiche Geburtsfehler, von denen vor allem Zuhälter und Geschäftemacher im Rotlichtmilieu profitierten. Die rot-grüne Regierung hatte das Bild einer selbstbewussten Prostituierten vor Augen, als sie das Gesetz verabschiedete. In der Realität aber drängen immer mehr Frauen aus Osteuropa ins Milieu. Und die sind in den meisten Fällen abhängig von ihrem Zuhälter. Sei es aus Geldnot, aus falsch verstandener Liebe – oder aus purer Angst.

Es ist dringend nötig, das Gesetz so zu ändern, dass die Polizei in Bordellen wieder besser kontrollieren kann. Es geht nicht darum, Frauen zu schikanieren, die selbstbestimmt arbeiten. Es geht darum, Opfer besser zu schützen. Dass nun auch noch Männer bestraft werden sollen, die zu einer Zwangsprostituierten gehen, hat dagegen eher eine symbolische Wirkung. Wie soll ein Freier erkennen, ob eine Frau unter Druck steht? Sie selbst wird es ihm in der Regel nicht sagen.

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de

Im Bordell verliebt: 25-jährige Prostituierte erpresst Mann

In einem Augsburger Bordell hat sich ein Mann in eine Prostituierte verliebt. Nach einer kurzen Beziehung wollte die 25-Jährige Geld von ihm. Als er nicht zahlte, drohte sie ihm. Von Peter Richter

Der gelernte Polsterer hatte sich 2012 beim Besuch eines Bordells im Augsburger Stadtteil Kriegshaber in eine der Prostituierten verliebt. Anfangs schien die aus der Slowakei stammende 25-Jährige seine Gefühle zu erwidern. Auch als die Frau Monate später das Liebesverhältnis für beendet erklärte, blieb man freundschaftlich verbunden.

Immer wieder lieh sich die kleine Frau mit den langen, blondierten Haaren Geld von dem Junggesellen, der nach wie vor in sie verliebt war. Am Ende waren es mehr als 6000 Euro, die ihr der Mann, vom ermittelnden Kripobeamten später als „äußerst gutmütig und leichtgläubig“ beschrieben, freiwillig gab.

Slowake sollte ihn erschlagen, falls er nicht zahlte

Als der 34-Jährige nicht mehr zahlen wollte, begann die Frau, Mutter eines kleinen Sohnes, ihn zu erpressen. Diesen Januar tauchte sie, begleitet von einem Landsmann, in seiner Wohnung auf. Der kräftig gebaute Slowake drohte: „Du gibst ihr jetzt sofort Geld, sonst schlage ich dich tot.“

Doch weil der 34-Jährige glaubhaft versicherte, nichts bei sich zu haben, nahm ihm das Paar nur das Mobiltelefon weg. Tags darauf verkauft es der Slowake in einem Handy-Shop.

Der Mann zahlte aus Angst

In den folgenden Wochen meldete sich die Prostituierte mehrmals bei ihrem früheren Liebhaber. Jedes Mal forderte sie Geld. Und der Mann zahlte, aus Angst. Bis er im April zur Polizei ging. Zwei Monate später wurden beide Täter verhaftet. Die Prostituierte, die zwischenzeitlich bei ihrer Mutter in der Slowakei gewesen war, kam selbst ins Augsburger Polizeipräsidium. Sie hatte erfahren, dass sie mit Haftbefehl gesucht wird.

Dies ist einer der Gründe, warum die Urteile des Schöffengerichts jetzt für beide Angeklagten milde ausgefallen sind. Beide waren sie geständig, sind nicht vorbestraft, haben zudem mehrere Monate Untersuchungshaft hinter sich.

Das Gericht hat die 25-Jährige zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, ihren mitangeklagten Landsmann von zwei Jahren. Viel hat nicht gefehlt, wie aus dem Urteil hervorgeht, und der angeklagte Slowake (Verteidiger Jörg Seubert) hätte ins Gefängnis zurück müssen. Denn er hatte sich einen perfiden Plan einfallen lassen, um den Erpressten noch mehr unter Druck zu setzen.

Eines Abends klingelte er, begleitete von zwei mit Baseballschlägern bewaffneten Männern, an der Wohnungstür der Schwester in Stadtbergen. Er forderte sie auf, ihrem Bruder auszurichten, man werde ihn schon noch finden.

Noch einmal trafen sich die Prostituierte und ihr früherer Lover am Hauptbahnhof, er übergab ihr 300 Euro. Fünf Tage später erstattete der Augsburger dann aber Strafanzeige.

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de

Prostitution weitet sich in Deutschland “unerträglich” aus

Jeden Tag zahlen in Deutschland eine Million Kunden Geld für Sex, rund 400.000 Frauen arbeiten als Prostituierte. Oft erfahren sie Gewalt. Die Diskussionen über die “Ware Frau” werden lauter.

Köln. Prostitution breitet sich mehr und mehr aus – in einem schwer erträglichen Ausmaß und unter unwürdigen Bedingungen für die Frauen, sagen Kritiker. Formen gibt es viele, ob Escort-Service, Bordell, Club, Massage-Salon oder Straßenstrich.

Die Empörung über das Massenphänomen scheint zu wachsen. Seit einigen Wochen wird gestritten – über den Kauf der “Ware Frau”, über freiwillige oder erzwungene Prostitution, über Moral und Gesetze. “Es wäre fahrlässig, so zu tun, als wäre Prostitution ein Job wie jeder andere”, sagt Soziologe Michael Opielka von der Fachhochschule Jena in Thüringen. “Es geht um die Frage: Möchte ich in einer Gesellschaft leben, in der Sexualität radikal zur Ware wird.”

Es handelt sich um ein Milliarden-Geschäft mit Millionen Akteuren: Auf mehr als 14 Milliarden Euro schätzt das Statistische Bundesamt den Jahresumsatz im Prostitutionsgewerbe hierzulande. Aber nicht die Prostituierten machten Kasse, sondern Zuhälter, Bordellbesitzer und Menschenhändler, klagt Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Mit viel prominenter Unterstützung – von Margot Käßmann bis Wolfgang Niedecken – hat sie einen Appell gegen Prostitution verfasst. Die Debatte ist damit voll in Fahrt gekommen.

Nach Schätzungen bieten rund 400 000 Prostituierte – mit sehr hohem osteuropäischen Anteil – ihre Dienste an, aber auch die Zahlen 230.000 und 700 .000 kursieren. Statistiken gibt es nicht. Auch auf Kundenseite zeigt sich, dass es nicht um eine Nische geht: Eine Million bis 1,2 Millionen Männer zahlen landesweit für Sex – täglich. Seit einer Liberalisierung vor gut zehn Jahren sei Deutschland zum “Paradies” auch für Ausländer verkommen, sagt Schwarzer.

Auch aus einigen Kommunen sind Klagen zu hören. In Berlin plant CDU-Innensenator Frank Henkel Sperrbezirke, in denen Prostitution tagsüber verboten sein soll. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) sprach vor wenigen Wochen in einem “Spiegel online”-Interview von “unerträglichen Ausmaßen”.

Fremdbestimmt oder freiwillig?

Bieten Prostituierte ihre Dienste freiwillig an oder unter Zwang? Kriminalhauptkommissar Helmut Sporer – ein viel zitierter Experte – schildert in einer Stellungnahme für den Bundestag: “Im typischen Prostitutionsalltag in Deutschland wird nicht Deutsch gesprochen, hier ist die Frau weitgehend oder völlig fremdbestimmt, sie darf nur einen Bruchteil ihrer Einnahmen behalten, ist von der Außenwelt isoliert, arbeitet und wohnt im gleichen Raum”. Er fügt hinzu: “Rund 90 Prozent der Frauen arbeiten in der Prostitution (…) unter Zwang, unfreiwillig, aus Notlagen heraus oder scheinfreiwillig.”

SPD und Union haben nun bei ihren Verhandlungen für eine große Koalition eine umfassende Reform des Prostitutionsgesetzes von 2002 verabredet. Opfer sollen besser geschützt, ausbeuterische Praktiken wie Flat-Rate-Sex verboten werden. Das Gesetz von 2002 sollte die Rechtsposition und Arbeitsbedingungen der Frauen verbessern. Prostitution gilt nicht mehr als sittenwidrig. Körper und “sexuelles Arbeitsvermögen” der Frauen seien aber verharmlosend zur Handelsware gemacht worden, kritisiert auch Professor Opielka.

Die Prostituiertenberatungsstelle Hydra meint dagegen: Sexarbeit sei für viele eine normale Erwerbstätigkeit. Die meisten Frauen hätten den Job freiwillig gewählt. Der Ruf nach einer Abschaffung der Sexarbeit hat im Gewerbe auch laute Proteste ausgelöst. Der Berufsverband erotischer Dienstleistungen sieht als Vorteile hierzulande: Frauen können ihrer Tätigkeit legal nachgehen, sich sozialversichern und ihren Lohn einklagen. Bezahlung und Arbeitsbedingungen variieren dabei stark. Eine Escort-Dame kann am Abend 1500 Euro verdienen, am Straßenstrich werden pro Verrichtung manchmal nur zehn Euro bezahlt.

Hauptkommissar Sporer fordert, eine Reform müsse ein “Arbeiten unter menschenwürdigen Bedingungen unter dem Schutz des Rechtsstaates” ermöglichen. Bordellbetreiber dürften nicht über Preise oder Arbeitszeiten der Frauen bestimmen. Das Mindestalter solle auf 21 Jahre steigen. Ein Verbot halten die meisten aber für realitätsfern. Das schließt eine Ächtung allerdings nicht aus. Die “Zeit” kommentiert: “Rasen, Rauchen, T-Shirts aus Bangladesch – bei uns ist fast alles verpönt. Nur der Kauf von Frauen nicht.” Eine UN-Konvention stellt fest: Prostitution ist “mit der Würde und dem Wert der menschlichen Person unvereinbar.”

Quelle: http://www.abendblatt.de

Münster: Aus Ex-Traumland wird Villa-Diamond

VILLA-DIAMOND

Liebe Leser,

an dieser Stelle wollen wir darauf hinweisen, dass der ehemalige Partytreff Traumland ab sofort als Villa-Diamond firmiert.

Dieser Schritt bedeutet mehr als eine Umettikettierung, denn es soll dokumentiert werden, dass es sich bei dem neuen Club um einen

- eher auf typischen pauschal orientierten Betrieb mit 9 Einzelzimmern handelt
Bisher lag die Fokussierung auf Partytreff mit Sex auf großen Spielwiesen
- Und dass ein komplett neuer Betreiber mit komplett neuer Crew am Start ist.

Die Eckdaten:

Pauschalclub Villa Diamond
Sprakeler Str. 2
48159 Münster

Telefon: 0251/26533908

Öffnungszeiten:

Täglich von 13:00 – 05:00 Uhr

Preise:

3 Stunden-Ticket 69€
4 Stunden-Ticket 89€
Tageskarte € 129,-

So oft du willst, so oft du kannst, sprich, keine Zimmerbegrenzung.

Internet:

http://www.villa-diamond.de/

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Softporno-Regisseur will Berlusconis Leben verfilmen

Im Juni wurde Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi wegen Prostitution Minderjähriger verurteilt. Seine Vorliebe für junge Frauen ist ein klasse Filmstoff – findet Softporno-Regisseur Tinto Brass.

Softporno-Regisseur Tinto Brass plant einen Film über die Schwäche des früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi für sehr junge Frauen. Der 80-jährige Landsmann des Cavaliere sagte am Samstag am Rande des Filmfestivals von Venedig, er denke an den Titel “Danke, Papi” in Anspielung auf die Mädchen, mit denen sich Berlusconi in seiner Villa bei Partys umgab.

Der Spitzname “Papi” haftet Berlusconi an, seit er 2009 bei der Geburtstagsparty einer 18-Jährigen auftauchte, die ihn zärtlich so nannte.

Brass ist insbesondere für seinen Film “Eine unmoralische Frau” (1992) bekannt, eine schlüpfrige Interpretation der Mozart-Oper Così fan tutte. Außerdem ist er Schöpfer zahlreicher weiterer indizierter Streifen. In Venedig bewirbt er eine Dokumentation über sein Leben mit dem Titel “Instintobrass” (etwa: Instinktbrass).

Urteil gegen Berlusconi gefallen

Berlusconi war Ende Juni wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 76-Jährige bezahlten Sex mit der zur Tatzeit minderjährigen Nachtclubtänzerin Karima al-Mahrough alias Ruby Rubacuore (“Ruby Herzensbrecherin”) hatte. Das Urteil ist erst rechtskräftig, wenn alle Revisionsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.


Quelle: http://www.welt.de/kultur/article119598410/Softporno-Regisseur-will-Berlusconis-Leben-verfilmen.html

Prostitution: Kein Beruf wie jeder andere

Zum Teil berechtigte Kritik oder nur heiße Luft? Melde dich doch bei uns im Forum an – freiercafe.org - und diskutiere mit unseren vielen netten Mitgliedern!

Möglicherweise sind die pädophilen Strömungen in den achtziger Jahren nicht die einzige Zeitbombe in den Händen von Bündnis 90/Die Grünen. Auch die Anerkennung der Prostitution als regelrechter Beruf könnte sich zum Bumerang für die Gutmenschen-Partei entwickeln.

Zur Erinnerung: Ende 2001 hat die damals regierende rot-grüne Koalition das Prostitutionsgesetz (Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten – ProstG) verabschiedet, das am 1. Januar 2002 rechtswirksam wurde. Im wesentlichen wurde damit die Prostitution zum normalen Beruf erklärt. Davor war diese Tätigkeit nicht illegal, galt aber als sittenwidrig, wurde also toleriert. Die rot-grüne Regierung argumentierte, sie wolle den Prostituierten mehr Sozial- und Rechtssicherheit geben. In Wahrheit gehörte diese Initiative zu deren gesellschaftspolitischen Vorhaben, wie auch die Einführung der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“, die (regulierte) Abgabe von schweren Drogen usw. Medial wurde damals das Gesetz insbesondere durch die Talkshows von Arabella Kiesbauer, Hans Meiser, Vera am Mittag, Sonja und andere vorbereitet. Dort traten laufend Prostituierte auf und berichteten im Detail von ihrem Broterwerb.

Das Gesetz war aus sozialpolitischer Perspektive ein Flop, denn wenige haben ihre Tätigkeit überhaupt als Gewerbe eingetragen. Im Jahr 2007 hatten nicht einmal ein Prozent aller Betreffenden einen Arbeitsvertrag. Eine Krankenversicherung hatten die wenigsten. Trotzdem wurde durch dieses Gesetz Werbung für Prostitution möglich. Davor war sie aufgrund der Sittenwidrigkeit verboten. (Hier gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen, doch die wichtigsten Gerichtsurteilte begünstigen die Werbefreiheit). Einzige Beschränkung dieser Werbung ist heute der Jugendschutz.

Menschenhandel in Größenordnungen erleichtert

Das Gesetz passierte aufgrund der Mehrheitsverhältnisse leicht die Abstimmungen im Bundestag und erzeugte auch sonst relativ wenig Polemik. Heute sähe das anders aus: Aufgrund des rasant steigenden Menschenhandels – auch in Industriestaaten, inklusive Deutschland –, sind Gesetze wie das deutsche Prostitutionsgesetz inzwischen mächtig in die Kritik geraten. Laut Schätzungen der OSZE bringen Menschenhändler jedes Jahr zwischen 120.000 und 500.000 Frauen von Mittel- und Osteuropa nach Westeuropa und zwingen sie oft zur Prostitution (Die Welt vom 5. April 2013). Menschenhandel geht meist mit Zwangsprostitution, Kinderprostitution und Kinderpornographie einher.

Nach zehn Jahren der Einführung des Prostitutionsgesetzes weiß man: Die Anerkennung und die Legalisierung der Prostitution als Beruf erleichtert den Menschenhandel. Eine Studie, die von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben wurde, hat gezeigt, daß Deutschland eine Drehscheibe moderner Sklaverei ist. Demnach stieg der Menschenhandel allein zwischen 2008 und 2010 um 18 Prozent. Der Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt Niedersachsen, Christian Zahel, geht davon aus, daß neun von zehn Betroffenen zur Prostitution gezwungen werden.

Das rot-grüne Gesetz wirkte sich aus verschiedenen Gründen fatal aus. Zum einen ermöglichte das Gesetz die Einrichtung von Bordellen und damit eine Struktur, in welchem illegale Aktivitäten hinter einer legalen Fassade organisiert werden können.

Deutschland mittlerweile „Puff Europas“

Aber das ist nicht alles. Der Kriminalexperte Manfred Paulus, der sich mit seinen Büchern über die organisierte Pädophilie einen Namen machte (z. B. „Grünkram“, 1998), erklärte Anfang des Jahres 2013 gegenüber dem Deutschlandfunk, daß das Prostitutionsgesetz die Polizeikontrollen erheblich erschwert habe: „Ich habe dieses Gesetz schon als Zuhälterschutzgesetz bezeichnet, weil ich gewaltige Nachteile einfach sehe. Da wurde im Zusammenhang mit dieser Gesetzgebung zum Beispiel die Förderung der Prostitution aufgehoben, der Tatbestand, das war immer ein Ermittlungstatbestand, der uns die Türen geöffnet hat. Die Polizei hat mehr oder weniger inzwischen Schwierigkeiten, solche Kontrollen vorzunehmen, und das führt natürlich nicht zur Aufdeckung von Kriminalität.“ Im selben Interview erklärte Paulus, daß das Gesetz im „Milieu“ nie angekommen sei, was auch nicht erwartet werden konnte.

Anfang dieses Jahres ging die FAZ der Frage nach, ob die Legalisierung der Prostitution die Kriminalität reduzieren könne. Das Ergebnis: „Die Liberalisierung fördert den Menschenhandel und steigert damit die Zahl der Menschen, die als Ware in ein Land geschafft werden“.

Aus diesem Grund wird Deutschland laut Focus vom 20. Dezember 2012 als „Puff Europas“ bezeichnet: „Deutschland ist für die Menschenhändlerringe ein wichtiger Markt.“ Nicht verwunderlich: Nach Recherchen des früheren Bundespolizisten und jetzigen Bestsellerautoren Stefan Schubert erreichten selbst schmucklose mittelgroße Bordelle einen Jahresumsatz von mehr als einer Million Euro. Insgesamt würden im deutschen Rotlicht-Milieu geschätzt jährlich 14,5 Milliarden Euro umgesetzt.

Alice Schwarzer kritisiert die Grünen massiv

Das Ganze ist dermaßen ein Skandal, daß sich selbst Linke inzwischen zu Wort melden. Alice Schwarzer kritisierte in einem taz-Artikel vom 13. August 2013 zum Pädophilie-Skandal bei den Grünen, daß diese Partei nicht verstehe, daß Prostitution immer Ausbeutung sei: „Heute sagt derselbe Beck über Prostitution, für ihn ‘ein Beruf wie jeder andere’, wörtlich: ‘Wenn Leute etwas anbieten, andere es kaufen wollen und es keine ökologischen oder sozialen Nebenwirkungen gibt, die man dringend unterbinden muß, dann nehme ich das zur Kenntnis und störe mich nicht weiter dran.’ Sexualität als Ware. Der schlimmste Albtraum aufrichtiger AufklärerInnen ist wahr geworden. Und die Parallelen im Diskurs um die Pädophilie und dem über die Prostitution drängen sich regelrecht auf: Auch die heute über 90 Prozent Armuts- und Zwangsprostituierten in Deutschland werden geleugnet, und es ist  von ‘Einvernehmlichkeit’ und ‘Freiwilligkeit’ die Rede.“

In der nächsten Legislaturperiode müßte das Thema auf dem Tisch landen, nicht zuletzt auf Druck der EU, die schärfere Rechtsvorschriften fordert. Die Frist dazu war der 6. April 2013 – Deutschland ließ sie verstreichen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5631915b487.0.html

Drive-In-Puff eröffnet! So verliefen die ersten Tage.

In Zürich gibt es seit einigen Tagen einen Drive-In-Puff (wir berichteten). Reinfahren, bestellen, rausfahren. Glücklich sein. Wie kommt der schnelle Sex bei den Kunden an?

Knapp 30 Prostituierte arbeiten auf dem Gelände in Zürich und bieten ihre Dienste an. Der Vorgang ist ganz einfach: Mann fährt durch einen Park, sucht sich eine der Frauen aus und fährt gemeinsam mit ihr in eine sogenannte „Verrichtungsbox“, die aussieht, wie eine Holzgarage.

Klingt interessant, das fanden auch die Anwohner der Stadt, die sich das Ganze mal genauer angucken wollten. Darum gab es an den ersten Tagen einige Ermahnungen, dass Besucher verbotenerweise zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit Begleitung im Auto erschienen.

In Zukunft sollen von 19 Uhr bis 5 Uhr bis zu 40 Prostituierte auf dem 220-Meter-Rundkurs aufzufinden sein, es gibt allerdings nur neun Boxen für die Autos, also ist ein nettes Gespräch zum Zeit überbrücken bestimmt auch im Preis inbegriffen.

Für das Wohl der Prostituierten wird gut gesorgt. In jeder Box gibt es einen Alarmknopf und Toiletten und Duschen stehen den Damen natürlich auch zur Verfügung.
Mit dieser Idee sind nicht nur Freier und Prostituierte zufrieden, auch die Polizei ist froh, sich nicht mehr um die Prostituierten an Bahnhöfen oder anderen dunklen Ecken zu kümmern, denn diese dürfen jetzt ganz legal anschaffen.

Quelle: http://www.virtualnights.com/magazin/drive-in-puff-eroeffnet.23266

Fachtagung zur Prostitution

Kiel. Fernab vom Rotlichtviertel in Kiel suchten Fachleute und Sozialarbeiter die Wirklichkeit – jenseits aller Klischees über das sogenannte älteste Gewerbe der Welt. Contra, eine Einrichtung des Frauenwerks der Nordkirche, hatte gestern zur Tagung über „Prostitution in Schleswig-Holstein“ eingeladen. „Sex und sexualisierte Weiblichkeit sind alltäglich und akzeptiert, trotzdem werden Prostituierte in der Öffentlichkeit marginalisiert“, sagte Susanne Sengstock, Stellvertretende Leiterin des Frauenwerks, auf der Tagung in Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde).

Ziel war es, Fachkräfte, Politik und Verwaltung an einen Tisch zu bringen. Zudem sollten junge Polizeianwärter für die Vielschichtigkeit des Themas sensibilisiert werden, sagte Surya Stülpe von Contra. „Es gibt nicht die eine Situation, in der sich alle Prostituierten befinden“, betonte Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD). Ina Hunecke, Dozentin an der Fachhochschule Altenholz konkretisierte: „Im Bereich der Sexarbeit gibt es drei große Gruppen, die oft in einen Topf geworfen werden.“ Zum einen gebe es diejenigen, die Prostitution freiwillig ausübten und gerne in diesem Beruf tätig seien. Diese Frauen bezeichneten sich auch lieber als Sexarbeiterinnen, um sich vom negativ behafteten Begriff „Prostituierte“ zu distanzieren, sagte die promovierte Juristin und Fachautorin. Drogenabhängige, Minderjährige und psychisch Kranke bildeten eine Sondergruppe. Frauen, die unfreiwillig in die Prostitution gerieten oder aus ihren Heimatländern verschleppt wurden, sind eine dritte Kategorie.

Den Frauen, die das Gewerbe anzieht, fehle es vor allem an Beratung, sagte Kriminalhauptkommissarin Silke Dörnerus. Um die Situation zu verbessern, hat Contra eigens einen Flyer gestaltet, der auf Möglichkeiten zum Selbstschutz hinweist. Dörner leitet die Ermittlungsgruppe „Milieu“ in Kiel und sucht oft den direkten Kontakt zu Prostituierten. Sie und ihre Kollegen führen in Kieler Bordellen regelmäßig Kontrollen durch. Unter den rund 250 Prostituierten in der Landeshauptstadt sind nach Angaben Dörners vor allem osteuropäische Frauen, die vor allem in Bordellen arbeiten.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-Fachtagung-zur-Prostitution-_arid,648910.html

Führt ein „Gütesiegel“ zu fairen Bedingungen für Prostituierte?

Gütesiegel für Bordelle? Keine allzu schlechte Idee. Was haltet ihr davon? Diskutiert doch in unserem unabhängigen Paysex-Forum freiercafe.org darüber mit vielen netten Mitgliedern!

Geschätzt etwa 14 000 Frauen bieten in Schleswig-Holstein käufliche Liebe an. Auf einer Fachtagung diskutierten Experten über bessere Hilfe und Beratung für die Betroffenen.

Kiel. Rund 100 Bordelle oder „bordellähnliche Betriebe“ gibt es in Schleswig-Holstein, dazu etwa 300 sogenannte Modellwohnungen. Das hat ein Bericht der Landesregierung jüngst ausgewiesen. Wie viele Prostituierte es im Land gibt, das aber weiß man nicht so genau. Auf 14 000 wird ihre Zahl geschätzt, gerade mal 107 sind als Selbstständige bei den Behörden gemeldet. All diesen Frauen Hilfe und Unterstützung anzubieten, damit sie nicht in die Abhängigkeit von Zuhältern kommen, das haben sich die 96 Teilnehmer der „Fachtagung Prostitution“ auf die Fahne geschrieben — Polizisten, Verwaltungsbeamte, Pädagogen —, die in Altenholz bei Kiel getagt haben.

Bei solchen Hilfsangeboten hinke Schleswig-Holstein anderen Ländern noch weit hinterher, betont Organisatorin Surya Stülpe. Eigentlich gebe es hier im Norden nur die von Land und Nordkirche getragene Fachstelle gegen Frauenhandel „Contra“ in Kiel, die sie leitet. Sie betreue die Opfer krimineller Machenschaften im Milieu, von Menschenhandel und Ausbeutung. Das gebe es leider immer wieder. Es gebe aber auch noch eine andere Seite der Prostitution: die Frauen, die freiwillig diesen Beruf ausüben. Sexarbeiterinnen. Die bräuchten andere Hilfsangebote.

In Bochum zum Beispiel hilft ihnen Mechthild Eickel in der Beratungsstelle „Madonna“. Da kämen zum Beispiel Frauen, die ins Gewerbe einsteigen wollen. „Wollen sie‘s zum Beispiel nur wegen hoher Schulden, weisen wir ihnen andere Wege zum Schuldenabbau auf. Sonst vermitteln wir Gespräche mit erfahrenen Sexarbeiterinnen.“ Die können den Anfängerinnen Tipps geben, wie man seine Selbstständigkeit erhält, wo man arbeiten kann oder wie man sich sozial absichert oder krankenversichert.

Genauso nachgefragt sei die Aussteiger-Beratung — wo gibt es Hartz IV oder Angebote des Jobcenters zum Beispiel. Außerdem gibt es Hilfe bei Schwangerschaft oder bei Ärger mit Bordellbetreibern.

„Wir haben mittlerweile sehr enge Kontakte zu vielen Frauen, aber auch zu den Betreibern. Einige holen uns extra für Beratungen ihrer Mitarbeiterinnen ins Haus.“ Außerdem suche man auch Modellwohnungen auf. Andere Kollegen kümmerten sich um Prostituierte auf dem Straßenstrich. Behörden und Polizei würden die Arbeit der Beratungsstelle unterstützen. Sie beuge schließlich dem Abrutschen der Frauen in wirtschaftliche Abhängigkeit und Ausbeutung vor, verhindere Kriminalität.

Eine solche Beratungsstelle für Schleswig-Holstein wäre ein wichtiges Fernziel, sagt Surya Stülpe. Als erstes steuert sie die Gründung eines „Runden Tisches Prostitution“ an, wie es ihn in Nordrhein- Westfalen schon gibt. Möglicherweise wird der auch die Idee vertiefen, die die Prostituierte Johanna Weber auf der Tagung vorstellte: Ein Gütesiegel für Bordelle. Um es zu erhalten, müssten die Häuser den Prostituierten gute und faire Arbeitsbedingungen bieten, die Einhaltung von Hygienestandards ermöglichen, zum Beispiel auch einen Notrufknopf in den Zimmern einbauen, sagt Surya Stülpe.

Wie die Einhaltung überwacht werden könnte, dazu gibt es noch keine konkreten Ideen. Die Prostituierten selber hätten, obwohl ihre Arbeit seit 2002 gesetzlich als Gewerbe anerkannt ist, noch keinen Berufsverband, die Gewerkschaften täten sich schwer, ihre Interessen zu vertreten. Vielleicht ließe sich aber auch all das durch einen Runden Tisch voranbringen.


Neues Gesetz soll soziale Absicherung schaffen

2002 wurde das Prostitutionsgesetz („Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“) von der damaligen rot-grünen Bundesregierung auf den Weg gebracht. Es erklärte die Prostitution erstmals offiziell zur Dienstleistung. Prostituierte können sich seither als Selbstständige bei den Behörden anmelden und sich vor allem auch gesetzlich in der Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung versichern. Zudem ist das Entgelt, das sie von den Freiern für ihre Dienstleistungen einfordern, seither auch einklagbar. Das war zuvor, als Prostitution noch grundsätzlich als sittenwidrig galt, nicht möglich. Man wollte die Sexarbeiter und -arbeiterinnen damit vor der Ausbeutung durch Zuhälter schützen und sie sozial absichern. Bislang machen von den neuen gesetzlichen Möglichkeit aber offenbar nur wenige Prostituierte Gebrauch. Ein Bericht der Kieler Landesregierung wies im vergangenen Jahr nur knapp über 100 offiziell bei den Behörden angemeldete, selbstständige Prostituierte im Land aus.

Wolfram Hammer

Quelle: http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Fuehrt-ein-Guetesiegel-zu-fairen-Bedingungen-fuer-Prostituierte

“Prostitution ist in der Mitte der Gesellschaft”

Ein Roman über das Rotlichtmilieu, Freier und Prostitution – lesenswert? Könnte ja ganz amüsant sein, wer weiß…

Leben als Material: Ulrich Wickert im Gespräch mit dem Autor Clemens Meyer über seinen Bordellroman “Im Stein”

Es gibt wenige deutsche Schriftsteller, die so wirklichkeitsversessen sind, wie der Leipziger Clemens Meyer. Für seinen neuen Roman hat er umfangreich im Rotlichtmilieu recherchiert, in Deutschland und auch in Japan. “Im Stein”, gerade bei S. Fischer erschienen, gilt als einer der Favoriten für den Deutschen Buchpreis, der im Oktober verliehen wird. Der Journalist und Buchautor Ulrich Wickert spricht mit Meyer über käuflichen Sex, das Leben und das Schreiben.

Ulrich Wickert:

Der Begriff “Im Stein” kommt in Ihrem Roman auch vor, aber eher nebenbei. Häuser sind aus Stein gebaut, aber in Ihrem Roman geht es um Frauen und Männer und die Fleischeslust.

Das ist zugegebenermaßen ein etwas kryptischer Titel. “Im Stein” bedeutet auch natürlich die Stadt, in der das spielt. Die Figuren sind gefangen in diesen Mauern. Es ist auch das romantische Motiv mit drin, das steinerne Herz, der steinerne Gast, der Mann aus Stein. Und es ist archäologisch gemeint: Wir gehen in einem Kapitel in die Schichten der Erde hinein. Wir beobachten die versteinerten Figuren, als wenn wir in einer Million Jahren draufgucken würden.

Ich halte “Im Stein” für einen großen Gesellschaftsroman, wie er seit sehr Langem in Deutschland nicht mehr geschrieben worden ist. Allerdings schildern Sie die Gesellschaft aus einem Blickwinkel, der bei vielen Menschen noch als tabu gilt.

Das sogenannte Rotlichtmilieu ist ja eigentlich ein Ort, eine Zone, in dem sich die ganze Gesellschaft trifft. Hier gibt es eben auch Vorgänge, wie sie allerorten vorkommen – in der Hochfinanz, in der Handelswelt, in der Industrie. Es treffen sich dort alle Schichten. Es ist ein Spiegelbild, aber auch ein Zerrbild der Gesellschaft.

Was ist Prostitution für Sie?

Sie ist ein Phänomen, das es seit vielen Jahrhunderten gibt. Man denkt, sie spiele sich am Rande der Gesellschaft ab, tatsächlich aber ist sie in unserer Mitte. Sie ist ein Geschäft, das durch das Internet eine unglaubliche Beschleunigung erfahren hat. Hier treffen unglaublich viele Schicksale, Menschen und Leben aufeinander. Sie ist ein großer Wirtschaftszweig, aber noch viel mehr als das. Sie ist ein Mythos von eigentlich shakespeareschem Ausmaß.

Der Leser merkt, dass der Roman zum großen Teil in Leipzig und Halle spielt. Die Städte werden aber nicht genannt.

Zum Teil ist es natürlich Leipzig. Aber die Stadt ist auch etwas größer. Ich wollte einen mythologischen allgemeingültigen Raum eröffnen, den Roman einer ostdeutschen, mitteldeutschen Metropolis erzählen, eines großen Sündenbabel. Es sollte sich ein bisschen von Leipzig entfernen, weil mir diese Stadt auch zu klein vorkam und ich auch nicht wollte, dass Recherchen angestellt werden: Gibt es diese Leute? Gibt es diesen oder jenen Zimmervermieter, Immobilienkönig, Rotlichtkönig?

Wie ausführlich und wie lange haben Sie recherchiert?

Ich habe im Laufe der fünfzehn Jahre Arbeit am Buch bestimmt 60, 70, 80 Frauen getroffen und mit ihnen gesprochen, allerdings nicht als klassischer Fragesteller. Wenn man fragt, sind die Auskünfte nicht besonders gut. Man muss warten, bis das fließt. Und dann habe ich die Ohren und Augen offen gehalten, habe geschaut, was es alles so gibt, habe auf Gerüchte gehört, habe Figuren umkreist, ohne dass die mich überhaupt persönlich kennen. Ich habe keine der Rotlichtgrößen persönlich getroffen – auf die Entfernung ja, ich habe den einen oder anderen gesehen, habe mich in der Nähe aufgehalten. Aber das Wichtigste war die Lektüre – Wirtschaftsromane, Lebensberichte von Prostituierten. Aber ich musste das wieder verlassen, denn ich wollte keinen Milieuroman schreiben, wie Wolf Wondratscheks “Einer von der Straße”. Ich merkte schon relativ schnell, dass das nicht alles sein kann, dass nur allein die genaue Kenntnis des sogenannten Rotlichtmilieus mich auf Dauer nicht weiterbringen würde. Es musste da noch viel, viel mehr hineinfließen.

Im dem Roman geht es in vielen Details darum, wie das Gewerbe ausgeübt wird. Trotzdem habe ich den Eindruck, Sie gehen sehr brav mit dem Sex um. Sind Sie prüde?

Nein, eigentlich nicht, aber ich freue mich, dass Sie das so sehen. Ein paar Leute haben auch ganz schön geschluckt. Ich glaube aber, dass der Sex, der dort stattfindet, natürlich auch ein anderer Sex ist als der leidenschaftliche Sex unter Partnern. Es ist eben doch eine unterkühlte Sexualität.

Ich habe auch oft geschmunzelt. Da gibt es Abkürzungen, die eine Art Betriebsanleitungen sind. ELFOKB, Dinge, wo ich dann gar nicht weiß, was es eigentlich ist. Was ist zum Beispiel EL?

Das müsste Eierlecken sein. Das Bizarrste, was mir untergekommen ist, ist AHV. Das ist Achselhöhlenverkehr. Ja, das findet man, das Sexalphabet. Und das wird immer mehr und am Ende verliert man auch den Überblick. Da gibt es etwa diese Figur Eggi, einen Freier, den Prototyp des Kunden, der von einer Sauerei in die nächste tappt. Aber dieser Sex bleibt natürlich an der Oberfläche. Je mehr sich dieser Eggi in die Perversion reinwirft, umso lächerlicher wird’s eigentlich. Ich will überhaupt nicht gegen den Sex mit Prostituierten sprechen. Ich glaube, dass da auch durchaus das eine oder andere Mal ein guter Sex entstehen kann. Aber es ist natürlich eine andere Sexualität.

Ist “Im Stein” nicht auch ein Ost-West-Roman?

Ja. Es geht unter anderem um die Kämpfe zwischen westdeutschen und ostdeutschen Zuhältern. Der Begriff Zuhälter taucht übrigens im Roman kaum auf. Die Figuren verwehren sich dagegen. Aber es gab die Zeit um 1990, da kam die alte Ludengarde rüber gefahren und wollte diesen großen neuen Markt abgrasen, während sich die ostdeutsche Szene erst einmal formieren musste.

Bei Ihnen wird der käufliche Sex zum größten Teil wie ein ganz normales Arbeitsleben geschildert, wie am Fließband.

Es ist auch der Versuch, das eben als eine “normale” Arbeit darzustellen. Die Frauen sagen: Ich mache das, weil ich das machen will, weil ich Geld verdienen will. Das ist ein gewaltiger Wirtschaftszweig. Aber die Zeiten werden ja auch schlechter, die Frauen beklagen sich, dass das Internet alles abgrabe. Jetzt gibt’s schon auf Facebook den Bumsbutton, mit dem man sich verabreden kann, und noch ganz andere Plattformen. Die klassische Prostitution wird schwierig. Im Netz kann man sich schnell verabreden oder pausenlos Pornos konsumieren, während man sich früher nur damit anheizte und dann zu Prostituierten ging. Dieser Wandel der Sexindustrie spielt auch eine Rolle.

Sie haben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Lernt man da Schreiben?

Eigentlich nicht. Ich glaube sogar, dass man in jener Zeit manche Kapitel von mir hier durch den Fleischwolf gedreht hätte. Ich weiß es nicht. Aber es war eine gute Zeit. Ich habe gelernt, wie intensiv man an einem Text arbeiten muss. Ich habe tolle Kollegen kennengelernt, Sten Nadolny, Ulrich Plenzdorf, Josef Haslinger. Ich bin wahrscheinlich im nächsten Jahr selbst dort Dozent.

Wenn ich mir die deutsche Gegenwartsliteratur anschaue, dann sehe ich niemanden, der sich so wie Sie in das Leben stürzt, an ihm auch leidet, und mit einem starken Werk dann wieder daraus auftaucht. Was bedeutet Leben für Sie?

In erster Linie ist es Material. Eigentlich ist es auch gemein, das so zu sagen. Denn ich habe ja auch ein ganz normales Privatleben. Aber das Leben in all seinen Facetten hat mich immer interessiert. Wenn ich Zeitung lese, dann stolpere ich immer über diese schlimmen Dinge. Ich schüttle dann den Kopf und sage, mein Gott, das ist ja alles nicht zu fassen. Wieso ist denn der Mensch so, wie er ist?

Leiden Sie eigentlich als Autor auch mit, wenn sie schwer erträgliche Kapitel schreiben, etwa jenes über die Suche eines Vaters nach seiner jungen Tochter, die längst im Milieu verschwunden ist?

Gerade an diesem Kapitel habe ich lange dran geschrieben, über einen Monat. Da saß ich in Split an der Adria, und draußen schien die Sonne. Und ich habe nachts gejammert: O Gott, o Gott, das ist ja alles furchtbar. Das ist das Paradox mit der Zeit. Plötzlich ist es dann vorbei, und es steht da. In dem Augenblick, wo man es schreibt, scheint die Zeit nicht zu vergehen, wie es mit allen intensiven, tragischen oder dramatischen Dingen ist. Es nimmt kein Ende. Und dann plötzlich, irgendwann ist es vorbei, und jetzt sitze ich hier – seltsam.

Wer einen Autor von außen betrachtet, sagt sich leicht, es sei eine einsame Arbeit. Aber ich selbst habe als Autor nie das Gefühl, einsam zu sein, denn ich lebe ja mit all meinen Figuren. Ich lebe in der Geschichte, die ich schreibe. Trotzdem kann dies für das private Umfeld schwer zu ertragen sein.

Ja, da gehe ich mit Ihnen. Einsam ist das Material. Man spricht ja mit den Figuren. Man umgibt sich mit den Recherchen, mit den Figuren, mit den Stimmen. Aber im Privaten? Deswegen habe ich meinen Arbeitsraum in Leipzig, wohin ich mich zurückziehe. Das ist auch nicht immer einfach für die zwischenmenschlichen Beziehungen, die man pflegt, oder den Partner, die Frau. Aber da muss man dann durch. Das ist eben einfach so. Die Kunst steht doch an erster Stelle, das lässt sich nicht ändern. Da will ich mich auch nicht beklagen. Wenn ein Buch fertig ist, dann hab ich auch immer viel Zeit für die zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich hoffe, die liest das jetzt nicht.

Gibt es bei Ihnen dieses Gefühl, das ich scherzhaft die postnatale Depression nenne? Das Werk ist draußen, und der Autor ist leer.

Ja. Das war irgendwann im April, Mai. Da merkte ich plötzlich, dass ich vollkommen kraftlos und auch physisch ausgebrannt war. In den letzten Monaten des Schreibens waren auch alle erschrocken, wenn sie mich gesehen haben, die Leute vom Fischer Verlag, die Lektoren. “Du bist ja ganz dünn geworden. Na ja, ist doch klar, wenn man nur von Whisky, von Schnaps und Zigaretten lebt, dann ist das schwierig.

Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article119569350/Prostitution-ist-in-der-Mitte-der-Gesellschaft.html

Ich bau mir ’nen Puff – Unternehmer zieht ein neues „Römerbad“ hoch

Die alltäglichen Schwierigkeiten beim Puffbau…

Köln – Die Stange ist das Problem. Steckt zwischen Decke und Whirlpool fest. Jetzt soll aber noch eine schicke Fliese drunter. Damit das gute Stück, an dem Jenna (24, auf Jobsuche) schon mal Hand anlegt, richtig nobel aussieht.

Aber wie kommt eine Stange elegant durch die Kachel? „Täglich neue Problemchen“, stöhnt der Boss. „So ist das, wenn man sich ’nen Puff baut…“

Betörende Musik, ploppende Champagnerflaschen. An der Bar feuchtfröhliche Herren in Bademänteln, im Zentrum ein mit Palmen gesäumter Pool voll mit splitternackten Prostituierten. So ging’s zu, sündige 30 Jahre lang, im „Römerbad“ in Ehrenfeld. Kölns legendäre Nacht- und Nacktattraktion für Generationen an Freiern.

Doch vor einem Jahr musste der alte Sauna-Club schicken Neubauwohnungen weichen. Jetzt will der „Boss“, wie sich der Unternehmer nur nennt, den Mythos wieder aufbauen. Aber wie?

„Zunächst braucht man langen Atem für Behörden – und für die richtige Immobilie“, erzählt er über den Flachbau an der Mathias-Brüggen-Straße. „Neben schönen Mädchen mit vielen Stammkunden ist natürlich auch das Farbenspiel wichtig.“

Und so funktioniert sein Puff: Im klinisch reinen Untergeschoss macht sich der Gast nackig und duschfrisch. Im ferrari-roten Erdgeschoss soll der Bademann(tel) dann auf Touren kommen. Um im eigelben Obergeschoss mit einer Dame in einem von acht bunten Salons zu verschwinden. Voilà!

Ein Dutzend Handwerker ackert für den Boss, damit aus seiner Baustelle – über 170 Kubikmeter Müll holte er raus, steckte Hunderttausende Euro rein – ein amtlich genehmigter Sündenpfuhl wird. Im September soll’s dann so weit sein. Jenna hat derweil den Boss überzeugt: „Bist engagiert!“

Puff-Bauer: Vor der Lust wartet der Behörden-Dschungel

Ich will auch einen Puff bauen. Was muss ich tun?

Wer sich diese Frage stellt, hat einiges vor: Das Bauaufsichtsamt erteilt nach diversen Prüfungen eine Baugenehmigung, das Ordnungsamt die Gaststättenerlaubnis.

Dafür wird u.a. das Führungszeugnis gecheckt. Beim Steueramt muss man die Zahlung von Sex-Steuer und ggf. Sozialversicherungsbeiträgen für die Huren anmelden.

Hat man alles zusammen, kann man beim Gewerbeamt dann den Puff anmelden. Ordnungsamt-Chef Robert Kilp: „Die Behördengänge dauern rund fünf Monate.“

Quelle: http://www.express.de

Krach im Bordell: Preisnachlass beruhigt die Gemüter

Eine kleine, aber feine Meldung!


Diez – Elf Champagner hatte der Freier in einem Bordell in Diez seiner Flamme spendiert und selbst zehn Bier getrunken, dann gab es Streit über die Rechnung.

In einem Klub des Rotlichtmilieus hat sich ein Kunde am späten Donnerstagabend über den Tisch gezogen gefühlt. Nachdem er sich erst so spendabel gezeigt hatte, wurde er kleinlich, als ihm die Rechnung präsentiert wurde und er mehrere Hundert Euro zahlen sollte. Daraufhin verständigte er die Polizei. Nachdem der Mann nach Polizeiangaben das Herz des Klubbetreibers in einem längeren Gespräch erweichen konnte, gewährte dieser schließlich einen Preisnachlass in Höhe von 20 Euro, und alle Parteien waren zufrieden. Die Beamten brauchten nicht einzugreifen.

Quelle: www.rhein-zeitung.de