Schutz für Schimmelfahnder

Mal ein anderes Thema rund um Paysex und Bordelle. Geradezu erfrischend…

Bremerhaven. Arno Müller muss in den Puff. In mehrere. Auf seiner Liste sind die Etablissements aufgeführt, in denen der Lebensmittelkontrolleur nach dem Rechten schaut. Viele Bordellbesitzer kennt er schon seit Jahren. Andere haben das Geschäft gerade erst übernommen. Für ihn ist es Routine. Für viele Bordellbesitzer eine Schrecksekunde, wenn der Mann mit der Aktentasche unangekündigt klingelt. Von Lili Maffiotte

Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind die Kontrolleure beim Lebensmittelüberwachungsdienst des Landes Bremen unterwegs. Im Rotlichtviertel macht das dann Sinn, wenn auch Betrieb ist. Freitagabend ist ein guter Zeitpunkt. Die Autos ziehen sich wie eine Perlenkette an den Koberfenstern vorbei, dahinter stehen die Frauen. Das Fenster geht auf, das Fenster geht wieder zu, wenn Arno Müller grüßt. Denn er ist nicht allein unterwegs. „Das sind meine Bodyguards“, scherzt er und zeigt auf die drei Polizeibeamten, die ihn begleiten.

Schluss mit lustig ist dann, wenn Arno Müller die Taschenlampe rausholt und Dinge findet, die ein Indiz für mangelnde Hygiene sind. An dem Abend hat er bereits eine Küche dicht gemacht. Sein Kollege Rolf Srba auch, der zeitgleich unterwegs ist. Kontrolliert wird stichpunktartig nach einem Zeitplan. Müller und Srba sind für rund 350 bis 400 Betriebe in Bremerhaven zuständig. Sie sind seit 1990 dabei. Und es gibt nichts, was sie noch nicht gesehen haben.

Auch mit Srba ist nicht gut Kirschen essen – vor allem dann nicht, wenn das Umfeld der Kirschen nicht sauber ist. Nachdem er sich vorstellt und sein Vorhaben anmeldet, scannt er die Küche ab. Arbeitsflächen, Fußboden, Abzugshauben. „Kann ich das Gesundheitszeugnis sehen“, fragt Srba den Koch. Das hat er nicht dabei. Nach dem Warum fragt Srba nicht. „Das ist so, als würden Sie ohne Führerschein Auto fahren“, belehrt er ihn.

Die Taschenlampe ist wichtig

Die Taschenlampe ist auch für ihn ein wichtiges Arbeitsgerät. Mit der beleuchtet er den Kühlraum der Gaststätte. Offene Speisen, Schimmel, abgelaufene Lebensmittel. „Die Küche mache ich dicht“, kündigt Srba an. Kaum eine Viertelstunde ist vergangen. Auch für den Lebensmittelüberwacher eine rekordverdächtige Zeit.

Dabei bleibt es aber nicht. Er findet Käse von Juni 2012, Puddingpulver von Februar 2011. Rotschimmel in der Geschirrspülmaschine, Plastikbehälter, in denen die Keime eine Party feiern. Der Friteusenkorb ist defekt, in der Gefriertruhe liegen Lebensmittel ohne Einfrierdatum. Die Mängelliste wird lang und länger. Srba erklärt dem Koch ruhig, was alles nicht geht. Die Gaststättenbesitzerin trägt währenddessen das Bier raus. Die Taschenlampe ist erbarmungslos.

„Aus den Lebensmitteln auf dem Boden können Sie noch ein Vier-Gänge-Menu zaubern.“ Srba versucht locker zu bleiben. Aber es ist ihm verdammt ernst. „Diese Küche ist eine Katastrophe“, sagt er der Ladenbesitzerin, die den Ernst der Lage noch nicht ganz begriffen hat. Sie muss alle offenen Lebensmittel wegschmeißen. Alles reinigen. Sie bekommt ein Bußgeld. Srba muss hart durchgreifen. Aber mit Fingerspitzengefühl. Ein Balanceakt. Am nächsten Tag will er zur Nachkontrolle vorbeischauen. „Dann muss das alles in Ordnung sein.“

Auch sein Kollege Müller, weiß, worauf er achten muss. Eiswürfelmaschinen etwa, in denen früher auch schon oft Darmbakterien gefunden worden sind. Oder ob der Sekt auch als Mischgetränk in der Getränkekarte aufgeführt ist. „Auf dieser Piccoloflasche steht, dass das ein Mischgetränk mit nur einem Prozent ist – das geht für gut 35 Euro über den Tisch und die Frauen werden nicht betrunken“, erklärt er.

Auf der anderen Seite des Tresens lassen sich die Freier vom Taschenlampenstrahl nicht stören, sie fummeln weiter an den Frauen herum. Auch Arno Müller lässt sich nicht stören. Weder von der Bullenhitze noch von den leicht bekleideten Frauen, die ihn entweder gelangweilt oder aber auch böse anschauen. Freunde macht er sich bei seinen Kontrollen nicht. Aber das ist auch nicht seine Aufgabe. „Für mich ist das oberste Gebot der Verbraucherschutz.“

Kurz nach Mitternacht. Die letzte Kneipe auf der Kontrollliste ist in Sicht. Die ist pickepackevoll – wie so mancher Seemann. Es ist laut, verraucht, aber hell. Arno Müller kann die Taschenlampe stecken lassen: Er sieht den Verstoß sofort. Der Besitzerin macht er eine klare Ansage: „Kein Essen, sonst Ärger.“ Überall in der Lessingstraße ist er fündig geworden. Küchenschaben. Schimmel. Dreck. Die Fristen sind gesetzt. Der Mann mit der Aktentasche kommt wieder. Das ist sicher. Und sicher wird er wieder etwas finden.

Quelle: http://www.kreiszeitung-wesermarsch.de

Softporno-Regisseur will Berlusconis Leben verfilmen

Im Juni wurde Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi wegen Prostitution Minderjähriger verurteilt. Seine Vorliebe für junge Frauen ist ein klasse Filmstoff – findet Softporno-Regisseur Tinto Brass.

Softporno-Regisseur Tinto Brass plant einen Film über die Schwäche des früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi für sehr junge Frauen. Der 80-jährige Landsmann des Cavaliere sagte am Samstag am Rande des Filmfestivals von Venedig, er denke an den Titel “Danke, Papi” in Anspielung auf die Mädchen, mit denen sich Berlusconi in seiner Villa bei Partys umgab.

Der Spitzname “Papi” haftet Berlusconi an, seit er 2009 bei der Geburtstagsparty einer 18-Jährigen auftauchte, die ihn zärtlich so nannte.

Brass ist insbesondere für seinen Film “Eine unmoralische Frau” (1992) bekannt, eine schlüpfrige Interpretation der Mozart-Oper Così fan tutte. Außerdem ist er Schöpfer zahlreicher weiterer indizierter Streifen. In Venedig bewirbt er eine Dokumentation über sein Leben mit dem Titel “Instintobrass” (etwa: Instinktbrass).

Urteil gegen Berlusconi gefallen

Berlusconi war Ende Juni wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 76-Jährige bezahlten Sex mit der zur Tatzeit minderjährigen Nachtclubtänzerin Karima al-Mahrough alias Ruby Rubacuore (“Ruby Herzensbrecherin”) hatte. Das Urteil ist erst rechtskräftig, wenn alle Revisionsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.


Quelle: http://www.welt.de/kultur/article119598410/Softporno-Regisseur-will-Berlusconis-Leben-verfilmen.html

Ich bau mir ’nen Puff – Unternehmer zieht ein neues „Römerbad“ hoch

Die alltäglichen Schwierigkeiten beim Puffbau…

Köln – Die Stange ist das Problem. Steckt zwischen Decke und Whirlpool fest. Jetzt soll aber noch eine schicke Fliese drunter. Damit das gute Stück, an dem Jenna (24, auf Jobsuche) schon mal Hand anlegt, richtig nobel aussieht.

Aber wie kommt eine Stange elegant durch die Kachel? „Täglich neue Problemchen“, stöhnt der Boss. „So ist das, wenn man sich ’nen Puff baut…“

Betörende Musik, ploppende Champagnerflaschen. An der Bar feuchtfröhliche Herren in Bademänteln, im Zentrum ein mit Palmen gesäumter Pool voll mit splitternackten Prostituierten. So ging’s zu, sündige 30 Jahre lang, im „Römerbad“ in Ehrenfeld. Kölns legendäre Nacht- und Nacktattraktion für Generationen an Freiern.

Doch vor einem Jahr musste der alte Sauna-Club schicken Neubauwohnungen weichen. Jetzt will der „Boss“, wie sich der Unternehmer nur nennt, den Mythos wieder aufbauen. Aber wie?

„Zunächst braucht man langen Atem für Behörden – und für die richtige Immobilie“, erzählt er über den Flachbau an der Mathias-Brüggen-Straße. „Neben schönen Mädchen mit vielen Stammkunden ist natürlich auch das Farbenspiel wichtig.“

Und so funktioniert sein Puff: Im klinisch reinen Untergeschoss macht sich der Gast nackig und duschfrisch. Im ferrari-roten Erdgeschoss soll der Bademann(tel) dann auf Touren kommen. Um im eigelben Obergeschoss mit einer Dame in einem von acht bunten Salons zu verschwinden. Voilà!

Ein Dutzend Handwerker ackert für den Boss, damit aus seiner Baustelle – über 170 Kubikmeter Müll holte er raus, steckte Hunderttausende Euro rein – ein amtlich genehmigter Sündenpfuhl wird. Im September soll’s dann so weit sein. Jenna hat derweil den Boss überzeugt: „Bist engagiert!“

Puff-Bauer: Vor der Lust wartet der Behörden-Dschungel

Ich will auch einen Puff bauen. Was muss ich tun?

Wer sich diese Frage stellt, hat einiges vor: Das Bauaufsichtsamt erteilt nach diversen Prüfungen eine Baugenehmigung, das Ordnungsamt die Gaststättenerlaubnis.

Dafür wird u.a. das Führungszeugnis gecheckt. Beim Steueramt muss man die Zahlung von Sex-Steuer und ggf. Sozialversicherungsbeiträgen für die Huren anmelden.

Hat man alles zusammen, kann man beim Gewerbeamt dann den Puff anmelden. Ordnungsamt-Chef Robert Kilp: „Die Behördengänge dauern rund fünf Monate.“

Quelle: http://www.express.de

Krach im Bordell: Preisnachlass beruhigt die Gemüter

Eine kleine, aber feine Meldung!


Diez – Elf Champagner hatte der Freier in einem Bordell in Diez seiner Flamme spendiert und selbst zehn Bier getrunken, dann gab es Streit über die Rechnung.

In einem Klub des Rotlichtmilieus hat sich ein Kunde am späten Donnerstagabend über den Tisch gezogen gefühlt. Nachdem er sich erst so spendabel gezeigt hatte, wurde er kleinlich, als ihm die Rechnung präsentiert wurde und er mehrere Hundert Euro zahlen sollte. Daraufhin verständigte er die Polizei. Nachdem der Mann nach Polizeiangaben das Herz des Klubbetreibers in einem längeren Gespräch erweichen konnte, gewährte dieser schließlich einen Preisnachlass in Höhe von 20 Euro, und alle Parteien waren zufrieden. Die Beamten brauchten nicht einzugreifen.

Quelle: www.rhein-zeitung.de

Bezirk schickt Rasenmäher gegen Huren

Verrückt: Rasenmäher als Einsatzmittel gegen Huren? Klingt ja schon etwas menschenfeindlich…

Lichtenberg – „Verkehrsberuhigung“ mit dem Rasenmäher: Das Bezirksamt will die Unkrautwiesen an der Darßer Straße mähen – die Freier der Straßenhuren können dann nicht mehr ungesehen in den Sattel steigen. Hofft man.

Die fünf neuen Oststraßenstriche (KURIER berichtete) geraten endlich unter Druck. In Lichtenberg gab es jetzt einen Ortstermin, an dem der Polizei-Abschnittleiter Markus Knapp, Fabian Peter vom Büro des zuständigen Stadtrats Nünthel und der Lichtenberger CDU-Vorsitzende Martin Pätzold teilnahmen.

Peter erklärte dem KURIER, dass es mit der Mäh-Aktion aber noch etwas dauern kann – das Grünflächenamt sei im Moment mit der Beseitigung der Gewitterschäden beschäftigt, und für den Einsatz einer Firma müsse erst Geld bereitgestellt werden.
Das gilt auch für die Idee, den Graaler Weg mit Pollern zu blockieren, damit Freier nicht mit dem Auto und der jeweiligen Sexualdienstleisterin hineinfahren können. Pätzold: „Die Straße kann so lange gesperrt bleiben, bis sich auf dem Gewerbegebiet dort Gewerbe ansiedelt.“

Auch die Polizei will öfter vorbeischauen – allerdings kann sie nicht wirklich tätig werden, solange die Prostituierten halbwegs bekleidet sind und sich gesetzesgetreu benehmen. Nach KURIER-Informationen sind Sozialarbeiterinnen dabei, die Frauen auf Hilfe durch das „Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienfragen“ im Bezirk oder durch die Prostituierten-Organisation Hydra hinzuweisen.

Quelle: http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/lichtenberg-bezirk-schickt-rasenmaeher-gegen-huren,7169128,23960080.html#

Ungewünschte Kastration im Bordell

Etwas grotesk das Ganze…Und Brasilianer besuchen Bordelle gerne im Zeichen der Völkerverständigung – wieder etwas dazu gelernt… :D

Pedro Juan Caballero: Es als Arbeitsunfall hinzustellen wäre eine Möglichkeit. Jedoch besuchte das Opfer, ein paraguayischer Mann, vergangene Nacht ein Bordell nahe der Grenze zu Brasilien unter dem Einfluss von Drogen.

In einem Krankenhaus der Stadt wird nun versucht sein bestes Stück zu retten, was jedoch nicht garantiert werden kann. Der Mann stand unter starken Drogen. Bis jetzt ist nicht klar ob diese von ihm freiwillig eingenommen wurden. Die tiefe Schnittwunde scheint kein missglückter Raub zu sein. Eventuell, so mutmaßen Polizisten, handelt es sich um Rache.

Die Zone rund um die Casinos der Stadt ist für ihre hohe Anzahl an Freudenhäusern bekannt, die gerne von Brasilianern im Zeichen der permanenten Völkerverständigung aufgesucht werden.

(Wochenblatt / Hoy)

Quelle: http://wochenblatt.cc/nachrichten/ungewunschte-kastration-im-bordell/19072

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Bezahlter Sex: …ist für Männer meist weder Untreue noch Seitensprung!

Liebe Leser und Freierkollegen,

hier mal ein ganz besonderes Fundstück aus der Feministinnen-Ecke. Unbedingt lesen! Amüsiert euch, regt euch auf, lacht euch nen Ast ab, was auch immer. Es lohnt sich jedenfalls dieses seltene Kleinod an Textkunst mit unseren kleinen, gemeinen Freieraugen geradezu zu verschlingen und der Autorin zu huldigen…


“Das Internet wimmelt von Seiten für Männer, auf denen sich Frauen für bezahlten Sex anbieten.

Die schnelle Nummer im Bordell, Escort-Service, Luxus-Callgirls oder auch der Besuch einer sogenannten „Modell-Wohnung“ – nichts ist unmöglich auf dem Terrain der käuflichen Liebe!

Für den Großteil der Männer, die solche Angebote nutzen, ist diese Art Erotik kein Fremdgehen. Manche meinen sogar, dass sei eine Art „erweiterte Selbstbefriedigung“, was irgendwie schon grotesk wirkt. Die jeweiligen Partnerinnen sehen die Nutzung einer derartigen Dienstleistung ihrer Männer freilich anders.

Erst dieser Tage tauchte in einem großen Web-Forum für Frauen wieder ein Posting auf, wo eine Frau davon schrieb, entdeckt zu haben, dass ihr Mann sich mit einer Prostituierten getroffen  hat. Herausbekommen hat sie es, indem sie seinen Mailaccount geentert hat.

Diese Art Threads, allesamt von Frauen in Internetforen online gestellt, werden  wöchentlich so oder ähnlich wie oben beschrieben ins Internet gestellt. Was irgendwie auch logisch ist:

denn dort wo, wie hier in Deutschland, tagtäglich um die eine Million Männer bezahlten Sex in Anspruch nehmen, muss es natürlich auch Frauen geben, die Partnerinnen dieser Männer sind.

Und das sprichwörtliche Treiben, wenn sie es denn herausbekommen, überhaupt nicht gut finden.

Dass solche Threads im Internet oft über tausend Antworten haben, verwundert also nicht und zeigt einmal mehr, wie hochemotional dieses Thema ist!

Betroffene Frauen, die in irgendeiner Weise mit der Tatsache konfrontiert werden, dass ihr Mann ein Callgirl gebucht hat oder im Bordell war, sind meist nicht nur hochgradig geschockt und verletzt (allein schon von der Vorstellung, dass der Partner sich in einem rotlichtartigem Umfeld intimen Berührungen hingegeben hat), sondern auch angewidert.

Und fassungslos darüber, wie der doch sonst „so normal“ wirkende Partner „darauf“ abfahren kann. Allerdings – das wissen wir Frauen alle: Männer mögen nun mal sowohl „Hure“ als auch „Heilige“. Nur würden das die wenigsten zugeben.

Was sie beim bezahlten Sex finden, ist klar….die Heilige bestimmt nicht.

Und weil sie derlei erotische Spielereien eben mit Geld abgelten, ist das, wie eingangs erwähnt, für die meisten eben kein Fremdgehen. Umso schockierter sind dann die Männer, über ihre Partnerinnen, die das heimliche Treiben – wie auch immer – herausfinden und sich trennen.

Sie verstehen die Welt nicht mehr, haben sie doch – nach ihrer Definition – „nur“ eine ganz normale Dienstleistung in Anspruch genommen.

So wie man(-n) sich vielleicht mal einen schicken Sportwagen für ein paar Stunden mietet…

Der völlig abgedroschene Spruch „es hat wirklich nichts mit Dir zu tun“, fällt, man glaubt es kaum, in einer solchen Situation so gut wie immer. Und bewirkt bei der betroffenen Frau: nichts!

Wenn man vorher mit der Tatsache, dass der Partner sich der käuflichen Liebe hingegeben hat noch nicht konfrontiert wurde, kennt man das ja meist nur aus Filmen, wo ertappte Männer sich mit diesen platten Worten um Kopf und Kragen reden (wollen).

Aber es ist und bleibt nun mal eine Tatsache: für Männer ist der bezahlte Sex kein klassisches Fremdgehen oder gar ein Betrug an der Partnerin!

Auch wenn es dazu noch so viel Postings im Internet gibt, Frauen (zu Recht) entsetzt und verletzt sind, wenn so was geschieht: es passiert. Jeden Tag. Und immer wieder.

Und die männliche Ansicht hierzu gehört definitiv in die Abteilung „was Frauen an Männern nie verstehen werden“.

Ich denke, als Frau kann man verletzt sein ohne Ende, mit dem betroffenen Mann Gespräche führen bis zum abwinken oder ihn gar (wie es in dem angesprochenen Posting der betroffenen Frau empfohlen wird) zur Paartherapie schleifen – er wird seine Denkweise nicht ändern! Nicht in diesem Leben…

Sicher – wenn der Haussegen arg schief hängt wegen seines Vertrauensbruchs – wird sich so mancher Mann zunächst reumütig geben und der Frau erst mal eine Zeitlang besonders viel Aufmerksamkeit schenken.

Ändern aber wird er seine Sichtweise zum bezahlten Sex eher nicht.

Viele wiederholen eine solche Aktion sogar. Zugeben wird der jeweilige Mann das allerdings nie und nimmer. Genau so wenig wie er sich zukünftig – von wem und was auch immer – davon abhalten lassen wird, die Nummer mit der bezahlten Erotik zu wiederholen.

Weil`s ja für ihn ja weder Fremdgehen noch Untreue noch ein Seitensprung ist.

Zudem ist es ja außerdem hinlänglich bekannt, dass ein Großteil der Männer, die Prostituierte aufsuchen oder sich von Edel-Escorts begleiten lassen, ein solches Erlebnis wiederholt.

Nicht umsonst hat ein Großteil der käuflichen Damen Stammkunden – und das nicht wenige! Das können ja nun nicht alles nur Phantome sein…!

Was also, wenn ausgerechnet der eigene Partner jemand ist, den es (regelmäßig) zu Prostituierten zieht oder von dem man weiß, dass er eine solche Leistung in Anspruch genommen hat? Und die man – als seine Partnerin – definitiv als  „Untreue“ oder „Fremdgehen“ ansieht? Vom Vertrauensbruch, der einem arg zusetzt, mal ganz abgesehen…

Das kommt wie immer im Leben auf die Umstände an. So wie eine Frau in sich hinein hören wird, wenn sie mit einem notorischen Fremdgänger (der nicht mit Prostituierten, aber mit anderen Frauen fremdgeht) zusammen ist und diesen Zustand nicht mehr erträgt, wird sich auch die Partnerin eines Bordellgängers bzw. Kunden von Prostituierten tief im Inneren fragen, ob dieser Mann als Partner noch in Frage kommt.

Manche, auch das gibt’s natürlich und hat oft auch mit materiellen Abhängigkeiten vom Mann zu tun, schalten um in den Modus „ignorieren“ und gehen zur Tagesordnung über.

Andere wiederum kommen damit überhaupt nicht klar und packen ihre Koffer sogleich, nachdem das aushäusige Abenteuer aufgeflogen ist. Das dürfte wohl die Mehrheit der Frauen sein…

Denn für diese ist ein Besuch des Partners bei einer Prostituierten nun mal ganz klar eines:

ein übelster Vertrauensbruch!

Aufgrund dessen viele Partnerinnen solcher Männer lieber erst mal ein Leben allein als Single(-mama) vorziehen. Wo ihnen zumindest so was nicht widerfahren kann. Und die emotionale Verletzung auch die nötige Zeit hat, zu heilen.

Bis FRAU eines Tages dann wieder soweit ist, sich für einen neuen potentiellen Partner zu öffnen. Der dann hoffentlich kein Fremd- oder Bordellgänger ist…! Genügend Männer dieser Art gibt es ja – das sollte man nicht vergessen – noch immer in großer Anzahl!!! Und mit denen lebt es sich nunmal besser.

Herzlichst,

Linda-Tabea Vehlen”

Quelle: http://www.männliche-untreue.de/2013/03/20/bezahlter-sex-ist-fuer-maenner-meist-weder-untreue-noch-seitensprung/

Liebe Frau Vehlen,

Sie kämpfen ja geradezu vorbildlich für diese vielen, aufs übelste hintergangenen, armen, schutzlosen weiblichen Geschöpfe. Sie sind eine moderne Robina Hood für die Frauen. Eine wahre Befreierin der Unterdrückten! Ich bewundere sie dafür voller Inbrunst und  gleichzeitig schäme ich mich für all meine abgrundtief bösen, versauten Geschlechtsgenossen. Aber alle Männer sind eben Schweine. Da kann man leider gar nichts machen…Ihre Argumentation klingt überaus schlüssig: Wir Männer gehen nun mal gerne zu Huren, da alle anderen Frauen Heilige sind. Genauso wird es sein und nicht anders. Bei den Ehefrauen und Freundinnen daheim kann man geradezu den Heiligenschein sehen, wenn man richtig hinschaut. :) Frauen gehen ja auch per se nie fremd, sind einfach nur allesamt engelsgleiche Geschöpfe und die heiligen Ehefrauen zuhause haben bestimmt absolut keinen Anteil daran, dass es ihre Männer zum Paysex in die Arme der Huren verschlägt. Wir Männer wollen einfach nur rammeln wie die Karnickel. Bums, fertig, aus.

Aber ich schweife vom Thema ab…wieviel kostet nochmal eine Stunde bei Ihnen?

Ihr ergebenes Freierschwein XY

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Rotlicht-Ermittler wegen Amtsmissbrauchs angeklagt

Mal was zum Schmunzeln aus Österreich…Da hat der gute Mann wohl sein Hobby zum Beruf oder seinen Beruf zum Hobby gemacht – kommt drauf an wie man’s sieht… ;D


Ein hochrangiger Rotlicht-Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Kärnten ist von der Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauches angeklagt worden. Der Beamte soll illegale Prostituierte frequentiert haben. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.

Laut einem Bericht der “Kärntner Tageszeitung” (KTZ) vom Sonntag soll der Mann selbst Kunde bei einer illegalen Prostituierten gewesen sein. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig. Der Fall wurde der APA aus Polizeikreisen bestätigt.

Der Beamte war bereist im Vorjahr nach Auffliegen der Affäre suspendiert worden. Das Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung wurde eingeschaltet, mit der Untersuchung wurde – um eventuelle Befangenheiten in Klagenfurt auszuschließen – die Staatsanwaltschaft Graz beauftragt. Wann der Prozess stattfindet, war vorerst unklar.

Quelle: APA

Liebesdienste im Garagenhof?

Nach Garagenrock jetzt….Garagenpaysex – na klar doch!

In einem Gewerbegebiet an der Europaallee könnten 42 Garagen entstehen, in denen Prostituierte ihre Liebesdienste anbieten. Der Stadt Frechen liegt eine entsprechende Bauanfrage vor. Nun prüft die Verwaltung, ob das Projekt überhaupt zulässig ist.  Von Udo Beissel

Frechen.

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung das Thema Sex-Steuer behandelt, die Stadt will am horizontalen Gewerbe mitverdienen.

Sieben Einrichtungen wie bordellähnliche Etablissements, Swinger- oder Sado-Maso-Clubs sind der Stadt neben zahlreichen Privatadressen derzeit bekannt. Bald könnte ein weiteres Großobjekt dazukommen.

Stellplatz vor der Sex-Garage

Wie zu erfahren war, liegt der Stadtverwaltung jetzt eine erste Bauvoranfrage vor. Im Gewerbegebiet an der Europaallee denkt ein Investor an den Bau eines Garagenhofs. Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Garagenhof mit herkömmlichen Bauten zur Lagerung von Material, Ware oder Autos. Der Interessent beabsichtigt, das horizontale Gewerbe dort anzusiedeln.

42 kleinere Bauten in Garagengröße plant der Mann dort zu errichten. Die Sex-Garagen sind speziell ausgebaut. Der erste Teil besteht aus einem Raum mit Bett, im hinteren Bereich ist ein Bad mit WC vorgesehen. Die Liebesnester sollen, sofern sie nicht gegen Vorschriften verstoßen, auf einem Areal zwischen Delta-Musik und Fertigbau-Musterhaussiedlung entstehen. Für dieses Grundstück hat ein Mann aus Jülich Interesse bei einer Vermarktungsfirma gezeigt.

Quelle: http://www.ksta.de/frechen/gewerbegebiet-frechen-liebesdienste-im-garagenhof-,15189184,23775750.html

Skater fühlen sich durch Zuhälter bedroht

Ein Schmunzeln konnte ich mir bei dieser Nachricht und besonders auch der Überschrift  irgendwie nicht verkneifen… Nach dem Motto schmutziger Paysex vertreibt saubere Skater

Krefeld (RP). Der Bereich der Skateboardanlage am Voltaplatz wird zunehmend von Prostituierten und Freiern genutzt. Das führt zu Konflikten: Die Anlage ist verdreckt, die Skater werden vertrieben.

Das Problem der Straßenprostitution an der Neuen Ritterstraße greift jetzt auf anliegende Gebiete über – immer häufiger werden in den vergangenen Tagen Prostituierte auf dem Dießemer Bruch und am Großmarkt gesehen. Ein Skateboarder berichtete unserer Redaktion jetzt, dass sich einige der Prostituierten, die an der Ritterstraße unter der Leuchtreklame Im Brahm stehen, mit ihren Freiern auf die Skate- und BMX-Anlage zurückziehen.

Der berufstätige 35-jährige skatet dort seit Jahren mit einer Freundesclique, meist nach Feierabend; in dieser Woche sei er gegen 23 Uhr von einem Freier angesprochen worden und barsch zum Verlassen der Anlage aufgefordert worden. Auf Nachfrage habe er sich fälschlich als Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausgegeben. Der 35-jährige rief die Polizei; als die eintraf, war aber niemand mehr zu sehen.

Neben dem Problem der Prostitution sieht der Skater auch die zunehmende Verschmutzung der Anlage mit Sorge – benutzte Kondome würden dort liegen, manchmal auch Strumpfhosen – dies alles hat er fotografiert und der Stadt gemeldet. “Hier spielen doch auch Kinder, hier sind Leute mit ihren Hunden unterwegs, außerdem K-Bahn-Nutzer.”

Er schätzt, dass täglich mehrere hundert Leute den Bereich frequentieren. Das Ordnungsamt zeige durchaus Präsenz, betont der Skater. “Aber nachts, wenn die Freier und die Prostituierten da sind, ist das Ordnungsamt nicht mehr hier.”

Die Polizei will den Bereich weiter kontrollieren. Solange aber der Sperrbezirk nicht erweitert wird, ist sie machtlos, kann nur Gesetzesverstöße ahnden. Die Stadt Krefeld erklärte über einen Sprecher, dass eine Vereinnahmung der Skateranlage bisher nicht festgestellt werden konnte. “Lediglich im unmittelbaren Bereich des Zugangs vom Pendlerparkplatz zur Skateranlage deuten vereinzelte Hinterlassenschaften darauf hin, dass es dort zu sexuellen Handlungen kommt.”

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) sei nach wie vor mit erheblichem Aufwand in den Abendstunden bis in die Nacht präsent. Polizei und KOD seien bestrebt, unzulässigen Begleitumständen frühzeitig zu begegnen bzw. ein weiteres Auftreten zu unterbinden. “Standardmaßnahmen sind auch weiterhin Personenkontrollen, die vordergründig gegen illegalen Aufenthalt und auf den Schutz von Minderjährigen gerichtet sind.”

Quelle: http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/krefeld/nachrichten/skater-fuehlen-sich-durch-zuhaelter-bedroht-1.3550800

Gegen das Rotlicht-Image: Polinnen tanzen Pole Dance am Straßenschild

Mal zur Erheiterung zwischendurch…Hat zwar nicht direkt was mit Rotlicht oder Prostitution zu tun, dennoch ganz interessant…

LODZ – Polens Autofahrer staunen nicht schlecht: In Lodz machen junge Frauen derzeit die Straßenecken unsicher. In knappen Höschen und knallpinken Tops räkeln sie sich an Straßenschilderstangen und verdrehen Autofahrern die Köpfe.

Doch wer jetzt an erotische Szenen denkt, liegt falsch! Die hübschen Tänzerinnen wollen mit ihren Einlagen den Pole-Dance vom Rotlicht-Image befreien.

Tatsächlich ist Poledance ein ziemlich anstrengender Sport mit eigenen Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro könnte der Stangentanz sogar eine Disziplin werden.

Auch der Tanz am Straßenschild erfordert viel Kraft: „Jede Stange ist anders. An Straßenmasten ist es viel schwieriger“, sagt eine der Tänzerinnen.

Quelle: www.berliner-kurier.de

Der Freier von der traurigen Gestalt – Prostitutions-Comic

Das soll eine Liebesgeschichte sein? Der Kanadier Chester Brown hat einen autobiografischen Comic über seine Besuche bei Prostituierten gezeichnet. Doch das vermeintliche Plädoyer für käuflichen Sex dokumentiert vor allem die emotionale Verarmung des Autors.

Ein wenig verschroben war Chester Brown schon immer. In seiner grafischen Novelle “Playboy-Stories” schilderte der kanadische Zeichner in epischer Länge die Masturbationstechniken seiner Teenagerjahre. Im deutlich umfangreicheren “I Never Liked You” (deutscher Titel: “Fuck”) geht es um Browns Unfähigkeit, mit Frauen unbefangen umzugehen. Zusammen mit dem jüngsten Buch “Ich bezahle für Sex” bilden sie eine traurige Trilogie des Ungeliebtseins.

Vielleicht sind ja alle kanadischen Comiczeichner etwas seltsam. Browns Landsmann Dave Sim hat nicht nur die sechstausend Seiten lange Lebensgeschichte eines Erdferkels in einer Fantasywelt gezeichnet, sondern auch einen exzessiven Frauenhass und religiösen Fanatismus entwickelt. Und Browns Freund und Zeichnerkollege Joe Matt hat seine Pornosucht ausführlich in einem Comic dargelegt.

Prostitution wird zur Droge

Weil “Ich bezahle für Sex” autobiografisch ist, taucht besagter Joe Matt in diesem Comic als Figur auf. Und zwar – das ist das Irritierende – als Stimme der Vernunft. Die Geschichte geht so: Brown trennt sich von seiner Freundin. Weil er weiter Sex haben will, aber hochgradig verklemmt ist, sieht er als einzig logischen Ausweg den Gang zu Prostituierten.

Chester Brown ist ein sehr ordentlicher Mensch. Der Comic basiert nicht allein auf simplen Erinnerungen. Minutiös hat er Aufzeichnungen gemacht, über Datum, Ort und Preis der Prostituiertenbesuche, auch die Namen der Damen hat er sorgsam notiert. Zusätzliche Quelle des Buches waren sogenannte Rezensionen, die Brown in einem lokalen Freierforum gepostet hat.

Abgesehen von einer Vielzahl extrem unerotischer Sexszenen besteht “Ich bezahle für Sex” vor allem aus der Schilderung von Browns Umfeld nach seinem Outing als Freier. Auftritt Joe Matt. Gerade mit ihm redet Brown immer wieder über die ethischen Aspekte der Prostitution – und über die emotionalen. “Kalt und klinisch” sei es, für Sex zu bezahlen, sagt der Pornoabhängige Matt. Nein, es sei sehr nett und freundlich gewesen, erwidert Brown.

Dokument emotionaler Verarmung

Verstörend? Ja. Ebenso wie die schnell aufkommende Selbstverständlichkeit des Prostituiertenbesuchs. Brown rechnet aus, wie viele Frauen er sich leisten kann, welche wie oft und so weiter. Das monetäre Kalkül des Freiers verdrängt jede Befangenheit. Anfangs ist er noch schüchtern, dann häufen sich die Besuche bei Prostituierten zum Ende hin.

In der zweiten Hälfte des Buches reduziert sich der Inhalt auf eine Parade kaum noch unterscheidbarer Frauen, mit denen Brown Sex gegen Geld hatte. Die Prostitution wird zur Droge, die Prostituierte endgültig zum Objekt. Blond oder dunkelhaarig? Große oder kleine Brüste? Teuer oder billig? Die spezifischen Qualitäten und die Preise der Dienstleistungen sind alles, was für Brown zählt.

Der Zeichner selbst versteht das als freigeistiges Plädoyer für Prostitution. Lässt man aber das moralische Minenfeld außer Acht, das er mit seinen Schilderungen betritt (“Ist Prostitution okay oder nicht?”), ist “Ich bezahle für Sex” vor allem das Dokument einer emotionalen Verarmung.

Angeblich um sie zu schützen, zeichnet Brown die Prostituierten gesichtslos, entweder von hinten oder so, dass Sprechblasen ihre Köpfe verdecken; die Frauen hören am Hals auf. Sich selbst dagegen porträtiert Brown knochig, mit ausdruckslosem, totenschädelhaften Gesicht. Ein Freier von der traurigen Gestalt, von dessen Gesicht kein Gefühl abzulesen ist.

Und wo ist die Liebe in dieser vorgeblichen Liebesgeschichte? Sie kommt bestenfalls verkleidet als Lust vor, oft nicht einmal das. Ist es Absicht, dass Brown in einem Buch, das die Prostitution normalisieren helfen soll, die negativen Folgen des exzessiven Konsums, ja überhaupt der Einstellung zu Sex als Konsumartikel so drastisch sichtbar macht? Oder vollführt er einen Seelenstrip und wagt einen Blick in einen Abgrund, ohne zu wissen, dass es ein Abgrund ist? Das allein bleibt offen. Der Rest ist erschütternd klar zu sehen.

Ganzer Artikel: Spiegel

Mehr über Chester Brown: Wikipedia

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Die Frau, die Huren nass macht

Martha Ramseyers (87) spritziger Kampf gegen die Prostitution. Von der Dachterrasse ihres Hauses begoss sie Freier und Sex-Workerinnen, bis die Polizei und die Hausverwaltung einschritten.

Martha kennt da gar nichts. Martha. Nicht Frau Ramseyer. Da ist auch nicht mehr Herr Bahnerth, sondern Michi. Martha nimmt immer den direktesten aller Wege. Und keine Blätter vor den Mund. Die Jungs von ihrer Hausverwaltung nennt sie unverblümt «Arschlöcher». Ihr Lieblingspolitiker ist Blocher: «Weil er das Maul aufmacht.» Eine halbe Stunde zuvor hat sie noch gesagt: «Hör bloss auf mit Politik, Michi. Damit hab ich gar nichts am Hut. Politik ist eine Hure. Hat mir mein Vater damals mit auf den Weg gegeben.»

Martha ist 87, das, was man wohl eine rüstige Rentnerin nennt, und nach sieben Jahren im Rotlicht-Kleinbasel schon ein Original und eine kleine Berühmtheit auch. Hat einen Fanclub, weil sie sich, bewaffnet nur mit einem Gartenschlauch, gegen eine Handvoll Huren und deren Gefolge vor ihrem Hauseingang gewehrt hat. «Seniorin macht die Huren nass», stand in den Zeitungen, «Martha for president» und «Super-Martha» in den Kommentaren. Man nennt sie auch Lady Gaga Nummer 2. Weil sie tut, was sie will, und weil sie manchmal in selbst genähten Charleston-Kostümen anzutreffen ist, samt Federboa, und weil es ihr egal ist, was andere über sie denken.

Sie wohnt in der Alterssiedlung Ecke Ochsengasse und Webergasse, 5. Stock, hat einen «Hausfreund», aber darüber will sie nichts sagen, fast nichts jedenfalls, sie sagt nur, dass er jünger sei. Wie bei allen älteren Damen ist ihre Wohnung ein Sammelsurium an Erinnerungen. Drei Zimmer, ungefähr 130 Fotos, ein Fernsehsessel und überall dieser süsslich-abgestandene Duft des Alters, der einen an Grossmütter erinnert. Sie kommt gerade vom Arzt. Irgendein Check. Martha ist auf Blutverdünner. «Weisst Du, was ich dem Arzt gesagt habe? Dass ich gesund bin, weil ich 30 Jahre nicht beim Arzt war. Und dass ich nicht mehr komme, weil ich gesund bleiben möchte.»

Martha mag Busreisen

Von ihrem Balkon aus sieht sie ein bisschen Rhein. Wasser ist wichtig für Martha. Die glücklichste Zeit ihres Lebens war, als sie zusammen mit ihrem Mann 25 Jahre lang Bademeisterin in Arlesheim war. Schöne Erinnerungen hat sie an Jugowlawien, als sie und ihr Mann FKK-Urlaub machten, und ihr Leben mit ihrem Mann hört auf, zwei Wochen bevor sie mit einem neuen Wohnwagen für länger ans Nordkap fahren wollen. Die beiden lebten damals in einem Wohnwagen in Zurzach. Ihr Mann ging Velo fahren und kam nicht mehr nach Hause. «Ist einfach vom Rad gekippt. Dabei war er Sportler, Sattler und Tapezierer und erst 64 Jahre alt.» Martha war 54 damals, 1978. Sie kam zurück nach Basel.

Um Martha in ihrer süssen Exzentrik zu verstehen, hilft diese Geschichte. Martha mag Busreisen. War sogar, aber das ist nicht die eigentliche Geschichte, schon in Faenza nahe Ravenna, wo der einstige Formel-1-Rennstall Minardi zu Hause war, eine sympathische Truppe, die alles hatte ausser ein schnelles Auto, «Und, Michi, stell dir vor: Da haben wir eine Runde auf der Testrennstrecke gedreht. Mit dem Bus! Wir ganz allein!»

Vor ein paar Sonntagen nun war sie mit dem Bus in Heidelberg, es gab Mittagessen und danach spielten fünf Santigläuse Schubidubidu-Jazz. Wer noch konnte, wippte mit, aber Martha stand auf und tanzte: «Ganz alleine. Nein, das macht mir nichts aus. Was kann ich dafür, wenn die Männer faul sind?» So ist sie. Wo es Leben gibt, ist Martha, und wo Martha ist, ist auch Leben.

«Willst Du einen Schnaps, Michi?», fragt sie immer wieder. «Nein danke.» «Einen Whisky?» «Danke, Martha. Aber es ist zehn Uhr morgens.» «Na und? Du lebst ja auch jetzt und nicht nur abends, oder? Einen Kräuterschnaps vielleicht?» «Nein, Martha, wirklich nicht.» «Mein Motto, Michi, ist: Halb besoffen, ist rausgeschmissenes Geld. Dann iss halt Pralinen und Weihnachtskekse.» «Ja, Martha.»

Keine Frage, sie würde es wieder tun. Oder immer noch: Die Prostituierten, Zuhälter und Freier von oben mit einem Schlauch bespritzen, damit sie nicht mehr auf der Mauer des breiten Eingangs der Altersiedlung lümmeln. Und rauchen und trinken und einfach alles liegen lassen. «Eine einzige Schweinerei», sagt Martha. Stand da oben, die Martha, auf der damals noch allgemein zugänglichen Dachterrasse, nahm den Schlauch in die Hand und spritzte den Eingang frei. Mehrmals. Alle kamen, «Blick», «20 Minuten», «Telebasel» und schliesslich auch die Polizei. «Frau Ramseyer. Wenn Sie damit nicht aufhören, müssen wir was tun.» «Mir doch wurst», hat sie gesagt, fröhlich Interviews gegeben und weiter zielsicher die Benutzer der Toleranzzone nass gemacht. «Wenn niemand was tut, tue ich was», sagt sie heute noch. Und: «Ich habe mich gewehrt.»

Martha mag Achtung

«Aber man kann doch nicht einfach Leute mit einem Schlauch abspritzen, Martha. Das leuchtet doch irgendwie ein.» Sie zuckt mit der Schulter. «Ich schon. Ich war Bademeisterin. In Arlesheim. 25 Jahre lang … Und bei Coca- Cola habe ich auch 18 Jahre lang gearbeitet. Und früher hab ich Polizisten im Eglisee schwimmen beigebracht …» «Ich weiss, Martha.» «Ja. Wenn Du meinst. Gut. Also, wenn die nicht dort gestanden hätten, vor meinem Eingang, hätte ich ja nicht spritzen müssen.» «Aber wieso, Martha, so generell?» «Weil ich keine Huren vor meiner Haustüre will und Pack auch nicht.»

Martha steht auf. Will von was anderem erzählen. Sagt, dass sie gelernte Pelznäherin sei, zeigt ihre Pelze, redet von den 80 Puppen, die sie mal hatte und denen sie Kleider genäht hat. Dass sie an der Fasnacht 25 Jahre lang Einzelmaske gewesen sei. Dass sie mit ihrem Mann zehn Jahre im Wohnwagen nahe Bad Bellingen gelebt hat, bevor sie im Wohnwagen nach Zurzach gegangen seien, wo er dann vom Velo … Sagt, dass sie diesen Teppich, «auf dem du deine Füsse hast, Michi», selbst geknüpft hat. Martha hat immer alles auf einmal im Kopf, Vergangenes, längst Vergangenes, alles ist eine Erinnerung, die ins Hier und Jetzt will, alles ist von gleicher Dringlichkeit. Dass sie Porsche gefahren ist. Dass sie ein Testament gemacht hat: «Hat 75 Franken gekostet.» Dass sie ein «Superleben» gehabt hat. Dass sie bei Coca-Cola 75 Franken am Tag verdient hat.

Ob dann was Besonderes vorgefallen sei, dass sie plötzlich den Schlauch genommen habe? «Nein. Ich hatte es einfach satt, dass die Huren mir Arschloch sagen und den Stinkefinger zeigen.» «Und warum haben sie dir Arschloch gesagt, Martha?» «Weil ich, wenn ich nach Hause gekommen bin, immer gesagt habe, sie sollen verschwinden von hier. Ich zahle hier 1600 Franken Miete. Dann haben die mir Arschloch gesagt, Michi. Und das brauche ich nicht. Und ich habe ja noch ein bisschen Stolz im Kreuz. Da habe ich sie vollgespritzt. Tja. Und dann waren sie weg. Da habe ich mir gesagt: Alles richtig gemacht, Martha.»

Ein paar Tage später war ein Schloss an der Tür, die auf die Dachterrasse führt, und Marthas beherzte Spritzattacken für eine hurenfreie Welt vor ihrem Hauseingang vorbei. «Das mit dem Schloss war die Verwaltung. Auch alles Arschlöcher, Michi, ich sags dir gerne nochmals. Bei so was reagieren die. Aber als mein Nachbar dreieinhalb Wochen tot in seiner Wohnung lag, waren die natürlich nirgends. Typisch. Der Schlauch war auch weg. Da hab ich gesagt, der Schlauch sei Privateigentum. Da haben sie ihn wieder hingetan. Vielleicht doch ein Schnäpschen, Michi?»

Martha mag Verse

Zugegeben, das klingt derb; eine 87-Jährige, die «Arschloch» sagt. Und auch wenn es aus dem Mund von Martha kommt, klingt es deswegen nicht schmeichelhafter. Aber das ist Martha. Und die Narrenfreiheit des Alters und eine Portion Altersradikalität. Eine alte Dame, die keine Kompromisse mehr eingehen mag. Deren Hobby stricken und nähen ist, und die, wenn sie schwimmen geht, immer noch mit einem Spiessli ins Wasser taucht. Oder «Startsprung», wie sie sagt. Die auf die Frage, wie es so sei, alt zu sein, antwortet: «Ich muss mir Mühe geben.» Die alle zwei Wochen zum Masseur geht und es geniesst. Auch, weil es die Krankenkasse bezahlt. Die dannzumal kremiert werden möchte. Und vor allem möchte sie keine Abdankung. Die «mit warmen Händen» gibt, denjenigen, die sie liebt, alles. Den andern Saures.

Es ist jetzt elf Uhr vormittags, neun Pralinen und 13 Weinachtskekse später. Auf dem Tisch mit Häkeldecke liegen Fotoalben, Zeitungsausschnitte und zwei Ordner mit Versen. Martha dichtet gerne und trägt dann vor. Rezitiert aus einer Melange zwischen Schnitzelbänken und Gedichten, die Verse haben Titel wie: «Wer älter wird, ist selber schuld.» Und dann: «Michi, nicht doch ein Schnäpschen?» «Ich muss los, Martha, so langsam.» «Ach so. Hab ich dir eigentlich schon meinen Lieblings-Santiglaus-Vers gesagt?»

Ganzer Artikel: basolline.ch

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Gemeinsam mit Rumänien gegen die Mafia

Schweiz: Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat während ihres Arbeitsbesuches in Rumänien Opfer des organisierten Verbrechens besucht. Mit dem rumänischen Innenminister Traian Iglas vereinbarte sie am Dienstag in Bukarest die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Frauen- und Kinderhandel.

Bern. – Straftaten von rumänischen Staatsangehörigen haben in den vergangenen Jahren zugenommen, wie das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Dienstag mitteilte. Die Schweiz sei in erster Linie von Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in der Prostitution betroffen; die Opfer stammten mehrheitlich aus Osteuropa, darunter besonders Rumänien und Bulgarien.

Sommaruga bezeichnete die Zusammenarbeit mit den rumänischen Polizei- und Justizbehörden als gut – mit Verweis auf das seit 2008 bestehende Polizeiabkommen zwischen der Schweiz und Rumänien. Bukarest anerkenne zudem den Menschenhandel selber als Problem, sagte die Schweizer Justizministerin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Es handle sich um eine moderne Form von Sklaverei.

Handlungsbedarf besteht laut Sommaruga nicht nur bei der Strafverfolgung, sondern auch bei der Prävention, beim Opferschutz sowie bei der Wiedereingliederung betroffener Frauen und Kinder. Einen gewissen Nachholbedarf sieht die Justizministerin auch in der Schweiz, und zwar auf rechtlicher Ebene.

Anfang nächsten Jahres wird eine schweizerisch-rumänische Arbeitsgruppe eingesetzt, der neben Polizeivertretern auch Migrationsexperten und Vertreter nichtstaatlicher Organisationen (NGO) angehören. Zusätzliche Kosten entstehen für die Schweiz dadurch laut Sommaruga nicht, weil die personellen Ressourcen bereits vorhanden seien und lediglich noch vernetzt werden müssten.

Bundesrätin Sommaruga liess sich in Bukarest ausserdem von ihrem rumänischen Amtskollegen, Justizminister Catalin Predoiu, über den Stand der Justizreform und die Korruptionsbekämpfung informieren. Die Schweiz unterstützt einen zweistufigen Schengen-Beitritt Rumäniens. Erst im September war dem Land zusammen mit Bulgarien die Aufnahme wegen des Einspruchs der Niederlande und Finnlands verwehrt worden. (sda)

Quelle: Suedostschweiz.ch

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Dreist: Prostituierte setzte sich einfach in Autos

Eine 24 Jahre alte Frau ist von der Polizei in München im Sperrbezirk bei der illegalen Straßenprostitution erwischt worden. Die Frau ging mit einer dreisten Methode vor.

Die Polizei kontrollierte in München die 24-Jährige, die im Sperrbezirk mehrfach Passanten und Autofahrer ansprach und ihnen sexuelle Leistungen gegen Bezahlung anbot. Nach Informationen der Polizei schreckte die Frau auch nicht davor zurück, sich einfach in die Autos potentieller Freier zu setzen, ohne deren Zustimmung abzuwarten. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Montag kurz nach Mitternacht. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die 24-Jährige bereits wegen Ausübung verbotener Prostitution bekannt war. Gegen sie wurde Strafanzeige erstattet. Nach ihrer Vernehmung wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bereits am nächsten Tag gegen 23.50 Uhr wurde die Frau in Begleitung von zwei weiteren Frauen, die der Polizei bislang nicht bekannt waren, erneut bei der illegalen Straßenprostitution beobachtet.

Die Wiederholungstäterin wurde festgenommen. Am vergangenen Mittwoch wurde sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl gegen die 24-Jährige erließ.

Ganzer Artikel –> Augsburger Allgemeine

Freierjournal-Tipp: Beim Passieren unsicherer Gegenden empfehlen wir militanten Paysex-Verweigerern, die Autotür von innen zu verriegeln.

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