Bewährungsstrafe für saarländischen Zuhälter

Im Verfahren gegen einen ehemaligen Bordellbetreiber aus Saarbrücken hat das Landgericht den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der 53-Jährige war der Zuhälterei und der Beihilfe zum Menschenhandel beschuldigt worden.

(31.07.2013) Ein Jahr auf Bewährung und Aufhebung des Haftbefehls: Der Angeklagte verließ das Landgericht am Mittwoch als freier Mann. Am Ende war von den Vorwürfen nicht mehr viel übrig geblieben – der 53 Jahre alte Familienvater wurde nur noch wegen Beihilfe zur Zuhälterei verurteilt. Zwar kassierte er von seinen Damen in seinem Club, dem „Bella“, jeweils 50 Prozent des Liebeslohns, das aber gilt Ansicht des Gerichts nichtals ausbeuterische Zuhälterei.

Geld am eigentlichen Zuhälter vorbeigeschleust

Der ehemalige Bergmann war im April im Rahmen einer Großrazzia im Rotlichtmilieu gemeinsam mit drei weiteren Beschuldigten, einem Rumänen und einem Ehepaar aus Riegelsberg, verhaftet worden. Im konkreten Fall ging es um eine 18-Jährige aus Rumänien, die im Club „Bella“ etwa vier Wochen lang angeschafft hatte.

Hinweise, dass sie vom Angeklagten zur Prostitution gezwungen wurde, gab es nach Ansicht der Gerichts keine. Aus abgehörten Telefonaten ging hervor, dass der ehemalige Bergmann gar Geld an dem eigentlichen Zuhälter, ein Rumäne, vorbeigeschleust und für die junge Frau nach Rumänien überweisen hatte. Dies sprach zum einen für den Angeklagten andererseits aber auch gegen ihn. Denn damit war klar: Er wusste, dass sie ausgebeutet wurde. Der Prozess gegen die eigentlichen Rotlichtgrößen, den rumänischen Zuhälter und das Riegelsberger Ehepaar, beginnt vermutlich im September.

Quelle: http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/urteil_prozess_menschenhandel100.html

Urteil im Menschenhandelsprozess erwartet

Nach der Großrazzia im Rotlichtmilieu von Mitte April, bei der drei Männer und eine Frau festgenommen wurden, wird heute vor dem Landgericht ein erstes Urteil erwartet. Angeklagt ist ein 53 Jahre alter Familienvater aus Saarbrücken. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zu Menschenhandel und Zuhälterei vor.

Der Mann soll in seinem Etablissement im Saarbrücker Stadtteil Güdingen eine junge Rumänin beschäftigt haben. Die Hälfte ihres Liebeslohns musste die 18-Jährige an den Angeklagten abführen. Ein weiteres Viertel soll der Angeklagte für den Zuhälter der jungen Frau einbehalten haben.

Der 53-Jährige ist weitgehend geständig. Gegen den rumänischen Zuhälter und gegen ein Ehepaar aus Riegelsberg laufen getrennte Verfahren. Der Rumäne soll junge Frauen aus seinem Heimatland nach Deutschland geschleust haben. Sie arbeiteten in Bordellen des Ehepaars aus Riegelsberg.

Alle Beschuldigten in U-Haft

Alle Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. Sie waren Mitte April bei einer Großrazzia im Saarbrücker Rotlichtmilieu festgenommen worden. Der Prozess gegen den Bordellbetreiber wird am Mittwoch fortgesetzt. Dann wird bereits das Urteil erwartet.

Quelle: http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/prozess_menschenhandel_rotlichtmilieu100.html

Strauss-Kahn soll wegen Zuhälterei angeklagt werden

Strauss-Kahn kein Vergewaltiger aber ein Zuhälter…? Bin mal gespannt wie der Prozess ausgeht…

Gemeinsam mit 12 weiteren Beschuldigten soll Dominique Strauss-Kahn, Ex-IWF-Chef wegen Zuhälterei angeklagt werden.


Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wird  wegen einer Affäre um einen Callgirl-Ring voraussichtlich der  Prozess gemacht. Drei Untersuchungsrichter erhoben Anklage gegen  Strauss-Kahn wegen «schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei», wie  die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille am Freitag  mitteilte. Bei den Vorwürfen geht es um Sex-Partys mit  Prostituierten, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe  Polizisten und Geschäftsmänner teilnahmen.

Strauss-Kahn will nichts von Prostituierten gewusst haben

Strauss-Kahn bestreitet nicht, an den Sex-Partys in Luxushotels in  den Jahren 2009, 2010 und 2011 teilgenommen zu haben. Der frühere  Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) will aber nicht  gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte  handelte. Laut Medienberichten besteht auch der Verdacht, dass  Strauss-Kahn die Partys mitorganisierte, die vor allem in Paris und  Washington stattfanden.

Gegen Strauss-Kahn war in der nach einem Luxushotel in Lille  benannten Carlton-Affäre Ende März 2012 ein formelles  Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Mitte Juni diesen Jahres  konnte der 64-Jährige einen juristischen Erfolg verbuchen: Die  Staatsanwaltschaft von Lille beantragte eine Einstellung des  Verfahrens gegen den einstigen Hoffnungsträger der französischen  Sozialisten. Gegen Strauss-Kahn liege nicht genug belastendes  Material vor, erklärte die Behörde.

Noch Rechtsmittel möglich

Die ermittelnden Untersuchungsrichter sahen dies aber offenbar  anders und erhoben jetzt Anklage. Die Staatsanwaltschaft könnte  noch Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen, Strauss-Kahn vor  ein Strafgericht zu stellen. Am Freitag teilte die Behörde zunächst  nicht mit, ob sie das vorhat.

Strauss-Kahns Anwalt Richard Malka sagte in einer ersten Reaktion,  er und sein Mandat sähen einem Strafprozess «gelassen» entgegen.  Dieser werde zeigen, dass die Zuhälterei-Vorwürfe «absurd und  widersinnig» seien.

12 weitere Beschuldigte

Neben Strauss-Kahn soll zwölf weiteren Verdächtigen der Prozess  wegen «schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei» gemacht werden. Ein  weiterer Beschuldigter soll sich wegen Beihilfe zum Betrug und  Vertrauensmissbrauchs verantworten. Ursprünglich lief das  Ermittlungsverfahren gegen Strauss-Kahn und andere Beschuldigte  wegen «bandenmäßiger Zuhälterei», was als Straftatbestand schwerer  wiegt als die «schwere gemeinschaftliche Zuhälterei». Die  Untersuchungsrichter schwächten die Vorwürfe aber ab.

Seit zwei Jahren in den Schlagzeilen

Strauss-Kahn kommt seit mehr als zwei Jahren nicht aus den  Schlagzeilen. Er war im Mai 2011 als IWF-Chef zurückgetreten,  nachdem er in New York wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen  worden war. Er wurde beschuldigt, in einem New Yorker Luxushotel  ein Zimmermädchen zum Oralsex gezwungen zu haben. Ein Strafprozess  wurde wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens später  eingestellt. Ein Zivilverfahren wurde nach einer außergerichtlichen  Einigung Strauss-Kahns mit dem Zimmermädchen eingestellt.

Zuletzt bekam der international angesehene Finanzexperte Posten in  den Aufsichtsräten von zwei russischen Finanzinstitutionen – beim  russischen Direktinvestitionsfonds RDIF sowie bei der russischen  Regionalentwicklungsbank BRDR, die vom Erdölgiganten Rosneft  kontrolliert wird. (afp)

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de