Escort Lady in Düsseldorf vom Kunden getötet?

Jedenfalls berichten die Medien heute etwas in der Art, zum Beispiel die Rheinische Post:

Mord in Düsseldorfer Hotel
Kunde tötete Escort-Dame

Die Polizei hat neue Hinweise zum Fall der ermordeten Frau, die in einem Hotel in Düsseldorf gefunden wurde: Es handelt sich um die 25-jährige Christina B., die bei einem Escort-Service arbeitete. Sie kannte den Mann, der sie vermutlich erstochen hat, seit Monaten.

Christina B. stammt aus Rumänien, ihre Mitbewohnerin hatte das Opfer auf der Wache in Mörsenbroich als vermisst gemeldet, erklärte die Polizei am Samstagmittag bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Die Obduktion am Freitag ergab, dass die 25-Jährige mit mehreren Stichen durch ein Messer oder einen ähnlichen Gegenstand getötet wurde. Die Leiche wurde entkleidet in einer Suite im sechsten Stock aufgefunden, ein Sexualdelikt schließt die Polizei aber aus.

Der mutmaßliche Täter war ein Kunde des Opfers. Es handelt sich dabei um einen Deutschen, der unter seinem richtigen Namen in dem Hotel eingescheckt hat. Er und die Frau wohnten seit dem 18. Januar dort. Laut Polizei kannten sie sich seit Monaten und haben sich regelmäßig getroffen. Zu den Tatmotiven wollten sich die Ermittler nicht äußern. Der Deutsche ist bisher nicht mit Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Gesucht wird der mutmaßliche Täter wegen Totschlag, da sich bisher keine Anhaltspunkte für einen Mord ergeben hätten.

Zum ganzen Artikel

Fair Pay-Sex

Was ist Fair Paysex?

Fair Paysex findet statt im gegenseitigen Respekt zwischen Anbieterinnen von Paysex und ihren Klienten, als freiwillig erbrachte und in Anspruch genommene Dienstleistung.

Die Initiative Fair Paysex, die sich abgrenzt gegen Zwangsprostitution und Rotlichtkriminalität, getragen von Tätigen aus dem Erotik-Dienstleistungsgewerbe, will anschaulich machen, wie sehr sich die Realität von selbstbestimmten Erotik-DienstleisterInnen, Freiern, Agenturen und Freudenhäusern von diesen hartnäckig verbreiteten Vorstellungen unterscheidet.

Eine ganz interessante Internetseite, die zum Stöbern und Nachdenken einlädt.
Lesebefehl:
http://www.fair-paysex.de

Blog “Gefühlsbilder” von Petra Dirkes

Die Frau schreibt einfach gut und richtig. Es tut wohl zu lesen, dass es auch außerhalb der Freierwelt noch Menschen gibt, die sich differenziert Gedanken machen und gegen den repressiven Schwedenstunk argumentieren und zwar gepflegt, liberal und schwer widerlegbar:

Die Befürworter des Prostitutionsverbots erklären alle Prostituierten zu Opfern, die es zu schützen gilt. Man spricht ihnen jegliche Eigenverantwortung ab, entmündigt sie zu “ihrem eigenen Wohl”. Natürlich wird es Prostituierte geben, die sich als Opfer fühlen (wie jeder andere Mensch auch) und das auch so erleben. Ein Gesetz wird sie von diesem Gefühl jedoch nicht befreien können – dazu ist Bewusstseinsarbeit und Selbstreflektion erforderlich. Wer die nicht aufbringen kann oder will, wird sich zwangsläufig als Opfer fühlen und selbstzerstörerische Lebensumstände geradezu magisch anziehen. Oder wird es demnächst auch Gesetzesentwürfe geben, die autoaggressive Handlungen wie Ritzen, Brennen, Bulimie u.ä. verbieten sollen? Möglichst noch unter Strafandrohung?! Wie lächerlich!! Ein weiteres Beispiel von vielen für sinnentleerte, absurde und kontraproduktive Gesetzgebung.

Hand in Hand mit der Entmündigung der “Opfer-Prostituierten” geht die Entmündigung selbstbestimmter Prostituierter, die ihrer Tätigkeit freiwillig und mit Freude (?) nachgehen. Das kommt einer Vergewaltigung gleich. Jemand wird per Gesetz an der Ausübung seines Broterwerbs gehindert – aus diversen “moralischen” Erwägungen. Warum verbietet man dann nicht auch das Bankwesen? Die “moralische” Fragwürdigkeit steht der der Prostitutionsausübung in nichts nach.

Der Artikel in ihrem Blog ist zwar vom April, aber sie trifft den Nagel auf den Kopf, deswegen an dieser Stelle gerne der verspätete Linktipp:

http://blog.petra-dirkes.de/sichtweisen/prostitutionsverbot-geht-am-kern-vorbei/

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Nafissatou Diallo und das Sperm-Spangled Banner

Kommentar
Dominique Strauss-Kahn steht nicht mehr unter Hausarrest und durfte sich die Fußfessel abnehmen. Die Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens Nafissatou Diallo sei nachhaltig erschüttert, so hallte es über den großen Teich. Eine alleinerziehende Mami, working hard und keusche Muslima mit Kopftuch, das ist eine Sache. Gelegenheitsprostituierte und in Drogengeschäfte verwickelt und vom Tag ihrer Einreise in den USA permanent am lügen und am schmarotzen, das ist eine andere Sache.

Das war also das gefühlte 10.000te Mal, dass ein geiler alter Mann in eine Liebesfalle getappt ist. Und seriös arbeitende Prostituierte in Deutschland werden sich mal wieder ärgern, dass ihr Beruf in Misskredit gebracht wird, weil in einem Land, wo Paysex weitgehend illegal und damit beinahe zwangsläufig in den Händen mafiöser Strukturen ist, so etwas vorkommt und entsprechend in den Medien aufgeblasen wird. Alles eigentlich nicht der Rede wert. Aber in einem Artikel der Welt online zum Thema stutze ich bei einem Absatz:

Die „New York Post“ will erfahren haben, dass das Zimmermädchen von ihrer Gewerkschaft in das vornehme Hotel in Midtown entsandt wurde, weil „eine Menge Leute sie als gute Anschafferin sahen“. Gewöhnlich würden Anfängerinnen in dem von der Gewerkschaft kontrollierten Prostitutions-Nebenerwerb in die Motels um den John-F.-Kenedy-Flughafen geschickt. Die „Post“ stützt sich auf anonyme Quellen.

Eine Gewerkschaft kontrolliert den Prostitutions-Nebenerwerb New Yorker Zimmermädchen? Entsendet Frauen in Motels?
Und weiter:

Es gebe „eine ganze Mannschaft von Leuten, die sie als Einnahmequelle betrachteten.“ Sollte das stimmen, erschienen die Demonstrationen der Gewerkschaft gegen Strauss-Kahn vor dem Gerichtsgebäude Anfang Juni in einem anderen Licht. „Shame on you“ skandierten die Gewerkschaftsmitglieder damals, als Strauss-Kahn aus dem Auto stieg.

Zum Artikel in der Welt Online

Das waren also sozusagen Leute aus dem Rotlichtmilieu und bei der Demo ging es um einen Protest gegen sinkende Einkommen, weil Nafissatou Diallo aus dem Verkehr gezogen werden musste oder der Freier Strauss-Kahn sie für den Blow Job nicht bezahlt hat? Hallo?

…. war die Mitgliedschaft in einer US-Gewerkschaft üblicherweise an hohe Eintrittsgebühren oder Abgabe eines Teils des Lohnes sowie Aufnahmeprüfungen gebunden.

… Das sagt Wikipedia über die Vergangenheit amerikanischer Gewerkschaften. Mal ehrlich Guys: Ist da bei der Zimmermädchen-Gewerkschaft nicht ein bisschen zuviel Tradition im Jahr 2011 übriggeblieben?

Vorschlag zum heutigen Unabhängigkeitstag: Legalisiert die Prostitution in God’s own Country!
So bekommt ihr gratis und franko selbstbestimmt arbeitende Frauen, die ihre eingeblasenen Dollars für sich behalten können, sich selbst irgendwo hin schicken, statt verschickt zu werden und vor allem wirklich hard working people im Sinne des amerikanischen Traumes sind. Und wenn dann ein geiler alter Mann über sie herfällt habt ihr auch das Recht und die Pflicht, ihn zur Verantwortung zu ziehen.

Dass sich das Vortäuschen einer Straftat lohnen könnte, wo die Karrieristen bei Polizei und Staatswaltschaft geifern und der Lynchmob kläfft, ist eine andere Sache. Vielleicht wird sich das irgendwann ändern, wenn durch Druck der Freien Berichter und Kommentierer die Vorverurteiler hinterher am Nasenring durch die virtuelle Arena gezogen werden können. Ein angeblicher Bruder des Zimmermädchens wurde schnell als Fake entlarvt und einer Dame in einem anderen Fall gelang es nicht, sich hinter vermeintlicher Anonymität zu verstecken. Und spätestens jetzt stellt sich die Frage, ob es nicht manchmal für alle besser ist, nicht alles vorschnell zu schreiben, zu lesen, zu sagen, zu photografieren. Erst recherchieren, dann die Zeitungen einladen, das wäre doch mal was Neues. Dann könnten wir uns auf interessantere Sachen konzentrieren, zum Beispiel, inwieweit Gewerkschaften in den USA in die organisierte Kriminalität verwickelt sind.

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Statistisches aus Stuttgart

Am Donnerstag stellte Stuttgarts Polizeipräsident Siegfried Stumpf die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik vor. Dass wegen der Krawalle rund um den Bahnhof Stuttgart21 auch mittelbar (direkt wurde Stuttgart 21 nicht statistisch berücksichtigt) die Anzahl von Gewalttätigkeiten gegen Polizisten zunahm, weil die Atmosphäre in der Stadt sich entsprechend polizeifeindlich aufgeladen hatte, dürfte niemanden überraschen.

Erfreulich sind diverse Rückgänge bei verschiedener Gewaltkriminalität (Schwere Körperverletzung, Jugendkriminalität, Jugendgewalt), sofern das Anzeigeverhalten der Opfer berücksichtigt worden ist, was sich aus der Statistik nicht erschließt.

In Sachen Rotlicht war die Polizei wohl vermehrt unterwegs. Gemeldet wurden 93 Fälle von illegaler Prostitution, fast drei Mal so viel wie noch 2009. Hier könnte ein Zusammenhang mit den Versuchen der Installation von Flatrate-Bordellen bestehen.

Bericht zur Kriminalstatistik in der Esslinger Zeitung
Stuttgarter Zeitung
BILD

Wo wir gerade bei Zahlen und Flatrate sind: Der Focus hat auch schon den Prozess gegen die Betreiber der Stuttgarter Flatrate-Bordelle entdeckt und versucht sich nun in Berichterstattung. Die Anklageschrift offenbart Erstaunliches:

Einzelne Frauen hatten FOCUS zufolge – auch wenn sie krank waren – bis zu 70 Freier am Tag zu bedienen. Die Arbeitszeit betrug oft 17 Stunden.
Selbst wenn Prostituierte ohnmächtig wurden oder über starke Schmerzen klagten, wurde ihnen jegliche ärztliche Hilfe verwehrt. Litten sie unter Hautkrankheiten, wurde das Licht in den Zimmern gedimmt, um die Kunden nicht zu verschrecken. Eine Zeugin beschrieb den zeitgleichen Andrang Dutzender Freier als Tortur: „Das war wie ein Schweinestall, wie Schweine vor dem Trog.“

Ganzer Artikel im Focus

Bei 70 Freiern und 17 Stunden komme ich übrigens auf 14,5 Minuten pro Freier ohne Pause, also bei 17 Stunden reiner Fickzeit. Die Freier müssen es alle ziemlich eilig gehabt haben. Gedimmtes Licht im Puff ist nicht sooo etwas Neues, Kokspickel bei Dienstleisterinnen auch nicht.

Trotzdem ist es schon deswegen (wenn es denn stimmt) …

Zu den Opfern zählt auch ein 16 Jahres altes, sexuell völlig unerfahrenes Mädchen aus Rumänien, das 2006 gegen seinen Willen in einem „Flatrate“-Bordell im rheinland-pfälzischen Schifferstadt arbeiten musste. Sie wurde von einer 17-jährigen Landsmännin angelernt und musste täglich bis zu 50 Freier bedienen

… und weil es einfach bei dieser ganzen Billigfickerei eine Grenze geben muss, gut, dass zwei von den Flatrate-Läden geschlossen worden sind.

Übrigens passierte das alles schon vor längerer Zeit, das Thema ist eigentlich längst durch und auch wir haben regelmäßig berichtet. Lediglich der Prozess findet jetzt statt.

Abschließend frage ich mich, wer dort die Kunden sind bzw. waren. In den einschlägigen Foren, auch in unserem Freiercafe las bzw. liest man ziemlich wenig über Flatrate-Bordelle.

Wünsche noch einen schönen Karnevalssonntag …

TV-Tipp 01.03.2011

“Trieb statt Hirn – Warum hat Sexualität so eine Macht?” Das fragt die Maischbergerin am 01.03.2011 um 22.45 in der ARD und zwar diese Leute:

  • Rolf Eden („Playboy-Legende”)
  • Rainer Langhans („68er-Legende”)
  • Stephanie Klee (Hurenaktivistin)
  • Maria von Welser (TV-Journalistin)
  • Elke Päsler (Ex-Prostituierte)
  • Prof. Dr. Ulrich Clement (Sexualwissenschaftler)

Über Elke Päsler haben wir hier schon berichtet. Auch im Freicafe wird die Sendung kontrovers dikutiert.
Zum Themenstrang

EDIT: Wegen des Rücktritts von Guttenberg wurde die Ausstrahlung verschoben. Der neue Termin ist noch nicht bekannt.

79jähriger stirbt bei Sex im Bordell

Es berichtet die BILD aus Hamburg:

Der Freier kam gegen 12 Uhr in das kleine Bordell in Barmbek, das als Billig-Absteige bekannt ist (Preise ab 50 Euro). Zwei Damen bieten hier ihren Körper an. An den beiden Klingeln stehen die Namen „Karisia“ und „Lisa L.“

„Lisa L.“ wirbt im Internet mit ihren üppigen Reizen und riesiger Oberweite (95 DD). Möglicherweise erregte diese Brünette den 79-Jährigen so sehr, dass er plötzlich leblos zusammensackte.

Der alarmierte Notarzt konnte ihn nicht mehr retten. Vermutlich starb der ältere Herr an einem Herzinfarkt.

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Polizei: Adenauerallee stellt kein Problem dar

Eine Woche nach der Stunksitzung der FDP zum Thema Adenauerallee – wir berichteten- schätzt Kriminalhauptkommissar Klaus Janik im Gespräch mit der WAZ die Situation um Prostitution in Gelsenkirchen ganz anders ein.

Aus dem Interview bei derwesten.de:

Klaus Janik: Die Prostitution ist keine Brutstätte des Verbrechens. Im Gegenteil: Ich bin froh, dass Leute, die ihren Sexualtrieb nicht woanders ausleben können, zu Prostituierten gehen können. Ohne Prostitution gäbe es mehr Vergewaltigungen, Nötigungen und ähnliche Delikte.

Welche Delikte treten denn im Umfeld der Prostitution auf?

Janik: Hier ist vor allem Menschenhandel zu nennen. Insbesondere bei Frauen, die aus Osteuropa unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angelockt worden sind – zum Beispiel durch das Versprechen, in der Gastronomie zu arbeiten.

Geschieht so etwas häufiger?

Janik: Vor 10 bis 12 Jahren ist das wesentlicher häufiger passiert. Heute sind die Frauen in den Herkunftsländern besser informiert. Es gibt aber immer noch Frauen aus kleinen Dörfern in Osteuropa, die nicht ahnen, dass sie hier in die Prostitution abzugleiten drohen.

Die FDP beklagt Auswüchse rund um die Adenauerallee und fordert, dass der Straßenstrich an einen anderen Standort verlegt werden soll. Was sagt die Polizei?

Janik: Ich kann nicht behaupten, dass die Situation auf der Adenauerallee für die Polizei ein Problem darstellt. Die Prostituierten werden einen Teufel tun, Passanten anzupöbeln. Sie wollen ja ihren Arbeitsplatz behalten. Die Frauen stehen da, werden von Freiern angesprochen und fahren dann irgendwohin, wo es keinen stört. Wir haben auch noch nicht feststellen können, dass Präservative oder Taschentücher in der Gegend herumfliegen. Klar: Wenn ich dort wohnen oder dort häufiger mit meinen Kindern spazieren gehen würde, fände ich den Strich auch nicht toll. Aber man kann nicht sagen, dass der Straßenstrich jugendgefährdend ist.

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Positives Fazit zur Verlegung des Essener Straßenstrichs

Nicht nur die Polizei ist mit der Entwicklung des Essener Straßenstrichs nach dem Umzug von der Pferdebahn zum neuen Standort Kirmesplatz zufrieden. Derwesten.de:

Zwei Jahre nach der Umsiedlung des Straßenstrichs auf den Kirmesplatz sind Erfolgsmeldungen zu hören. Gut für die Frauen: Es gibt kaum noch Gewalt. Gut für Stadt und Bürger: Die Prostitution ist fast aus dem Stadtbild verschwunden. Gut für die Polizei: Rund um den Kirmesplatz ist die Kriminalität gesunken. Und Städte mit vergleichbaren Problemen staunen…

Mit Kontrollen in Uniform und in Zivil hat die Polizei auf dem Gelände und in der Nachbarschaft Flagge gezeigt. Ergebnis: Von Drogen- oder Beschaffungskriminalität sind die Anwohner und Anlieger anders als befürchtet weitgehend verschont Nebeneffekt: Auch in den benachbarten Wohnviertel und Gewerbegebieten ist die Zahl der Einbrüche deutlich gesunken – wegen der hohen Polizeipräsenz.

Sozialdezernent Peter Renzel ist besonders stolz darauf, dass durch die Umgestaltung des Kirmesplatzes der Stra0enstrich fast aus dem Stadtbild verschwunden ist. Renzel: „Der Außenstehende nimmt ihn nicht mehr wahr. Das stärkt das Gefühl für Sicherheit der Bürger.“

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Dazu muss man noch ergänzend sagen, dass es früher an der Pferdebahn eher unkontrollierte Verhältnisse gab, dazu gelegentliche illegale Prostitution im Sperrbezirk Innenstadt. Entsprechend waren die negativen Begleiterscheinungen ausgeprägt.
…weiterlesen…

Adenauerallee unter Beschuss empörter Bürger

Die FDP in Gelsenkirchen veranstaltete am Dienstag Abend eine öffentliche Meckersitzung zum Straßenstrich an der Adenauerallee. Erstaunlich, zumal der Strich seit gefühlten Jahrzehnten besteht. Früher gab es sogar noch einen Swingertreff am benachbarten Ruhrzoo. Aber unter dem Motto “besser spät als nie” waren 20 anwesende Bürger empört, so berichtet derwesten.de:

Ihrem Unmut über den Straßenstrich Adenauerallee haben bei einer FDP-Veranstaltung einige Anwohner Luft gemacht: Von öffentlichem Oralsex am hellichten Tag, von Dreck auf Parkplätzen, von obszönen Gesten war die Rede. Die FDP will am Ball bleiben.

Die Frage der FDP-Stadt- und Bezirksverordneten Anne Schürmann, welche Erfahrungen die Anwesenden mit den „Auswüchsen“ des Straßenstrichs gemacht haben, bleibt nicht lange unbeantwortet. „Was hier abgeht, ist unterste Schublade“, sagt eine Erlerin, die täglich mit Hund in den Berger Anlagen spazieren geht. Sie habe erlebt, wie eine Mutter mit Kind von einem Freier gefragt worden sei: „Ist das Mädchen inklusive?“

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Und hier ist der Strich:


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Bewegung in der Schweiz

Im Lande der Eidgenossen ist Prostitution von Minderjährigen nicht per se strafbar. Das soll sich jetzt endlich ändern, so meldet es jedenfalls die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe:

Was den Umgang mit der Prostitution betrifft, sind sich alle in einem Punkt einig: Minderjährige sollen sich in diesem Gewerbe nicht betätigen dürfen. Wie ein solches neues Verbot ausgestaltet werden kann, darüber herrscht jedoch Unklarheit.

Neue Bewilligungspflicht

Diese Situation, die einhellig als unbefriedigend taxiert wird, dürfte sich jedoch rasch ändern. Einerseits sind entsprechende Gesetzesarbeiten auf Bundesebene im Gange, und andererseits bemühen sich jene Städte und Kantone, die nicht auf den Bund warten wollen, um eigene Lösungen. Ein Beispiel dafür ist die Stadt Zürich, die mit ihrem Entwurf für eine Prostitutionsgewerbeverordnung neue Wege geht; die Vernehmlassung zur vorgeschlagenen Gesetzesnovelle dauert noch bis Ende März.

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Da bei 16jährigen Mädchen eher nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie den Job freiwillig und selbstbestimmt ausüben, ist das ein guter Anfang. Viele Freier plädieren in den einschlägigen Foren sogar für ein Mindestalter von 21 Jahren. Gott sei Dank ist in der Schweiz, laut NZZ, die Anzahl betroffener minderjähriger Mädchen nicht sehr groß:

Wenige Einzelfälle

Das Stadtzürcher Polizeidepartement geht davon aus, dass es sich bei der Prostitution Minderjähriger «um wenige Einzelfälle handelt»; eine Einschätzung, die von Milieukennern wie dem Rechtsanwalt Valentin Landmann geteilt wird, der im Übrigen jedem Bordellbetreiber dringend davon abrät, Minderjährige zuzulassen. Bekannt ist allerdings das Phänomen, dass sich junge Mädchen prostituieren, um sich Drogen finanzieren zu können – oder aber sündhaft teure Designerkleider und -accessoires.

Egal wie viele es sind, gut, dass jetzt gehandelt wird!

Facebookladies

Der US-Soziologe Sudhir Venkatesh stellte fest, dass softwaremäßig Facebook und hardwaremäßig Blackberries sich bei New Yorker Gunstgewerblerinnen großer Beliebtheit erfreuen. Der Hintergrund ist das Werkeln der Ladies in der US-Amerikanischen Illegalität.
Futurezone.at weiß zu berichten:

83 Prozent der Prostituierten haben eine Facebook-Seite – zu diesem Ergebnis kommt Sudhir Venkatesh von der US-Universität Columbia. Der Soziologieprofessor hat für seine Studie ein Jahr lang die Arbeitswelt von 270 Sexarbeiterinnen in New York untersucht. Neben vielen anderen Ergebnissen überraschen vor allem die technologischen Aspekte: Venkatesh schätzt, dass bis Ende 2011 Facebook zum “führenden Anwerbungsraum” von Freiern werden würde. Bereits 2008 hätten 25 Prozent der Prostituierten ihre Kunden über Facebook gefunden.

Ein Grund für die stark gewachsene Nutzung im US-Sexgewerbe sind die geänderten Geschäftsbedingungen der populären Kleinanzeigen-Plattform Craigslist, die seit vergangenem Jahr gelten: Damals wurde auf Druck der Staatsanwaltschaft die “Adult Section” zuerst zensiert und dann ganz entfernt. Der Grund: man wollte die Prostitution, die sich weg von der Straße hin in für die Behörden nur schwer einsehbare Hinterzimmer verlagert, so unter Kontrolle bringen.

Interessant ist auch, welche Handys bei den New Yorker Prostituierten beliebt sind: Überragende 70 Prozent besitzen einen BlackBerry, 11 Prozent ein iPhone, 19 Prozent haben andere Mobiltelefone. Der Grund für die Popularität der kanadischen Smartphones sei die Symbolwirkung. “Für die Kunden suggerieren sie als Symbol des professionellen Berufsleben, dass die Prostituierten frei von Drogen und Krankheiten sind”, so Venkatesh.

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Auch der Herbst hat schöne Tage

Gibt es eigentlich Freier in Seniorenheimen?
Gibt es.
Derwesten.de berichtet:

Schätzungen zufolge tun in jedem zweiten Senioren- oder Pflegeheim Prostituierte ihren Dienst. Allein in Berlin haben sich bereits mehrere Dutzend Frauen auf alte und behinderte Menschen als Freier eingestellt.

Pflegeexperten wissen heute, wie ernst man sexuelle Interessen auch im hohen Alter nehmen muss, schon, um Übergriffe zu verhindern und das Pflegepersonal vor heiklen Wünschen zu schützen.

„Der Bedarf wird wachsen“, glaubt auch Marion Detlefs von Hydra. Es gebe immer mehr alte Menschen, die „nicht mehr diese 08/15-Stellungen abarbeiten wollen“. Und auch das Angebot dürfte größer werden: „Die Sexarbeiterinnen werden älter und können auf diese Weise lange in ihrem Beruf bleiben.“

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Das Thema wird auch in unserem Forum diskutiert.

Was sagt eigentlich Frau Ackermann dazu?

Alle Kerle lebenslang wegsperren

Das fordert Lea Ackermann in der heutigen Ausgabe der Welt Online zwar noch nicht, aber stattdessen, das Freiertum unter Strafe zu stellen. Schließlich gäbe es keine selbstbestimmten Prostituierten und der böse Freier sei per se pervers:

Bei den vermeintlich abenteuerlichen Wohnungsbesuchen lauert häufig die Gefahr, Opfer qualvoller Sexpraktiken zu werden, von denen die Vergewaltigung nicht mal die schlimmste ist. Immer wieder werden auch Fälle von perversen Freiern bekannt, die die Prostituierten so scheußlich behandeln, dass diese anschließend Selbstmord begehen wollen und zum Beispiel nackt auf die Straße vor ein Auto springen. In populären Bordellen in NRW sehen Prostituierte oft über ein halbes Jahr lang nicht ein Mal das Tageslicht…

Welt Online: … und zu großem Wohlstand bringt es dann vermutlich auch nicht jede …
Lea Ackermann: … nicht jede? Ich kenne keine! Mit der vermeintlichen Freiwilligkeit ist es übrigens auch nicht weit her.
Welt Online: Eine Minderheit der Prostituierten gilt aber als freiwillig tätig.
Lea Ackermann: Diese Einschätzung ist zweifelhaft, wenn man auf die Lebensläufe dieser Frauen blickt.

Welt Online: Was schlagen Sie stattdessen vor?
Lea Ackermann: Ich empfehle das Vorbild Schweden. Dort ist nicht die Prostitution, sondern das Freiertum unter Strafe gestellt. Wird ein Freier erwischt, muss er Strafgeld zahlen. Da wurde ein Blickwechsel vollzogen: Wer einen Menschen kaufen will, handelt strafbar. Das hat einen Gesinnungswandel bewirkt. In Schweden halten rund 80 Prozent Prostitution für ein Übel, in Deutschland eher 20 Prozent.

Wer es sich komplett antun will:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article12447273/Prostitution-wird-zum-normalen-Beruf-verklaert.html

Das Schlimme ist, dass es Menschen, männliche wie weibliche gibt, die sowas befürworten. Unter dem Deckmäntelchen altruistischer Menschenliebe machen sie sich zu Bestimmern der Lebensentwürfe Anderer und sprechen sich dafür gegenseitig heilig. Nach den letzten 20 liberalen Jahren steht die Gegenbewegung in den Startlöchern und ich befürchte, früher oder später werden wir das schwedische Modell auch hier am Arsch haben. Dann werden wir alle gute Menschen und die Mädchen ficken wieder zuhause für einen Euro die Stunde AO. Oder sie vertrauen sich einer Mafia an, die sie illegal woanders hinbringt. Zum Beispiel nach Schweden, in irgendwelche Hinterhofpuffs.

Die Dienstagsnutte

Wieder mal hat eine Aussteigerin aus der Prostitution (Elke Päsler: Photo) ein Buch geschrieben.
kurier.at widmet sich Dame und Buch in einem Artikel mit Interview, Leseproben und Videoclip:

Verträumt löffelt sie den Schlagobers von ihrer Melange. “Damit hab ich mich immer belohnt, wenn ich einen besonders anstrengenden Tag hatte”, lächelt Elke Päsler. Sie spricht von Sex. Trägt einen schwarzen Tulpenrock und ein Mieder, das ihr Halt gibt. Die Fingernägel lang und rot lackiert; der Lidstrich über den fragenden, eisblauen Augen großzügig aufgemalt.

Melange mit Schlagobers, das war ihr Ritual, bevor sie nach käuflicher Liebe den Weg auf die Autobahn nach Niederösterreich nahm, heim zu ihren beiden Kindern – heute 12 und 13 Jahre alt.

Über ihr zwei Jahre dauerndes Doppelleben hat die Ternitzer Schneiderin jetzt ein Buch geschrieben: “Sally – die wahre Geschichte einer Mutter” erscheint an diesem Donnerstag.

Vermitteln Sie mit Ihrem Buch nicht ein völlig falsches Bild von der Prostitution? Viele Frauen werden als Sexsklavinnen gehalten, misshandelt und sogar umgebracht.
Das ist korrekt. Aber seit der Wirtschaftskrise gibt es auch immer mehr ganz normale Frauen, die keinen andern Ausweg sehen, als auf diese Art und Weise ihre Familien zu erhalten. Die Dunkelziffer von Müttern und Hausfrauen in der Branche ist unheimlich hoch. Man glaubt nicht, wie viele Gartenzäune mit Geld aus der illegalen Prostitution gestrichen sind. Wenn in den Annoncen steht: “Privat” oder “Ungelernt”, dann sind das Hausfrauen, auch sehr viele Studentinnen in Notlagen. Neuerdings auch Männer, die auf diese Weise ihren Lebensunterhalt verdienen.

Hören Sie heute noch auf den Namen Sally?
Sally haben sie zu mir im Englischunterricht gesagt. Deshalb ist es leicht für mich, auf beides zu hören: Auf Elke und auf die Sally aus der Volksschule.

Auch auf die Sally aus dem Rotlichtmilieu?
Diese Sally hat viel ertragen… Zuhause musste ich eine Mutti und Hausfrau und Schneiderin sein. In Wien hab’ ich als Sally meinen Körper verkauft. Immer Dienstag war ich die Nutte.

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