Über den Sinn und Unsinn von Visabestimmungen
Unter dem treffenden Titel “Reisen bildet” hat ein Herr namens Eckart D. Stratenschulte einen imho recht treffenden Kommentar zum Visazwang ausländischer Besucher in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht. Wer mit offenen Augen durch’s Leben geht, weiß, dass dieser Mann nicht unrecht hat:
Nun ist das keine Gemeinheit der deutschen Diplomaten in Moskau, sondern es sind die Bestimmungen, die für alle Auslandsvertretungen der Schengen-Staaten gelten. Sie basieren auf der Angst, dass jemand in unsere Länder kommen, aber anschließend nicht wieder gehen könnte. Kriminalität, Schwarzarbeit und Prostitution sollen damit eingedämmt werden. Tatsächlich hindern die Visumbestimmungen allerdings vor allem die Ehrlichen und Neugierigen am Reisen. Ein Krimineller weiß, wie er sich ein Visum besorgen kann. Die Prostitution und – viel schlimmer – Zwangsprostitution osteuropäischer Frauen findet längst statt.
Übrigens, Herr Stratenschulte, es gibt nicht nur Prostitution osteuropäischer Frauen. Da sind Sie dem Klischee schon aufgesessen. Gerüchten zufolge sollen die wenigsten Afrikanerinnen mit Studentenvisum einreisen.

