Huder soll 18-Jährige zur Prostitution gezwungen haben

Hude/Oldenburg Wegen Menschenhandels, Zuhälterei und Vergewaltigung muss sich seit Montag ein 32 Jahre alter Mann aus Hude vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, eine 18-Jährige aus Rumänien mit brutalster Gewalt und Vergewaltigungen zur Prostitution gezwungen zu haben.Laut Anklage hatte er die junge Frau in einer Diskothek in Rumänien angesprochen. Er soll ihr in Deutschland eine Arbeit versprochen und sie dann nach Hude gebracht haben. Den Ermittlungen zufolge begann dort für die 18-Jährige ein Albtraum.

Der Angeklagte, der in Haft sitzt, bestritt am Montag indes die Vorwürfe. Er habe die junge Frau in einem Reisebus nach Deutschland getroffen. Er habe ihr erzählt, dass er einen Bekannten habe, der ein Bordell eröffnen möchte und dafür noch Prostituierte suche. Die 18-Jährige sei einverstanden gewesen. Sie habe von Anfang an gewusst, dass sie als Prostituierte habe arbeiten sollen, behauptet der 32-Jährige. Er habe sie dann auch täglich zu einem Bordell nach Bremen gefahren.

Das Gericht setzte die Hauptverhandlung anschließend mit der Vernehmung der 18-Jährigen fort. Sie bestätigte in vollem Umfang die Anklagevorwürfe und erzählte, wie sie zunächst drei Wochen lang durch Schläge und Vergewaltigungen gefügig gemacht worden sei. Täter soll nicht nur der Angeklagte sein, sondern auch dessen Bekannter. Trotz der Aussage der Frau gestaltet sich der Prozess schwierig. Die angeklagten Taten liegen bereits sechs Jahre zurück. Erst nach Jahren der Prostitution war die junge Frau in einem Bordell in Papenburg aufgegriffen und kontrolliert worden. Der Polizei hatte sie dann ihre Leidensgeschichte erzählt.

Gegen den Angeklagten wurde Haftbefehl erlassen. Weil er sich zu der Zeit in Rumänien aufhielt, wurde er dort in Auslieferungshaft genommen und nach Deutschland überstellt. Für das Verfahren sind vier Verhandlungstage terminiert worden.

Quelle: www.nwzonline.de

Urteil im Menschenhandelsprozess erwartet

Nach der Großrazzia im Rotlichtmilieu von Mitte April, bei der drei Männer und eine Frau festgenommen wurden, wird heute vor dem Landgericht ein erstes Urteil erwartet. Angeklagt ist ein 53 Jahre alter Familienvater aus Saarbrücken. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zu Menschenhandel und Zuhälterei vor.

Der Mann soll in seinem Etablissement im Saarbrücker Stadtteil Güdingen eine junge Rumänin beschäftigt haben. Die Hälfte ihres Liebeslohns musste die 18-Jährige an den Angeklagten abführen. Ein weiteres Viertel soll der Angeklagte für den Zuhälter der jungen Frau einbehalten haben.

Der 53-Jährige ist weitgehend geständig. Gegen den rumänischen Zuhälter und gegen ein Ehepaar aus Riegelsberg laufen getrennte Verfahren. Der Rumäne soll junge Frauen aus seinem Heimatland nach Deutschland geschleust haben. Sie arbeiteten in Bordellen des Ehepaars aus Riegelsberg.

Alle Beschuldigten in U-Haft

Alle Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. Sie waren Mitte April bei einer Großrazzia im Saarbrücker Rotlichtmilieu festgenommen worden. Der Prozess gegen den Bordellbetreiber wird am Mittwoch fortgesetzt. Dann wird bereits das Urteil erwartet.

Quelle: http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/prozess_menschenhandel_rotlichtmilieu100.html

Bordellbetreiber der “Hells Angels” angeklagt

Lutz Gaebel, der Sprecher der Verdener Staatsanwalt, ist ein erfahrener Mann. Doch bei dem Thema, zu dem er sich am Mittwoch äußern musste, spricht auch Gaebel mit gedämpfter Stimme. Es geht um Prostitution in 57 Fällen. 57 Frauen, vorwiegend aus Osteuropa, wurden von vier Männern schikaniert und teilweise um ihren Lohn betrogen. “Dirigistische und ausbeuterische Zuhälterei” heißt das im Juristendeutsch. Einer der Angeklagten ist in Walsrode ein bekannter Mann: Es handelt sich um den Bordellbetreiber Wolfgang H., 67 Jahre alt und Mitglied der Rockergruppe “Hells Angels”.

Nicht nur anschaffen

Im August vergangenen Jahres hatte es eine Großrazzia in den Bordellen und sogenannten Love Mobiles der vier Angeklagten gegeben. Bei “normaler” Prostitution wäre danach wohl nicht viel passiert – doch in diesem Fall stellten die Beamten fest, dass die Frauen nicht nur anschaffen, sondern auch große Teile ihres Lohnes abgeben mussten. Zudem schrieben die Angeklagten den Frauen offenbar vor, was sie anzuziehen hatten. Neben Wolfgang H. erwarten noch zwei Männer nun Verfahren wegen Zuhälterei, dazu einer wegen Beihilfe.

“Es spricht mehr für Verurteilung”

Wolfgang H., der gemeinsam mit Hannovers “Hells Angels”-Chef Frank Hanebuth eine Sicherheitsfirma betreibt, ist offensichtlich ganz optimistisch, was sein Verfahren angeht. Laut Gaebel zeige er sich siegesgewiss und glaubt, ihm könne nichts nachgewiesen werden. Doch der Jurist ist anderer Meinung. “Wir gehen nach der derzeitigen Beweislage davon aus, dass mehr für eine Verurteilung spricht als dagegen”, sagte Gaebel zu NDR 1 Radio Niedersachsen.

Ganzer Artikel: ndr.de

Puderbacher Puff-Prozess: Einstellung wird immer wahrscheinlicher

Puderbach – Beim Prozess gegen einen FKK-Club in der Verbandsgemeinde Puderbach deutet sich immer mehr eine Einstellung an. Denn auch am dritten Verhandlungstag konnten die Vorwürfe gegen das Betreiberehepaar – sie sollen den Prostituierten aus Rumänien unter anderem die Pässe weggenommen und ihnen verwehrt haben, das Haus zu verlassen – nicht erhärtet werden. Im Gegenteil.

Denn nachdem am vorangegangenen Prozesstag keine der insgesamt zehn geladenen Rumäninnen vor Gericht erschienen war, konnten nun zwei Prostituierte vorgeführt werden. Die Polizei hatte sie offensichtlich am gleichen Tag im Saunaklub ausfindig gemacht und zum Amtsgericht gefahren.
Die beiden Frauen jedoch klagten nicht, sondern verteidigten die Betreiber – in einem Fall so deutlich, dass Richter Manfred Ihrlich drohte, sie wegen einer Falschaussage zu belangen. Die Entlastungstendenzen seien zu eindeutig ersichtlich. „Da müssen wir wohl nachsehen, ob wir noch einen Orden in der Schublade haben“, kommentierte er später ironisch die Schilderungen einer der beiden Prostituierten.
Natascha (Name geändert) sei eine „sehr sehr gute Chefin“, hatte vorher die 22-Jährige berichtet. Sie habe „jederzeit“ das Recht, das Haus zu verlassen, wolle dies aber gar nicht, weil sie sich weder auskenne noch verständigen könne. Außerdem gefalle ihr die Arbeit im Klub und sie müsse nicht einmal die Kondome selbst bezahlen.
Das ist übrigens offensichtlich – so zumindest ergab es sich aus den verlesenen polizeilichen Vernehmungsprotokollen anderer Prostituierter – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit im Saunaklub – genauso wenig wie die Benutzung von Kondomen.
Doch zurück zu dem, was die beiden Zeuginnen vor Gericht sagten. Dabei wurde erneut klar, dass die große wirtschaftliche Not der jungen Frauen der Grund für die Arbeit im FKK-Klub ist. Von Zwang war nie die Rede.
So gab die zweite Prostituierte (24) an, zwei Kinder und einen arbeitslosen, älteren Mann zu haben und in Rumänien von gerade einmal 18 Euro Kindergeld im Monat leben zu müssen.
„Der Klub ist meine einzige Chance, die Kinder groß zu ziehen“, beteuerte sie gleich zweimal während ihrer Aussage. Dort verdiene sie pro Monat über 1000 Euro.
Die andere Prostituierte gab dagegen an, zwischen 2000 und 3000 Euro im Monat nach Abzug der von der Chefion einbehaltenen Miete und Steuern übrig zu haben. Eine Summe, die wohl nur wenige „Mädchen“ im Klub verdienen, wie sich aus den polizeilichen Protokollen ergab.
Doch auch die geringe Bezahlung ist nicht strafbar. Und so ließ Staatsanwalt Moritz Bente wissen, dass er die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung prüfen werde.

Ganzer Artikel: rhein-zeitung

Diskussion: im Freiercafe

Bewährungsstrafe für gewalttätigen Zuhälter

Kassel. Armut treibt Menschen mitunter zum Äußersten. In jüngster Zeit werden in Kassel immer öfter Fälle von Prostitution bekannt, in die bulgarische Frauen verstrickt sind, hieß es am Donnerstag in einem Prozess vor dem Amtsgericht.

Inzwischen sei ein regelrechter Pendelverkehr zwischen dem südosteuropäischen Land und der Bundesrepublik entstanden. Vor Gericht musste sich nun ein bulgarischer Zuhälter verantworten, der eine Frau verprügelt hatte, die nicht mehr für ihn auf den Strich gehen wollte. Der 35-Jährige kam mit einer Bewährungsstrafe davon, unter anderem, weil er die Vorwürfe ohne Umschweife gestand.

Er sei im Januar gemeinsam mit zwei Frauen nach Kassel gekommen, berichtete der Vater von fünf Kindern. Sie hätten in einer Wohnung in der Leipziger Straße gelebt. Zu Hause, berichtete der gelernte Metallarbeiter, habe er sich mit Gelegenheitsjobs als Maler durchgeschlagen, seine Familie habe von gerade mal 400 Euro im Monat gelebt. In Kassel hätte er versucht, im Schrotthandel Arbeit zu finden, was nicht wirklich geklappt habe.

Bereits im März, so soll der gemeinsame Plan gewesen sein, hätten die drei wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Doch daraus wurde nicht, denn im Februar war bei einer Polizeikontrolle aufgeflogen, dass der 35-Jährige eine der beiden Frauen ins Gesicht geschlagen hatte, als sie ihm offenbarte, dass sie nicht länger für ihn arbeiten wolle. Danach wanderte er in Untersuchungshaft.

Mit den Schlägen brachte er die 23-Jährige dazu, dass sie zunächst weiter für ihn auf den Strich ging und ihre Einnahmen bei ihm ablieferte, hieß es in der Anklage. Weil der 35-Jährige, der zur türkischen Minderheit in Bulgarien gehört, am Donnerstag geständig war, musste die betroffene Frau nicht als Zeugin gehört werden.

„Sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen, doch das rechtfertigt nicht solche Taten“, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Er hielt dem Angeklagten neben seinem Geständnis zugute, dass er nicht vorbestraft ist. „Es wird nicht noch mal passieren“, versprach der 35-Jährige. Das Gericht folgte am Ende eines äußerst kurzen Prozesses dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Angeklagten wegen Menschenhandels und Körperverletzung zu 18 Monaten, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden.

Richterin Schiborr verwies darauf, dass der Angeklagte „Frauen ausgebeutet hat, die aus ähnlichen Verhältnissen wie er kommen“, deshalb könne die Strafe nicht im unteren Bereich liegen. Sie war jedoch überzeugt davon, „dass die Untersuchungshaft so beeindruckend war, dass solche Taten nicht mehr vorkommen werden“. (pas)

Ganzer Artikel: hna.de

Kindsgeburt und Krebs frei erfunden

Zwei Angeklagte sollen eine Frau zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. Nun wackelt die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers, weil die Hauptbelastungszeugin offenbar in mehreren Punkten gelogen hat.

Euskirchen/Bonn – Wie weit kann man den Angaben der Belastungszeugin Glauben schenken? Vor diesem für das Verfahren entscheidenden Problem stehen momentan die Beteiligten im Prozess vor dem Bonner Landgericht gegen zwei Männer aus Troisdorf und Euskirchen.

Ein 40-Jähriger – ein aktives Mitglied der Motorradgang „Hells Angels“ – und ein 36-Jähriger – ein ehemaliges Mitglied – sollen eine 24 Jahre alte Frau zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. An zwei Prozesstagen war die Belastungszeugin insgesamt acht Stunden unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Zeugenstand gehört worden. Nun wackelt ihre Glaubwürdigkeit, da sie offenbar in mehreren Punkten gelogen hat. So soll die junge Frau aus Rheinbach die Geburt eines Kindes vorgetäuscht haben, das angeblich kurz nach der Geburt gestorben ist.

Totalfälschung

Dazu scheint eine Geburtsurkunde hergestellt worden zu sein, die der Vorsitzende Richter Klaus Reinhoff als „Totalfälschung“ bezeichnete. Anscheinend wurde eine echte Geburtsurkunde als Grundlage für die Fälschung genommen. Dabei sollen lediglich der Name, die Geburtszeit und das Datum geändert worden sein.

Zudem soll die 24-Jährige eine Brustkrebserkrankung samt Operation erfunden und diese Geschichte auch noch nach der Festnahme der beiden Angeklagten aufrechterhalten haben. Auch bei der Dauer von Aufenthalten in verschiedenen Bordellen, in denen die junge Frau laut Anklage anschaffen gehen und die gesamten Einnahmen abgeben musste, scheint es Unstimmigkeiten zu geben.

Nach der Vernehmung der Belastungszeugin wurden die beiden bislang in Untersuchungshaft sitzenden Männer gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt, da der Haftgrund der Fluchtgefahr nicht mehr gesehen wird. Sie mussten unter anderem ihre Pässe abgeben und dürfen sich der 24-Jährigen nicht nähern.

Für Nebenkläger Martin Mörsdorf, den Anwalt der 24-Jährigen, ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar. Seine Mandantin habe das wichtige Kerngeschehen stets konstant wiedergegeben. Nun sei sie in „panischer Angst“. Er habe ihr geraten, jede Veränderung in ihrem Umfeld sofort ihm oder der Polizei mitzuteilen.

Eine 36-Jährige, die gestern als Zeugin gehört wurde, hatte ganz offensichtlich ebenfalls große Angst. Nach eigenen Angaben war die Prostituierte etwa ein Jahr mit dem Angeklagten aus Troisdorf befreundet. Er habe für sie 8000 Euro an ihren Zuhälter bezahlt, damit der sie in Ruhe lasse. Dieses Geld habe sie dem Troisdorfer nach und nach zurückzahlen sollen.

In einer Vernehmung bei der Polizei hatte die Frau seinerzeit berichtet, dass der 40-Jährige ihr von einer Bestrafungsaktion des mutmaßlichen Opfers erzählt habe: Die 24-Jährige habe dabei sexuelle Handlungen an einem Hund vornehmen müssen. Vor Gericht behauptete sie nun hingegen steif und fest, dass dies nicht stimme. Der 40-Jährige habe zwar von einer solchen Aktion erzählt, aber nicht im Zusammenhang mit der 24-Jährigen. Es könne sein, dass sie da etwas durcheinander gebracht habe.

Der Prozess wird vor dem Bonner Landgericht fortgesetzt.

Ganzer Artikel: ksta.de

Angeklagte hüllen sich in Schweigen

Zwei Männer sollen eine 24-Jährige zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. Die junge Frau befindet sich derzeit in einem Traumazentrum. Im Zuschauerraum des Gerichtssaales saßen muskelbepackte Männer.

TROISDORF / BONN – Einen Monat lang sollen ein 40-Jähriger aus Troisdorf und ein 36-Jähriger aus Euskirchen eine junge Frau geschlagen, zur Prostitution gezwungen und gefoltert haben. Seit Mittwoch müssen sich die in Untersuchungshaft sitzenden Männer unter anderem wegen Freiheitsberaubung, Zuhälterei, Nötigung zu einer sexuellen Handlung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Bonner Landgericht verantworten.
Äußerlich war den beiden Angeklagten ihre Verbindung zu der Motorradgang Hells Angels beim Prozessauftakt nicht anzusehen. Sie waren im weißen beziehungsweise grauen Hemd erschienen. Auch unter den Zuschauern waren keine Zeichen der berüchtigten Motorradgang wie Bikerwesten oder Abzeichen zu erkennen. Allerdings hatten mehrere muskelbepackte Männer in der letzten Zuschauerreihe Platz genommen. Der Grund dafür wurde schnell klar: Der Verteidiger des 40 Jahre alten Gerüstbauers räumte zwar ein, dass sein Mandant Mitglied bei den Hells Angels sei. Allerdings betonte der Anwalt: „Wenn an den Vorwürfen was dran ist, dann ist das eine reine Privatsache meines Mandanten und hat mit dem Motorradclub rein gar nichts zu tun.“ Dazu, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht, wollten die Angeklagten jedoch am ersten Verhandlungstag keine Stellung nehmen. Sie schwiegen genauso, wie die 32 Jahre alte Verlobte des 40-Jährigen, die wegen Beihilfe auf der Anklagebank Platz sitzt. Die Anwältin des 36-Jährigen wies indes darauf hin, dass ihr Mandant kein Mitglied mehr bei den Hells Angels sei. Der nach zwei Bandscheibenvorfällen krankgeschriebene Trockenbauer soll vor einigen Jahren aus dem Club ausgetreten sein.

Mit Benzin übergossen

Laut Anklage hatten die beiden Männer das aus Rheinbach stammende Opfer von März bis April dieses Jahres zur Prostitution gezwungen. Offenbar hatte die 24-Jährige zuvor mit beiden Beschuldigten einmal eine Beziehung. Sie soll mit Gewalt dazu gezwungen worden sein, in Bordellen in Köln, Leverkusen und Hürth anschaffen zu gehen. Die Einnahmen habe sie abgeben müssen. Als sich die Frau offenbar geweigert hatte, weiter der Prostitution nachzugehen, soll sie in der Wohnung des Troisdorfers gefoltert worden sein. Unter anderem wurde sie laut Anklage mit Feuerzeugbenzin übergossen und angezündet. Auch sei sie zur Sodomie gezwungen worden, was von der 32-Jährigen gefilmt worden sein soll.

Bei der richterlichen Vernehmung nach der Festnahme im April hatten die Männer die gegen sie erhobenen Vorwürfe bestritten. Der ältere Beschuldigte hatte behauptet, er sei von der 24-Jährigen gestalkt worden, nachdem er sich von ihr getrennt habe. Der 36-Jährige hatte angegeben: „Die Frau hat sie nicht mehr alle.“ Der Verteidiger des 40-Jährigen drängte am Mittwoch darauf, dass sein Mandant außerhalb der Justizvollzugsanstalt untersucht wird. Es bestehe der Verdacht, dass der Gerüstbauer an Krebs erkrankt sei.

Die als Zeugin gehörte Mutter des mutmaßlichen Opfers berichtete, dass es mit der Tochter erst zu Streitigkeiten gekommen sei, nachdem die 24-Jährige den 40-Jährigen kennengelernt hatte. Über das im Tatzeitraum Erlebte habe die Tochter, die derzeit in einem Traumazentrum behandelt werde, mit ihren Eltern nie gesprochen: „Wir wissen es nur aus der Zeitung“, so die Mutter. Der Prozess wird fortgesetzt. (ksta)

Quelle –> KSTA.de

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27-jährige Schongauerin hat Vergewaltigung nur erfunden

Schongau – Mehrmals behauptete eine 27-Jährige aus Schongau gegenüber der Schutz- und Kriminalpolizei, dass man sie vergewaltigt und dann zur Prostitution gezwungen habe. Nach umfangreichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frau Märchen erzählte.

Der Weilheimer Amtsrichter verurteilte sie wegen falscher Verdächtigung und Vortäuschen einer Straftat wegen einer verminderten Schuldfähigkeit lediglich zu 480 Euro Geldstrafe.

Die Angeklagte kommt aus Luanda, besitzt aber inzwsichen die deutsche Staatsbürgerschaft. In ihrer afrikanischen Heimat wurde die 27-Jährige in der Familie sexuell missbraucht und vom Vater sadistisch behandelt. Das führte dazu, dass die Angeklagte in Deutschland wegen Depressionen und Suizidversuchen immer wieder in Kliniken behandelt und in einer therapeutischen Wohngemeinschaft in Schongau untergebracht wurde.

Auf Drängen ihres Therapeuten erschien die 27-Jährige am 10. April 2008 bei der Polizei und gab an, von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Hierbei nannte sie einen Italiener aus Schongau beim Namen. Darüberhinaus, so die Angeklagte, werde sie von den Männern immer wieder zur Prostitution gezwungen. Das gab sie auch detailliert bei der Kripo zu Protokoll. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass alles frei erfunden war.

In der Verhandlung räumte die 27-Jährige ein, dass sie gelogen hatte. „Ich habe das seinerzeit jedoch als Realität empfunden“. Vielleicht, fügte sie hinzu, habe sie damals auch die angeblichen Sexualstraftaten „nur geträumt“. Warum sie den Italiener als Haupttäter angegeben hatte, konnte die Schongauerin nicht mehr erklären.

Der Landgerichtsarzt kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die Angeklagte unter Halluzinationen, Selbsthass und einer Persönlichkeitsstörung leidet und ihre Steuerungsfähigkeit eingeschränkt sei. „Meine Mandantin wurde von den Therapeuten in Grund und Boden therapiert“, meinte der Verteidiger, dadurch hätten sich ihre psychischen Probleme nicht gebessert, sondern verschlimmert. Die junge Mutter lebe nun mit ihrem Kind „therapiefrei“ von Hartz-IV. Während der Staatsanwalt 960 Euro Geldstrafe forderte, beließ es Richter Hausladen bei 60 Tagessätzen à acht Euro.

Ganzer Artikel –> merkur-online.de

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zur Prostitution gezwungene Frau sagt heute aus

Am Landgericht Bayreuth wird heute der Prozess gegen den mutmaßlichen Zuhälter und früheren Manager des Bordells Club 69 fortgesetzt.

Der 64- jährige Mann wird beschuldigt, eine junge Frau mindestens zehn Jahre lang zur Prostitution gezwungen zu haben. Bereits als Minderjährige soll die Frau in Bordellen bundesweit angeboten worden sein. Heute wird die Zeugenvernehmung fortgesetzt, in der die junge Frau auch schildern soll, wie der Angeklagte sie brutal verprügelt und vergewaltigt hat, um sie vom Ausstieg aus der Prostitution abzubringen. Der Prozess hatte zuletzt für besonderes Aufsehen gesorgt, weil zu den Kunden der Minderjährigen auch ein Bayreuther Polizist gehört haben soll.

Ganzer Artikel: radio-plessenberg.de

Prozess Skurill – Prostitition und Korruption

Verworrene Geschichte über Prostitution und Korruption vor dem Memminger Amtsgericht

Ein wegen Verleumdung Angeklagter liefert skurrile Vorstellung vor dem Kadi – Urteil vertagt
Ein skurrile Vorstellung hat ein Angeklagter am Memminger Amtsgericht geboten. Dabei wartete der wegen Verleumdung angeklagte Mann mit einer verworrenen Geschichte auf, die sich um vermeintliche Prostitution in Memmingen und Korruption bei der Polizei drehte.

Gleich zu Beginn der Verhandlung hatte der 66-Jährige aus Kempten, der sich selbst verteidigte, das Geschehen in die Hand genommen. Aus einer schmutzigen Plastiktüte holte er zwei dicke Aktenordner und ein abgegriffenes Buch heraus – die Strafprozess-Ordnung.

Noch ehe Richter oder Staatsanwältin zu Wort kamen, stellte er mit lauter Stimme den Antrag, den Richter wegen Befangenheit abzulehnen. Dazu zitierte er aus Urteilen des Bundesgerichtshofs, den Bestimmungen der internationalen Menschenrechtskonvention und schließlich noch aus Franz Kafkas Roman «Der Prozess». Indes erschloss sich der Staatsanwältin kein Grund, den Richter auszuwechseln.

Aber kaum hatte sie dies dargelegt, stellte der Angeklagte, der nach eigenen Worten früher als Gerichtsreporter für eine große süddeutsche Tageszeitung gearbeitet haben will, weitere Anträge. Darunter auch einen auf Einstellung des Verfahrens. Denn dieses stelle einen Eingriff in seine Grundrechte dar.

Anzeige gegen Unbekannt

Da stimmte das Gericht nicht zu, so dass die Staatsanwältin endlich die Anklage vortragen konnte. Demnach hatte der Angeklagte Ende 2010 ein Fax an die Memminger Staatsanwaltschaft geschickt. Darin erstattete der 66-Jährige Anzeige gegen Unbekannt.

Sein Vorwurf lautete: Da sich Prostituierte bei der Polizei anmelden müssten, würde dies zwangsläufig dazu führen, dass Polizisten die Dienste der Damen umsonst in Anspruch nehmen würden, und zwar auch in Memmingen. Darüber hinaus müssten die Prostituierten ihre Freier für die Polizei ausspionieren. Und genau das sei ihm passiert. Aufgrund des Faxes hatten Polizeibeamte Anzeige wegen Verleumdung erstattet und es kam zum Prozess.

Vor Gericht wurde schließlich eine vom Angeklagten als Prostituierte bezeichnete Frau befragt. Dabei bestritt die 55-Jährige vehement, im Rotlichtmilieu zu arbeiten. Zudem habe sie lediglich eine kurze private «Begegnung» mit dem 66-jährigen Angeklagten gehabt. Ferner bekräftigte ein Polizeibeamter vor Gericht, dass er und seine Kollegen sich vom Angeklagten verleumdet fühlten.

Dann war die für die Verhandlung angesetzte Zeit abgelaufen. Schließlich war der Angeklagte nicht nur ohne Verteidiger, sondern auch stark verspätet zum Prozess erschienen. Mit einem Urteil wird Ende August gerechnet.

Ganzer Artikel –> Memminger Zeitung

Prostituierte eingeschleust: Bewährungsstrafe für 43-Jährigen

Die Rheinzeitung berichtet:

Andernach/Koblenz – Das Landgericht Koblenz hat im Prozess gegen einen Bordellbetreiber aus dem Raum Andernach (die RZ berichtete) und seine beiden Komplizen wegen Ausbeutung von Prostituierten und Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz das erste Urteil gesprochen.

Ein 43-jähriger Ukrainer kassierte wegen des gewerbsmäßigem Einschleusens von drei Prostituierten eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten vorgeworfen, fünf Frauen, die aus der Ukraine stammen und in Tschechien der Prostitution nachgingen, gegen Bezahlung Dokumente und Visa für deren Aufenthalt und Arbeitserlaubnis in Tschechien beschafft zu haben. Der 43-Jährige versuchte dem Gericht zu vermitteln, dass die Beschaffung der Papiere Freundschaftsdienste gewesen seien. Er habe den Mädchen behilflich sein wollen und für die Papiere zwischen 150 und 350 Dollar erhalten. Lediglich eine der Frauen habe ihm vor zwei Jahren 1200 Euro gezahlt.
Obwohl dem Ukrainer bekannt war, dass mit diesen Papieren keine Arbeitserlaubnis für Deutschland besteht, vermittelte der Angeklagte drei der Mädchen an den mitangeklagten Betreiber eines hiesigen Bordells.
Der Bordellbesitzer, mit dem er seit vielen Jahren befreundet ist, habe angeblich nicht gewusst, dass die Frauen in Deutschland andere Papiere benötigen würden. Deswegen habe dieser nach einer Kontrolle seines Betriebes durch die Polizei sehr wütend reagiert, als zwei Mädchen wegen fehlender Papiere aus Deutschland ausgewiesen wurden. Das bestätigte ein Beamter der Polizei, der das Telefon des Bordellbesitzers überwacht, abgehört und die Gespräche ausgewertet hatte.
Die beiden anderen Frauen wurden nach Ibiza vermittelt. Sie sollten dort ihre Liebesdienste gut situierten Urlaubern anbieten. Auch an diesem Geschäft sei der Bordellbesitzer neben einem weiteren Mittelsmann finanziell beteiligt gewesen. Da die Mädchen jedoch nicht den Vorstellungen des Vermittlers und der Kunden entsprachen – sie sprachen kein Englisch und hatten keine „Modelmaße“ – platzte das Geschäft nach zwei Wochen. Diese Vergehen fielen nach Auffassung des Koblenzer Landgerichts aber nicht in seine Zuständigkeit, da die Frauen von Prag über Barcelona nach Ibiza gereist waren. Für diese Anklagepunkte erfolgte daher ein Freispruch.
Der Angeklagte räumte letztendlich ein, dass er sich von den Hilfestellungen einen finanziellen Vorteil versprochen hatte, was das Gericht positiv wertete. Zudem berücksichtigte es, dass seine Einnahmen sehr gering ausgefallen waren. Der Prozess gegen den Hauptangeklagten und seinen Komplizen fortgesetzt.

Ganzer Artikel –> rhein-zeitung.de

Konten von Freiern leergeräumt? – Prozessauftakt

Hamburg (dpa/lno) – Vor dem Hamburger Landgericht müssen sich seit Dienstag ein Zuhälter und drei Prostituierte wegen schweren Betrugs verantworten. Laut Anklage nahmen die 26 bis 30 Jahre alten Frauen zwischen 2008 und 2010 in 37 Fällen ihren Freiern unter einem Vorwand deren EC-Karte und PIN-Nummer ab. Dann sollen sie – auf Anweisung des 32-Jährigen hin – mit den Bankkarten die Konten leergeräumt und die Männer so um Beträge zwischen 40 und 4950 Euro geprellt haben. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erbeuteten die Frauen insgesamt rund 27 000 Euro, die sie fast vollständig an den 32-Jährigen abgaben. Zum Prozessauftakt wollten die Angeklagten nichts sagen. Ein Urteil wird nicht vor Mitte August erwartet.

Ganzer Artikel –> shz.de