Ärger über Rotlicht-Razzia

Ne Razzia, scheinbar nur um Präsenz zu zeigen…Das sind ja Methoden…


Von Christian Scheh

Unternehmer aus dem Bahnhofsviertel wettern gegen Großkontrolle der Polizei

Bei einer großangelegten Razzia im Rotlichtviertel hat die Polizei sechs Straftäter aus dem Verkehr gezogen. Geschäftsleute beurteilen die Kontrolle mit Hunderten Polizisten trotzdem als unverhältnismäßig. Manch einer wittert hinter der Aktion vor allem eines: den Wahlkampf.

Frankfurt.

188 kontrollierte Personen, sechs Festnahmen und Verhaftungen. Das ist die Bilanz einer großen Razzia, die die Polizei am Donnerstag im Rotlichtviertel gemacht hat. Es war kurz nach 19 Uhr, als aus verschiedenen Richtungen Mannschaftswagen mit insgesamt wohl 250 Beamten anrückten. Die Polizisten riegelten die Kreuzung von Elbe- und Taunusstraße ab. Keiner kam mehr rein, keiner mehr raus. Bis nach 1 Uhr war das Rotlichtviertel weitgehend lahmgelegt.

Der Schwerpunkt der Großrazzia lag wie schon so oft auf der Elbestraße zwischen Kaiser- und Niddastraße. Eine Polizeisprecherin sagte gestern, dass alle Gebäude im gesperrten Abschnitt kontrolliert worden seien – Bordelle, Spielhallen, Hotels und mehr. 188 Personen habe man insgesamt überprüft. Drei Prostituierte seien wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz festgenommen worden, außerdem seien der Polizei drei mit Haftbefehl gesuchte Personen ins Netz gegangen – genauere Angaben dazu konnte die Sprecherin allerdings nicht machen.

Einen unmittelbaren Anlass für die Großkontrolle gab es nach Polizeiangaben nicht. Einmal mehr sei es darum gegangen, im Bahnhofsviertel Präsenz zu zeigen und Straftaten entgegenzuwirken, wie sie im Quartier häufig begangen werden. Vor allem Hehlerei und Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Aufenthaltsgesetz hob die Sprecherin hervor.

Stadtpolizei im Einsatz

Auch die Stadtpolizei des Ordnungsamts war an der Aktion beteiligt, sie überprüfte vor allem Betriebe in der Elbe- und Taunusstraße. Eine Bilanz zu den festgestellten Ordnungswidrigkeiten konnte die Behörde gestern noch nicht vorlegen, ein Sprecher sagte aber, dass unter anderem die hygienischen Verhältnisse in Restaurants und Lokalen und die Einhaltung des Jugend- und Nichtraucherschutzgesetzes unter die Lupe genommen worden seien.

In den vergangenen Monaten hatte die Polizei im Bahnhofsviertel mehrere Großrazzien gemacht und teils heftige Kritik seitens der Geschäftsleute geerntet. Die letzte Kontrolle vor Donnerstagabend lag noch nicht einmal einen Monat zurück. Der Stadtverordnete Gregor Amann, der im Bahnhofsviertel lebt, vermutet dahinter ein System: „In Wahlkampfzeiten erfreuen sich Razzien besonderer Beliebtheit“, betont der SPD-Politiker. „Da kann man zeigen, dass man für ,Law and Order‘ und die Sicherheit der Bürger steht“, sagt er in Anspielung auf Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU).

Der SPD-Mann hebt hervor, dass Razzien „spektakuläre Maßnahmen“ seien, mit denen man im Sommerloch gute Chancen habe, in die Medien zu kommen. Die Öffentlichkeitswirkung sei aber meist größer als das, was tatsächlich dabei herauskomme. „Wenn die Polizei drei Mädchen festnimmt, die sich illegal in Deutschland aufhalten, beeindruckt mich das jedenfalls nicht – die beeinträchtigen nicht die Sicherheit im Bahnhofsviertel.“

Ramme im Gepäck

Dass es bei Razzien um den großen Auftritt geht, liegt auch für einen Mitarbeiter der Table-Dance-Bar „Pure Platinum“ auf der Hand. „Die sind bei uns mit vermummten Polizisten eines Sondereinsatzkommandos rein und hatten sogar eine Ramme dabei“, erzählt er. Gäste, Angestellte und Tänzerinnen seien kontrolliert worden. „Sogar ein Drogenspürhund wurde eingesetzt.“ Warum die Polizei so „martialisch“ auftrat, kann er nicht verstehen: „Das war hier ein ganz normaler Abend.“ Einen Holzknüppel, der offenbar als Waffe gewertet wurde, hätten die Beamten noch in der Nacht wieder zurückgebracht.

Bahnhofsviertel-Insider berichten, dass das „Pure Platinum“ wie bestimmte Laufhäuser in der Elbestraße mit den Rockern der Hells Angels in Verbindung steht. Ist das der Grund für die offensive Gangart der Polizei? Ein Bordellbetreiber aus der Elbestraße betont jedenfalls, dass die Razzia schlecht fürs Geschäft gewesen sei. „In Hessen sind gerade Sommerferien, außerdem ist Ramadan. Wenn dann noch eine Razzia hinzukommt, merkt man das schon.“ Der Unternehmer ärgert sich darüber, dass die Polizei immer wieder im Rotlichtviertel zuschlägt: „Die sollen doch mal eine Razzia auf der Freßgass’ machen, da würden sie mit Sicherheit auch illegal Beschäftigte finden.“ Die Probleme mit der Straßenprostitution und der Drogenszene im Bahnhofsviertel lösten die Kontrollen jedenfalls nicht.

Nicht nur bei Geschäftsleuten aus dem Milieu stoßen die Razzien auf wenig bis gar keine Gegenliebe, auch Spielhallenbetreiber zeigen sich empört darüber, dass die Polizei immer wieder in ihren Betrieb eingreift: „Wenn die Polizei eine Razzia startet, können Sie an dem Abend kein Geschäft mehr machen“, sagt Wolfgang Schroth vom „Sky Casino“. Nach der Razzia im Juni habe er ein Gespräch mit der Polizei geführt und sich über die ständigen Kontrollen beschwert. Daraufhin habe ihn die Polizei am Donnerstag in Ruhe gelassen: „Die sind nicht bei mir rein, ich musste meine Türen aber schließen. So eine Kontrolle kostet mich richtig Geld.“

Ebbe in der Kasse

Der Nachtclub „Pik Dame“ von Oliver Gauß ist ebenfalls regelmäßig von Razzien betroffen: „Die Kontrollen gehen brutal aufs Geschäft, zumal sie inzwischen sehr, sehr oft stattfinden“, sagt der Unternehmer. Er hat zwar Verständnis für die Polizisten, „die ja nur ihren Job machen“; ihm ist auch klar, dass es Gründe für die Kontrollen gibt: „Wenn alles gesperrt ist und keiner mehr zum Club gelangt, ist das aber natürlich ein Problem für uns.“

Die Polizei steht im Hinblick auf das Bahnhofsviertel vor einem Dilemma: Kontrolliert sie zu wenig, werden ihr die Probleme – zum Beispiel mit der offenen Drogenszene – vorgehalten, kontrolliert sie zu viel, beschweren sich die Geschäftsleute. Dass das Bahnhofsviertel mit seinen teils undurchsichtigen Strukturen ein Kriminalitätsschwerpunkt bleibt, ist in diesem Jahr allerdings schon mehrfach deutlich geworden: Für das größte Aufsehen sorgte eine Auseinandersetzung in der Moselstraße. Dabei wurde ein gänzlich unbeteiligter Streetworker angeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Quelle: http://www.fnp.de/rhein-main/frankfurt/Aerger-ueber-Rotlicht-Razzia;art675,587956

Bordellbetreiber der “Hells Angels” angeklagt

Lutz Gaebel, der Sprecher der Verdener Staatsanwalt, ist ein erfahrener Mann. Doch bei dem Thema, zu dem er sich am Mittwoch äußern musste, spricht auch Gaebel mit gedämpfter Stimme. Es geht um Prostitution in 57 Fällen. 57 Frauen, vorwiegend aus Osteuropa, wurden von vier Männern schikaniert und teilweise um ihren Lohn betrogen. “Dirigistische und ausbeuterische Zuhälterei” heißt das im Juristendeutsch. Einer der Angeklagten ist in Walsrode ein bekannter Mann: Es handelt sich um den Bordellbetreiber Wolfgang H., 67 Jahre alt und Mitglied der Rockergruppe “Hells Angels”.

Nicht nur anschaffen

Im August vergangenen Jahres hatte es eine Großrazzia in den Bordellen und sogenannten Love Mobiles der vier Angeklagten gegeben. Bei “normaler” Prostitution wäre danach wohl nicht viel passiert – doch in diesem Fall stellten die Beamten fest, dass die Frauen nicht nur anschaffen, sondern auch große Teile ihres Lohnes abgeben mussten. Zudem schrieben die Angeklagten den Frauen offenbar vor, was sie anzuziehen hatten. Neben Wolfgang H. erwarten noch zwei Männer nun Verfahren wegen Zuhälterei, dazu einer wegen Beihilfe.

“Es spricht mehr für Verurteilung”

Wolfgang H., der gemeinsam mit Hannovers “Hells Angels”-Chef Frank Hanebuth eine Sicherheitsfirma betreibt, ist offensichtlich ganz optimistisch, was sein Verfahren angeht. Laut Gaebel zeige er sich siegesgewiss und glaubt, ihm könne nichts nachgewiesen werden. Doch der Jurist ist anderer Meinung. “Wir gehen nach der derzeitigen Beweislage davon aus, dass mehr für eine Verurteilung spricht als dagegen”, sagte Gaebel zu NDR 1 Radio Niedersachsen.

Ganzer Artikel: ndr.de

Großrazzia im Rotlichtmilieu in Magaluf

Ein Großaufgebot an Agenten der Lokalpolizei der Balearenhauptstadt Palma de Mallorca und der Guardia Civíl hat in der Nacht zum vergangenen Samstag erneut eine Großrazzia gegen die Prostitution in Magaluf durchgeführt.

Von 0.30 bis gegen 5 Uhr morgens kontrollierten die Beamten zahlreiche Prostituierte vor allem afrikanischer Herkunft in den Strassen Avenida de Magaluf, Ros García, Pinada und s’Olivera in dem Urlaubsort im Südwesten der Insel Mallorca.

Die Bilanz der Polizei-Razzia im Rotlichtmilieu: 30 Prostituierte wurden vorläufig festgenommen. Einige von ihnen sitzen jetzt wegen illegaler Einwanderung auf die Baleareninsel in Haft, und warten auf ihre Abschiebung.

Ortsansässige Geschäftsleute und Hoteliers hatten in den vergangenen Wochen häufig die Befürchtungen geäußert, dass die meist aus Afrika stammenden Frauen Touristen bestehlen. Auch diverse Raubüberfälle sollen auf deren Konto gehen.

Nigerianische Prostituierte haben keine Zuhälter und arbeiten meist in Gruppen. Sie sprechen vornehmlich betrunkene Touristen an. Die Huren umzingeln im Laufe des Gesprächs ihr Opfer, werfen es zu Boden, und rauben seine Wertgegenstände wie Brieftaschen, Handys und Geldbörsen.

Zumeist aus Scham zeigen die Geschädigten die Tat meist nicht bei der Polizei an.  Gerade auch am Ballermann ereignen sich in der Urlaubssaison tagäglich eine Vielzahl derartiger Übergriffe afrikanischer prostituierten. Aber nur die wenigsten werden bekannt.

Alleine Mallorca soll es rund 2500 Prostituierte geben. Ein Großteil der Frauen kommen aus afrikanischen Ländern und sind illegal auf die Insel eingereist.

GANZER ARTIKEL: MALLORCAINFOS.COM

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Mal wieder ne Massenrazzia gegen Afrikanerinnen

dpa meldet:

Wiesbaden – Rund 1000 Bordelle in Deutschland bekamen Besuch von den Behörden. Grund: Hinweise auf einen westafrikanischen Menschenhändlerring, der Frauen zur Prostitution zwingt.

Mit einer flächendeckenden Razzia in bundesweit rund 1000 Bordellen hat die Polizei nach Hinweisen auf Menschenhändler aus Westafrika gesucht. An der Aktion am Donnerstag waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes 120 Polizeidienststellen beteiligt.

Die Beamten trafen rund 170 Prostituierte aus Westafrika an, wie das BKA am Freitag in Wiesbaden berichtete. Bei einigen bestehe der dringende Verdacht, dass sie Opfer von Menschenhändlern seien. Die näheren Ermittlungen dauerten noch an.

Die Ermittler vermuten nach ihren bisherigen Erfahrungen ein bundesweites Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern. Analysten der europäischen Polizeibehörde Europol waren ebenfalls an der Razzia beteiligt, um Verbindungen ins europäische Ausland zu erhellen.

Laut BKA werden die jungen Frauen unter anderem mit angeblichem Voodoo-Zauber eingeschüchtert. Sie zu identifizieren sei häufig erst der Einstieg in polizeiliche Ermittlungen, erklärte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Der bundesweite Kontrolltag sei ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung.

ganzer Artikel auf wa.de

Im vergangenen Jahr gab es ähnliche Aktionen der Polizei, die unterschiedliche Reaktionen hervorriefen:

Hintergrund (Afroblog)

Bordelle in Deutschland – Polizei sucht nach Frauen aus Westafrika.

Die Polizei hat mit einer bundesweiten Bordell Razzia eine Suche nach illegal in Deutschland eingereisten westafrikanischen Frauen gestartet. Die Fahnder des Bundeskrimminalamt wissen, die Menschenhändler schleusen Frauen aus Westafrika für die Prostitution nach Deutschland. Bei der Überprüfung der Freudenhäuser wurden mehr als hundert Afrikanerinnen ohne gültiges Aufenthaltsrecht angetroffen. Es wird in diesem Zusammenhang oft von Zwangsprostitution gesprochen. In den meisten Fällen wird aber kein direkter Zwang ausgeübt. Der Druck entsteht durch die Verschuldung der Familie. Die Frauen verkaufen ihren Körper, weil sie die geliehenen Schlepper Gelder zurückzahlen müssen. Die Geldgeber stecken mit den Menschenhändlern unter einer Decke. Werden die Raten nicht pünktlich gezahlt, wird die Familie in Afrika massiv bedroht. Keine der Frauen kann diese Gelder mit einem normalen Job auf den schwarzen Arbeitsmarkt aufbringen. Wenn die Afrikanerinnen keinen spendablen Ehemann finden, treibt dieses perverse Kalkül die Frauen treffsicher in die Prostitution.

Frauen aus Nigeria und Ghana arbeiten als Prostituierte.

Frauen aus Ghana und Nigeria schaffen an als Prostituierte.

Das ist wirklich traurig. Wenn die Frauen von der Polizei geschnappt werden, kommen sie in Abschiebehaft und werden zurück nach Ghana oder Nigeria geschafft. Dann sitzen die Familien vor einem riesigen Schuldenberg und verlieren Haus und Hof. Das Schlepper Geschäft blüht aber weiter. 100 Frauen werden abgeschoben und Tausende sind bereits auf den Weg nach Europa. Die Mädels werden mit tollen Job Chancen gelockt und landen schließlich in so einen dreckigen Puff. Manche haben Glück und ein Freier verliebt sich in diese schwarzen Schönheiten. Der muß dann kräftig Kohle abdrücken, damit die Begehrlichkeiten der angeheirateten afrikanischen Familie befriedigt werden. In Afrika herrscht die Vorstellung, in Europa gäbe es nur Reichtum und Wohlstand.

Über das Thema Menschenhandel, Schlepper Mafia und Prostitution kann ich euch einen sehr eindrucksvollen Fernsehfilm empfehlen. MEINE HÖLLE EUROPA von Lukas Roegler – der Filmbericht erzählt das Schicksal von vier nigerianischen Mädchen, die von einem besseren Leben geträumt haben und in die Fänge der Menschenhändler geraten sind. Die Nigerianerinnen haben die Geschichten vom unendlichen Reichtum in Europa geglaubt und wurden von den Frauenhändlern in den Straßenstrich von Italien getrieben. Mit okkulten Ritualen wurden sie erniedrigt und auf ihr schmutziges Sex Geschäft eingeschworen. Viele ihrer Gefährtinnen haben die entbehrliche Reise nach Europa nicht überlebt. Haben die Frauen aber das europäische Festland lebend erreicht, sind ihre Familien mit bis zu 50.000 € Schlepper Honorare verschuldet. Besonders bizarr, an der Spitze des modernen Sklavenhandels stehen nigerianische Frauen. Die sogenannten Madames sind oft selbst Ex-Prostituierte und bestens mit dem üblen Geschäft vertraut. Sie haben quasi die Seiten gewechselt und ziehen nun als Zuhälterinnen die Fäden. Der Frauenhandel hat schon lange die Dimension von organisierten Verbrechen. Als die nigerianische Regierung sich dem Druck der internationalen Öffentlichkeit beugen und gegen die Zuhälterei vorgehen wollte, haben sich diese wohlhabenden Damen auf eine wirksame Weise gewehrt. Sie drohten damit, sich vor den Chiefs von Nigeria nackt auszuziehen. Eine unverzeihliche Schande für die religiösen Führer aus nigerianischer Sicht. Diese schamlose Drohung wurde auch in anderen Fällen erfolgreich eingesetzt. Klingt kurios, vor diesem sehr traurigen Hintergrund mag ich aber darüber nicht schmunzeln.

Quelle: Afroblog

Wegen der teilweise verschwindend geringen Ausbeute bei derartigen Razzien fand die Donna Carmen e.V. kritische Worte und verurteilt Razzien dieser Art.

BKA glaubt an Voodoo: Moderne Hexenverfolgung gegen schwarzafrikanische Prostituierte beenden!

Doña Carmen e.V. verurteilt die bundesweit in der Nacht zum Mittwoch unter Federführung des BKA gegen 600 Bordelle und bordellartige Betriebe durchgeführten Polizeirazzien als Ausdruck eines primitiven Rassismus gegen afrikanische Prostitutionsmigrantinnen sowie als Demonstration behördlicher Macht, die jedem Polizeistaat zur Ehre gereichen würde.

Es handelt sich ausweislich des seit dem Jahr 2000 unter http://www.donacarmen.de geführten ‚Razzienspiegels’ um die größte Polizeiaktion gegen das Prostitutionsgewerbe seit dem Prostitutionsgesetz von 2002. Nach Auswertung der einschlägigen Presseberichte sind bei dieser Polizeiaktion zeitgleich in etwa 50 Städten mehr als 3.000 Personen im Prostitutionsgewerbe von mindestens 1.500 Beamten überprüft worden. Damit sind erstmals bei einer einzigen Aktion gegen das Prostitutionsgewerbe ebenso viele Personen kontrolliert worden wie in den Jahren 2007 und 2008 bei allen Bordell-Razzien zusammen genommen.

Der für diese flächendeckende Kriminalisierung des Prostitutionsgewerbes als Vorwand dienende Verweis auf eine angebliche Verhexung schwarzafrikanischer Prostituierter durch Voodoo-ähnliche Praktiken ist an den Haaren herbeigezogen. Unter den etwa 3.000 überprüften Personen waren nur rund 100 „westafrikanische“ Frauen, bei denen laut Medienberichten in höchstens 30 Fällen aufenthaltsrechtliche Verstöße vorlagen. Die Angaben der zuständigen Polizeibehörden bestätigen somit im Nachhinein, dass bei den kontrollierten Frauen von ‚Menschenhandel’ und ‚Zwangsprostitution’ keine Rede sein kann. Damit bricht die offizielle Begründung der gesamten Aktion wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

In der Tat steht die polizeiliche Totalüberwachung des Prostitutionsgewerbes unter dem Vorwand des „Schutzes vor Menschenhandel“ auf tönernen Füßen. Seit rund 10 Jahren ist die Zahl der ‚Opfer’ bzw. der so genannten ‚Opferzeuginnen’ von Menschenhandel ständig rückläufig. Die BKA-Theorie, Menschenhandel sei ein „Kontrolldelikt“ – ‚je mehr Kontrolle, desto mehr Opfer’ – ist durch eine Studie aus dem eigenen Haus (Herz/Minthe, „Straftatbestand Menschenhandel“, 2005) in Frage gestellt worden. Ihr Ergebnis: Auslöser von Menschenhandelsverfahren sind in 43% der Fälle Anzeigen der Betroffenen selbst, aber nur in 2% der Fälle auf polizeiliche Initiativermittlungen in Form von Razzien zurückzuführen!
Wer dennoch Bordellrazzien im großen Stile praktiziert wie BKA-Chef Zierke, dem geht es um andere Ziele: Nicht um ‚Opfer’, sondern um Kriminalisierung des Prostitutionsgewerbes und Stigmatisierung der dort tätigen Frauen als „Opfer“. In Norwegen wurde Prostitution vor nicht allzu langer Zeit verboten: Den Ausschlag dafür gab die Präsenz schwarzafrikanischer Prostituierter im Lande, die zur Stimmungsmache gegen Prostitution instrumentalisiert wurden.

Die BKA-Kampagne gegen nigerianische Prostituierte instrumentalisiert ein marginales Randphänomen: Ausweislich der BKA-Lageberichte zu „Menschenhandel“ gab es in den letzten drei Jahren zusammengenommen nur 26 Tatverdächtige nigerianischer Nationalität, das sind 1,2 % aller Tatverdächtigen bei ‚Menschenhandel’. Und nur jeder 7. Tatverdächtige wird statistisch gesehen vor Gericht als Täter verurteilt.

Die moderne Hexenjagd des BKA ist einem demokratischen Gemeinwesen unwürdig. Doña Carmen e.V. fordert Rechte statt Razzien. Schluss mit dem Polizeiterror gegen ausländische Frauen in der Prostitution! Keine Abschiebung der verhafteten Frauen! Green Card für Nicht-EU-Frauen zum Zwecke der Tätigkeit in der Prostitution. ….

Quelle: frankfurter-info.org

–>> Ausführliche Diskussion aus Freiersicht unter freiercafe.com

Nackedei flieht bei Anti Prostitutions-Einsatz

Am 26. April, berichtet ein Schüler aus Chanchun, habe er mit einem Kollegen in einer Freistunde abgehangen, als draußen am Fenster seltsame Geräusche zu hören waren. Mit einer zufällig vorhandenen Kamera antstanden die Aufnahmen eines waghalsigen Fluchtversuches über die Dächer von Changchun. Erst später wurde dem Fotografen bewusst, dass  der fotografierte Herr bei einer Razzia gegen Prostitution erwischt wurde und unter Einsatz seiner wertvollsten Körperteile geflohen ist.

Originaltext:

近日,一则网贴在各大论坛广泛流传,发帖人用相机记录下了长春扫黄突击检查中的一幕滑稽情景。发帖人称:4月26日,下午没课去找同学玩,忽听见窗外骚 动,此时看见对面放上有人跑动,于是感觉要出事了,于是拿起相机观察,这时候发生了如下精彩一幕,后来得知是扫黄突击检查。

Gesamter Artikel

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