Drogen, Huren, Profi-Kicker – Das dubiose Kartell des “Paten von Köln”

Und nochmal focus.de…Hat zwar nur am Rande mit Paysex zu tun, aber dennoch ganz unterhaltsam…

Ihm werden enge Kontakte ins Rotlichtmilieu nachgesagt, zum Profi-Fußball und zu Spitzenermittlern: “Hells Angel” Neco A. greift offenbar nach Frank Hanebuths  Rocker-Macht in Europa – dank eines Netzwerks aus Drogen, Huren und Profi-Kickern.

Nach der Festnahme von Frank Hanebuth will er der neue Mann an der Spitze der „Hells Angels“ werden: Neco A. Seine Geschäfte haben ihre Wurzeln offenbar in einer deutschen Millionenmetropole. Als „Pate von Köln“ hat  sich der 41-Jährige laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung Ende der neunziger Jahre einen Namen im Rotlichtmilieu gemacht. Zwischenzeitlich scheint er sein Netzwerk aus Bordellen und Prostituierten auf ganz Europa ausgeweitet zu haben – über Mittelsmännern an Puffs in ganz Europa mit, schreibt die Zeitung und beruft sich auf spanische Ermittlungsakten.

Geschäfte mit Heroin

Aber auch im weltweiten Drogenhandel soll A. eine große Nummer zu sein: Mit Heroin aus Südamerika, das er laut der „Bild“-Zeitung per Schiff nach Europa schmuggelt, scheint er ein Vermögen zu machen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, habe er versucht, mehrere Millionen aus Drogen- und Waffengeschäften über ausländische Banken zu waschen.

Außerdem soll der „Hells-Angel“ beste Kontakte in den türkischen Profi-Fußball haben. Einem Kicker soll er während einem Aufenthalt in Deutschland eine Nobelkarosse besorgt haben, seine Mitarbeiter machen Geschäfte mit Spielern aus der türkischen ersten Liga, schreibt das Blatt.

Kontakte zu Spitzen-Ermittlern

Doch damit nicht genug: Laut dem Bericht werden ihm auch Kontakte zu Interpol-Ermittlern nachgesagt. Er soll über die Ermittlungsschritte der spanischen Polizei gegen seinen Vorgänger Hanebuth bestens informiert gewesen sein – angeblich von seinem Kontakt bei der europäischen Polizeibehörde Interpol. Nutten, Heroin, Profi-Kicker und Top-Ermittler: Sein Netzwerk ist sein Kapital. Kein Wunder also, dass spanische Ermittler Neco A. laut “Bild” jetzt zum mächtigsten Rocker Europas erklärt haben.

Quelle: http://www.focus.de

Rockerboss in Handschellen

Der Rockerboss Frank Hanebuth – eine große Persönlichkeit im Rotlichtviertel von Hannover – wurde von der spanischen Polizei in Mallorca festgenommen.

Von Thomas Kröter

Frank Hanebuth ist eine der schillerndsten Figuren im Rotlichtmilieu von Hannover. Nun hat die Polizei ihn auf Mallorca festgenommen


So sieht einer aus, dem man auch am Tage ungern begegnet: Fast zwei Meter groß, an die 140 durchtrainierte Kilo schwer, tätowierte Unterarme so stark wie anderer Menschen Oberschenkel. Das ist Frank Hanebuth, 49 Jahre alt. Lange war er der ungekrönte König des Rotlichtviertels in Hannover. Nun ist der Glatzkopf mit dem Mongolenbart verhaftet worden. Dem Versuch, seinen Wirkungskreis vom Steintor nach Mallorca zu verlagern, hat die spanische Polizei mit einer international koordinierten Großaktion vorerst ein Ende bereitet.

Die Operation trug den Namen „Casablanca“, wie die Stammkneipe, in der sich Hanebuth und seine Freunde trafen. 31 Wohnungen und Lokale sind nach Angaben des spanischen Innenministeriums durchsucht und mehr als 20 Männer sowie eine Frau festgenommen worden. Es wurden Autos, Waffen und Schmuck beschlagnahmt. Den Festgenommenen werden Zuhälterei, Nötigung, Betrug und Geldwäsche vorgeworfen. Angeblich wollten sie auf Mallorca eine Formel-1-Rennstrecke bauen und so Erlöse aus illegalen Geschäften waschen.

Minister Jorge Fernández Díaz sprach von einem schweren Schlag gegen die Organisation der Hells Angels, die sich verschiedenen Formen der Kriminalität widme. Die spanischen Sicherheitskräfte seien von Europol, der niederländischen und österreichischen Polizei unterstützt worden. Aus Deutschland waren Beamte mehrerer Landeskriminalämter beteiligt.

Spitzname: der Lange

Er vertraue der spanischen Justiz, ließ Frank Hanebuth seinen spanischen Anwalt erklären. Er warte die Akteneinsicht ab. Da er sich nichts habe zuschulden kommen lassen, habe er auch nichts zu befürchten. Der Hannoverschen Allgemeinen hatte er kürzlich erklärt, er stehe auf Mallorca in Verhandlungen, „einen mittleren Gastronomiebetrieb zu übernehmen“.

Hanebuth (Spitzname: „der Lange“) ist eine der schillerndsten Figuren im deutschen Rocker- und Rotlichtmilieu. 2010 hatte der „Präsident“ der Hells Angels in Hannover einen „Friedensvertrag“ mit den rivalisierenden „Bandidos“ ausgehandelt, der jedoch nicht lange Bestand hatte. Nur einige Jahre hielt seine „Befriedung“ des Rotlichtmillieus. Um die Jahrtausendwende verdrängte er die bis dahin rivalisierenden Banden von Albanern, Russen und Türken.

Durch seinen Rechtsanwalt Götz-Werner von Fromberg, der ihn als „Ordnungsfaktor“ bezeichnet, bekam er auch Kontakt zur informellen „Hannover-Connection“ um den Finanzmagnaten Carsten Maschmeyer. Ein führender Polizist der Stadt wurde 2011 seines Amts enthoben, weil er in der Kneipe „Sansibar“ im Einflussgebiet Hanebuths gefeiert hatte. Kurz darauf kündige „der Lange“ an, sich aus dem Steintorviertel zurückzuziehen.

Im Mai 2012 wurde sein Haus in Hannover bei einer Razzia unter Beteiligung der GSG 9 gestürmt. Der Vorwurf, er habe den Mord an einem Rocker in Auftrag gegeben, erhärtete sich nicht. Ein Kronzeuge hatte falsch ausgesagt. Hanebuth ist Vorbild für eine Figur in einem ARD-„Tatort“, der im Zuhältermilieu von Hannover spielt.

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/politik/kriminalitaet-rockerboss-in-handschellen,10808018,23837168.html

Dubiose Geschäfte: Rocker zwangen Prostituierte zu Schönheits-Operationen

Was es nicht so alles gibt…

Eine Polizei-Razzia der Hells Angels auf Mallorca brachte dubiose Rocker-Geschäfte ans Licht. Die Einnahmen aus Prostitution und Drogenhandel sollen unter anderem in Schönheits-Operationen für Prostituierte geflossen sein, um deren Marktwert zu steigern.

Eine Polizei-Razzia der Hells Angels auf Mallorca brachte dubiose Rocker-Geschäfte ans Licht. Die Einnahmen aus Prostitution und Drogenhandel sollen unter anderem in Schönheits-Operationen für Prostituierte geflossen sein, um deren Marktwert zu steigern.
Laut spanischen Medien sollen Hells-Angels-Mitglieder auf Mallorca Prostituierte zu Schönheits-OPs gezwungen haben, um „ihr Produkt“ besser vermarkten zu können. Die Motivation dahinter soll reine Profit-Gier gewesen sein. So durften sich die Frauen nur dann einen Tag frei nehmen, wenn sie vorher 1000 Euro verdient hatten, schreibt das spanische Newsportal „abc.es“. Hauptverantwortliche für den Handel mit den Frauen sollen die Brüder Youssafi gewesen sein, die mit Zuhälterei und Menschenhandel ein Vermögen verdient haben sollen.

Die Frauen wurden auch zur Geldwäsche benutzt. Laut den Berichten sollen im Namen der Prostituierten Anschaffungen wie beispielsweise Luxusautos oder Immobilien getätigt worden sein. Bei der Razzia wurden mehr als zehn Autos, vier Motorräder, mehrere Boote sowie Luxusgüter wie Gemälde und Juwelen gefunden. Als konkretes Beispiel für das Immobiliengeschäft wird das Bordell „Red Palace“ genannt, dass die Verbrecher erst mittels Schwarzgeld aus Prostitution und Drogen kauften, nur um es später unter großem Gewinn wieder zu verkaufen – so „abc.es“.

Unglaubliche Summen von Schwarzgeld beschlagnahmt

Die Youssafi-Brüder sollen im Auftrag von Rocker-König Frank Hanebuth das blühende Sex-Geschäft mit harter Hand gelenkt haben. Sie sollen für alle Bereiche zuständig gewesen, beginnend bei der Beschaffung der Frauen bis hin zur Bezahlung von deren Schönheits-OPs. Nachdem vier Verdächtigte nach ihrer Festnahme inzwischen wieder frei gekommen sind, sitzt Hanebuth weiterhin in Haft. Nach Polizei-Erkenntnissen soll die Staatsanwaltschaft ein Millionenvermögen sichergestellt haben, das so groß sein soll, dass die Rocker angeblich den Plan verfolgt hatten, davon eine Formel-1-Rennstecke auf Mallorca zu bauen.

Großangelegte Razzia im Kieler Rockermilieu

Die Großrazzia gegen die in Kiel verbotene Rockergruppe “Hells Angels” weitet sich offenbar immer weiter aus. In einem Gewerbegebiet in Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sind mehrere Spürhunde im Einsatz. Dort wird eine Lagerhalle überprüft, die ein Treffpunkt der Rocker-Gruppe sein soll. Details und Hintergründe zu der Aktion sind aber noch nicht bekannt. Nach Informationen der NDR 1 Welle Nord suchen die Ermittler in der Lagerhalle nach einem 47-jährigen Türken. Der Familienvater war vor zwei Jahren spurlos aus dem Kieler Stadtteil Gaarden verschwunden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

Auch Niedersachsen und Hamburg im Fokus

Polizei und Staatsanwaltschaft haben heute früh um 5 Uhr mit einer Groß-Razzia im Kieler Rocker-Milieu begonnen. Zahlreiche Gebäude wurden durchsucht, sagte Polizeisprecher Jürgen Börner. Ebenfalls im Blickpunkt steht die Rocker-Szene in Niedersachsen und Hamburg, auch dort finden Razzien statt. In Hannover wurde das Haus eines führenden Mitglieds der “Hells Angels” von schwer bewaffneten SEK-Beamten durchsucht. Frank Hanebuth gilt als Kopf des bundesweit mächtigsten Charters. Er soll von Straftaten der Kieler “Hells Angels” zumindest gewusst haben. Hanebuth bestreitet das. Die länderübergreifenden Razzien sollen noch den ganzen Tag andauern. Gut 1.000 Beamte sind im Einsatz.

Offenbar mehrere Festnahmen

Besonderes Augenmerk richtet sich bei dem gemeinsamen Einsatz von Staatsanwaltschaft Kiel und Landespolizei Schleswig-Holstein auf die in Kiel verbotenen “Hells Angels” und das Kieler Rotlichtmilieu. Insgesamt sind gut 80 Räumlichkeiten durchsucht worden, im Kieler Rotlichtviertel vor allem Bordelle, Gaststätten und Wohnungen. Dabei wurden kartonweise Unterlagen beschlagnahmt. Die schleswig-holsteinischen Beamten werden von Kollegen aus Niedersachsen, Hamburg und Bremen unterstützt. Nach unbestätigten Angaben hat es auch mindestens sechs Festnahmen gegeben. Darunter soll auch der Chef der “Hells Angels” in Kiel sein.

Polizei hält sich bedeckt

“Wir suchen nach Beweismitteln in laufenden Verfahren”, sagte Polizeisprecher Börner. Dabei geht es nach seinen Angaben um den Verdacht der Erpressung sowie Menschenhandel, Waffenhandel und Korruption. Weitere Einzelheiten sollen gegen 15 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt geben werden. Dabei dürfte vermutlich auch erklärt werden, warum auch ein kurdischer Kulturverein in den Fokus der Ermittler gerückt ist. Auch dort wurde eine Durchsuchung durchgeführt.

Verbot der “Hells Angels” in Kiel

Innenminister Klaus Schlie (CDU) hatte den Kieler Ableger der Rocker-Gruppe Ende Januar verboten. Die Verfügungen wurden den 25 Mitgliedern am 13. Januar zugestellt. Zeitgleich fand eine große Razzia statt. Im Anschluss daran wurde das Clubheim des “Hells Angels MC Charter Kiel” am Kieler Wall verschlossen und versiegelt. Bei der Razzia wurden damals große Mengen Bargeld, diverse Unterlagen, Messer, Schusswaffen und schusssichere Westen sichergestellt.

Quelle: ndr.de