Emmerich will mitverdienen

Die Stadt Emmerich möchte ihren Haushalt mit der schönsten Sache der Welt sanieren. Es berichtet derwesten.de:

Einführung der Sexsteuer für Bordelle, Bars, Swingerclubs usw. von drei Euro je zehn qm pro Veranstaltungstag. Keine Besteuerungen sexueller Angebote außerhalb von Etablissements, also z.B. in Wohnwagen und Hotels. Dieser Bereich wird in Emmerich als „nicht so relevant und nur schwer ermittelbar angesehen“. Mehreinnahmen: 66.000 Euro.

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Da bleibt mir die Spucke weg

Die CDU in Berlin-Tempelhof prüft die Rechtmäßigkeit eines Internet-Prangers für Freier. Haben wir den 1. April? Mitnichten.
Es berichten Heise und ZDnet:

In Berlin schlägt der Ärger über Auswüchse der Prostitution rund um den U-Bahnhof Kurfürstenstraße unweit der Potsdamer Straße im Zentrum der Hauptstadt hohe Wellen. So hat die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg nun das zuständige Bezirksamt beauftragt, die Legalität eines Online-Prangers für dort aktive Freier zu prüfen. Geplant ist, Autokennzeichnen beziehungsweise Bilder der Freier auf einer Internetplattform zu veröffentlichen. Der Beschluss wurde mit den Stimmen von CDU und SPD am Mittwochabend angenommen.

Meldung bei Heise

Wenn das Bezirksamt seine Sache einigermaßen gut macht, wird dabei herauskommen, dass ein “Online-Pranger für Freier” gegen das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen verstößt, beispielsweise das Recht am eigenen Bild nach §22 KunstUrhG. Eine der Ausnahmen nach §23 ist in diesem Fall nicht gegeben. Auch die Zulässigkeit von Fahndungsfotos nach §24 greift nicht.

Natürlich geht es auch um die moralische Verwerflichkeit von Prostitution und nicht nur um Paragrafen. Aber in diesem Fall frage ich mich, wer hier eigentlich moralisch verwerflich handelt. Die fotografierten Freier oder die Abgeordneten der Bezirksversammlung, die einen Online-Pranger ernsthaft prüfen lassen.

Kommentar bei ZDnet

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Außer: Bei google street view wird über mangelnden Datenschutz gejammert, was das Zeug hält. Bei ELENA sieht das schon ganz anders aus. Und wenn es um den eigenen Bezirk geht, wird auch vor Stasimethoden nicht zurückgeschreckt. Interessant auch, dass CDU und SPD sich hier gemeinsam im Dreck suhlen. Ich habe nur noch Hoffnung, dass sich das doch noch als Hoax entpuppt.
Ich habe vor Jahren übrigens mal mit einem Abgeordneten in einem Puff herrlich gefeiert. Muss ich den jetzt auch namentlich outen? Ist es das, was die die wollen?

Erstmal oute ich eine der Politikerinnen, die auf die Idee des Internet-Prangers gekommen sind: Bitteschön
So siehts aus.

Legalisierung der Prostitution in Tschechien?

In verschiedenen europäischen Ländern und in Brüssel schreien unterfickte postklimakterische AbgeordneteInnen “Steinigt díe Freier”. Aber es geht auch anders:
Rianovosti meldet:

Der Prager Stadtrat will die Prostitution in Tschechien legalisieren
Die Prostituierten brauchen künftig eine Genehmigung für ihre Tätigkeit, die sie bei Nachweis von Steuer-und Versicherungszahlungen sowie regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen erhalten. Wie der Vizebürgermeister von Prag Rudolf Blažek bekannt gab, wird darüber schon bald im Parlament abgestimmt.

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Bravo Tschechien!

EU will Prostitution verbieten

Die Seite euractiv.de berichtet:

EU-Parlament will Menschenhandel bekämpfen
Strafbarer Bordellbesuch?

Verschleppt, verkauft und ausgebeutet: In Europa werden jährlich mehrere tausend Personen Opfer von Menschenhandel. Von den betroffenen Frauen und Mädchen werden 43 Prozent zur Prostitution gezwungen. Das EU-Parlament will die Kunden dieser Zwangsprostituierten bestrafen. Die FDP hält das für kontraproduktiv: “Die Freier werden sich kaum Ausweispapiere vorlegen lassen.”

Das EU-Parlament will den Besuch von Prostituierten unter Strafe stellen, die Opfer von Menschenhandel sind. Die Auschüsse für Bürgerrechte, Justiz und Frauenrechte stimmte am Donnerstag für eine entsprechende Richtlinie (2. September).

Und da sich die Damen dem Freier üblicherweise kaum als Opfer von Menschenhandel persönlich vorstellen, steht jeder Freier erst mal unter Generalverdacht. Das dürfte bekannt und von der EU exakt so beabsichtigt sein. Und zur Not gibt es noch das Totschlagargument des Kinderhandels.

Werden die Vergehen gegen besonders verletzliche Personen wie Kinder, Schwangere oder psychisch Kranke begangen, drohen sogar 12 Jahre Haft.

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20 Minuten Sihlquai

In einem leider ziemlich tendenzösen Artikel widmet sich das Schweizer Online Magazin 20 minuten online dem Züricher Straßenstrich, um im Zuge der Diskussion um die eventuell anstehende Schließung des Sihlquai auch sein Scherflein beizusteuern:

Jeder Freier unterstützt den Sklavenhandel
Der Zuhälter-Prozess in Zürich fördert grausame Details zu Tage. Trotzdem sind 57 Prozent der User dagegen, den Strich abzuschaffen. Ein Skandal im Sperrbezirk?

Wider besseres Wissen geben sieben von zehn Strassenstrich-Freiern an, den Eindruck gehabt zu haben, dass Trottoir-Prostituierte nicht unter Zwang handeln. Auch sonst hat die Mehrheit der Bevölkerung von den Arbeits- und Lebensbedingungen im Rotlichtmileu vage oder falsche Vorstellungen, wie eine Web-Umfrage von 20 Minuten Online offenbart.

Die Anklageschrift im Aufsehen erregenden Zuhälter-Prozess in Zürich offenbart, dass die Frauen systematisch gefoltert, gequält und misshandelt wurden. Nur allzu gerne wollen Freier glauben, dass dies ein Einzellfall, keinesfalls aber die Normalität auf dem Strassenstrich ist. So gehen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer, die selber schon Kunden von Sexarbeiterinnen waren, davon aus, dass die Prostituierten selber entscheiden können, welche Freier sie akzeptieren und welche nicht.

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Berufskrankheiten

Ein Forenthema, das sich ursprünglich mit physischen Problemen und Berufskrankheiten von SW befassen sollte, hat sich in eine ganz andere Richtung weiterentwickelt, ist aber trotzdem lesenswert.
Unser Tiger hat das Thema mit einem Beitrag der Ärztezeitung verlinkt, in dem von Depressionen und Angststörungen von SW berichtet wird.

Prostituierte haben überdurchschnittlich oft Angststörungen und Depressionen

ZÜRICH (eb). Psychische Störungen sind bei Prostituierten viel häufiger als bei anderen Frauen. Gewalterfahrung, Arbeitsbedingungen und Nationalität sind nach einer neuen Studie erhebliche Risikofaktoren. Vor allem Prostituierte aus außereuropäischen Ländern, die in Studios oder Bars anschaffen und im Milieu Gewalt ausgesetzt sind, leiden fast ausnahmslos an psychischen Störungen.

Zum Artikel in der Ärztezeitung

derwesten.de über die Dortmunder Nordstadt

Derwesten.de berichtet:

Gewalt, Drogen, Prostitution auf dem wohl größten Straßenstrich Westdeutschlands, 4000 Osteuropäer, die teils in schlimmen Verhältnissen leben – Dortmunds Parteien sehen den Problemstadtteil Nordstadt am Abgrund

4000 Bulgaren und Rumänen leben teils in unbeschreiblichen Verhältnissen in der Nordstadt und versuchen – wie auch immer – ein paar Euros zu ergattern. Ein ganzer Stadtteil, der „Westdeutschlands größten Straßenstrich“ beherberge, stehe unmittelbar am Abgrund. Und Dortmunds Ordnungsdezernent sehe praktisch tatenlos zu. Das wirft die SPD Nord Wilhelm Steitz vor und fordert dessen Rücktritt.

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Ob es sich um eine seriöse Aufarbeitung seitens Politik und Presse handelt, oder nur um ein bisschen Mitschwimmen auf der Sarrazin-Welle? Formulierungen wie “Westdeutschlands größter Straßenstrich” und „kapituliert vor Auswüchsen der Kriminalität“ sprechen für letzteres. Dazu scheint es in Dortmund gehörig Parteiengezänk zwischen Rot und Grün um den angemessenen Umgang mit dem Viertel zu geben.

BILD über Loverboys

Die Bild-Zeitung versucht sich derzeit in mehr oder weniger investigativen Artikeln über Loverboys und ihre Opfer:

Angel* ist heute 15 Jahre alt. Doch was sie in ihrem Leben schon erleiden musste, wird sie niemals vergessen. Hier spricht sie über die letzten vier Jahre.

Rest des Artikels

Prostitution in der Berufsschule

Prostitution und Frauenhandel waren Unterrichtsthema im Religionsunterricht eines Duisburger Berufskollegs, um die jungen Leute für das Thema zu sensibilisieren, so berichtet jedenfalls rp-online:

Zum Abschluss an die Unterrichtsreihe “Prostitution”, die seit Anfang des Halbjahres in der Berufsschulklasse des Friedrich-Albert-Lange-Berufkollegs behandelt wird, lud die Klasse Mitarbeiter der Beratungsstellle Solwodi (Solidary with women in distress) ein.

Mit erschreckenden Zahlen und brutalen Filmen, wurde den Schülern verdeutlicht, wie es sich im Rotlichtmilieu tatsächlich abspielt.

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Überraschend, meines Wissens nach sind junge Berufschüler bislang nicht unbedingt übermäßig als personifizierte Ebenbilder von Empathie und Betroffenheit in Erscheinung getreten. Immerhin lobenswert von der Dame der Hurenberatungsstelle, die Jugendlichen aufzuklären.

Schweden: Minister tritt nach “Sexkauf” zurück

In anderen Ländern geht es leider nicht so liberal zu, wie bei uns: Der schwedische Arbeitsminister Littorin ist nach publik gewordenem Sex mit einer Prostituierten zurückgetreten. Der Kurier berichtet:

Es war offenbar nicht der vorgebrachte Obsorgestreit, der Minister Littorin quittieren ließ. In Schweden ist der Kauf von Sex verboten.

Littorin ist von der Boulevardzeitung Aftonbladet mit dem Vorwurf konfrontiert worden, er habe käuflichen Sex erworben.

Aftonbladet stützt seine Angaben auf die Aussage einer 30-jährigen Frau, die behauptet, Littorin im Spätsommer 2006 einmal um 2000 Kronen (211 Euro) ihre Dienste verkauft zu haben. Littorin soll bei dem via Internet zustande gekommenen Treffen ein Pseudonym benützt haben. In Schweden ist der Kauf von Sex seit 1999 unter Strafe gestellt und kann mit einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten geahndet werden.

Rest vom Artikel

Wünschen wir uns, dass es in Deutschland niemals schwedische Verhältnisse geben wird.

Schwedenstunk – Polizeichef als Lude?

Dem Polizeichef der schwedischen Stadt Uppsala wird wegen Vergewaltigung und Zuhälterei der Prozess gemacht. Das berichtet derstandard.at in seiner Onlineausgabe.

64-Jähriger soll Frauen und Mädchen vergewaltigt, gefoltert und zur Prostitution gezwungen haben – Öffentlich war er Kämpfer für Gleichberechtigung

Und weiter:

Doppelleben

Der seit Januar in Haft sitzende Göran L. führte anscheinend ein Doppelleben. Öffentlich setzte er sich für die Rechte der Frauen ein, hielt gar Reden über Frauenhandel vor der Uno. Gleichzeitig soll er jahrelang vergewaltigt und gefoltert haben.

Auch mit minderjährigen Frauen gehandelt

Damit nicht genug. In Schweden, wo bereits der Kauf von Sex mit Gefängnis bedroht ist, soll L. auch minderjährige Frauen zur Prostitution überredet oder gezwungen haben.

Der Anwalt des auch als “Kapitän Kleid” bekannten Vorzeigefeministen zweifelt die Beweislage an. Immerhin gilt: In Dubio Pro Reum und so warten wir mal ab, was dabei rauskommt.

Artikel:

Der Standard
Sächsiche Zeitung
derwesten.de

Der Ball ist schwarz

WM und immer nur WM!
Ich nehme den Austragungsort Südafrika mal zum Anlass, über afrikanische SW und Black Ladies überhaupt, ein paar Gedanken auszuwerfen. Begegnet bin ich ihnen vor ungefähr zwei Jahrzehnten zum ersten Mal, auf dem damals schon berühmt-berüchtigten Eierberg in Bochum. Irgendwo von südlich der Sahara kamen sie her, aus Nigeria, Ghana oder Kenia, man weiß es nicht so genau. Sie waren berüchtigt für ihr aggressives Ankobern, das Nichteinhalten von Leistungen und das „Falle schieben“.
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Neues aus den Niederlanden

Unter einer irritierenden Schlagzeile meldet sich heute derwesten.de mal wieder zu Wort. Unter der Überschrift Liebe vor dem Ausverkauf wird im Grunde nur über eine Ausstellung und über niederländisches Parteiengezänk berichtet. Korrekt ist, dass das Amsterdamer Rotlichtviertel vor einer Umgestaltung steht, die wohl auch notwendig ist, zumal das Image der Stadt in den letzten Jahren unter unangenehmen Geschichten zu leiden hatte – so scheint es jedenfalls dem Beobachter im fernen Duitsland.

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