Gesamte Rotlichtszene wird durchleuchtet

Die Allgäuer Zeitung meldet:

Antrag für Kemptens elftes Bordell vergangenen Herbst hat langfristig Folgen: Nun soll Sperrbezirksverordnung auf Prüfstand

Angefangen hat alles mit einer leer stehenden Bäckerei: Über ein halbes Jahr ist es her, da wollte eine Firma aus dem Raum Augsburg in der Hirnbeinstraße 14, direkt neben Kripo und Kino, Kemptens elftes Bordell eröffnen – und blitzte ab.

Weil die Anwohner gestört würden. Eine Entscheidung, die Kreise zog – schließlich gibt es in der Nachbarschaft seit Jahren drei bislang ungenehmigte Freudenhäuser mit insgesamt 15 Prostituierten. Sieben Monate lang hat die Stadt die Bordelle überprüft – und zwei Dinge festgestellt:

Erstens müssen die drei Freudenhäuser geschlossen werden. Und zweitens wird nun die gesamte Rotlichtszene Kemptens durchleuchtet. Die Regierung von Schwaben will nämlich die Sperrbezirksverordnung überprüfen, so Dr. Franziska Renner im Bauausschuss.

Die Vorgeschichte: Kempten hat so viele Einwohner, dass Prostitution nicht ganz verboten werden darf. Über die «Sperrbezirksverordnung» können dem Rotlichtgewerbe aber Zonen zugewiesen werden. Für Kempten gibt es eine solche Verordnung – seit über 25 Jahren. Damals hatte man darauf geachtet, Bordelle nicht im Bereich von Kirchen oder Schulen zu erlauben. Zuständig ist die Regierung von Schwaben – Kempten kann nur Vorschläge machen.

Das Problem: Obwohl Kempten den Rotlichtbetrieben Platz einräumen muss, ist es tatsächlich inzwischen so, dass «Prostitution im Stadtgebiet nahezu vollständig ausgeschlossen» ist – wie Rechtsreferent Wolfgang Klaus einräumen muss. Grund sind zum Beispiel neuere Bebauungspläne, wie die AZ bereits im November berichtete. So sind etwa in der Rottachstraße und Auf der Breite Bordelle verboten – obwohl es sich um Rotlichtbezirke handelt.

Erlaubt ist dort nur Wohnungsprostitution.

Das heißt: Die Stadt muss Vorschläge erarbeiten, wo Bordelle entstehen können. Davon nicht betroffen sind genehmigte Bordelle – wie beispielsweise in der Duracher Straße. Eine «komplexere Diskussion» werde da auf Stadt und Anwohner zukommen, so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer. Bis diese abgeschlossen ist, dürfen die drei Bordelle in der Innenstadt offen bleiben. Die Firma aus Augsburg, die in Sachen Hirnbeinstraße vor Gericht gegen die Stadt unterlegen ist, plane zudem einen weiteren Anlauf.

Was sagt die Regierung? Auskunft sollte es nach Pfingsten geben (Bericht folgt).

Ganzer Artikel –> all-in.de

Marl grübelt

Hausfrauen am Rande des Nervenzusammenbruchs: Mini Demo gegen Huren

Die Marler Zeitung berichtet:

Hilft Sperrbezirk wirklich gegen Straßenstrich?

MARL. Prostitution ist auch in der Politik ein Reizthema – mindestens so sehr wie bei den Anwohnern der Recklinghäuser Straße, die sich mit einem Straßenstrich vor ihren Haustüren nicht abfinden wollen. Ist ein Sperrbezirk eine Lösung? Oder braucht Marl ganz offiziell ein Bordell?

Es gibt keine Alternative zum Sperrbezirk, den die Städte Marl, Recklinghausen und Herten wohl bald beim Regierungspräsidenten beantragen werden – stöhnte Bürgermeister Werner Arndt im Ausschuss: „Wir haben alles unterhalb der Einrichtung eines Sperrbezirks versucht“.

„Das ist ein Ausdruck von Doppelmoral“, grollte der Fraktionslose Siegfried Schönfeld. Was die Stadt hier plane, sehe er als „Maßnahmen aus dem letzten Jahrhundert“, als Diskriminierung der Prostituierten. Das wollten die Sprecher der großen Fraktionen so nicht stehen lassen. Der Straßenstrich sei der schlechteste aller denkbaren Arbeitsplätze für Prostituierte, hielt Andreas Kolk (CDU) entgegen. Wer die Frauen schützen wolle, könne sich schlecht dafür stark machen, dass sie weiter ihrer gefährlichen Tätigkeit am Straßenrand nachgingen.

Womit auch das Stichwort gegeben war für eine politische Grundsatz-Debatte über Wege, Prostitution zu kontrollieren.
Bernd Hübner (Linke) etwa griff Schönfelds Befürchtung auf, durch die Einrichtung eines Sperrbezirks werde die Prostitution lediglich in andere Bereiche der Stadt, möglicherweise sogar in Wohngebiete, abgedrängt. Auf Hübners Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, vorbeugend den Sperrbezirk auf das ganze Stadtgebiet auszudehnen, gab es von der Verwaltungsbank eine deutliche Antwort. Das sei grundsätzlich nicht möglich, erklärte der Bürgermeister und verwies auf vorab eingezogene Erkundigungen hierzu.

Mehrfach wurde mit Hinweis auf Beispiele aus anderen Städten der Vorschlag laut: Da ein Straßenstrich praktisch unkontrollierbar sei, könne die Einrichtung eines ortsfesten und viel besser zu beaufsichtigenden Bordell-Betriebes eine sicherere Alternative sein, wenn die Prostitution insgesamt nicht zu verhindern sei.

Eine Diskussion, die nach Überzeugung von Jens Vogel (SPD) jetzt und an dieser Stelle deplaziert ist: „Wir diskutieren hier nicht über ein Ja oder Nein zur Prostitution, sondern über eine Prostitution, die uns aufgedrängt wird, die wir uns nicht einfach aufdrücken lassen wollen.“Der Rat hat heute (15 Uhr, großer Rathaus-Sitzungssaal) das letzte Wort zum Thema Sperrbezirk. Wenn er zustimmt und auch die Räte in Recklinghausen und Herten gleiche Beschlüsse fassen, können die Städte gemeinsam die Einrichtung des Bezirks beim Regierungspräsidenten beantragen.

Ganzer Artikel –> marler-zeitung.de

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Auf Parkplatz vor RWE-Stadion illegal prostituiert

Die WAZ Gruppe berichtet:

Sechs Monate lang sollte eine 37-Jährige ins Gefängnis gehen, weil sie am Stadion von Rot-Weiß Essen illegal ihrem Geschäft der Prostitution nachging. Amtsrichterin Monique Dreher hatte aber ein Einsehen und setzte das halbe Jahr Haft zur Bewährung aus.

Straßenprostitution ist in Essen nur noch in den „Verrichtungsboxen“ an der Gladbecker Straße erlaubt. Tabu ist die Pferdebahnstraße neben dem aufgewerteten Thyssen-Krupp-Quartier. Dort stellte die 37-Jährige sich aber am Mittag des 31. August auf und fand schnell einen Freier. Mit dem Auto fuhren sie zum Parkplatz des RWE-Stadions, wo sich für echte Fans manch Glücksmoment in Sekunden zum Fiasko wandelte. So muss es den beiden ergangen sein, als zwei Polizisten sie laut Anklage „mit ausgezogenen Hosen auf der Rückbank“ antrafen und zur Tat schritten.

Dem Freier passierte strafrechtlich nichts. Problematisch für die Altendorferin war, dass sie im vergangenen Jahr an drei weiteren Tagen wegen verbotener Prostitution von der Polizei erwischt und belehrt wurde. 15 Vorstrafen seit 1998 listet ihr Register auf, meist wegen Diebstahls oder Drogen. Seit 2010 ist sie auch wegen illegaler Prostitution verurteilt. Beim ersten Mal gab es eine Geldstrafe, beim zweiten vier Monate Haft mit Bewährung. Da zeichnet sich ab, wohin der Weg geht.

Angeklagte von Drogensucht gezeichnet

Ein körperliches Wrack sitzt auf der Anklagebank. Vorgeführt aus dem Zellentrakt, weil die 37-Jährige insgesamt ein Jahr Haft aus Bewährungswiderrufen absitzt. Vor einigen Wochen hat sie im Gefängnis einen Herzinfarkt erlitten. Richterin Dreher spricht die Drogensucht der 37-Jährigen an: „Ja, seit 20 Jahren.“ Jetzt will sie erstmals eine richtige Therapie machen.

Zwei Jahre Straßenstrich Vor zwei Jahren zog der Straßenstrich in Essen an die Gladbecker Straße. Janina Znajewski zieht Bilanz.

Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch eine Referendarin, lässt sich davon nicht beeindrucken: Sechs Monate Haft ohne Bewährung „zur Einwirkung auf die Täterin und zur Verteidigung der Rechtsordnung“ fordert sie. Verteidiger Michael Wolff erinnert an die Drogenabhängigkeit, an das Nachdenken seiner Mandantin in der Zelle: „Was vergibt sich die Rechtsordnung, wenn sie ihr Bewährung gibt?“ Richterin Dreher sieht es ähnlich, gibt Bewährung und sieht Gründe für Milde: „Wegen der Drogenabhängigkeit, denn da liegt der tiefere Sinn der Tat.“ Die Bewährungshilfe soll der Angeklagten helfen, die Sucht zu bekämpfen.

Ganzer Artikel auf Der Westen.de

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Stadt richtet Denunziations Telefon ein


DIE WAZ BERICHTET

Dortmund. Wohin wandern die Frauen ab, die bis Sonntagnacht auf dem Strich in der Mindener-, Julius- und Ravensberger Straße dem horizontalen Gewerbe nachgegangen sind? Diese Frage konnten am Montag, am Tag der Schließung des Straßenstrichs und der Ausweitung des Sperrbezirks auf das ganze Stadtgebiet, weder Polizei noch Stadtverwaltung beantworten.

Eine erste Großkontrolle nach dem Tag X stand zwar nicht auf dem Programm. Aber die Aufklärer von Polizei und Ordnungsamt, sie schwärmten zum Teil auch in Zivilkleidung aus, hielten die Augen auf. Die Präsenz der Ordnungskräfte wird sich jetzt, so ist es angekündigt, „massiv erhöhen“.

„Seit 14 Tagen haben Kräfte von uns und der Stadt in der Nordstadt Handzettel mit Informationen zur neuen Rechtslage verteilt. Vielleicht hat das ja gefruchtet“, begründet Polizeisprecher Kim Ben Freigang, warum – nach dem Abriss der Verrichtungsboxen in den frühen Morgenstunden – im Laufe des Montag nur so wenige Straßenprostituierte und Freier gesichtet wurden.

„Wo auch immer die Damen nun auftauchen werden – da tauchen wir auch auf“, kündigt Freigang an. „Wir können nicht überall gleichzeitig sein. Aber wir haben ein Pfund, mit dem wir wuchern können – das sind die Bewohner der Nordstadt. Die halten sicherlich die Augen offen und sagen uns sofort Bescheid.“

Zielführende Hinweise nimmt ab sofort auch die Leitstelle der „Task Force“ entgegen, die das Ordnungsamt der Stadt gebildet hat.

„Seit der Nacht zum Montag sind wir unter der Rufnummer 50 – 2 88 88 an sieben Tagen die Woche – also auch an den Wochenenden – spätestens ab neun Uhr und mindestens bis Mitternacht zu erreichen“, sagt Jürgen Walther, Abteilungsleiter und neben Heike Tasillo Anführer der neuen 45-köpfigen Eingreiftruppe. „Wir konzentrieren uns, auch was mögliche Rückzugsräume wie Gaststätten, Teestuben, Spielhallen und Wettbüros angeht, zunächst auf die Nordstadt. Für den Fall, dass die Damen in entfernteren Stadtbezirken auftauchen sollten, bitten wir darum, uns anzurufen. Wir reagieren sofort.“

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Frechen: Vorerst kein Sperrbezirk

Die Kölnische Rundschau berichtet am 12.5.2011:

Die Hoffnung der Stadt Frechen, die Wohnwagen mit Prostituierten, die sich neuerdings auf einem Privatparkplatz eingemietet haben, mit Hilfe einer Sperrbezirksverordnung von diesem Platz verbannen zu können, haben sich vorerst zerschlagen.

FRECHEN – Die Hoffnung der Stadt Frechen, die Wohnwagen mit Prostituierten, die sich neuerdings auf einem Privatparkplatz eingemietet haben, mit Hilfe einer Sperrbezirksverordnung von diesem Platz verbannen zu können, haben sich vorerst zerschlagen.

In der Ratssitzung berichtete Fachdienstleiterin Katja Gille auf Anfrage der SPD-Fraktion von einem Gespräch mit der Bezirksregierung, bei dem den Verantwortlichen der Stadt klargemacht wurde, dass die Voraussetzungen für einen Sperrbezirk derzeit nicht vorliegen.
Privatparkplatz nicht einsehbar

Die Sprecherin der Bezirksregierung, Anja Johannsen, bestätigte gegenüber der Rundschau, dass ein Sperrbezirk nur eingerichtet werden könne, wenn Belange des Jugendschutzes oder öffentlichen Anstandes gefährdet sind. „Offensichtlich findet das Ganze zurzeit aber auf einem nicht einsehbaren Privatgelände statt“, stellt Johannsen fest. Auch die Frechener Fachdienstleiterin bestätigte im Rat, dass es bisher keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass sich die Prostitution in den öffentlichen Raum verlagere. „Unsere Ermittlungen haben zudem ergeben, dass der Platz, wo die Wohnwagen stehen, weder vom Schnellrestaurant noch vom Hotel aus einsehbar ist“, erklärte Gille.

Der Pächter des Parkplatzes habe der Stadt gegenüber eine Absichtserklärung abgegeben, dass er keine weiteren Stellplätze an Wohnwagen vermieten will, berichtete die Fachdienstleiterin. Darüber hinaus stehe die Stadt in engem Kontakt mit dem Eigentümer des Geländes. „Er hat uns glaubhaft versichert, davon nichts gewusst zu haben“, erzählte Gille.

Ganzer Artikel auf rundschau-online.de

Stadt Bochum will keinen Straßenstrich

Die WAZ meldet:

Bochum. Stadt und Polizei wollen in Bochum keinen Straßenstrich. Sehr sorgfältig werde man deshalb darauf achten, ob Prostituierte von Dortmund, vor allem Rumänninen und Bulgarinnen, nach Bochum wechseln, erklärten Behördensprecher im Gespräch mit der WAZ.

Rund 500 Prostituierte gehen in Bochum ihrem Gewerbe nach – im Bordell, in Saunaclubs und in Wohngemeinschaften. Nur einen Straßenstrich, den gibt es nicht. Noch nicht. Denn jetzt fürchten die Behörden, dass rumänische und bulgarische Prostituierte von Dortmund auch nach Bochum wechseln könnten.

„Es ist der erklärte Wille von der Stadt und der Polizei, die Etablierung eines Straßenstrichs nicht haben zu wollen“, sagte Kriminalinspektionsleiter Werner Brückner zur WAZ. „Wir werden das sehr achtsam im Auge behalten.“

Bislang sei die Prostitution in Bochum „relativ im Hellfeld“. Das Bordell sei überschaubar, die Saunaclubs, etwa „Freude 39“ an der Freudenbergstraße, seien bekannt und würden „häufig in Zusammenarbeit mit der Stadt besucht“. Und sogar die sogenannte Wohnungsprostitution habe man relativ gut im Blick, weil die dort schaffenden Frauen auf Inserate angewiesen sind. Mehrfach wurden derlei häusliche Sex-Treffs geschlossen, meist nach Hinweisen aus der Nachbarschaft.

“Mit der Situation leidlich zufrieden”

„Wir sind mit der Situation leidlich zufrieden“, sagte Ordnungsdezernentin Diane Jägers, weist aber darauf hin, dass „wir den Straßenstrich nicht generell untersagen können“.

Die Innenstadt Bochums ist für Prostitution jedoch Sperrbezirk. Deshalb ist das Rotlichtviertel an der Gußstahlstraße genau genommen keins. Zwar gibt es dort ein Etablissement mit Table-Dance, doch die Gußstahlstraße selbst gehört noch zum Sperrbezirk. Erst wer den Schritt macht in den Kontakthof „Im Winkel“, befindet sich juristisch im Außenbereich und praktisch mitten im Bochumer Bordell…..

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Städtebund warnt vor Straßenstrich-Verboten

Die Saarbrücker Zeitung meldet:

Saarbrücken (ots) – Der Städte- und Gemeindebund (DStGB) warnt die großen Kommunen davor, die Zunahme der Prostitution mit einem Verbot des Straßenstrichs bekämpfen zu wollen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der “Saarbrücker Zeitung” (Samstag), dadurch würden die negativen Begleiterscheinungen nicht beseitigt, “sondern lediglich in die Umlandstädte abgeschoben”.

Die Stadt Dortmund verbietet den Straßenstrich, um die wachsende Kriminalität in angrenzenden Wohngebieten einzudämmen. Die zuständige Bezirksregierung hatte am Donnerstag grünes Licht für die Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet gegeben. “Damit ist am Ende aber niemandem gedient”, betonte Landsberg. Nun drohe die Gefahr, dass Prostitution illegal stattfinde. Das erschwere “die Kontrolle der Ordnung, der Gesundheit und die Vermeidung von Kriminalität.”

Ähnlich urteilte auch die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages, Sibylle Laurischk (FDP). “Das ist keine Lösung.” Wer Straßenprostitution verhindern wolle, müsse die Ursachen bekämpfen, dass Frauen dem Gewerbe nachgingen, sagte Laurischk der Zeitung.

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Sperrbezirk hier nicht nötig

Gladbeck. Ganz Dortmund wurde jetzt zum Sperrbezirk für Straßenprostitution erklärt – in ganz Gladbeck „gibt es keinen Sperrbezirk“, erklärt Jürgen Hertling. Der wäre auch nicht nötig, weil es hier keinen Straßenstrich gibt, so der Leiter des Ordnungsamts.

Einziger Ort für käufliche Liebe sei das Etablissement an der Stollenstraße, das nach vorübergehender Schließung jetzt einen neuen Betreiber habe und wieder geöffnet sei. Der Versuch eines Unternehmers, ein weiteres Bordell im Gewerbegebiet Brauck nahe der Wohnbebebauung zu eröffnen, ist vor einigen Jahren am Protest der Anwohner gescheitert.

Die Polizei bestätigt diese Angaben, auch sie weiß von keinem Straßenstrich. Das habe allerdings auch mit der Gladbecker Straßensituation zu tun. Pressesprecher Andreas Wilming-Weber: „An der B 224 wäre das wohl kaum so möglich wie im weitläufigeren Grenzgebiet zwischen Marl und Recklinghausen, an der dortigen B 225“, so seine Einschätzung.

Grundsätzlich sei Prostitution übrigens nicht verboten und auch für die Polizei kein Thema, so lange keine strafrechtlich relevanten Taten vorlägen. Wenn es solche Örtlichkeiten gäbe, seien sie aber natürlich bekannt.

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Reaktionen der Nachbarstädte

Da durch die Schließung des Dortmunder Strichs davon auszugehen ist, dass Prostitution sich auf Nachbarstädte ausdehnt werden dort Gedankenspiele formuliert, wie man sich gegen den Zustrom wehren kann.

Witten dehnt den Sperrbezirk aus

So berichtet die WAZ Gruppe

Witten rüstet sich für Prostituierten-Strom

Witten. Ordnungsdezernent Frank Schweppe hatte es durch einen Anruf unserer Zeitung erfahren: Die Bezirksregierung Arnsberg entspricht dem Wunsch der Stadt Dortmund, den Sperrbezirk für Straßenprostitution auf das gesamte Stadtgebiet auszudehnen. Die Entscheidung wird am Samstag, 7. Mai, im Amtsblatt für den Regierungsbezirk verkündet und tritt eine Woche später in Kraft.

Der Hintergrund: „Die mit dem Zustrom der zumeist bulgarischen Prostituierten einhergehende Kriminalität hat sich bereits weit über das Stadtgebiet hinaus ausgebreitet“, so Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. Statt früher 60 habe Dortmund heute rund 700 Prostituierte. Ab dem 14. Mai dürfen sie ihrem Gewerbe in der Nachbarstadt jedoch nicht mehr nachgehen.
Gefährdung der Jugend vermeiden

Aber wo dann, fragen sich Bürger und Politiker der anliegenden Städte. Frank Schweppe wurde von der Entscheidung aus Arnsberg überrascht. „Die Einrichtung eines Sperrbezirks ist an enge Grenzen gebunden. Es scheint so zu sein, dass man in der ganzen Stadt Dortmund offenbar keinen Raum gefunden hat, wo die Damen ihrer Beschäftigung nachgehen können, ohne die Jugend zu gefährden.“

Der Erste Beigeordnete will nun zusammen mit der Polizei „alle rechtlichen Mittel prüfen. Wir wollen es Prostituierten, die von Dortmund nach Witten kommen wollen, mit den uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln so unbequem wie möglich machen.“

Die Stadt sei nun „hochwachsam, um zu verhindern, dass sich die Szene jetzt in Witten etabliert“. Dafür schließt Schweppe auch einen Antrag, Witten ebenfalls in Gänze zum Sperrbezirk zu erklären, nicht aus.

Ganzer Artikel auf derwesten. de

Essens OB Pass spricht schwarfe Worte

Dortmunds Sperrbezirk geht Essen gegen den Strich

Essen. Nicht nur OB Reinhard Paß kritisiert die Entscheidung der Bezirksregierung zur Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet Dortmunds. Das absolute Verbot dränge die Frauen in die Illegalität und verlagere Probleme, anstatt sie zu lösen.

In Sachen Straßenstrich ist das Ruhrgebiet spätestens seit gestern nicht mehr auf einer Linie: Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Dortmunder Stadtspitze tatsächlich grünes Licht für eine Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet und damit für einen landesweit einzigartigen Alleingang auf einem juristisch eigentlich eng gefassten Terrain gegeben.

Nahezu unfassbar war die Entscheidung für Oberbürgermeister Reinhard Paß, für den Zusammenarbeit im Ruhrgebiet anders aussieht: „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass die Bezirksregierung tatsächlich so entscheidet.“ Paß hält das schlicht für falsch.
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Juristische Schritte nicht ausgeschlossen

Als ob sich die Probleme der Zuwanderung und damit verbundener Kriminalität, mit der Dortmund unbestreitbar zu kämpfen hat, schlicht wegverordnen ließen: „Mit der Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet löst Dortmund das Problem nicht, sondern wälzt es auf die umliegenden Kommunen ab“, kritisierte Paß und kündigte an, die Auswirkungen der gestrigen Entscheidung „sehr genau beobachten und dann auch reagieren“ zu wollen – juristische Schritte seien nicht ausgeschlossen, sagte Stadtsprecher Detlef Feige auf Nachfrage.

Ganzer Artikel auf derwesten.de

Waltrop denkt über Sperrbezirk nach

Die Stadt Waltrop will auf die Schließung des Straßenstrichs in der Nachbarstadt Dortmund reagieren. Das Ordnungsamt könnte sich einen Sperrbezirk in der ganzen Stadt vorstellen, sagte uns der Leiter Stefan Schlarb. Diesen Vorschlag werde er auch der Bürgermeisterin machen. Gibt es einen Sperrbezirk, dürften keine neuen Bordelle mehr eröffnen und auch die Straßenprostitution wäre verboten. Ob es dazu kommt, müsste am Ende der Stadtrat und die Bezirksregierung entscheiden. Der Dortmunder Straßenstrich wird Mitte des Monats geschlossen. Neben Waltrop befürchtet auch Castrop-Rauxel, dass sich die Prostitution dann in ihre Stadt verlagern könnte. Aktuell gibt es in Dortmund 700 Prostituierte. Sorgen bereitet den Waltropern auch die aktuelle Entwicklung im benachbarten Lünen. Hier soll ein Großbordell entstehen.

Ganzer Artikel auf Radiovest

Lünen überlegt, rechliche Schritte einzulegen

Lünen: Entscheidung der Bezirksregierung bezüglich der Ausweitung des Dortmunder Sperrbezirks auf das gesamte Dortmunder Stadtgebiet

Pressemeldung vom 5. Mai, 2011, 6:21 pm

Statement Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick (Stadt Lünen)

“Wir haben die heutige Entscheidung des Regierungspräsidenten, den Sperrbezirk auf das gesamte Dortmunder Stadtgebiet auszudehnen, zur Kenntnis genommen und werden diese nun rechtlich prüfen lassen.

Denn viele unserer Bürger, vor allem in den an Dortmund grenzenden Lüner Stadtgebieten wie z.B. Brambauer, machen sich Sorgen, dass es durch diese Entscheidung zu einer Verlagerung des Dortmunder Straßenstrichs kommen könnte.

Auch wenn Experten der Polizei diese Verlagerung für nicht sehr wahrscheinlich halten, nehmen wir diese Sorgen sehr ernst. Wir werden deshalb prüfen, welche konkreten Maßnahmen wir gegebenenfalls für die Stadt Lünen ergreifen können. Denn bislang gibt es in Lünen sowohl im Bereich Prostitution als auch in punkto Kriminalität keine großen Probleme. Ich werde mich aktiv dafür einsetzen, dass dies auch zukünftig so bleibt.

Wir stehen in punkto “Dortmunder Straßenstrich” in engem Kontakt mit unseren Nachbarstädten. Ich habe kurz nach der Entscheidung des Regierungspräsidenten zudem Kontakt mit dem Kreis Unna aufgenommen. Das Thema “Sperrbezirk” wird auf der Tagesordnung der nächsten Bürgermeisterkonferenz des Kreises stehen. Dort werden wir dann auch über eine mögliche gemeinsame Vorgehensweise der Städte und Gemeinden beraten.

Im Zuge der Diskussion über den Dortmunder Sperrbezirk wurde von einem potenziellen Bordellbetreiber in der Lüner Presse angekündigt, möglicherweise auf seinem Grundstück einen “Ersatz-Straßenstrich” einzurichten. Wir werden hier alle rechtlich zulässigen und erfolgversprechenden Maßnahmen einsetzen, um diese Pläne zu verhindern.”

Ganzer Artikel auf pressemeldung-nrw.de

Jetzt sind alle weg

Der Express meldet:

KÖLN –  Seit Sonntag gilt die neue Sperrbezirksverordnung für den Kölner Süden. Und es scheint zu funktionieren. Vor allem der Bundeswehr waren die Huren und ihre bis zu 40 Wohnwagen auf dem Privatgelände des Heeresamtes ein Dorn im Auge.

Und auch Anwohner hatten sich bei der Stadt über die Prostituierten und ihre Freier beschwert. Doch gestern waren alle verschwunden, ohne dass die Polizei oder das Ordnungsamt tätig werden mussten.

„Wir haben in den letzten Wochen die Prostituierten vor Ort informiert und sie auf die neue Lage aufmerksam gemacht“, sagt Ralf Mayer als Chef des städtischen Ordnungs- und Verkehrsdienstes.

Prostitution ist nur noch am Eifeltor ganztägig zulässig, in Meschenich ist sie komplett und entlang des Militärrings zwischen 6 Uhr und 20 Uhr verboten. Auch Brühl und Hürth haben neue Sperrbezirke eingerichtet.

Ganzer Artikel auf express.de

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