Drive-In-Puff eröffnet! So verliefen die ersten Tage.

In Zürich gibt es seit einigen Tagen einen Drive-In-Puff (wir berichteten). Reinfahren, bestellen, rausfahren. Glücklich sein. Wie kommt der schnelle Sex bei den Kunden an?

Knapp 30 Prostituierte arbeiten auf dem Gelände in Zürich und bieten ihre Dienste an. Der Vorgang ist ganz einfach: Mann fährt durch einen Park, sucht sich eine der Frauen aus und fährt gemeinsam mit ihr in eine sogenannte „Verrichtungsbox“, die aussieht, wie eine Holzgarage.

Klingt interessant, das fanden auch die Anwohner der Stadt, die sich das Ganze mal genauer angucken wollten. Darum gab es an den ersten Tagen einige Ermahnungen, dass Besucher verbotenerweise zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit Begleitung im Auto erschienen.

In Zukunft sollen von 19 Uhr bis 5 Uhr bis zu 40 Prostituierte auf dem 220-Meter-Rundkurs aufzufinden sein, es gibt allerdings nur neun Boxen für die Autos, also ist ein nettes Gespräch zum Zeit überbrücken bestimmt auch im Preis inbegriffen.

Für das Wohl der Prostituierten wird gut gesorgt. In jeder Box gibt es einen Alarmknopf und Toiletten und Duschen stehen den Damen natürlich auch zur Verfügung.
Mit dieser Idee sind nicht nur Freier und Prostituierte zufrieden, auch die Polizei ist froh, sich nicht mehr um die Prostituierten an Bahnhöfen oder anderen dunklen Ecken zu kümmern, denn diese dürfen jetzt ganz legal anschaffen.

Quelle: http://www.virtualnights.com/magazin/drive-in-puff-eroeffnet.23266

Prostitution in Zürich

Zwischen 1880 und 1910 wandelte sich Zürich von einem Provinznest zu einer Stadt. Viele Menschen zogen in diesen Jahren aus den umliegenden ländlichen Gebieten in die Stadt. Armut und schwindende Verdienstmöglichkeiten in der Landwirtschaft veranlassten junge Frauen und Männer, in der Stadt Arbeit zu suchen. Die Zahl der Arbeit suchenden Frauen nahm stetig zu. Doch die Arbeitsplätze für Frauen waren knapp, die Löhne tief. Anfängerinnen verdienten in der Fabrik etwa 20 Franken im Monat. Der Fixlohn einer Kellnerin belief sich auf dieselbe Summe. Dienstmädchen verdienten sogar noch weniger.

Eine sehr schöne Bildertour, in der viele historische Abbildungen rund um das Züricher Milieu zu finden sind findet man auf moneymuseum.com.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zogen viele junge Frauen und Männer aus ländlichen Kantonen und dem benachbarten Ausland nach Zürich. Sie stammten meist aus der Unterschicht und hatten kaum je eine Ausbildung genossen. Ihre Hoffnung war, über den städtischen Arbeits- und Heiratsmarkt sozial emporzukommen.

Durch die Zuwanderung junger Männer bildete sich eine steigende Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen in der Stadt. Umgekehrt waren die jungen Frauen als Dienstmädchen, Kellnerinnen, Verkäuferinnen oder Fabrikarbeiterinnen meist mit prekären Arbeits- und Lohnverhältnissen konfrontiert. Viele machten die Erfahrung, dass ihre Arbeitgeber die Bitte um Lohnerhöhung mit der Antwort quittierten, sie könnten sich ja in ihrer Freizeit mit ihrem Hintern noch etwas dazu verdienen.

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